Spielberichte Herren 1

Spielberichte Herren 1 (136)

Sonntag, 14 September 2014 00:00

Aufsteiger respektlos ausgepunktet

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf – TV Birsfelden 26:19

Urner landeten ersten Saisonsieg. Marko Koljanin traf zehnmal ins Schwarze.

dossbirs 2 filteredEine Woche, nachdem die NLA-Absteiger nur mit Glück an einer Niederlage vorbeigeschrammt waren (Remis gegen Steffisburg), trafen sie am Samstagabend – erneut vor eigenem Publikum (300 Zuschauer) – auf die Liganeulinge des TV Birsfelden. Die Basler waren mit einem verstärkten Kollektiv angetreten, nachdem sie sich die Dienste zweier reputierter Ausländer (ein Däne, ein Deutscher: Mikkel Markussen sowie Maximilian Gerbl) gesichert hatten. Die Vorgabe der Altdorfer war klar: Es sollte unbedingt der erste Erfolg eingefahren werden. Gesagt – getan: Die Gäste sahen sich mit einer deutlichen Niederlage nach Hause entlassen. Der HC KTV Altdorf wartete mit einer unverkennbar stärkeren Leistung als eine Woche zuvor auf.

Abwehr und Offensive im Aufwind

Aufderbauchland filteredIn der KTV-Abwehr klappten die Zuordnungen weitgehend, auch wenn ab und zu noch Lücken zu erkennen waren. Im Angriff wurde konzentriert zur Sache gegangen. Die Eigenfehlerquote konnte recht tief gehalten werden, neue Spielideen kamen immer wieder zum Tragen. Insbesondere am Kreis hinterliessen die Urner einen guten Eindruck, so dass sich Birsfelden öfters als lieb überfordert sah: Gleich mehrere Altdorfer versuchten sich erfolgreich auf dieser Position. Und da war im Angriff auch noch Newcomer Marko Koljan. Er wurde von den Gästen nicht in den Griff bekommen, schaltete und waltete weitgehend nach Belieben und hämmerte den Ball im Verlaufe der Begegnung gleich zehnmal in den Netzhimmel der Besucher. Ivan Fallegger war zweitbester Skorer mit fünf Erfolgserlebnissen – Sebastian Munzert traf dreimal ins Volle. Durch die Gesichtsverletzung, die er sich im Spiel gegen Steffisburg zugezogen hatte, war Spielertrainer Mario Obad sichtlich handicapiert – er trug zum Erfolg zahlenmässig nur mit zwei Toren bei. Die besten Erfolgsquoten liessen sich Cyrill Keller (100 Prozent), vor Ivan Fallegger (83), Sebastian Munzert (75), Marko Koljanin (73) und Tizian Dossenbach (66) notieren. Torsteher Marcel Luthiger lieferte eine durchschnittliche Partie ab (Erfolgsquote: 24 Prozent), während der im letzten Spielviertel zum Zuge kommende Nicolas Stocker (76 Prozent – unter anderem ein gehaltener Penalty) brillierte. Die gegnerischen Paradestürmer Maximilian Gerbl und Luca Engler sahen sich von den Altdorfern mehrheitlich gut abgeschirmt – sie trafen lediglich sechs- respektive fünfmal ins Altdorfer Netz.

Nur einmal ins Hintertreffen geraten

Fallmarcbirs filteredIn den Reihen des HC KTV Altdorf war Marko Koljanin nach knapp 4 Minuten für den Führungstreffer besorgt. Ivan Fallegger und erneut Marko Koljanin buchten für ihr Kollektiv die nächsten Treffer. Der HC KTV Altdorf geriet nach dem 3:3 das einzige Mal in dieser Partie in Rückstand (3:4), um in der Folge durch Marc Fallegger auszugleichen. Bis zur 22. Minute trugen sich Marko Koljanin (3), Tizian Dossenbach (2) sowie Thomas Mohenski in die KTV-Skorerliste ein (10:7). Altdorf führte im Verlaufe der folgenden Minuten, das heisst bis zur Pause, mehrheitlich das Zepter. Marko Koljanin sorgte zum Abschluss der ersten halben Stunde mit dem 15. Altdorfer Treffer für eine beruhigende Vier-Tore-Reserve.

Die zweite Halbzeit verlief nach dem Gusto der einheimischen Kiebitze. Der KTV-Trupp traf noch elfmal ins Ziel, während anderseits die Kreise der Nordschweizer immer wieder erfolgreich gestört werden konnten. Nur acht Minustore wurden seitens der Platzherren bis zur 60. Minute zugelassen. Den Schlusspunkt im Altdorfer Torereigen setzte Cyril Keller mit einem souverän verwerteten Penalty. „Ein verdienter Sieg dank weitgehend disziplinierter Leistung unserer Leute. Es gibt natürlich noch einige Mängel zu beheben, doch zeigt unsere Leistungskurve unverkennbar nach oben“, freute sich Coach Dani Lussi nach dem ersten Saisonsieg seiner Truppe.

Jetzt wartet der verstärkte Aufsteiger Horgen

Am kommenden Samstag tritt der HC KTV Altdorf zum ersten Auswärtsspiel der neuen Saison gegen Horgen an. Das Aufsteigerkollektiv sowie das bisherige NLB-Team GC/Amicitia Zürich haben ihre Kräfte gebündelt. Sie peilen als „SG Horgen“ einen NLB-Mittelfeldplatz an. Die Resultate der zweiten NLB-Meisterschaftsrunde: Endingen – Horgen 35:25, RTV Basel – Zofingen 30:26, Baden – Chênois Genf 29:13, Steffisburg – Kadetten/GS 30:29, Siggenthal – Möhlin 29:20, Yellow Winterthur – Kreuzlingen 23:24. – Die Tabellenspitze: 1. Endingen und Kreuzlingen je 4, Altdorf, Baden sowie Steffisburg je 3 Punkte.

Blick auf andere Spielfelder: Der Ex-Altdorfer Lukas von Deschwanden erzielte für Wacker Thun in der Nationalliga A gegen Aufsteiger Suhr/Aarau (26:23-Sieg der Berner) sechs Tore.

Altdorf spielte gegen Birsfelden mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (3), Ivan Fallegger (5), Cyrill Keller (1), Marc Fallegger (2), Samuel Stadelmann, Thomas Mohenski (1), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach (2), Mario Obad (2), Marko Koljanin (10).

 

 

Sonntag, 07 September 2014 00:00

Nervenkitzel und Spektakel bis zur Schlusssekunde

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf – TV Steffisburg 25:25

Kein Honigschlecken gegen aufsässige Aufsteiger. Geburtstagskind Marko Koljanin erzielte für den KTV-Trupp den Ausgleich, nach vorgängig 9-Tore-Rückstand seines Teams.

koljanin27gebDie rund 350 aufmarschierten Kiebitze hatten am späten Samstagabend in der Feldliarena im Fight zwischen NLA-Absteiger und 1.-Liga-Aufsteiger eigentlich einen klaren Sieg der vorgängig eher favorisierten Gastgeber erwartet. Denkste… Das Berner Kollektiv ging forsch zur Sache – die Altdorfer vermochten vorerst überhaupt nicht zu überzeugen.

Die Besucher hatten in ihren Reihen einen Akteur der Sonderklasse stehen, den 2.03 m grossen Hünen Lenny Rubin. Rubin? Auch schon gehört? In der Tat, der neunfache Skorer der Steffisburger ist Sohn des früheren Top-Internationalen Martin Rubin (zurzeit Erfolgstrainer bei Wacker Thun), der während seiner Aktivzeit am zweitmeisten Bälle aller Zeiten (878 Treffer in 238 Länderspielen) in die gegnerischen Maschen gehämmert hatte. Lenny gehört zurzeit der U19-Nationalmannschaft an und ist drauf und dran, definitiv in die Fussstapfen seines Vaters zu treten. In Altdorf war der wieselflinke und schussgewaltige Berner Paradestürmer kaum an die Leine zu legen – er „erlegte“ seine Widersacher immer wieder respektlos, um am ersten Spielabend der neuen NLB-Meisterschaft mit neun Treffern zum Topskorer seines Kollektivs zu avancieren.

Versiebter Auftakt

ObadabklatschDer HC KTV Altdorf versuchte sich gegen die Steffisburger, welche die Urner letzte Saison aus dem Cuprennen katapultiert hatten, mit einer 6:0-Deckung. Die Abwehrreihe der Platzherren erwies sich indessen schon bald nach erfolgtem Anpfiff der mediokren Spielleiter als eigentliche „Baustelle“. Trainer Mario Obad und Coach Dani Lussi werden zweifelsohne noch ein gerütteltes Mass Arbeit zu bewältigen haben, um ihre Defensive bestmöglich auf Vordermann bringen zu können.

Für den ersten KTV-Saisontreffer war schon nach wenigen Spielsekunden Thomas Mohenski besorgt. Der Langzeitverletzte der letzten Saison sah sich im Verlaufe der Partie dann durch ein rüdes Foul Ciril Gehrigs aufs Parkett befördert, was dem Berner richtigerweise den roten Karton (Platzverweis) bescherte. Wer nach dem 1:0 einen Sturmlauf der Innerschweizer erwartet hatte, sah entsprechende Hoffnungen schon bald jäh zerstört. Der TV Steffisburg zeigte postwendend, dass er gegen die Favoriten etwas im Schilde führte. Blitzschnell lancierte Attacken hoben die KTV-Abwehr Mal für Mal aus den Angeln. Bald lautete das Skore 2:4. Seltenheitswert hatte der vierte gegnerische Treffer: Steffisburgs Torsteher hatte bemerkt, dass Marcel Luthiger weit aus dem Tor gekommen war, um Letzteren mit einem Direkschuss vom eigenen Kreis aus prompt zu überlisten. Dem späteren 3:6 setzten Fabian Auf der Maur und Mario Obad das 5:6 entgegen. Obad versiebte in der Folge gleich zwei Penaltychancen. Steffisburg profitierte vom daraus resultierenden Frust der Platzherren, um bis zur 24. Minute auf 7:12 davonzuziehen und den Vorsprung bis zum Pausenpfiff auf acht Längen (9:17) zu erhöhen. Sachverständige Matchbesucher hatten bis zu diesem Zeitpunkt insbesondere ausgelotet, dass im Gastgeberteam kaum jemand die Verantwortung zu übernehmen bereit war, viele Aktionen überhastet und kaum effizient abgeschlossen wurden, aber auch (zu) viel diskutiert statt agiert wurde. Altdorf darf zugute gehalten werden, dass Steffisburg während der ersten Halbzeit eine starke Defensivleistung erbrachte. Sie war nur schwer zu knacken.

Gangartänderung zahlte sich aus

Lussi SteffAltdorf stellte im Hinblick auf den zweiten Abschnitt sein Spielkonzept um (3:2:1). Fabian Auf der Maur verpasste Lenny Rubin eine zumeist gut funktionierende Manndeckung. Sie verfehlte ihre Wirkung nicht. Auch liess sich Marcel Luthiger zwischen den Pfosten durch Nicolas Stocker ersetzten. Letzterer wartete in der Folge mit etlichen Traumparaden und einer insgesamt 58-prozentigen Erfolgsquote (11 von 18 gehaltene Schüsse) auf. Nach dem 10:19 zeichnete sich ab, dass die nun leistungsmässig unverkennbar zulegenden, konzentrierter und wirkungsvoller zur Sache gehenden Platzherren nicht willens waren, die Flinte vorzeitig ins Korn zu werfen. Obag, Koljanin und Auf der Maur reduzierten den Rückstand der Altdorfer bis zur 42. Minute auf vier Längen (16:20). Die definitive Wende zeichnete sich während der letzten 10 Spielminuten ab. Marc Fallegger sowie Marko Koljanin verkürzten bis zur 54. Minute auf 22:24 – Ivan Fallegger weckte die KTV-Hoffnungen auf einen möglichen Punktegewinn definitiv (23:24). 35 Sekunden vor Spielende zauberte Koljanin nach dem 23:25 den erneuten Anschlusstreffer aus dem Hut. Das nunmehr 27-jährige Geburtstagskind (Präsident Stefan Arnold hatte es noch vor Spielbeginn mit der Überreichung eines Präsents geehrt) bedankte sich schliesslich gleich persönlich mit dem 25:25. Altdorf hatte dadurch den Kopf noch einigermassen aus der Schlinge gezogen und sich dadurch wenigstens definitiv einen Zähler gesichert. Und liess sich auch nach einigen Turbulenzen auf dem Spielfeld – Obag sah sich noch unmittelbar vor Spielschluss mit der roten Karte eingedeckt, nachdem er (angeblich…) reglementswidrig ein zügiges Wiederanspiel der Berner verhindert hatte.

Stimme zum Spiel – und einige Zahlen

FallivansteffKTV-Coach Dani Lussi: „Während der ersten Halbzeit vermisste ich in unserem Kollektiv die Emotionen. Im Angriff wurde teils undisziplinert agiert. In der Abwehr wurde gepatzert. Während des zweiten Spielabschnittes sah ich unsere Leute mit einer beeindruckenden kämpferischen Leistung am Werk. Im weiteren Meisterschaftsverlauf müssen wird jetzt noch vermehrt Cleverness (lies: Schlitzohrigkeit) zum Tragen bringen.“

Gegen Steffisburg profilierten sich als Skorer Mario Obad (8 Treffer), vor Marko Koljanin (5), Ivan Fallegger (4) und Fabian Auf der Maur (3). Eine 100-prozentige Abschlussquote verzeichnete Tizian Dossenbach, vor Fabian Auf der Maur (75) sowie Ivan Fallegger und Marc Fallegger (je 66).

Die weiteren NLB-Ergebnisse der Startrunde: Yellow Winterthur – Chênois Genf 27:21, Birsfelden - Endingen 26:27, Zofingen – Baden 22:22, Schaffhausen II – Möhlin 30:29, RTV Basel – Horgen 23:31, Siggenthal/vom Stein Baden – Kreuzlingen 24:25. – Der HC KTV Altdorf bestreitet am kommenden Samstag das zweite NLB-Meisterschaftsspiel erneut vor eigenem Publikum, und zwar gegen Birsfelden (Feldli, 18 Uhr).

Gegen Steffisburg spielten: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert, Ivan Fallegger (4), Cyrill Keller, Marc Fallegger (2), Samuel Stadelmann (1), Thomas Mohenski (1), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (3), Tizian Dossenbach (1), Mario Obad (8), Marko Koljanin (5).

 

 

Donnerstag, 01 Mai 2014 00:00

Ein Abschied ohne Tränen

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Nationalliga A: Lakers Stäfa – HC KTV Altdorf 37:26

Der erste Saisonerfolg blieb den Urnern auch am Mittwochabend versagt. Zum Einsatz gelangte am Zürichsee insbesondere auch der Nachwuchs. Er verkaufte sich gut.

Nach 30 „happigen“ NLA-Spielen stand am Mittwochabend in Stäfa Burkhard Keller als Trainer/Coach letztmals im Brennpunkt. FOTO: RUEDI AMMANN   Als anlässlich des 50-Jahr-Vereinsjubiläums dem HC KTV Altdorf im Frühjahr 2013 das Husarenstück gelungen war, sich auf direktem Weg den Aufstieg in die oberste nationale Stärkeklasse zu katapultieren, war Euphorie total angesagt. Auch wenn jedermann wusste, dass die bevorstehende Aufgabe zu einem dornengespickten Spiessrutenlaufen würde. Nur die allergrössten Optimisten rechneten sich eine klitzekleine Chance aus, dass sich unter Beizug von Verstärkungen das „Wunder“ vielleicht doch noch realisieren liesse. Schon bald erwies sich, dass die Urner den „Weg zurück“, den schon etwelche ihrer (Aufsteiger-)Vorgänger zu beschreiten hatten, kaum würden umgehen können. Dieses Fazit zeichnete sich spätenstens dann ab, als Spielertrainer (und Topskorer) Philipp Reuter im Verlaufe der Hauptrunde verletzungsbedingt definitiv ausfiel und die Verletzungshexe auch Thomas Mohenski, einen weiteren Leistungsträger, zum vorzeitigen Zuschauen verknurrt hatte.

Fast 1000 Minustreffer kassiert

Am Mittwochabend bestritt das KTV-Kollektiv in Stäfa das Abschiedsspiel aus der Nationalliga A. Nach insgesamt 30 absolvierten Einsätzen waren 28 Niederlagen Tatsache geworden. Ein Erfolgserlebnis blieb den Urschweizern versagt – immerhin gestalteten sie zwei Partien unentschieden. Realisiert wurden total 756 Treffer – mehr als fünf Dutzend weniger beispielsweise als Stäfa und Gossau, welche nach der Qualifikations- und Relegationspartien die vorletzten respektive drittletzten Plätze einnahmen. Fast 1000 Minustore (genauer: deren 984 – 105 mehr als Stäfa) mussten in Kauf genommen werden. Dies zeigt, dass die meisten der kassierten Schlappen hauptsächlich auf die Kappe der KTV-Abwehr gingen.

Unter den besten Skorern der NLA-Saison belegen Lukas von Deschwanden (Wacker Thun), den 5. Platz (152 Treffer), Christoph Piske den 19. (115), Philipp Reuter (bis zu dessen verletzungsbedingtem Ausfall) den 22. (110), Lutz Wesseling den 24. (106).

Das abschliessende Mannschaftsklassement der Abstiegstour: 1. GC/Amicitia Zürich 33, Fortitudo Gossau 30 (beide weiterhin definitiv in der NLA angesiedelt), Lakers Stäfa 22, HC KTV Altdorf 2. Die Stäfner haben nun zur Barrage gegen den NLB-Ranglistenzweiten Endingen (4. und 10. Mai) die Klingen zu kreuzen. Der Direktaufsteiger heisst Suhr/Aarau, das den ersten Platz nach der Hauptrunde zusammen mit Endingen bekleidete, indessen bezüglich Tordifferenz (192/133) deutlich besser dastand.

Frühzeitig in Schieflage geraten

Die Chancen, im Rahmen der Saisonschlussvorstellung am Mittwochabend in Stäfa den ersten Erfolg zu landen, standen für die Urner nicht gerade gut. Die Gastgeber hatten bereits die letzte Partie (im Feldli) mit 39:23 klar gewonnen, traten nahezu komplett an (allerdings ohne Pascal Vernier und Tim Jud) und werteten die Hauptprobe im Hinblick auf die NLA/NLB-Barragepartien als Hauptprobe. Der HC KTV Altdorf - mit etlichen Nachwuchsspielern, denen Trainer Burkhard Keller eine Chance bot, sich zu profilieren und die sie denn auch gut nutzten, aufkreuzend - startete schlecht ins Spiel. Immerhin gelang Lutz Wesseling nach dem 0:2 der Anschlusstreffer. Nach gut 6 Minuten lautete das Skore 1:6, zur Pause 13:21. Mit zunehmender Spieldauer verkauften sich die Altdorfer immer besser, wirkten konzentrierter und zielstrebiger. An ein Aufholen des eingehandelten Rückstandes war indessen nicht zu denken. Bester Skorer blieb Lutz Wesseling (5 Treffer), vor den stark auftrumpfenden Lukas Huwiler, Samuel Stadelmann und Christoph Piske (je 4) sowie Ivan Fallegger und Fabian Auf der Maur (je 3). Die besten Abschlusserfolgsquoten liessen sich prozentual Lukas Huwiler und Samuel Stadelmann (je 80), vor Tizian Dossenbach und Christoph Piske (je 66) attestieren. Der den Grossteil der Partie bestreitende Nachwuchskeeper Jan Dittli neutralisierte zwei gegnerische Penaltybälle souverän und verzeichnete eine beachtliche 21-prozentige Abwehrerfolgsbilanz. Tizian Dossenbach erzielte 68 Sekunden vor Spielschluss übrigens den letzten Altdorfer NLA-Treffer.

Altdorf spielte mit: Jan Dittli, Pete Szilagyi; Lukas Huwiler (4), Flavio Fallegger, Dave Zürcher, Samuel Stadelmann (4), Ivan Fallegger (3), Marc Fallegger (1), Lutz Wesseling (5), Joy Gisler, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (3), Tizian Dossenbach (2), Christoph Piske (4).

 

Wie weiter?

In der „Chefetage“ des HC KTV Altdorf laufen nach Abschluss des NLA-Abenteuers die Vorbereitungen auf die NLB-Saison 2014/15 auf Hochtouren. Insbesondere bezüglich Trainer- und Coachingfragen stehen die letzten zu fällenden Entscheide unmittelbar bevor. Auch Gespräche bezüglich Spielerkaderzusammensetzung figurieren in der Pipeline der Vereinsverantwortlichen, wie Präsident Stefan Arnold am Donnerstag auf Anfrage erklärte, an vorderster Stelle. Für die erste Mannschaft hat nun eine (wohlverdiente) Verschnaufpause begonnen. Anfangs Juni läuft bereits die erste Vorbereitungsphase im Hinblick auf das nächste Championat an. ar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 27 April 2014 00:00

Zürcher räumten keine Konzessionen ein

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Nationalliga A, Abstiegsrunde: GC/Amicitia – HC KTV Altdorf 36:25

Auch am vorletzten Spieltag kam der erhoffte erste Saisonsieg nicht zustande. Letzte diesbezüglich Chance: am Mittwochabend in Stäfa.

Sehenswert schlug sich der KTV-Nachwuchs: hier Kevin Ledermann und Pete Szilagyi. FOTO: RUEDI AMMANN   In der Zürcher Saalsporthalle war am Samstagabend schön frühzeitig ersichtlich, dass gegen die weitgehend komplett angetretenen Gastgeber kaum Lorbeeren abzuholen sein würden. Dies umso mehr, da die Zürcher unbedingt definitiv den ersten Platz im Rahmen der Relegationstour für sich beanspruchen wollten. Das GC/Amicitia-Kollektiv zog mit 2:0 in Front, ehe Christoph Piske der Anschlusstreffer gelang. Nach dem 8:3 (10. Minute) warteten die Urner mit einer sehenswerten Reaktion auf. Sie verkürzten auf zwei Längen (9:7). Der Minirückstand hatte auch in der 20. Minute noch Bestand (11:9). Bis zur Pause bauten die Zürcher ihren Vorsprung schliesslich vorentscheidend aus (20:13), um in der Folge das Zepter nicht mehr aus der Hand zu geben (28:17 in der 40., 33:21 in der 50. Minute, 36:25 nach der Schlusssirene).

Komplimente Burkhard Kellers

Trainer und Coach Burkhard Keller bedauerte, dass sein Team im Verlaufe der ersten Halbzeit zu viele technische Fehler beging und es oft an Konzentration ermangeln liess. Dies bestärkte ihn, während des zweiten Spielabschnittes vernehmlich dem Nachwuchs Einsatzzeiten zuzugestehen. „Die junge Garde rechtfertigte das in sie gesetzte Vertrauen. Es war eindrücklich, mit welchem Eifer sie zur Sache ging, alles gab und die zweite Halbzeit nur mal mit vier Toren Differenz verlor.“

Das letzte Tor des HC KTV Altdorf erzielte Daniel Röösli, der damit gleich eine 100-Prozent-Abschluss-Erfolgsquote verbuchen durfte. Auf 75 Prozent kam Marc Fallegger (3 Treffer), 63 Prozent Lutz Wesseling (7), 60 Prozent Christoph Piske (6), 55 Prozent Samuel Stadelmann (5), je 50 Prozent Lukas Huwiler (2) sowie Joy Gisler (1). Bei den Zürchern setzten sich Roman Sidorovicz sowie Tomas Kraucevicius mit je 8 Toren an die Spitze des Klassementes (Zürich 56 Torschüsse, Altdorf deren 44). Die KTV-Torhüter Marcel Luthiger sowie Pete Szilagyi liessen sich erfolgreiche Abwehrquoten von 13 respektive 22 Prozent verbuchen. Jene der Zürcher Goalies lag bei 22 respektive 34 Prozent. Das Teamranking vor der letzten Runde: 1. GC/Amicitia Zürich 32 Punkte, Fortitudo Gossau 29, 3. Lakers Stäfa 20, 4. HC KTV Altdorf 2.

Ende Feuer am Mittwochabend

Zum letzten Spiel der NLA-Meisterschaft 2013/14 tritt der HC KTV Altdorf am Mittwochabend, 30. April, in Stäfa an. Burkhard Keller gedenkt, insbesondere auch der jungen Garde das Vertrauen zu schenken. Er gibt sich überzeugt, dass seine Truppe sich mit einer sehenswerten Leistung aus der obersten nationalen Stärkeklasse verabschieden wird.

 

Zum zu Ende gehenden Championat bleibt ergänzend festzuhalten, dass nebst dem HC KTV Altdorf (neu: NLB) auch der zweite starke Urschweizer Verein BSV Stans (neu: 1. Liga) in den sauren Apfel der Relegation zu beissen hat.

Altdorf spielte in Zürich mit: Marcel Luthiger, Pete Szilagyi; Sebastian Munzert, Lukas Huwiler (2), Dave Zürcher, Lutz Wesseling (7), Ivan Fallegger, Marc Fallegger (3), Samuel Stadelmann (5), Joy Gisler (1), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur, Daniel Röösli (1), Christoph Piske (6).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samstag, 19 April 2014 00:00

Kein Leistungs-Eclat anlässlich Heim-Dernière

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Nationalliga A: HC KTV Altdorf – Lakers Stäfa 23:39

Hohe Niederlage der Gastgeber. Ihr erster Saisonsieg war überhaupt nie ein Thema.

Verabschiedung vom Fanionteam des HC KTV Altdorf durch Vereinsvizepräsident Marco Lauener (links aussen), Lutz Wesseling, Lukas Huwiler, Christoph Piske, Srdjan Djordjevic und Vereinspräsident Stefan Arnold (rechts aussen). FOTO: RALPH ASCHWANDEN   Am Gründonnerstagabend stand die Feldliarena im Zeichen des letzten Nationalliga-A-Heimspieles der letztjährigen Aufsteigertruppe. Der Rückstand des HC KTV Altdorf im Zwischenklassement ist jetzt nach der Niederlage weiter angewachsen: 1. GC/Amicitia Zürich 30 Punkte, 2. Fortiudo Gossau 29, 3. Lakers Stäfa 18, 4. HC KTV Altdorf 2. Nun stehen den Urnern zum „Ausklang“ noch zwei Auswärtseinsätze im Rahmen der Relegationrunde bevor: am Samstag, 26. April, in Zürich gegen GC/Amicitia, am Mittwoch, 30. April, in Stäfa gegen die Lakers. Zu hoffen bleibt, dass die Urner dabei nochmals zeigen, was in ihnen steckt.

Rasch in Schieflage geraten

Trotzdem sich erfreulicherweise nochmals zahlreiche Kiebitze zur letzten NLA-Heimpräsentation der Urner in der Feldliarena eingefunden hatten, wurde rasch ersichtlich, dass die Heimmannschaft nie in der Lage sein würde, bezüglich der Punktevergabe ein Wörtchen mitzureden. Die insgeheim erhoffte Gegenwehr verpuffte rasch, zumal die Zürcher Seebuben ihren Widersachern keinerlei Konzessionen einzuräumen gewillt waren. Sie zeigten mit ihrer Leistung, dass sie auf guten Wegen sind, im Rahmen der bevorstehenden Barrage den Erhalt zur obersten nationalen Stärkeklasse Tatsache werden zu lassen. Der HC KTV Altdorf geriet schnell ins Hintertreffen, zumal die Besucher unter dem Zepter von Pedja Milicic (Autor von zehn sehenswerten Treffern) eine weitgehend geschlossene Teammleistung ablieferten. Der KTV sah sich schon zur Pause mit 9:21 klar ins Abseits gedrängt – seine besten Schützen wirkten blass und oft geradezu erschreckend druck- und ideenlos sowie unkonzentriert. Ein Lichtblick: Der zum Einsatz gelangende vereinseigene Nachwuchs mit Flavio Fallegger, Kevin Ledermann sowie Fabian Auf der Maur zeigte, dass mit ihm in Zukunft gerechnet werden darf. Die Partie endete, unter Leitung des Schiri-Zweigespannes Arthur Brunner/Salah Morad, das für die Europameisterschafts-Qualifikationsrunde in Serbien (4. bis 6. April) im Einsatz stehen wird, mit einer deftigen 23:39-Klatsche.

Im Rahmen der letzten NLA-Heimpartie liessen sich vier Akteure aus der „Pflicht“ entlassen und mit einem Präsent würdigen: Lukas Huwiler, Lutz Wesseling, Christoph Piske sowie Srdjan Djordjewic.

Für Altdorf spielten: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger (ab 31. Minute); Sebastian Munzert, Lukas Huwiler (1), Dave Zürcher, Lutz Wesseling (6), Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger (1), Samuel Stadelmann (2), Flavio Fallegger (2), Kevin Ledermann (2), Fabian Auf der Maur (3), Daniel Röösli, Christoph Piske (4).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 13 April 2014 00:00

Wenig Neues unter der Sonne

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Nationalliga A: HC KTV Altdorf – Fortitudo Gossau 22:29

Gute erste Halbzeit der Urner im viertletzten NLA-Punktespiel. Ihre Leistung verflachte während des zweiten Durchgangs.

Topskorer der Altdorfer war gegen Gossau Ivan Fallegger; er fetzte den Ball siebenmal ins Netz der Ostschweizer. FOTO: RUEDI AMMANN   Eines darf man den Altdorfern zugute halten: Von Resignation liessen sie auch im vorletzten Heimspiel kaum etwas durchschimmern. Sie warteten mit einer beachtlichen kämpferischen Leistung auf. Doch an den nach wie vor erhofften ersten Saisonsieg war schliesslich nicht zu denken. Den allfälligen „Gelüsten“ setzten die Gossauer nämlich im Verlaufe der zweiten Halbzeit ihr beachtliches handballerisches Knowhow entgegen. Damit beweisend, dass sie nicht von ungefähr bereits seit einiger Zeit als weiterhin NLA-kotierter Verein feststehen.

Ein sportliches Fest

Die vorletzte Heimpartie der sich dem Ende zuneigenden Saison auf dem obersten nationalen Handballparkett gestaltete sich am Samstagabend vor rund 400 Zuschauern zu einem eigentlichen gesellschaftlichen Renner. Spielfeldsponsorenverlosung: Präsident Stefan Arnold mit Andrea Clapasson und der Glücksfee Nina Holzgang mit Jonas Gerig. FOTO: RUEDI AMMANN   Damit wurde aufgezeigt, dass der attraktive Handballsport in der Urner Öffentlichkeit breit abgestützt ist. Diese „Erkenntnis“ ist als Verdienst des umsichtigen Vereinsvorstandes einzustufen, an dessen Seite Dutzende von uneigennützigen Helferinnen und Helfern, dann aber auch eine Vielzahl ausgewiesener Trainerinnen und Trainern, die insbesondere auch im Nachwuchsbereich erfolgreich tätig sind und vor Engagements nicht zurückschrecken, stehen. Auf einen Nenner gebracht: Das ganze Umfeld ist es, welches das Bestehen des HC KTV Altdorf zu einem (im Verlaufe seiner zwischenzeitlich mehr als 50-jährigen Existenz) zu einer Erfolgsgeschichte werden liess. Dass die grossen Aufgaben nur erfüllt werden können, wenn auch das finanzielle Umfeld stimmt, darf einmal speziell hervorgestrichen werden. Es sind dies die zahlreichen Sponsoren (Firmen sowie Einzelpersonen) und Fans, die „ihrem“ Verein die Unterstützung nicht vorenthalten. Am Samstag waren es die Spielfeldsponsoren, welche in der Feldliarena zu einem speziellen Apero aufgerufen worden waren. Vereinspräsident Stefan Arnold („Stiege“) durfte dazu Dutzende Geladener willkommen heissen. Eine Verlosung von Gutscheinen bildete dabei den „Rahmen“ und verlieh dem Ganzen eine besondere Note. Aber da war ja noch etwas Weiteres, nicht Alltägliches: Das Treffen ehemaliger „Spielergrössen“ aus der ganzen Region (insbesondere aus Stans und Luzern). Aufgegleist durch den ehemaligen KTV-Spitzentorwart Paul Jauch (NLA mit Stans, Zerberus der Eisenbahner-Nationalmannschaft usw.), fanden sich einige Dutzend seinerzeitige Koriphäen, die zur Entwicklung des Handballsports in der Innerschweiz persönlich beigetragen hatten, zum Altherrentreff in Altdorf ein, um bei dieser Gelegenheit (natürlich) auch Reminiszenzen aus längst vergangenen Handball-Zeiten aufleben zu lassen. Und gleich auch unter Beweis stellten, dass rege sportliche Tätigkeiten in jungen Jahren auch das „Elixier“ für körperliches Wohlergehen in „vorgerückten“ Jahren bildet.

Am „Lack“ der Favoriten gekratzt

Sebastian Munzert – nicht zu halten. FOTO: RUEDI AMMANN   Die Altdorfer legten gegen Gossau, das bereits zwei Wochen zuvor in Altdorf eingelaufen war (20:28), los wie die Feuerwehr. Offensichtlich bestrebt, sich für diese Niederlage nach Möglichkeit zu revanchieren. Christoph Piske, welcher den HC KTV Altdorf verlässt und nächste Saison die Reihen Fortitudos verstärken wird, eröffnete das Skore schon 49 Sekunden nach dem Anpfiff mit einem souverän verwandelten Penalty. Nachdem die Gäste (ebenfalls mittels Penalty, nach umstrittener Zeitstrafe, gegen Sebastian Munzert verhängt) den Gleichstand bewerkstelligt hatten, war Lutz Wesseling für die zweite Führung der Platzherren besorgt. Bis zur Pause gelang es den Innerschweizern, den Favoriten weitestgehend die Stange zu halten. Zweimal verkürzten sie einen 3-Tore-Rückstand nach sehenswerten Aktionen bis auf eine Länge. Ivan Fallegger – an diesem Abend mit sieben Treffern erfolgreichster Skorer im Altdorfer Lager (70-prozentige Torschuss-Erfolgsquote – knapp hinter Christoph Piske mit 71 und vor Sebastian Munzert mit 66 sowie Fabian Auf der Maur mit 50 Prozent) verkürzte unmittelbar vor der Pause auf 10:11, ehe Gossau das zwischenzeitliche Skore in den letzten Sekunden vor dem Sirenenton auf 10:12 zu stellen vermochte.

Weitere 6 Top-Minuten

Samuel Stadelmann am Drücker; links Gossau-Hüne Daniel Stahl (2.04 m gross). FOTO: RUEDI AMMANN   Zum Auftakt des zweiten Spielabschnittes trumpfte der HC KTV Altdorf mit einem Sturmlauf gegen die Gossauer Deckung auf. Bis zur 36. Minute liessen Lutz Wesseling (zweimal), Sebastian Munzert sowie Ivan Fallegger die Fortitudo-Deckung alt aussehen. In der Folge liess die Konzentration der Urner unverkennbar nach. Dies schlug sich in etlichen technischen Unzulänglichkeiten und Fehlschüssen nieder. Nach 50 Spielminuten war die Vorentscheidung gefallen. Die St. Galler hatten ihren Vorsprung auf sechs Längen vergrössert. Dagegen vermochte auch der zwischenzeitlich ins Tor beorderte Nicolas Stocker, welcher mit drei Traumparaden seine „Selektion“ gerechtfertigt hatte (39-prozentige Abwehr-Erfolgsquote insgesamt), wenig auszurichten. Schliesslich war es Christoph Piske, der für den Schlusspunkt der Partie besorgt war: Er hämmerte einen Penalty in der Schlusssekunde ins die gegnerische Netz.

Altdorf spielte gegen Gossau in folgender Besetzung: Srdjan Djordjevic, Nicolas Stocker, Marcel Luthiger; Sebastian Munzert (2), Lukas Huwiler (1), Dave Zürcher, Lutz Wesseling (5), Ivan Fallegger (7), Samuel Stadelmann, Kevin Ledermann (1), Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach, Daniel Röösli, Christoph Piske (5).

Randnotizen

Verschiedene Akteure, welche die zu Ende gehende NLA-Meisterschaft in den Reihen des HC KTV Altdorf bestritten und in der Saison 2014/15 (NLB) nicht mehr zur Verfügung stehen, werden am kommenden Grün-Donnerstag-Abend (letztes Heimspiel gegen Stäfa – Anspielzeit 20 Uhr in der Feldliarena) verabschiedet.

Im Hinblick auf die nächste Meisterschaft laufen hinter den Kulissen die entsprechenden Vorbereitungen zurzeit auf Hochtouren. Bezüglich Kaderzusammensetzung sind umfassende Gespräche im Gange. Diese betreffen auch den künftigen Trainer, da Burkhard Keller nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Hinter vorgehaltener Hand wird einiges gemunkelt – Konkretes ist nicht spruchreif, wie unsere Rückfragen bei Präsident Stefan Arnold und Teammanager Markus Brand ergaben. Fakt ist, dass von den fünf ausländischen Verstärkungen nur Sebastian Munzert den Altdorfern weiterhin zur Verfügung steht. Er soll in einer kurzen „Übergangsphase“, das heisst bis zur Amtsübernahme des neuen Trainers, auch die Trainings der ersten Mannschaft leiten.

Das aktuelle Klassement der NLA-Abstiegsrunde 2014 präsentiert sich, nach dem eher überraschenden Erfolg Stäfas gegen GC/Amicitia Zürich (35:31), wie folgt: 1. GC/Amicitia (28/30), 2. Gossau (28/29), 3. Stäfa (27/16), 4. Altdorf (27/2).

Die Spielfeld-Sponsorenverlosung wurde in der Halbzeit der Partie Altdorf-Gossau durch Stefan Arnold und Andrea Clapasson vorgenommen. Als Glücksfee zeichnete Nina Holzgang, assistiert durch Jonas Gerig, zuständig. Auf dem „Podest“ landete das Trio Manuela Camenzind, Altdorf, Reto Näpflin, Erstfeld, sowie Felix Aschwanden, Altdorf. Die (weiteren) Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 30 März 2014 00:00

Hüne Daniel Stahl - und versiebte Hundertprozenter

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Nationalliga A, Abstiegsrunde: HC KTV Altdorf - Fortitudo Gossau 20:28

Chancen für einen Erfolg hatten die Urner zu Hauf. Doch sie blieben vielfach ungenutzt – der erste NLA-Sieg ist somit weiterhin Utopie.

Lukas Huwiler verLässt den HC KTV Altdorf auf Saisonende. FOTO: RUEDI AMMANN   Nur noch knapp 200 Kiebitze erwiesen der ersten Mannschaft am Samstagabend in der Feldliarena die Reverenz - nachdem die Entscheidungen vier Runden vor Abschluss der zwölfteiligen Relegationsrunde bereits ohne Ausnahme gefallen waren: nicht weiter verwunderlich. Die Platzherren warteten mit einer höchst durchzogenen Leistung auf. Insbesondere die Effizienz bezüglich Auswertung sogenannt hundertprozentiger Chancen liess grosse Wünsche offen. Gegen ein Dutzend entsprechender Möglichkeiten wurden ausgelassen – Mal für Mal fand das Streitobjekt allein vor dem gegnerischer Torsteher aufkreuzender KTV-Stürmer den Weg ins Tor der St. Galler nicht. Insbesondere Ivan Fallegger zog einen rabenschwarzen Tag ein: Er verzeichnete lediglich eine 28-Prozent-Erfolgsquote (fünfmal solo am gegnerischen Kreis aufgetaucht) – Christoph Piske kam seinerseits nicht über 33 Prozent hinaus (15 Abschlussversuche, nur fünfmal erfolgreich).

Der Bomber vom Dienst

Ivan Fallegger im „Anflug“. FOTO: RUEDI AMMANNDie Ostschweizer Gäste hatten in ihren Reihen einen Skorer der Sonderklasse – den 2.04 Meter gross gewachsenen Deutschen Daniel Stahl – stehen. Er, der im Verlauf der Saison 2013/14 verletzungshalber während längerer Zeit pausieren musste, versetzte die alles andere als überzeugend wirkende KTV-Deckung Mal für Mal. Insgesamt neunmal traf er ins Volle. Stahl wird die Gossauer Ende Saison nach sechsjähriger Zugehörigkeit verlassen. Wo er seine “Handballzelte“ aufschlagen wird, ist zurzeit noch ungewiss.

Nachdem die Lakers aus Stäfa in einem weiteren Relegationsfight gegen GC/Amicitia Zürich mit 25:30 den Kürzeren gezogen haben, präsentiert sich die entsprechende Rangliste – drei Runden vor Meisterschaftsschluss – wie folgt: 1. GC/Amicitia Zürich (30 Punkte), 2. Fortitudo Gossau (25), 3. Lakers Stäfa (14, Teilnahme an der Barrage), 4. HC KTV Altdorf (2, Direktabstieg). Der nächste Einsatz der Urner ist übrigens erst am Samstag, 12. April fällig, und zwar erneut gegen Gossau (Feldli, 18 Uhr).

Anita Müller-Gnos mit KTV-Nachwuchs: Sina Herger, Livio Müller, Noel Herger (von links). FOTO: RUEDI AMMANN   Aus dem Spielverlauf

Der HC KTV Altdorf war ohne Fabian Auf der Maur (Einsatz mit der zweiten Mannschaft im wichtigen Auswärtsspiel gegen Stans) angetreten. Die Partie gegen Gossau begann aus Altdorfer Optik alles andere als wunschgemäss. Zwar vermochte Christoph Piske das 0:1 durch einen souverän verwandelten Penalty auszugleichen. Doch bis zur 15. Minute handelten sich die Platzherren einen 4-Tore-Rückstand (5:9) ein. Zur Pause lautete das Skore gar 10:15 – Altdorfs Spielanlage wirkte bereits bis zu diesem Zeitpunkt wenig berauschend.

Christoph Piske erzielte fünf Altdorfer Treffer. FOTO: RUEDI AMMANNGleich nach Wiederaufnahme der Begegnung verkürzten Christoph Piske und Sebastian Munzert (12:15). Doch das Ganze erwies sich fatalerweise rasch als Strohfeuer. Weiterhin war es Gossau, welches das Spielgeschehen mehrheitlich prägte. Kaum hatte die Schlussviertelstunde begonnen, lagen die Innerschweizer mit acht Längen Differenz im Rückstand (16:24, später gar 16:26). Altdorf fehlte unverkennbar das innere Feuer, um Gegensteuer geben zu können. Eigentliche Highlights waren zur Rarität geworden – das Team fand sich offenbar bereits mit der deutlichen Niederlage ab, trotzdem die letzte Begegnung in Gossau nur knapp verloren gegangen war (25:28). Erwähnung verdienen lediglich noch eine geniale Penaltyparade Marcel Luthigers gegen ein Geschoss Daniel Stahls, ferner der letzte KTV-Treffer seitens Tizian Dossenbachs, der nach Auffassung etlicher einheimischer Fans viel zu spät (erst ab 56. Minute) eingesetzt worden war.

Samuel Stadelmann lässt Gossauer Deckung alt aussehen. FOTO: RUEDI AMMANNWas die anstehenden Mutationen (Zu- respektive Wegzüge) im Fanionteam im Hinblick auf die nächste NLB-Meisterschaft 2014/15 betrifft, so war nach dem Gossau-Match am Samstagabend aus der „Chefetage“ kaum Neues zu erfahren. „Erste Entscheide werden jedoch in den nächsten Tagen fallen“, erklärte Teammanager Markus Brand. Fest steht indessen bereits, dass Lukas Huwiler (leider) definitiv nicht mehr mit von der Partie sein wird. Der 24-jährige Elektroniker will auf beruflicher Ebene neue Akzente setzen.

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (2), Lukas Huwiler (3), Dave Zürcher (1), Christian Bär, Lutz Wesseling (5), Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger (1), Samuel Stadelmann, Flavio Fallegger, Tizian Dossenbach (1), Daniel Röösli, Christoph Piske (5).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nationalliga A, Abstiegsrunde: HC KTV Altdorf – GC/Amicitia Zürich 29:32

Unbestrittener König auf dem Feldliparkett war am Samstagabend Linkshänder Nemanja Malovic (11 Tore). Urner beeindruckten trotz Niederlage mit sehenswertem Einsatz.

Prominenter Gast: Lukas von Deschwanden (links), der für die „Nati“ die wichtigen Spiele gegen Estland (2./4. April) bestreiten wird, mit Simon Jauch im Gespräch. FOTO: RUEDI AMMANN   Ein Spieler prägte die sechstletzte Meisterschaftspartie in der obersten nationalen Stärkeklasse: der gebürtige 22-jährige Montenegriner Nemanja Malovic. Den 1.93 m grossgewachsenen Linkshänder - unter anderem zweimaliger isländischer Meister mit dem Sportclub IBV - bekam Altdorf ganz einfach überhaupt nicht in den Griff. Er spazierte elfmal erfolgreich durch die Abwehrreihen des KTV-Trupps, der bezüglich Deckungsarbeit keine sonderlich gute Figur hinterliess. Es war aber nicht nur Malovic, der den Innerschweizern den angestrebten ersten NLA-Saisonsieg vermieste. Vielmehr begingen die Platzherren halt einfach viel zu viele technische Eigenfehler. Sie gestatteten den Zürchern immer wieder, mit brandgefährlich inszenierten Kontern zu reüssieren, sehr zur Genugtuung des vormaligen Schweizer Nationaltrainers (und GC/Ami-Coaches) Arno Ehret. Rein leistungsmässig darf den Urnern zugute gehalten werden, dass sie vor 300 Zuschauern, die – trotz bereits feststehender Relegation in die NLB – ihrem Team, das mit attraktiven Tempohandball aufwartete, die Treue hielten. Altdorfs Kollektiv beeindruckte immer wieder durch sehenswerte Aktionen. Das Team liess jedenfalls keinerlei Kehrausstimmung erkennen. Es war gleich mehrmals drauf und dran, die favorisierten Gäste an den Rand der ersten Abstiegsrundenniederlage zu bringen.

Jüngster Matchbesucher (mit erst 10 Monaten), Stammhalter Dario mit Vater und Teammanager Markus Brand; links: Marcel Luthiger. FOTO: RUEDI AMMANN   Durch den Sieg Gossaus über Stäfa (29:28) steht übrigens so gut wie fest, dass das Team vom Zürichsee in die Barrage betreffs Klassenerhalt stiegen muss, wie aus dem neusten Zwischenklassement – fünf Spiele vor Abschluss der Relegationsrunde – zu entnehmen ist: 1. GC/Amicitia Zürich (28 Punkte), 2. Fortitudo Gossau (23), 3. Lakers Stäfa (14), 4. HC KTV Altdorf (2).

Klingende Namen auf dem Parkett

Nebst dem erwähnten Wirbelwind Nemanja Malovic stand für die Zürcher weitere Prominenz im Einsatz. So der altbewährte, bereits 37-jährigen Kreisläufer Ivan Ursic (193 Länderspiele) sowie GC/Ami-Spielregisseur Roman Sidorovicz, den Nationaltrainer Rolf Brack (Vater des vormaligen KTV-Spielertrainers Daniel Brack) im Hinblick auf das wichtige Barrage-Spiel der Schweiz gegen Estland (2. April in Tallinn, 4. April in St. Gallen) erstmals in die „Nati“ (erneut mit dem Altdorfer Lukas von Deschwanden, NLA-Topskorer bei Wacker Thun) berufen hat. Letzterer wohnte dem Samstagabendspiel in der Feldliarena übrigens persönlich bei.

Erstmals nach 13 Minuten im Rückstand

Lutz Wesseling (8-facher Skorer), hier im „Anflug“ gegen die GC-/Ami-Deckung, wird den HC KTV Altdorf verlassen. FOTO: RUEDI AMMANNDer HC KTV Altdorf ernete für sein Startfurioso seitens des Publikums wohlverdienten Beifall. Bis zur 10. Minute trafen Christoph Piske (dreimal), Sebastian Munzert (zweimal) sowie Lutz Wesseling, unterstützt durch den ausgezeichnet disponierten Srdjan Djordjevic im Tor, sechsmals ins Volle (6:4). Erst in der 13. Minute (6:6) gelang es den Gästen, in Führung zu ziehen. Beim Stande von 7:9 hatte Daniel Röösli gleich doppeltes Pech. Er sah sowohl einen Penaltyball wie auch den Nachschuss vom Zürcher Schlussmann pariert. Lukas Huwiler läutete (in Unterzahl), beim Stande von 8:12 nach seiner sehenswerten Triplette eine eigentliche Aufholjagd der Gastgeber ein. Bis kurz vor der Pause skorten weiter Fabian Auf der Maur, Samuel Stadelmann und Lutz Wesseling (14:15), nachdem Ivan Fallegger allein vor dem gegnerischen Hüter gescheitert war. Glück für die Zürcher: Just vor der Schlusssirene stellten sie das Skore auf 12:14.

Die „tödlichen“ Eigenfehler

Die Captains Sebastian Munzert (Altdorf, links) und Kay Egger (GC/Amicitia) – in der Mitte der durch Rolf Brack neu in die Schweizer Nationalmannschaft nominierte Roman Sidorovic. FOTO: RUEDI AMMANNNach Wiederaufnahme der Partie fabrizierte der HC KTV Altdorf mehrere fatale Ballverluste. Die abgebrühten Zürcher konterten eiskalt. 17:22 lautete das Skore in der 40., 18:25 in der 43. Minute. Zu allem Überdruss ahndeten die ihr erstes NLA-Spiel leitenden Unparteiischen Christoph und Tobias Oswald einen gegnerischen Fussfehler nicht. Vielmehr entschieden sie auf Penalty gegen Altdorf. Doch die Platzherren steckten den Tiefschlag locker weg, um gleich anschliessend zu einer erneuten Offensivphase zu blasen. Unterstützt durch den zwischenzeitlich ins Tor eingewechselten Nicolas Stocker (Penalty gehalten, mehrere gegnerische Einzelvorstösse neutralisiert) verkürzten sie ihren Rückstand auf 23:26. Fabian Auf der Maur sah sich in der Folge aus unerfindlichen Gründen zu einer Zeitstrafe verknurrt. GC/Amicitia nutzte die Gunst der Stunde, um seinen Vorsprung wieder auszubauen (52. Minute, 24:29). Altdorf gab sich indessen nicht geschlagen. Stocker parierte einen „gesuchten“ Penalty, Wesseling traf zweimal ins Volle, Dave Zürcher verkürzte auf 27:29. Als dann angezeigtes gegnerisches Zeitspiel nicht sanktioniert wurde und sich daraus das 27:30 ergab, setzten die Gastgeber alles auf eine Karte: Sie ersetzten ihren Torsteher 2 Minuten vor Spielschluss durch einen zusätzlichen Feldspieler. Prompt gelang Auf der Maur das 28:30 – Huwiler verpasste eine weitere Resultatverbesserung nach verschossenem Penalty. Die Zürcher gewannen schliesslich mit drei Längen Vorsprung, nachdem Stadelmann für die Urner den letzten (sehenswerten) Treffer markiert hatte.

Samuel Stadelmann am Drücker zum letzten KTV-Treffer gegen die Zürcher. FOTO: RUEDI AMMANN   Für die Statistiker einige aufschlussreiche Zahlen: Djordjevic liess sich 28, Stocker gar 40 Prozent erfolgreiche Abwehrparaden attestieren. Eine hundertprozentige Erfolgsquote verzeichneten Stadelmann, Auf der Maur sowie Ledermann, vor Munzert (80) sowie Wesseling (72). Beide Mannschaften erhielten je 3 Zeitstrafen aufgebrummt. – Das nächste Heimspiel bestreitet der HC KTV Altdorf am Samstag, 29. März, gegen Fortitudo Gossau (18 Uhr, Feldli).

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (4), Lukas Huwiler (4), Dave Zürcher (1), Lutz Wesseling (8), Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger, Samuel Stadelmann (4), Kevin Ledermann (1), Fabian Auf der Maur (2), Daniel Röösli, Christoph Piske (3).

 

Lutz Wesseling geht

Der HC KTV Altdorf lieferte, wie aufgezeigt, einen beherzten Einsatz ab, in welchem Lutz Wesseling (er wird den Verein auf Saisonende hin verlassen, wie bereits feststeht – weitere Mutationen respektive Abgänge/Zuzüge sind zurzeit im Hinblick auf die NLB-Saison 2014/15 noch nicht spruchreif) als Dreh- und Angelpunkt gleich achtmal ins gegnerische Tor traf, vor Sebastian Munzert, Lukas Huwiler und Samuel Stadelmann (je viermal). KTV-Trainer Burkhard Kellers Kommentar nach Spielschluss: „Unser Team hat gegen GC/Amicitia bezüglich Einsatz alles gegeben. Kompliment. Ich möchte mal ein anderes Team sehen, das bei derart viel „Ungemach“ (Verletzungen, Benachteiligungen usw.) nach den bisher bestrittenen 25 NLA-Spiele) den Kopf nicht hängen lässt.“

 

Sonntag, 16 März 2014 00:00

Jetzt ist der Direktabstieg Fakt

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Nationalliga A, Abstiegsrunde: Lakers Stäfa – HC KTV Altdorf 37:26

Auch arithmetisch ist jetzt für die Urner die Relegation in die NLB Tatsache geworden. Die letzten sechs NLA-Spiele vermögen daran nichts mehr zu ändern.

Ivan Fallegger, fünffacher Torschütze. FOTO: RUEDI AMMNN   Der HC KTV Altdorf hatte sich im Vorfeld der Samstagspartie in Stäfa rein rechnerisch gesehen noch eine „Promillechance“ bezüglich Klassenerhalt, respektive Erreichen des Barrageplatzes (vorletzte Position in den Reihen des Abstiegsrundenquartettes), ausgerechnet. Doch der letzte Hoffnungsschimmer ist nunmehr entschwunden. Die Urner kassierten am Zürichsee eine deftige Klatsche – mit elf Längen Differenz – nachdem das letzte Heimspiel gegen die Stäfner am 22. Februar nur ganz knapp (27:28) verloren gegangen war. Da GC/Amicitia Zürich gleichentags Fortitudo Gossau mit 28:24 in die Schranken gewiesen hatte, präsentiert sich die Zwischenrangliste vor den letzten sechs Spielen wie folgt: 1. GC/Amicitia Zürich (26 Punkte), 2. Fortitudo Gossau (21), 3. Lakers Stäfa (14, -85), 4. HC KTV Altdorf (2, -172). Einzige offene Frage: Wird Gossau oder Stäfa den direkten Verbleib in der obersten nationalen Stärkeklasse schaffen oder aber in die Barrage gegen das zweitbeste NLB-Team steigen müssen? Was den HC KTV Altdorf betrifft, so will er sich selbstverständlich noch mit guten Resultaten aus dem nationalen Oberhaus verabschieden, in der Gewissheit, die Meisterschaft 2013/14 mit teils ausgesprochen achtbaren Resultaten (nach argem Verletzungspech) geprägt zu haben. Nun kann die Vereinsleitung die Vorbereitung respektive Planung auf das nächste Nationalliga-B-Championat umfassend an die Hand nehmen.

Nach 22 Minuten noch Gleichstand

Der Fight in Stäfa verlief am Samstag während 22 Minuten ausgeglichen (3:3, 6:6, 10:10). In der Folge schwang das Zünglein an der Waage zugunsten der Zürcher aus. Sie führten zur Pause mit vier Längen Vorsprung (16:12). Die Gastgeber bauten ihre Dominanz bis zur 40. Minute weiter aus (27:17). Der HC KTV Altdorf, welcher während des ersten Drittels der Gesamtspielzeit eine durchaus sehenswerte Leistung abgeliefert hatte, vermochte nicht mehr zu reagieren. Nachdem Christoph Piske den ersten Treffer für seine Farben erzielt hatte, war es Marc Fallegger, der in der 58. Minute für das letzte KTV-„Erfolgserlebnis“ sorgte. Erfolgsreichste Skorer der Urner waren gegen die Lakers Ivan Fallegger und Daniel Röösli (je 5 Tore), Christoph Piske, Sebastian Munzert sowie Marc Fallegger (je 4). Die besten Abschlussquoten liessen sich Dave Zürcher (100 Prozent), Ivan Falleger sowie Daniel Röösli (je 83), und Marc Fallegger (80) attestieren. Von den beiden zum Einsatz gelangenden Torstehern verzeichneten Nicolas Stocker – er parierte auch zwei gegnerische Penaltybälle – eine 25-prozentige Abwehr-Erfolgsquote, Srdjan Djordjevic eine solche von 18 Prozent.

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (4), Dave Zürcher (1), Christian Bär, Ivan Fallegger (5), Marc Fallegger (4), Samuel Stadelmann, Lutz Wesseling (3), Tizian Dossenbach, Lukas Huwiler, Daniel Röösli (5), Christoph Piske (4).

 

 

 

 

 

Montag, 10 März 2014 00:00

Auch Runde fünf ohne Punktgewinn

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Nationalliga A, Abstiegsrunde: GC/Amicitia Zürich – HC KTV Altdorf 27:20

Starke erste Halbzeit der Urner war für einen Punktegewinn zu wenig. Danach zeichnete sich Zürcher Sieg definitiv ab.

Marc Fallegger: 100-prozentige Schuss-Erfolgsquote und drei Treffer; rechts: Sebastian Munzert in Lauerstellung. FOTO: RUEDI AMMANNNichts Neues unter der Sonne. Der HC KTV Altdorf rennt dem ersten doppelten Punktegewinn in der obersten nationalen Stärkeklasse weiter hinterher. Im Rahmen der fünften Relegationsrundenpartie setzte es für die Innerschweizer am Sonntagnachmittag in der Zürcher Saalsporthalle vor nur knapp 100 Zuschauern eine klare Niederlage mit sieben Längen Unterschied ab. Damit ist der Zug bezüglich Klassenerhalt wohl definitiv abgefahren. Stäfa vermochte sich als Ranglistenvorletzter ebenfalls nicht zu profilieren. Die Zürcher Seebuben verloren gegen Gossau mit 24:27. Die Zwischenrangliste (nach fünf von insgesamt zwölf Spielen) präsentiert sich wie folgt: 1. GC/Amicitia Zürich (24 Punkte), 2. Fortitudo Gossau (21), 3. Lakers Stäfa (12), 4. HC KTV Altdorf (2). Die nächste Partie findet am kommenden Samstag auswärts gegen Stäfa, die nächste Heimpartie am 22. März (18 Uhr, Feldli) gegen GC/Amicitia Zürich statt.

Auftaktführung und Pausenremis

Der HC KTV Altdorf nahm das Auswärtsspiel in Zürich mit viel Punch in Angriff. Treffer von Daniel Röösli, Christoph Piske (zweimal) sowie Lutz Wesseling liessen bis zur 8. Minute eine vielversprechende 4:2-Führung Tatsache werden, zumal sich die KTV-Deckung gegen die wurfstarken Gastgeber immer wieder gut aus der Affäre zu ziehen verstand und Torsteher Srdjan Djordjevic mehrmals Topparaden ablieferte. Das favorisierte Team aus der Limmatstadt vermochte erst in der 25. Minute erstmals in Führung zu ziehen (8:7). Lutz Wesseling und Dave Zürcher waren später dafür besorgt, dass bis zum Seitenwechsel wieder gleichgezogen werden konnte (9:9).

Erneute 2-Tore-Führung

Die Gastgeber waren zu Beginn der zweiten halben Stunde unverkennbar bestrebt, der Partie eine vorzeitige Wende zu verleihen. Doch dagegen legten die Altdorfer vorerst ihr Veto ein. Sebastian Munzert und Dave Zürcher waren mit sehenswerten Treffern für das 12:10 besorgt – Hochspannung im Hinblick auf den weiteren Spielverlauf war damit angesagt. Doch zwischen der 33. und 41. Minute folgte das vorentscheidende Debakel. Im Lager des HC KTV Altdorf war plötzlich der Wurm drin. Kaum mehr eine Aktion lief wunschgemäss. Technische Fehler und weitere Ungereimtheiten häuften sich. Die Zürcher profitierten von der Gunst der Stunde. Sie zogen auf 18:12 weg. Im späteren Verlauf der Partie gelang es den Urnern, wieder Tritt zu fassen und den Rückstand zu reduzieren (21:18, 49. Minute). GC/Amicitia zeigte sich in der Folge indessen zu clever, um noch etwas anbrennen zu lassen. Vielmehr bauten die Limmatstädter ihren Vorsprung in der Schlussphase auf sieben Längen aus.

KTV-Trainer und -Coach Burkhard Keller resümierte, dass sich seine Truppe an diesem Spieltag selber schlug. Im Verlaufe des zweiten Spielabschnittes wurde phasenweise überhastet agiert. Es fehlte an Spieldisziplin. Zu viele Eigenaktionen führten zu fatalen Ballverlusten. Diese kamen den Platzherren immer wieder zu pass. Keller: „Während der ersten Halbzeit und in den Auftaktminuten des zweiten Spielabschnittes zeigten wir, dass wir einiges drauf haben – aber das reichte dann in der Endabrechnung eben erneut nicht.“ Ein Kränzchen wand Keller der Abwehr seiner Truppe, die vorweg im Verlaufe der ersten Spielhälfte eine überzeugende Leistung ablieferte, nicht ohne auch auf den unbändigen Siegeswillen seines Kollektivs zu verweisen, das nach dem zwischenzeitlichen Flop wieder alles in die Waagschale warf, einen sehenswerten Zwischenspurt lancierte und einen 7-Tore-Rückstand zwischen der 41. und 50. Minute wieder markant verkleinerte.

Blick auf die Statistik

Der gut disponierte Srdjan Djordjevic im Tor des HC KTV Altdorf zeigte wie erwähnt eine starke Leistung (28 Prozent-Abwehr-Erfolgsquote). Nicolas Stocker parierte einen gegnerischen Penalty. Mit je 3 Treffern waren in den Reihen der Urner Lukas Huwiler, Dave Zürcher, Marc Fallegger und Christoph Piske die erfolgreichsten Skorer. Je 100-Prozent-Erfolgs-Schussquoten liessen sich Marc Fallegger und Samuel Stadelmann attestieren. Bei GC/Amicitia trafen Roman Sidorovic sowie Gian Grundböck je fünfmal ins Volle. Die Zürcher kassierten vier, die Altdorfer acht 2-Minuten-Zeitstrafen.

Altdorf spielte mit: Sdjan Djordjevic, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (2), Lukas Huwiler (3), Dave Zürcher (3), Lutz Wesseling (2), Ivan Fallegger (1), Marc Fallegger (3), Samuel Stadelmann (1), Fabian Auf der Maur, Daniel Röösli (2), Christoph Piske (3).

 

 

 

 

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