Donnerstag, 07 April 2022 12:48

Mani Matter gegen Wilhelm Tell

geschrieben von Spielbericht
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Vorschau HV Herzogenbuchsee – HC KTV Altdorf 10.4.22 20:00 Herzogenbuchsee Mittelholz

 

Sonntagabend Primetime – Der Tatort für das viertletzte Saisonspiel ist die Sporthalle Mittelholz in Herzogenbuchsee. In diesen vier Spielen trifft man aber gleich zwei Mal auf die Berner, die zum Verwaltungskreis Oberaargau gehören und an der solothurnischen Grenze zu Hause sind. Ähnlich übersichtlich ist auch die Ausgangslage in dieser Abstiegsrundengruppe. Die Altdorfer konnten sich vorne absetzen und bis auf die abgeschlagenen Lysser schlägt in dieser Gruppe jeden jeden. So befinden sich momentan fünf der sechs Teams in akuter Abstiegsgefahr und auch die Urner sind rechnerisch noch nicht durch.

 

Der Gegner ist für die Urner fast gänzlich unbekannt, im Gegensatz zum berühmtesten Schweizer Liedermacher, der in „Buchsi“ geboren wurde. Wilhelm Tell gegen Mani Matter lautet also das Duell. Für die Anreise hätten die Tellbuben nichts gegen einen „Alpeflug“, doch die lange Busfahrt lässt immerhin genügend Zeit für „Betrachtige über nes Sändwitsch“. Die grosse Gefahr an einem solchen Sonntagabendspiel ist, dass die Akteure nicht richtig Feuer fangen, doch dafür reicht ja manchmal ein einzelnes „Zündhölzli“ und die Situation schaukelt sich hoch. Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Spielen fand die Altdorfer Defensive gegen das Muotathal wieder zur Stabilität zurück, bleibt zu hoffen dass die Urner diese „Hemmige“ nun definitiv abgelegt haben. Doch auch offensiv hatte der KTV immer wieder mit kleineren Schwächephasen zu kämpfen, böse Zungen würden sogar behaupten, es sah teilweise so aus als ob nicht nur „Ds Lotti schilet“.

 

„Dene wos guet geit“ und an der Tabellenspitze stehen, würden die zwei Punkte zum definitiven Ligaerhalt ausreichen. Die Herzogenbuchseer meldeten sich mit einem doch eher überraschenden Sieg gegen den Altdorf-Bezwinger West in den Kampf um den rettenden vierten Platz zurück. Gerne würden die Berner die zwei Punkte im Mittelholz behalten, doch dies geht halt nicht, „ohni dass's dene weniger guet geit, wos guet geit.“ Ob die Altdorfer an die überzeugende zweite Halbzeit gegen das Muotahtal anknüpfen können, wird sich am Sonntagabend klären, wenn sich die beiden Teams zum handballerischen „Boxmätsch“ treffen.

 

Und wenn es den Urnern bei diesem Auswärtsspiel doch so ergeht „wie dem arme Eskimo“, dann beginnt der Spielbericht halt mit den Worten: „E Löl, e blöde Siech, e Glünngi un e Surmel“ reisten zum Auswärtsspiel nach Herzogenbuchsee... Bleibt zu hoffen, dass die Partie etwas ruhiger verläuft als das Theater im „Loie z'Nottiswil“, als Mani Matter in seinem Lied „dr Wilhälm Täll“ aufführen liess und die beiden Ikonen das letzte Mal aufeinandertrafen.

 

 

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