Wappen Altdorf

Der Handballklub HC KTV Altdorf ist im Jahre 1962 aus der Taufe gehoben worden. Die attraktive Sportart wurde allerdings im Urner Hauptort schon Jahre zuvor betrieben. Und zwar zu einer Zeit, da ausschliesslich Grossfeldhandball Trumpf war. Aus diesen "Urzeiten" ist leider recht wenig überliefert. Als einer der wenigen heute noch im Verein Eingeschriebenen, die schon in dieser Phase den Sportrasen hinter dem Tellspielhaus respektive unterhalb des Hochhauses "unsicher" machten, wüsste ich als besondere Reminiszenz lediglich zu rapportieren, dass irgendwann ein Schweizer-Cup-Halbfinalspiel (hört… hört…) unter sintflutartigen Regengüssen gegen Horgen mit 0:1 (ein pures Fussballresultat!!!) verloren gegeben werden musste.

Doch zurück ins Jahr 1962. Der Schritt, den damals neuen Verein aus der Taufe zu heben, war aus "purer Not" heraus getan worden. Damals liess der "ETV Altdorf" die unter seiner Flagge segelnde Handballbewegung nämlich buchstäblich "verhungern" respektive im Schilf stehen, beanspruchte die hoffnungsvollsten polysportiven Nachwuchstalente für die eigenen turnerischen "Aspirationen" und spies die ballvernarrten, aber zahlenmässig immer mehr ins Abseits geratenden Handballakteure mit einigen wenigen Zuzügern ab. Also blieb einzig und allein die "Flucht nach vorn", zumal in KTV-Reihen dem Handball immer grösseres Interesse entgegen gebracht wurde. Dieser aus den geschilderten Vorgaben vollzogene Schritt musste meines Erachtens nie bereut werden. Denn was der HC KTV Altdorf in seiner über vierzigjährigen Geschichte für Erfolge verzeichnen durfte, spricht klar für sich - oder besser: sucht seinesgleichen.

Nach Aufstiegen auf dem Grossfeld (1962 bis 1965) hielt der Erfolgsrausch auch auf dem Kleinfeld unvermindert an. Altdorf sicherte sich vorweg in der Region Innerschweiz einen klingenden Namen, wusste sich aber auch national immer mehr ins Blickfeld zu rücken. Die erste Männerformation sicherte sich mehrmals die Promotion in die 1. Liga und sogar in die Nationalliga B, hatte aber aus der zweithöchsten nationalen Stärkeklasse stets wieder im darauf folgenden Jahr "den Weg zurück" anzutreten. Einzige Ausnahme bildete die Saison 2002/2003. Die Urner Mannschaft vermochte sich nämlich für die Aufstiegsrunde NLB/NLA zu qualifizieren, was gleichbedeutend mit dem (vorzeitigen) Klassenerhalt war.

Dass der HC KTV Altdorf immer wieder zu Höhenflügen anzusetzen vermochte, war primär der vereinsinternen, zielstrebig betriebenen Nachwuchsförderung zu verdanken. Zahlreiche Meistertitel in den verschiedensten Kategorien respektive Stärkeklassen legen darüber beredtes Zeugnis ab. In diesem Zusammenhang müssten eigentlich die Namen zahlreicher Pioniere aufgelistet werden, doch würde dies selbstverständlich den Rahmen einer kurzen Retrospektive sprengen.
Ein Punkt darf indessen nicht verschwiegen werden: In den Reihen des HC KTV Altdorf wurde nämlich auch dem Frauenhandball zum Durchbruch verholfen. Er hat sich zwischenzeitlich fest etabliert und einen grossen Stellenwert zu schaffen vermocht. Das Fanionteam fightet zurzeit in der Nationalliga B um die begehrten Punkte.

Aufbau BaldinihalleDass der Name des HC KTV Altdorf auch im schweizerischen Dachverband einen klingenden Namen besitzt, sei noch kurz angedeutet. So kommt es nicht von ungefähr, dass seine initiativen Vereinsverantwortlichen schon mehrmals mit der Organisation und Durchführung verschiedenster nationaler und internationaler Spiele betraut wurden und diese die Partien in der Bürgler Sporthalle und später - nach erfolgtem Bau - im Altdorfer "Feldli" zu grossen Erfolgen werden liessen.

Heute ist der rührige Vorstand des HC KTV Altdorf - mit Beat Arnold an der Spitze - seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Trainerinnen und Trainern überzeugt, dass ihre Bestrebungen rund um die weiter gehende Förderung des attraktiven Handballsportes im Kanton Uri weiterhin Früchte tragen werden und es auch gelingen wird, eigene Leute bis in die nationalen Spitzenmannschaften vorstossen zu lassen.

Bericht: Ruedi Ammann