Montag, 29 November 2021 12:35

Den Leader ins Straucheln gebracht

geschrieben von Spielbericht
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Herren 1. Liga HC KTV Altdorf – TV Dagmersellen 19:19 (10:7), 28.11.21 Altdorf Feldli

 

Eine schwache Phase nach dem Seitenwechsel kostet den KTV Altdorf den vollen Achtungserfolg gegen den Leader aus Dagmersellen. Durch den Ausgleich in letzter Sekunde holen die Urner aber immerhin den einen verdienten Punkt.

 

Obwohl die Dagmerseller mit einem Auswärtssieg die Finalrundenqualifikation hätten sichern können, waren es die Altdorfer, die sich zu Beginn wacher und entschlossener präsentierten, Allen voran Tomas Adamcik führte das Altdorfer Kollektiv, das auf ihren besten Feldtorschützen Samuel Wyss verzichten musste. Was der Slowake in der Defensive lieferte, war beeindruckend. Im Mittelblock organisierte er einen Altdorfer Abwehrriegel, der den Leader vor mächtige Probleme stellte. So waren es die Urner, die die Führung gleich zu Beginn an sich reissen konnten. Doch der Leader reagierte und konnte dann seinerseits mit zwei Längen vorlegen, nur um dann mit einem 0:3-Lauf die 6:5 Führung wieder an die Hausherren abzutreten, Das beidseitig fehleranfällige Spiel sorgte über die gesamte Spieldauer für fast 30 unnötige Ballverluste.

 

Wie in der Vorwoche hadert der KTV wieder mit einer harten roten Karte. Angriffs- sowie Deckungsspieler Manuel Gisler orientieren sich nach einem schlecht geworfenen Gegenstosspass, beide springen zum Ball und es kommt beim Fangen folglich zum Kontakt. Da den Ball keiner kontrollieren konnte, hätte man auf den Ausschluss sicher verzichten können. Doch der KTV liess sich nicht unterkriegen, zog sein Spiel durch und erspielte sich bis zur Pause ein verdientes 10:7-Polster.

 

Dass dieses nicht lange hält, wenn man gegen den Leader zu verhalten aus der Kabine kommt, zeigte sich gleich nach Wiederanpfiff. Der 5:0 Lauf der passierte aus Urner Sicht mit sicherlich zu wenig Gegenwehr. Doch man liess den TVD danach nicht wegziehen und es entwickelte sich wieder diese ausgeglichene und umkämpfte Partie. Weiter haderten die Urner mit den beiden Unparteiischen. Wurde vorne trotz Kontakt beim Wurf weitergespielt, flog man hinten für jede härtere Aktion mit einer 2'-Strafe vom Platz. Im Rahmen einer sachlichen Kritik darf man dies sicherlich so ausdrücken. Dann muss man aber auch anmerken, dass der KTV wie viele Vereine zu wenige Schiedsrichter stellt, und sich somit nicht über diejenigen beklagen darf, die den Spielbetrieb überhaupt ermöglichen. Als die Luzerner dann acht Minuten vor dem Ende durch Fabian Wyss erstmals mit drei Toren vorlegen konnte, schien die Partie endgültig aus der Altdorfer Hand zu gleiten.

 

Gibt es einen gutem Moment, um nach 35 erfolgreichen Versuchen in Serie unserer Nummer 22 einen Penalty zu verwerfen? Nein. Gibt es einen besonders doofen? Vielleicht dann, wenn der Wurf drei Minuten vor dem Ende an der Lattenunterkante hängen bleibt und damit der Anschlusstreffer zum 18:19 nicht fiel. Doch erneut bewiesen die Gelben Moral, erkämpften sich einen letzten Ball zur Ausgleichschance. Eine schöne Kombination fand in Überzahl den rechten Flügel Fabian auf der Maur, der zum schlussendlich sicherlich nicht unverdienten Punktgewinn einnetzte.

 

Bereits am Mittwochabend steht der Klassiker in Emmen an. Während die Urner neuen Mut schöpften, verlor Handball Emmen in Olten. Damit sind die Emmer nun unter Zugzwang, denn die Muotathaler können den Luzernern nun aus eigener Kraft den Finalrundenplatz entreissen.

 

Für den KTV spielten:

Christian Amrein/Jan Dittli/Fabio Arnold; Manuel Gisler, Lorin Schleich, Daniel Baumann, Marco Inderbitzin, Carlo Inderbitzin (1). Kevin Ledermann (2), Fabian auf der Maur (3), Matteo Kovacevic, Florian Henrich (4/1), Petar Bubalo (3), Tomas Adamcik (6)

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