Spielberichte Herren 1

Spielberichte Herren 1 (180)

Montag, 13 September 2021 12:19

Nur das Resultat stimmt

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Herren 1. Liga TV Muri – HC KTV Altdorf 26:27 (12:13) 11.9.21 Muri Bachmatten

 

Trotz einer über weite Strecken desolaten Leistung sicherten sich die Altdorfer den Sieg im Meisterschaftsauftakt. Diese Nervenschlacht hätte aber verhindert werden können.

 

Dass die Murianer in dieser Saison nicht zu den Aufstiegsfavoriten zählen würden war bereits im ersten Spiel gegen die Muotathaler zu erkennen als der Match zur Halbzeit bereits vorentschieden wurde. Im Spiel gegen die Urner fanden sich bis Minuten vor Anpfiff gerade mal die nötigen sieben Spieler in der Halle ein, ehe die von einem Auswärtsspiel zurückgekehrten Junioren den Kader komplettierten. Wer dachte dass die Urner daraus Profit schlagen und zum Start spielbestimmend auftreten, wurde eines besseren belehrt. Denn es waren die Altdorfer, welche nicht mit der nötigen Konzentration und Einsatzbereitschaft ans Werk gingen. Schlussendlich mussten die Gelben sogar noch froh sein, dass vier technische Fehler, drei Fehlschüsse sowie sechs Strafminuten in den ersten zwölf Minuten nur mit einem 7:4 Rückstand bestraft wurden. Allgemein vermochten die Aargauer den KTV für diesen lustlosen und unkoordinierten Auftritt nicht zu bestrafen. Der Grund wieso die Urner mit dem letzten Angriff vor der Pause mit dem 13:12 erstmals in Führung gingen trug die Nummer 22, ist deutscher Herkunft und war mit insgesamt elf Toren der Mann des Spiels. Spielmacher Florian Henrich war der Lichtblick in dieser ansonsten nicht Erstligawürdigen Partie.

 

Wer nun nach dem Seitenwechsel auf eine Reaktion der Gäste wartete, wartete vergebens. Vor allem für Trainer Stefan Epp war es ein Spiel zum Haare raufen. Selbst einfachste und eigentlich klare Absprachen, wie beispielsweise das Zurückwechseln des Torhuters nach einem Angriff in Unterzahl, funktionierte nicht. Der TV Muri bedankte sich für die Geschenke und zog innert zehn Minuten auf 20:16 davon. Die Zuversicht, dass das Spiel wie im ersten Umgang doch noch irgendwie auf die Seite der Urner kippt, schwand merklich. Von dieser emotionsgeladenen Truppe, die sich eine Woche zuvor im Cup durchsetzte, war nichts zu erkennen. Als das Heimteam dann zwölf Minuten vor dem Ende trotz doppelter Unterzahl mit einem einfachen Tor durch die Mitte wieder auf +3 stellte, schien die Messe gelesen. Doch nun war es das Heimteam, das mit dem Sieg vor Augen komplett verunsichert wirkte. Ein sachtes Aufraffen der Urner reichte dann auch schon und schnelle Tore über den Konter führten zum Ausgleich. 25 Sekunden vor Schluss war Florian Henrich mittels Siebenmeter für die zweite Führung nach dem 13:12 zur Pause besorgt. Das siebenundzwanzigste Tor reichte dann schlussendlich, um beide Punkte einzufahren, denn der letzte Wurf des TV Muri landete neben dem Gehäuse.

 

Mehr Glück als Verstand pflegt man nach einem solchen 27:26 Dusel-Sieg zu sagen. Im Hinblick auf das Derby vom kommenden Samstag gegen die Thaler war dies vielleicht der nötige Schuss vor den Bug. Denn mit einer ähnlich bescheidenen Leistung wird das Saisonhighlight zum Schlachtfest. Doch trotz allem sind die ersten beiden Punkte auf dem Konto des KTV. Zumindest vom Ergebnis her ist man erfolgreich in die neue Saison gestartet. Bleibt zu hoffen dass dies dieser eine Ausrutscher war, der nach zehnmonatiger Spielabstinenz mal vorkommen kann. Denn nochmals punkten wird man mit einem solchen Auftritt definitiv nicht mehr.

 

Für den KTV spielten:

Christian Amrein/Jan Dittli/Fabio Arnold; Luca Aschwanden (3), Manuel Gisler, Lukas Müller (2), Daniel Baumann, Marco Inderbitzin, Samuel Wyss (4), Kevin Ledermann (3), Fabian auf der Maur (4), Florian Henrich (11/4), Tomas Adamcik

 

Florian Henrich Siebenmeter

War mit 11 Toren der Mann des Spiels: Florian Henrich

Montag, 13 September 2021 12:14

Start nach Mass im Cup

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Schweizer Cup: HC KTV Altdorf – TV Pratteln NS 28:22 (11:11)

 

Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung überstehen die Urner die erste Cuprunde. Mit dem 28:22 Heimsieg gegen Erstligist Pratteln ist der Start in die neue Saison geglückt.

 

Trotz des deutlichen Resultats boten die Gäste aus dem Baselbiet dem KTV über lange Zeit Paroli. Nach besserem Start der Altdorfer konnten die Gäste den frühen 5:2 Rückstand bis zur Halbzeitmitte zum 8:8 ausgleichen. Die mit einer jungen Mannschaft antretenden Prattler bekundeten Mühe mit der stabilen Urner Defensive. Gleich acht mal ging man dabei aber etwas zu ruppig ans Werk, was jeweils mit Siebenmeter bestraft wurde. Sechs dieser acht Versuche versenkte Topscorer Yanis Meier im Kasten, einen weiteren im Nachschuss. Auf Altdorfer Seite machte „Bum-Bum-Sämi“ Wyss seinem Übernamen alle Ehre und erzielte sechs Feldtore. Als beim Stand von 11:11 die Seiten getauscht wurden konnte man bilanzieren, dass man den Gegner zwar eigentlich im Griff hatte, das Spiel vom Resultat her aber weiterhin komplett offen war.

 

Erneut waren es die Altdorfer, die besser in die Halbzeit starteten. Der junge Lukas Müller bewarb sich nach seinem ersten Tor gleich als emotionaler Leader als er die ganze Mannschaft nochmals so richtig pushte. Knappe fünf Minuten später fand er sich aber neben Tomas Adamcik auf der Strafbank ein. Diese überstandene doppelte Unterzahlsituation beim Stand von 15:12 war dann auch die letzte kritische Situation für den KTV. In der Folge reüssierte zwar Rechtshänder Raffael Bühler vom „falschen“ Flügel mit teils spektakulären Knickwürfen, für die Wende reichte es aber nicht mehr, da der Rest des Teams offensiv verblasste und auch das Torhüterduell klar an das Urner Trio ging. Bis zum Schluss zog das Heimteam langsam aber stetig auf sechs Tore weg und sicherten sie durch den verdienten 28:22 Erfolg den Platz in der Hauptrunde. Der grosse Wermutstropfen an diesem Abend: Der linke Flügel Pascal Aschwanden knallte nach einer unkontrollierten Rettungsaktion Kopf voran in die Seitenwand und musste sich für medizinische Abklärungen in den Spital begeben. Spätabends kam die erste Entwarnung, trotzdem wird er vorerst nicht zur Verfügung stehen.

 

Als erster Ernstkampf der Saison und zugleich als letzter Test unter Wettkampfbedingungen kann man diese Cuprunde beschreiben. Noch eine Runde gilt es zu überstehen, bevor man mit etwas Losglück einen A-Ligisten in der heimischen Feldli-Arena begrüssen dürfte, das eigentliche Ziel der Unterklassigen in diesem Wettbewerb. Der Fokus liegt aber klar auf der am nächsten Wochenende beginnenden Meisterschaft. Diese geschlossene Mannschaftsleistung stimmt optimistisch, auch wenn die ein oder andere Baustelle noch vorhanden ist. Doch nach fast einjähriger Zwangspause wird es nicht nur dem KTV so gehen.

 

Für den KTV spielten:

Jan Dittli/Fabio Arnold/Christian Amrein; Lorin Schleich, Lukas Müller (2), Daniel Baumann (2), Pascal Aschwanden (1), Samuel Wyss (6), Carlo Inderbitzin (4), Kevin Ledermann (3), Fabian auf der Maur (2), Matteo Kovacevic, Florian Henrich (6/2), Tomas Adamcik (2)

Montag, 26 Oktober 2020 12:42

Erster Rückschlag im Derby

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HC KTV Altdorf – KTV Muotathal 25:28 (13:15), 24.10.20 Altdorf Feldli

 

Mit einem Sieg im Derby wollte der KTV die Ambitionen auf einen Finalrundenplatz unterstreichen. Doch die Schwyzer waren bissiger, weniger fehleranfällig und verdienten sich den Auswärtssieg.

 

Die letzten drei Spiele mussten die Altdorfer verschieben. Nach abgesessener Quarantäne folgte am Samstag die Rückkehr auf den Platz. Von dieser Wettkampfpause war in den Startminuten aber gar nichts zu erkennen. Die Hausherren setzten mit einem 4:1 Start ein erstes Ausrufezeichen. Torhüter Marcel Luthiger fand gut in die Partie, einzig Kevin Heinzer bekamen die Urner zu Beginn nicht in den Griff. Mit vier Toren in den ersten zwölf Minuten schoss er seine Farben zurück ins Spiel. Es entwickelte sich das erwartet umkämpfte Derby mit leichten Vorteilen für die Urner. Doch als die Urner das Mittel des siebten Feldspieler nutzten, war die lange Spiel- und Trainingspause erkennbar. Der schnelle Wechsel, der den Torhüter zurück ins Spiel bringen sollte, funktionierte gelinde ausgedrückt eher suboptimal. So stand gleich einigen Abschlüssen kein Altdorfer Keeper im Weg. Diese einfachen Tore führten zur Wende und die Gäste legten bis zum Seitenwechsel zwei Zähler vor.

 

Obwohl die Thaler gleich nach Wiederanpfiff auf drei Tore erhöhten, liessen die Altdorfer nicht locker. Nach 42 Minuten konnte Mario Jelinic, mit sieben Toren der erfolgreichste Werfer der Partie, den Anschluss wieder herstellen (18:19). Schmerzlich vermissten die Altdorfer im Angriffsspiel Kreisläufer Tomas Adamcik, der beruflich verhindert war. Das Heimteam mühte sich in der Offensive regelrecht ab, Thal-Trainer Marius Kasmauskas delegierte eine sehr agile Defensive, die den eh schon verunsicherten Angriff weiter unter Druck setzte. Eine Masse an Fehlern leider die logische Konsequenz. Muotathals Torhüter Florian Öchslin war dann noch das letzte Puzzleteil, das das Altdorfer Anrennen stoppte. Mit bis zu vier Toren zogen die Schwyzer in den Schlussminuten weg und liessen keine Fragen mehr offen.

 

57% zu 56% Wurfquote, 35% zu 38% Abwehrquote der Torhüter, 16 zu 9 Turnover; das oben beschriebene in drei Statistiken zusammengefasst. Wie schon in den letzten Partien erzielte der KTV nicht über 25 Tore. Eine alte Weisheit besagt, dass derjenige, der mehr Tore schiesst gewinnt. In den letzten Partien reüssierte der KTV aber eher da er weniger Tore als der Gegner erhielt. Die Abschlüsse ins leere Tor sowie die schnellen Kontertore nach Fehlern liessen dieses Erfolgsrezept aber scheitern. Damit kommt es zum grossen Zusammenschluss in der Tabelle. Olten, Altdorf, Muotathal, Muri und Emmen, rangiert nach Verlustpunkten, kämpfen alle noch um einen der beiden Finalrundenplätze.

 

Für den KTV spielten:

Marcel Luthiger/Christian Amrein/Jan Dittli; Luca Aschwanden (2), Manuel Gisler, David Arnold, Ivan Fallegger (4), Daniel Baumann (1), Marco Inderbitzin, Kevin Ledermann (3), Fabian auf der Maur (4), Matteo Kovacevic, Mario Obad (4), Mario Jelinic (7/3)

Donnerstag, 01 Oktober 2020 12:05

Handball Emmen legt Protest ein

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Gegen die Wertung des 24:25 Auswärtssiegs hat Handball Emmen beim Verband Protest eingelegt. Das zuständige Gremium behandelt den Fall nun und wird einen Entscheid fällen.

 

Vorausgegangen war eine Unstimmigkeit über das Resultat in der 54. Minute. Emmen reklamierte zu diesem Zeitpunkt, dass Spieluhr und Liveticker ein Tor von Mario Jelinic werteten, das so gar nicht stattgefunden habe. Die von Emmen gemachte Videoaufnahme des Spiels soll diesen Fehler bestätigen. Da sich die Schiedsrichter aber zu diesem Zeitpunkt mit den Zeitnehmern besprachen und das vermeintlich falsche Resultat bestätigten, könnte es sich aber um eine nicht korrigierbare Tatsachenentscheidung der Unparteiischen handeln. Sicher ist aber, dass sich der KTV bei ausgeglichenem Spielstand in den Schlusssekunden anders verhalten hätte.

 

Der KTV Altdorf wartet nun auf das Urteil, welches der Verband wohl in den nächsten Tagen bekannt geben wird. Die Mannschaft fokussiert sich derweil auf das Spitzenspiel gegen Olten vom Samstag.

Montag, 28 September 2020 12:49

Wichtiger Derbysieg in Emmen

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Handball Emmen – HC KTV Altdorf 24:25 (14:12), 26.9.20 Emmen Rossmoos

 

In einer ausgeglichenen und hart umkämpften Partie behalten die Urner mit 24:25 die Oberhand. Mit dem dritten Sieg in Serie beisst sich der KTV an der Tabellenspitze fest.

 

Die Ansage von Spielertrainer Mario Jelinic war klar. Der KTV will sich nicht auf diesen hektischen Emmer „run and gun“-Handball einlassen. So entwickelte sich von Beginn weg ein geordnetes Spiel, welches über Positionsangriffe geführt wurde. Angeführt von siebenfachen Torschützen Luka Kovacevic erwischte das Heimteam den besseren Start. Vier Altdorfer Tore in Serie verwandelten den 4:1-Fehlstart aber postwendend in eine erste Führung. Mit bis zu drei Toren konnte sich der KTV absetzten, als die Luzerner mit Yannick Schnellmann die spielbestimmende Figur ins Tor beorderten. Seinen Paraden verdankt Handball Emmen den Umschwung vor der Pause. Mit der letzten Aktion vor dem Seitenwechsel konnte Mario Jelinic für den KTV immerhin noch auf 14:12 verkürzen und holte dazu noch eine Zeitstrafe gegen Emmen heraus. Neben dem sechsfachen Torschützen Jelinic sorgten offensiv auch Mario Obad und Fabian auf der Maur mit 5 Toren für Furore. Ein Lebenszeichen, welches die Weichen für die zweite Halbzeit stellen soll.

 

Doch es war das Heimteam, das wieder auf plus drei stellte. Das Momentum in der Folge stark Schwindel gefährdet, so schnell wie es sich drehte. Der KTV glich vom 15:12 zum 15:15 aus, nur um danach das Heimteam wieder auf 19:15 (44') ziehen zu lassen. Auch der KTV wechselte nun auf der Torhüterposition. Wie Emmens Schnellmann vor der Pause fand auch Christian Amrein gut in die Partie und trieb seine Farben nochmals an. Ein 7:0-Lauf die Folge, ein Drei-Tore-Polster für die letzten zehn Spielminuten Tatsache. Ganze drei Minuten hielt es, bevor das Heimteam mit drei Toren in Serie wieder ausglich.

 

Christian Constantin sagte einst: „Es ist der Totomat, der zählt.“ Nicht aber, wenn die Person an der Anlage nicht ganz der Höhe ihrer Aufgabe ist. In der ersten Halbzeit stimmte der angezeigte Spielstand nicht, nach dem Einwand der Urner wurde das fehlende Tor aber schnell nachgetragen. Nun war es das Heimteam, welches monierte, dass dem KTV im vorletzten Angriff ein Tor zu viel geschrieben worden wäre, das Chaos perfekt. Die Spieluhr und der vom Zeitnehmertisch geführte Liveticker waren aber einstimmig. So bestätigten die Schiedsrichter nach einer kurzen Besprechung mit den von Emmen gestellten Funktionären den aktuellen Spielstand von 23:24.

 

Zurück zum Spiel. Für die Altdorfer stellte sich nicht die Frage ob, sondern wann Mark Schelbert dem Emmer Angriffsspiel seinen Stempel aufdrücken wird. Doch weder er, noch der mittlerweile blasse Luka Kovacevic übernahmen und so sprang der noch junge Antonio Kim in die Bresche und übernahm die Verantwortung. Emmen kam eine Minute vor Schluss beim Stand von 24:25 in Ballbesitz. Der letzte Abschluss landete an den Armen von Keeper Amrein, der seinen starken Antipoden Schnellmann (47%) mit einer Abwehrquote von 58% noch übertraf und den KTV Altdorf jubeln liess. Der KTV verzichtete in den verbleibenden 15 Sekunden auf den letzten Abschluss und spielten stattdessen die Uhr zum knappen Auswärtssieg herunter. Die Geschichte dieser Rivalität ist um ein Kapitel reicher.

 

Mit drei Siegen in Serie ist der Start in die neue Spielzeit geglückt. Nebst der des KTV blieben auch die Westen von Olten und Muri weiterhin weiss. Nach diesem Trio öffnete sich eine Lücke von vier Punkten zum Rest der Liga. Doch bereits am nächsten Samstag wird im Heimspiel gegen Olten ein Team Federn lassen und die Lücke wird sich wieder schliessen.

 

Für den KTV spielten:

Marcel Luthiger/Christian Amrein/Jan Dittli; Luca Aschwanden, Manuel Gisler, David Arnold (3), Ivan Fallegger (1), Daniel Baumann, Marco Inderbitzin, Kevin Ledermann (1), Fabian auf der Maur (5), Mario Obad (5), Mario Jelinic (6/2), Tomas Adamcik (4)

Montag, 21 September 2020 12:16

Eine starke Defensivleistung sichert dem KTV den Heimsieg

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Beim Heimauftakt im Feldli lieferten sich Dagmersellen und Altdorf eine Abwehrschlacht, bei der die Urner in einem dramatischen Finale die Oberhand behielten. Doch auch ein knapper 24:23-Sieg bringt zwei Punkte ein.

 

Was war denn das bitte für ein fantastisches Handballspiel. Nach halbjähriger Zwangspause hatten alle sichtlich Bock auf Handball und das Feldli verwandelte sich wiedermal in eine Handballfesthalle. Dabei zeigte sich die Altdorfer Defensive von Beginn weg stabil, wie in der Vorwoche landete der erste gegnerische Abschluss in den langen Armen des Urner Mittelblocks. Es waren die Gelben die den besseren Start erwischten. Nach einer Doppelparade von Torhüter Christian Amrein sorgte Mario Jelinic mit dem 4:1 per Siebenmeter für den gelungenen Start. Es folgten hektische drei Minuten mit insgesamt acht Abschlüssen, in denen die Gäste ausglichen. In Szene setzte sich nun der Dagmerseller Keeper Nick Schöpfer, der die rechte Altdorfer Angriffsseite bluten liess. Die Wiggertaler rissen sogar kurzzeitig die Führung an sich, bevor die Altdorfer wieder Oberwasser gewannen und sich mit bis zu vier Toren absetzten. Urs Oggier verkürzte vier Minuten vor dem Seitenwechsel auf 12:9, die restlichen je vier Angriffe blieben aber allesamt ungenutzt. Somit war auch zum Start des zweiten Umgangs noch alles offen.

 

Eine Umkämpfte Partie, zwei gut aufgelegte Torhüter mit noch stärkeren Abwehrreihen, ein sichtlich amüsiertes Publikum welches für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgte, was soll die zweite Halbzeit denn jetzt noch bieten können? Vorneweg: nochmals zwei weitere starke Torhüter, noch mehr Kampf und eine grosse Portion Drama zum Dessert.

 

Lange wies aber nichts auf dieses Ende hin. Der Altdorfer Vorsprung pendelte sich bei drei Toren ein. Mal verkürzten die Gäste auf zwei, mal erhöhte der KTV auf vier, so richtig auf eine Seite kippte die Partie aber nie. Der Dagmerseller Torsteher Ramon Häller parierte dabei ebenso souverän wie Altdorf-Oldie Marcel Luthiger, der rechtzeitig vor dem Aufeinandertreffen gegen seine ehemaligen Emmer das nötige Selbstvertrauen holen konnte. Wenig überraschend sorgte bei den Gästen in der Offensive das Trio Oggier-Tschupp-Sommer für die Musik. Beim KTV übernahm Mario Obad mit sieben Toren die Verantwortung, war mit drei technischen Fehlern und einem verschossenen Siebenmeter in den Schlussminuten aber nicht unschuldig am letzten Aufbäumen der Gäste. Fabian auf der Maur hingegen, der den ganzen Abend lang nicht viel traf, sorgte mit seinem letzten Wurf doch noch für das siegbringende 24. Tor (24:21, 57'). Nach zwei Dagmerseller Toren zum Anschluss wollten die Altdorfer die restlichen 40 Sekunden von der Uhr spielen um den knappen Sieg über die Zeit retten. Dies Missglückte Sekunden vor dem Ende, als die Schiedsrichter aufgrund passiven Spiels auf Ballbesitz Dagmersellen entschieden. Ein letzter Gegenstoss über links, der Wurf in Richtung Tor, zuerst ein wenig Hand vom „Luthi“ und dann ganz viel Pfosten. Nach einem ganz grossen Durchatmer setzten die Urner zum Jubel an. Ein verdienter Heimsieg, bei dem man am Schluss fast noch zu blöde war um beide Punkte einzusacken.

 

Dies soll aber nicht die Leistung der Gäste schmälern, die mit lediglich vier Auswechselspielern bis zum Ende beherzt kämpften und schlussendlich die Redewendung des „Glücks des Tüchtigen“ widerlegten. Umso unnötiger, dass nach dem Abpfiff ein Gästefan die Altdorfer Spieler lauthals mit Schiedsrichterbestechungsvorwürfen eindeckte, denn dieses Dagmerseller Kollektiv hat am Samstagabend sehr viel Freude bereitet. Der KTV Altdorf bleibt somit schadlos und grüsst mit Olten und dem überraschenden TV Muri von der Tabellenspitze.

 

Für den KTV spielten:

Christian Amrein/Marcel Luthiger/Jan Dittli, Luca Aschwanden (2), Manuel Gisler, David Arnold (2), Lukas Müller, Daniel Baumann (1), Marco Inderbitzin, Kevin Ledermann (1), Fabian auf der Maur (4), Mario Obad (7), Mario Jelinic (3/1), Tomas Adamcik (4)

 

Ruedi Amman Jubel

Montag, 14 September 2020 12:20

Ein Start nach Mass

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Handball Wohlen – HC KTV Altdorf 19:30 (10:17), 12.9.20 Wohlen Hofmatten

 

Der KTV Altdorf startet mit einem klaren Auswärtssieg in die Saison und unterstreicht damit die Ambitionen auf einen Finalrundenplatz. Der Grundstein zu diesem 30:19-Erfolg wurde in der Defensive gelegt.

 

Der erste Angriff schloss Fabian auf der Maur erfolgreich ab, hinten blieb der Wohlener Wurf im grossgewachsenen Altdorfer Mittelblock hängen. Die Bank stand, die Fäuste zum Jubel oben und der Urner Spirit stimmte. Von diesem trostlos desolaten Cupauftritt in Yverdon keine Spur mehr, im Gegenteil. Noch in den ersten zehn Spielminuten stellte die Wohlener Abwehr auf eine Manndeckung gegen Mario Jelinic um. Der entstandene Platz nutzte Mario Obad und sorgte mit drei Toren in Serie für die erste Differenz (4:8, 13.'). In der Folge bewiesen die Gastgeber aber, weshalb sie auch gegen Mitfavorit Olten das erste Spieldrittel offen gestalten konnten. Angeführt von einem starken Torhüter Remo Hofmann verkürzten die Aargauer nochmals auf 10:13, ehe die Urner mit starken Minuten vor dem Seitenwechsel auf 10:17 wegzogen.

 

Zur zweiten Hälfte stellte der Wohlener Trainer Chechele Generoso seine Abwehr ein zweites Mal um. Die beiden Marios wurden mit einer doppelten Manndeckung aus dem Spiel genommen. Es sollen nicht weiter die beiden Kroaten sein, die für die Urner Tore sorgen. Daraufhin zogen sich die beiden jeweils mit ihren Bewachern bis auf die Mittellinie zurück und Mario Jelinic stellte sich dabei neben die Wechselzone. Torhüter Christian Amrein verliess seinen Kasten für einen weiteren Angriffsspieler. Diesen fünf standen dann aber nur noch vier Abwehrspieler in weg. Nach dem Abschluss brachte Jelinic durch den kurzen Weg sofort den Torhüter ins Spiel und wartete seinerseits auf den siebten Spieler, der ihn wiederum in die Abwehr brachte. Offensiv mussten daher andere in die Bresche springen, und das taten sie. Fabian auf der Maur und David Arnold versenkten vier Würfe, Luca Aschwanden drei und Kevin Ledermann war sogar fünf Mal erfolgreich. Der Rückkehrer und ehemalige Kapitän überrascht seit seinem Wiedereinstieg im Sommer. Er, der aufgrund von Schulterproblemen zum Abwehrspezialisten wurde, kam genesen zurück und wirft seitdem beachtlich. Nun darf er sich zusammen mit Mario Obad teaminterner Topscorer nennen. So setzten sich die Altdorfer, auch weil die Defensive nach wie vor lieferte, nach 53 Minuten mit 29:16 ab. Fünf technische Fehler und zwei Fehlwürfe in den verbleibenden Minuten verhinderten einen noch höheren Sieg.

 

Mit der gezeigten Leistung bei diesem 30:19-Auftaktsieg dürfen die Urner zufrieden sein. Im Vergleich zum Spiel im März, als sich die beiden Teams zum letzten Spiel vor dem Saisonabbruch trafen und die Urner einen Zittersieg verbuchten, änderte sich primär das Urner Auftreten. Nicht unschuldig daran ist Migi Bissig, der begonnen hat, die Mannschaft ins Mentaltraining einzuführen. Dieser Fokus gilt es jetzt auf das erste Heimspiel zu legen, bei dem am Samstagabend der TV Dagmersellen zu Gast im Feldli ist.

 

Für den KTV spielten:

Christian Amrein/Marcel Luthiger, Luca Aschwanden (3), Manuel Gisler, David Arnold (4), Ivan Fallegger (2), Daniel Baumann (1), Marco Inderbitzin (1), Kevin Ledermann (5), Fabian auf der Maur (4), Matteo Kovacevic, Mario Obad (5), Mario Jelinic (3/1), Tomas Adamcik (2)

Donnerstag, 12 März 2020 16:30

Duselsieg im Aargau

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Handball Wohlen - HC KTV Altdorf 26:27 (13:13), 7.3.20 Wohlen Hofmatten

Handball Wohlen vergibt in den Schlussminuten einen möglichen Punktgewinn. Der dezimierte Altdorfer Kader konnte sich aber auf Flügel Pascal Aschwanden verlassen.

Über Platzmangel auf der Auswechselbank konnten sich die favorisierten Urner nicht beklagen. Nach verletzungsbedingten Ausfällen von Benjamin Vizi, Marc Häusler und Manuel Gisler reiste das Team mit nur elf Spielern nach Wohlen. Die Reserve konnte einen starken Altdorfer Start zur Kenntnis nehmen. Die rechte Angriffsseite um Fabian auf der Maur und David Arnold war für die ersten Treffer verantwortlich, der 4:1-Start geglückt. Doch trotz eines starken Jan Dittli im Tor konnten sich die Gäste nicht absetzen. Defensiv konnten die Aargauer die Wirkungskreise der Altdorfer Kreisläufer stark einschränken, offensiv setzten das abstiegsbedrohte Team auf ein schnelles Umschalten. Durch drei Tore in Serie rissen die Wohlener nach zwanzig Minuten erstmals die Führung an sich. Die grosse Wende stellte dieser Treffer aber nicht dar, denn die beiden Teams begaben sich bei ausgeglichenem Skore von 13:13 in die Kabinen.

In der zweiten Hälfte machte sich der Altdorfer Kräfteverschleiss bemerkbar. Das Heimteam wirkte schneller, wacher und hungriger. So wie man es von einem Team erwartet, das mit dem Rücken zur Wand und jeden Punkt kämpfen muss. Richtig dagegen hielt vor allem der linke Flügelspieler Pascal Aschwanden, er erzielte sieben Tore aus acht Wurfversuchen, und brachte die Urner damit wieder mit zwei Längen in Front. Seine Leistung war auch bitter nötig, denn sonst passte im Urner Angriffsspiel nicht mehr viel zusammen. Mario Jelinic zeigte sich zwar sicher vom Siebenmeterstrich, aus dem Feld traf er aber nicht wie gewohnt. Auch auf die schnellen Tore musste aufgrund ausbleibender Luft verzichtet werden. Diesen einen Schritt, der das Heimteam schneller war, nutze es vor allem im Angriff und kam so immer häufiger zu guten Abschlussmöglichkeiten. Zwölf Minuten vor dem Ende glich Handball Wohlen erneut aus, drei Minuten später folgte der Führungstreffer. Mit dem Punktgewinn vor Augen wurde Wohlen aber ineffizient. Abschlüsse neben das Tor und technische Fehler liessen die Urner nochmals ins Spiel kommen und unser "Peterli" Aschwanden netzte 70 Sekunden vor Schluss zum 26:27 ein. Die Chance auf die Entscheidung verpassten die Urner aber Sekunden vor dem Ende am stark reagierenden Sascha Rudi im Tor. Der hatte die Spieluhr aber nicht mehr im Blick und entschied sich für einen risikoreichen, weiten Pass, obwohl ein Abschluss über die zweite Welle noch dringelegen wäre. Der andere Aschwanden, Mittelmann Luca, fing denn Pass und sicherte dem KTV Altdorf beide Punkte.

Durch den gleichzeitigen Sieg von West in Dagmersellen wird das Rennen um den Barrageplatz nochmals offen. Gewinnen die Romands auch den Abstiegsgipfel von nächster Woche gegen Wohlen, haben sie den Anschluss an die Top-4 wieder hergestellt. Für die Altdorfer bedeutet dies, dass der Ligaerhalt noch keineswegs in trockenen Tüchern ist. Am Samstag folgt die schwere Auswärtsaufgabe gegen den nach Verlustpunkten erstplatzierten KTV Visp.

Für Altdorf spielten:
Jan Dittli (1)/Christian Amrein; Luca Aschwanden (3), David Arnold (3), Daniel Baumann, Pascal Aschwanden (7), Flavio Fallegger,  Fabian auf der Maur (3), Florian Henrich (1), Mario Jelinic (7/4), Tomas Adamcik (2)

Donnerstag, 05 März 2020 20:54

Gastspiel beim Schlusslicht

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Handball Wohlen - HC KTV Altdorf 7.3.20, 17:45 Wohlen Hofmatten

Mit einem Sieg in Wohlen könnte sich der KTV Altdorf vorentscheidend vom Schlusslicht, und somit dem direkten Abstiegsplatz, distanzieren. Die bisherigen drei Duelle gewann der KTV allesamt.

Die Gastgeber aus dem Aargau verloren am Samstag das Kellerduell gegen den HBC West. Der bisherige Verlauf der Spielzeit lässt vermuten, dass schlussendlich eines dieser beiden Teams den direkten Abstiegsplatz belegen wird. Um sich auf den fünften Platz, der den Ligaerhalt über Entscheidungsspiele ermöglicht, vorzukämpfen, sind die Wohlener dringend auf Punkte angewiesen. Eine Reaktion vor heimischer Kulisse muss also erwartet werden.

Doch nicht nur Handball Wohlen hat eine schmerzhafte Niederlage zu verdauen. Die Urner verloren auch das zweite Duell gegen den TV Dagmersellen in dieser Abstiegsrunde. Ein zu fehlerbehaftetes Spiel brachte die Altdorfer um den Lohn. Nach Verlustpunkten ist der KTV nun auf den vierten Platz abgerutscht, und ist somit der erste Gejagte der beiden Kellerteams. Bereits zum vierten Mal treffen die beiden Kontrahenten in dieser Saison aufeinander. Die beiden letzten Spiele gingen jeweils mit drei Toren an den KTV. Diese Spiele wurden jedoch erst in der Schlussphase entschieden, über weite Strecken begegneten sich die Mannschaften auf Augenhöhe. Zu viel Einbilden auf die bisherigen Siege sollten sich die Urner deshalb nicht. Angeführt wird das Team vom Routinier Adrian Studerus, in der letzten Partie lief jedoch sehr viel über den Polen Wladylslaw Markowiejew. Mit Raphael Bolliger und Andreas Stierli sind sogar noch zwei weitere Spieler unter den besten zehn Torschützen zu finden.

Die Aargauer spielen um den Ligaerhalt, die Urner um den Anschluss nach ganz oben. Hält das Spiel, was die Ausgangslage verspricht, dann dürfen sich die beiden Teams auf eine umkämpfte Partie freuen.

Montag, 02 März 2020 15:53

Dagmersellen erneut zu stark

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HC KTV Altdorf - TV Dagmersellen 26:27 (16:14)

Eine unterhaltsame, spannende und umkämpfte Partie endete mit einer weiteren Niederlage gegen die jetzt definitiv als Angstgegner betittelten Dagmerseller. Matchwinner wurde einer, der lange wie die tragische Figur aussah.

Da dachte man, die beiden Teams können sich im vierten Aufeinandertreffen nicht mehr gegenseitig überraschen. Doch der Dagmerseller Trainer Martin Prachar überraschte; mit sich selbst in der Startformation. Der grossgewachsene Abwehrpatron brachte die nötige Masse und Routine in die Dagmerseller Deckung, wie er es zuvor fast zehn Jahre in der NLA tat. Auch die Altdorfer Defensive zeigte sich im Vergleich zum letzten Duell verbessert. Das Überzahlspiel der Luzerner konnte verteidigt werden, so dass Torhüter Ramon Häller fortan nicht mehr für einen weiteren Angriffsspieler eingetauscht wurde. Die Partie lief komplett am Schlussmann vorbei, in den ersten vierzig Minuten konnte er keinen Abschluss entschärfen. Als Ersatz wäre nur ein Junior dabei gewesem, auf den man jedoch verzichtete. Trotzdem blieben die Gäste im Spiel, da die Urner bis zum Seitenwechsel acht technische Fehler produzierten. So blieb es bei einer knappen 16:14 Fûhrung zur Pause.

Im ersten Umgang konnten die Gäste noch mit 1:5 vorlegen, die Startphase in der zweiten Halbzeit gehörte dem KTV. Doch das zwischenzeitliche 18:14 Polster hatte auch keinen Bestand und so startete es nach vierzig Minuten bei ausgeglichenem Spielstand nochmals bei Null. In der Folge entwickelte sich ein munteres hin und her, mit vielen Fehlern und Fehlschüssen. Die Urner agierten mit dem siebten Angriffsspieler, erzielten im zweiten Umgang aber nur noch zehn Tore. Denn inzwischen, immer noch ausgeglichener Spielstand knappe fünf Minuten vor dem Ende, ist einer aufgewacht und im Spiel angekommen. Wie es die alte Torhüterweisheit so schön besagt, nicht viele Bälle muss man halten, sondern die wichtigen. Im Stile des grossen Titi Omeyers nagelte Häller die Bude in den Schlussminuten zu und sicherte seinem Team den knappen 26:27 Auswärtssieg, denn der Abschluss in letzter Sekunde begrub er unter seinem Körper.

Nach Verlustpunkten ist der KTV nun vom ersten auf den vierten Platz zurückgefallen, während dessen die Dagmerseller nun von ganz oben grüssen. Eine Niederlage, die sicherlich vermeidbar gewesen wäre, doch schlussendlich gehen die beiden Punkte zurecht ins Wiggertal.

Für Altdorf spielten:
Jan Dittli/Christian Amrein; Luca Aschwanden (2), Daniel Baumann, Pascal Aschwanden (4), Marc Häusler (1), Flavio Fallegger (2),  Fabian auf der Maur (7), Florian Henrich, Mario Jelinic (5/2), Tomas Adamcik (4), David Bär (1)

Eine unterhaltsame, spannende und umkämpfte Partie endete mit einer weiteren Niederlage gegen die jetzt definitiv als Angstgegner betittelten Dagmerseller. Matchwinner wurde einer, der lange wie die tragische Figur aussah.

Da dachte man, die beiden Teams können sich im vierten Aufeinandertreffen nicht mehr gegenseitig überraschen. Doch der Dagmerseller Trainer Martin Prachar überraschte; mit sich selbst in der Startformation. Der grossgewachsene Abwehrpatron brachte die nötige Masse und Routine in die Dagmerseller Deckung, wie er es zuvor fast zehn Jahre in der NLA tat. Auch die Altdorfer Defensive zeigte sich im Vergleich zum letzten Duell verbessert. Das Überzahlspiel der Luzerner konnte verteidigt werden, so dass Torhüter Ramon Häller fortan nicht mehr für einen weiteren Angriffsspieler eingetauscht wurde. Die Partie lief komplett am Schlussmann vorbei, in den ersten vierzig Minuten konnte er keinen Abschluss entschärfen. Als Ersatz wäre nur ein Junior dabei gewesem, auf den man jedoch verzichtete. Trotzdem blieben die Gäste im Spiel, da die Urner bis zum Seitenwechsel acht technische Fehler produzierten. So blieb es bei einer knappen 16:14 Fûhrung zur Pause.

Im ersten Umgang konnten die Gäste noch mit 1:5 vorlegen, die Startphase in der zweiten Halbzeit gehörte dem KTV. Doch das zwischenzeitliche 18:14 Polster hatte auch keinen Bestand und so startete es nach vierzig Minuten bei ausgeglichenem Spielstand nochmals bei Null. In der Folge entwickelte sich ein munteres hin und her, mit vielen Fehlern und Fehlschüssen. Die Urner agierten mit dem siebten Angriffsspieler, erzielten im zweiten Umgang aber nur noch zehn Tore. Denn inzwischen, immer noch ausgeglichener Spielstand knappe fünf Minuten vor dem Ende, ist einer aufgewacht und im Spiel angekommen. Wie es die alte Torhüterweisheit so schön besagt, nicht viele Bälle muss man halten, sondern die wichtigen. Im Stile des grossen Titi Omeyers nagelte Häller die Bude in den Schlussminuten zu und sicherte seinem Team den knappen 26:27 Auswärtssieg, denn der Abschluss in letzter Sekunde begrub er unter seinem Körper.

Nach Verlustpunkten ist der KTV nun vom ersten auf den vierten Platz zurückgefallen, während dessen die Dagmerseller nun von ganz oben grüssen. Eine Niederlage, die sicherlich vermeidbar gewesen wäre, doch schlussendlich gehen die beiden Punkte zurecht ins Wiggertal.

Für Altdorf spielten:
Jan Dittli/Christian Amrein; Luca Aschwanden (2), Daniel Baumann, Pascal Aschwanden (4), Marc Häusler (1), Flavio Fallegger (2),  Fabian auf der Maur (7), Florian Henrich, Mario Jelinic (5/2), Tomas Adamcik (4), David Bär (1)

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