Donnerstag, 30 September 2021 12:16

Verfolgerduell in Dagmersellen

geschrieben von Spielbericht
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Herren 1. Liga TV Dagmersellen – HC KTV Altdorf 2.10.21 18:00 Dagmersellen Chrüzmatt

 

In den vergangenen Jahren boten die Spiele zwischen Dagmerselen und Altdorf Spannung bis zur letzten Sekunde. Nun duellieren sich die beiden Kontrahenten um die Rolle als Jäger Nummer eins.

 

Betrachtet man momentan die Tabelle, präsentiert sich diese sehr übersichtlich. Ganz vorne sind Muotathal und Emmen mit der weissen Weste anzutreffen, zuhinterst die beiden punktlosen Aargauer Vertreter aus Muri und Wohlen. Im Mittelfeld tummeln sich Altdorf und Dagmersellen mit jeweils einer Niederlage aus drei Spielen, dahinter Olten und Kriens mit jeweils einem Vollerfolg. Ebenso klar ist die Ausgangslage vor diesem Auswärtsspiel. Gewinnen die Urner, reist man eine Runde später nicht nur zum Klassiker nach Emmen, sondern auch zum Spitzenspiel.

 

Doch zuerst gastiert man bei einer Mannschaft, die in zwei der letzten drei Direktduellen die Oberhand behielt. In den vorherigen beiden Aufeinandertreffen entschied sogar der Wurf mit der Schlusssirene über die Punktevergabe. Dementsprechend gut kennt man sich. Die Luzerner, gecoacht von Taktikfuchs Martin Prachar, versuchten es in der Vergangenheit meist mit dem siebten Offensivspieler. Teamleader Urs Oggier ist dabei Topscorer und Entscheidungsträger in einem. Auch in der letzten Woche verhalf diese Taktik zum Sieg in Olten. Hinter einem starken Defensivkollektiv stehen mit Ramon Häller und Nick Schöpfer gleich zwei Torhüter mit NLB-Erfahrung zur Verfügung. Dass die Wiggertaler dem ein oder andern Favoriten mal ein Bein stellen können, haben sie bereits bewiesen. Ob sie sich über die Konstanz ganz vorne festbeissen können, zeigen die nächsten Partien.

 

Doch auch die Urner müssen sich nicht verstecken, nach der knappen Derbyniederlage folgte mit dem Kantersieg gegen Wohlen eine überzeugende Reaktion. Erfreulicherweise war der Erfolg nicht von Einzelspielern abhängig, denn es konnte die komplette Kaderbreite überzeugen. Mit Samuel Wyss, Carlo Inderbitzin, Fabian auf der Maur, Tomas Adamcik und Florian Henrich zeigten sich gleich fünf Spieler in Torlaune. Dieses gewonnene Selbstvertrauen kann in einer ausgeglichenen Partie das Zünglein an der Waage sein.

 

Nun kann die Mannschaft beweisen, dass der Umbruch mit Neutrainer Stefan Epp schneller von Statten ging, als man zuerst befürchtete. Ein Auswärtssieg in der stimmungsvollen Chrüzmatt wäre sicherlich ein akzeptabler Beweis dafür.

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