Spielberichte Herren 1

Spielberichte Herren 1 (136)

Dienstag, 13 Januar 2015 00:00

Sieg in letzten Minuten versiebt

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Nati B/1. Liga: HC KTV Altdorf – BSV Stans 31:32

kellerneuerEinen spannenden Fight lieferten sich am Montagabend die beiden Urschweizer Traditionsvereine. Die Gäste entschieden die beiden ersten Drittel für sich, die Urner gewannen den Schlusspart.

Die Vorbereitungsphase auf das Meisterschaftsrestprogramm 2015 läuft auf vollen Touren. Beim HC KTV Altdorf, der erst zwei Trainingseinheiten hinter sich hatte, weilten am Montagabend die Nidwaldner Erstligisten (Headtrainer: Mirko Funke, Ex-Altdorf) in der Feldliarena zu Gast. Sie hatten nach den ersten Trainings am Samstag bereits ein Turnier bestritten und vermochten somit bereits sichtlich besser eingespielt zur Sache zu gehen.

Ladehemmungen zum Auftakt

KTV-Spielertrainer Mario Obad (dessen gebrochener Daumen erfreulicherweise wieder weitgehend „betriebsbereit“ ist) benützte den Trainingsfight dazu, die eigene Abwehr während der dreimal 20 Minuten auf ein 6:0-System einzuschwören, was einerseits wertvolle Schlüsse zuliess, aber auch zur Erkenntnis führte, dass eine solche Umstellung doch etwelche Probleme mit sich bringt.

Im ersten Drittel versiebten die weitgehend komplett angetretenen Altdorfer (Marc Fallegger stand infolge Militärdiensts nicht zur Verfügung, anderseits kam der vor wenigen Tagen seinen 18. Geburtstag feiernde Bürgler ledermannbsvNachwuchsspieler Dave Arnold zum Zuge) zwei Penaltychancen, um im Übrigen auch gegen ein Dutzend guter bis bester Torchancen zu verscherzen. So verwunderte es nicht, dass die Gäste, in deren Reihen der dänische Topskorer Nicolai Christensen (Fussverletzung am samstäglichen Turnier) fehlte, den ersten Spielabschnitt mit 12:7 für sich buchten.

3-Tore-Rückstand vor dem letzten Drittel

Im Verlaufe des Mittelabschnittes gelang es den Urnern, den Rückstand auf drei Längen zu verkürzen (18:21). Somit hatten die letzten 20 Minuten bezüglich Ausgang der unterhaltsamen Partie zu entscheiden. 5 Minuten vor Abschluss der Begegnung (durch Stefan Arnold trotz Ermangelung eines Partners „im Alleingang“ gut geleitet) schien das Zünglein an der Waage - trotz eines nicht gegebenen KTV-Treffers (der Ball hatte die Torlinie um rund 20 Zentimeter überrollt, was aber vom wie gesagt allein arbitrierenden Ref von der Platzmitte aus nicht wahrgenommen werden konnte) zugunsten der Platzherren auszuschlagen. Doch mohenskithombsv filteredStans profitierte von einigen Ungereimtheiten der zu unentschlossen zur Sache gehenden Altdorfer Abwehr, glich aus und zog gar vorentscheidend auf 29:32 weg. Die Zeit war für die Einheimischen nach zwei versiebten Topchancen zu kurz, um nochmals aufschliessen zu können. Auch wenn Samuel Stadelmann und zuletzt Cyril Keller noch auf 31:32 zu verkürzen vermochten. „Wir waren mit der Leistung unseres Teams – mit einigen Abstrichen – recht zufrieden. Doch es bleibt noch etliches bis zum Auftakt der zweiten Meisterschaftshälfte (am 1. Februar auswärts gegen Birsfelden) zu tun. Der knappen Niederlage messen wir keine allzu grosse Bedeutung zu“, befanden KTV-Spielertrainer Mario Obad und Coach Dani Lussi im Rahmen ihrer Manöverkritik.

Der HC KTV Altdorf empfängt am Freitagabend, 16. Januar (19.15 Uhr), den Nati-A-Klub Kriens, nachdem der Fight von Luzern in die Baldinihalle verlegt worden ist. Sieben Tage später (Freitag, 23. obadmariopauseJanuar) wird zur gleichen Zeit und gleichenorts zu einem letzten Vorbereitungseinsatz der KTV Muotathal empfangen.

Zum weiteren KTV-Klubgeschehen bleibt abschliessend zu vermelden, dass die dritte Männermannschaft, trotz bereits feststehender Qualifikation in der 4. Liga, nicht zum Aufstiegsrennen antritt. Besetzungsprobleme gaben den Ausschlag zu diesem Entschluss.

 

Donnerstag, 18 Dezember 2014 00:00

Zum Jahresabschluss ein Remis

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TV Steffisburg – HC KTV Altdorf 26:26

Vor der mehrwöchigen Meisterschaftspause rissen die Urner einen wichtigen Punkt aus dem Feuer. Hinter Endingen (22 Zähler) und RTV Basel (20) belegen sie nun den dritten Rang (18).

obagkoljfreudekoljaninfreudeAm Mittwochabend stand eine komplette Runde – die ersten Begegnungen des Retourdurchganges umfassend – auf dem Programm. Die Altdorfer holten beim unbequemen TV Steffisburg ein Remis ab, wobei Marko Koljanin just in den Schlusssekunden mittels Penalty noch den Gleichstand erzielte.

Die direkten Konkurrenten der Urner liessen sich am gleichen Abend Siege gutschreiben: Endingen entliess Schlusslicht Birsfelden mit einer 28:21-Klatsche, der RTV Basel gewann in Horgen 28:25. Die übrigen Ergebnisse: Chênois Genf – Yellow Winterthur 32:33, Baden - Zofingen 31:28, Kreuzlingen – Siggenthal 28:30, Möhlin – Schaffhausen/Espoirs 29:25. An der Tabellenspitze hat sich Endingen behauptet (22 Punkte), vor dem RTV Basel (20) und dem HC KTV Altdorf (18). Es folgen auf den nächsten Plätzen Baden (17), Siggenthal (16), Schaffhausen, Winterthur und Steffisburg (je 15), Kreuzlingen (12), Möhlin und Horgen (je 11), Chênois Genf (10), Zofingen (10) sowie Schlusslicht Birsfelden (4).

Bis zuletzt auf des Messers Schneide

Die Altdorfer legten in Steffisburg tüchtig los. Treffer des kroatischen Topskorers Marko Koljanin und seines Landsmannes sowie KTV-Spielertrainers Mario Obad liessen die 2:0-Führung zustande kommen. Kein Team vermochte sich in der Folge abzusetzen. Die Urner führten nach 23 Minuten zwar mit 11:8, sahen sich bis zur 25. Minute aber wieder eingeholt. 13:12 lautete das Skore zur Pause zugunsten der Innerschweizer. Nach 40 Minuten führte Steffisburg an diesem Spielabend erstmals (17:16), nach 52 Minuten gar 24:21. Eine sehenswerte Triplette von Ivan Fallegger, Fabian Auf der Maur sowie Sebastian Munzert liess bis zur 56. Minute das 24:24 Tatsache werden. Die letzten Minuten wurden (ein weiteres Mal...) zum echten Krimi: 25:24 für die Berner, Ausgleich durch Altdorf, 26:25 für die Platzherren, 26:26 durch Marko Koljanin mittels Penalty, nachdem die Urschweizer 36 Sekunden vor Spielende noch ein letztes Timeout angefordert hatten.

Die Berner verdankten ihren Teilerfolg weitgehend dem stupenden, reaktivierten NLA-Ex-Torsteher Markus Gugger. Dieser liess sich eine Abwehr-Erfolgsquote von satten 48 Prozent attestieren, nach 22 auf sein Gehäuse abgefeuerten Schüssen. Auf der Gegenseite parierte Marcel Luthiger 11 Steffisburger Bälle, damit ebenfalls einen beachtlichen Wert von 31 Prozent erzielend. Bester Schütze auf Altdorfer Seite war Marko Koljanin (10), vor Ivan Fallegger (4) sowie dem Trio Sebastian Munzert, Thomas Mohenski und Fabian Auf der Maur (je 3). Marko Koljanin (zurzeit Zweiter im NLB-Torschützenklassement/Durchschnitt 7,9 Treffer pro Match, hinter Steven Larsson, Chênois Genf/9,5, sowie vor Raphael Liniger, Yellow Winterthur/7,2) verzeichnete eine 66-prozentige Erfolgsmarke, vor Fabian Auf der Maur (75), Ivan Fallegger (66), Sebastian Munzert (60) sowie Samuel Stadelmann (50).

Lussi: „Beide Teams hätten gewinnen können“

Das Spiel in Steffisburg, vor 200 Kiebitzen ausgetragen, bezeichnete KTV-Coach Dani Lussi als „nicht unbedingt von den Sitzen reissend; eine richtige Mitte-Woche-Partie eben“, wie er nach dem Abpfiff resümierte, und die nach seiner Meinung durchaus auf beide Seiten hätte kippen können. „Wir begingen unsererseits nach wie vor zu viele Eigenfehler und versiebten unnötig etliche beste Chancen.“

Der HC KTV Altdorf pausiert nun bis zum 6. Januar. Danach wird das Training im Hinblick auf die verbleibenden zwölf Spiele der NLB-Qualifikationsrunde in Angriff genommen. Lussi hat bereits Trainingsspiele gegen den BSV Stans (1. Liga) und den HC Kriens (NLA) sowie einen weiteren, noch nicht feststehenden Gegner einprogrammiert.

Altdorf spielte in Steffisburg mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Joy Gisler, Sebastian Munzert (3), Christian Bär, Ivan Fallegger (4), Cyril Keller, Samuel Stadelmann (1), Thomas Mohenski (3), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (3), Tizian Dossenbach, Mario Obad (2), Marko Koljanin (10).

 

  

Montag, 15 Dezember 2014 00:00

Am Leaderthron gab es nichts zu rütteln

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TV Endingen – HC KTV Altdorf 28:24

Zum Abschluss der Vorrunde setzte es für die Urner die dritte Saisonniederlage ab. Die Rückrunde wird jetzt auf dem dritten Tabellenplatz angetreten.

fallivankreuzli filtered-1Sonntagsspiele sind nicht das Ding der KTV-Truppe. Sie tut sich erfahrungsgemäss recht schwer damit, jeweils das volle Leistungspotenzial abrufen zu vermögen. So geschehen auch im Rahmen des Spitzenfights im Aargau. In der von knapp 400 Fans besetzten Badener Aue-Halle musste die Vorrangstellung der Gastgeber anerkannt werden. Diese verdienten sich den doppelten Punktegewinn ohne Wenn und Aber, stellten das bessere Team, wirkten in ihren Aktionen zielstrebiger und schliesslich auch athletisch überzeugender. Als Positivum darf den Urnern zugute gehalten werden, kämpferisch bis zuletzt zu beeindrucken, was aber nicht genügte, um die Endinger aus dem Sattel zu heben.

Pflöcke sind eingeschlagen

Im Rahmen der letzten Vorrundenspiele ergibt sich aufgrund der interessanten Resultate eine im Hinblick auf den weiteren Meisterschaftsverlauf höchst spannende Ausgangslage. Die weiteren Ergebnisse: Birsfelden – RTV Basel 25:33, Zofingen – Yellow Winterthur 23:29, Horgen – Baden 20:28, Kreuzlingen – Schaffhausen Espoirs 25:25, Möhlin – Steffisburg 27:24, Chênois Genf – Siggenthal 30:33. Endingen hat sich eine 2-Punkte-Reserve auf den direkten Verfolger RTV Basel erarbeitet: 20 respektive 18 Punkte. Die weiteren Klassierungen: 3. HC KTV Altdorf (17), Baden und Schaffhausen Espoirs (je 15), 6. Siggenthal und Steffisburg (je 14), 8. Yellow Winterthur (13), 9. Kreuzlingen (12), 10. Horgen (11), 11. Zofingen und Chênois Genf (je 10), 13. TV Möhlin (9). Auf dem Direktabstiegsplatz liegt, deutlich abgeschlagen, Birsfelden (4), das auch die klar schlechteste Torbilanz (311:354) vorweist, etwa im Vergleich zum HC KTV Altdorf (351:332).

Fünfzehn Hundertprozentige versiebt

Die Altdorfer erreichten in der Badener Aue-Halle nur zögerlich „Betriebstemperaturen“. Nach gut 6 Minuten führten die zielstrebig zur Sache gehenden Endinger bereits 4:0. Eine Triplette seitens Marko Koljanin, Sebastian Munzert sowie Cyril Keller brachten die Innerschweizer wieder ins Gespräch. Nach Ablauf der ersten Viertelstunde führten die Gastgeber 9:5. In der folgenden Spielphase verkauften sich die Urner ausgesprochen gut. Samuel Stadelmann und Ivan Fallegger sahen die kämpferische Leistung ihres Kollektivs mit den beiden letzten Treffern der ersten Spielhälfte belohnt – die Seiten wurden beim Stande von 14:12 zugunsten des TVE gewechselt.

Vorentscheidung fiel bald nach der Pause

Die Aargauer legten nach dem Seitenwechsel volle Pulle los. 18:13 führten sie nach der 37., 23:17 nach der 50. Minute. Damit war die Vorentscheidung natürlich gefallen. 2 Minuten vor Spielschluss lag Endingen 28:22 voraus, ehe Thomas Mohenski und Ivan Fallegger noch etwas Resultatkosmetik glückte (28:24). Mit der Defensivleistung seines Kollektivs zeigte sich KTV-Coach Dani Lussi nicht vorbehaltlos angetan: „Wir gingen oft etwas zu zögerlich ans Werk, um auch im Angriff einfach zu viele Fehler gemacht zu haben. Ich ortete rund 15 versiebte hundertprozentige Chancen und ziemlich genau gleich viele technische Fehler – eine zu hohe Quote, um einen Match siegreich gestalten zu können.“ Ein Kränzlein wand Lussi Torsteher Marcel Luthiger. „Er zeigte wiederum, wie schon gegen den RTV Basel, eine beeindruckende Leistung und liess sich eine höchst beachtliche 40-prozentige Abwehr-Erfolgsquote attestieren.“ Von den Feldspielern beeindruckten Sebastian Munzert, Ivan Fallegger, Cyril Keller sowie Samuel Stadelmann mit je 100-prozentigen Abschlusserfolgsmarken, gefolgt von Marko Koljanin (54) und Thomas Mohenski (40). Koljanin war bester Skorer seines Teams (6), dichtauf gefolgt durch Ivan Fallegger (5). Der verletzungshalber nach wie vor handicapierte Spielertrainer Mario Obad brachte es auf 3 Treffer.

Jetzt gegen Steffisburg Vollgas geben

Bereits am Mittwochabend nimmt der HC KTV Altdorf die NLB-Rückrunde mit dem Auswärtsspiel in Steffisburg in Angriff. Coach Dani Lussi gibt sich im Hinblick darauf zuversichtlich, weiss jedoch genau, dass seine Truppe nur mit einer möglichst hundertprozentigen Leistung auf die Erfolgsstrasse zurückfinden kann, zumal die Berner alles daran setzen dürften, um ihrerseits den jüngsten Punkteverlust (24:27-Niederlage in Möhlin) wegzustecken und sich in der Rangliste wieder nach vorn zu orientieren.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Sebastian Munzert (2), Christian Bär, Ivan Fallegger (5), Cyril Keller (1), Marc Fallegger, Samuel Stadelmann (3), Thomas Mohenski (2), Kevin Ledermann (1), Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach, Mario Obad (3), Marko Koljanin (6).

 

Dienstag, 09 Dezember 2014 00:00

Altdorf ist Leaderposition wieder los

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Nach dem tollen 19:17-Sieg im NLB-Spitzenkampf gegen den RTV Basel (vorgezogene Partie vom letzten Donnerstag) hatte der HC KTV Altdorf, wie gemeldet, die Führungsposition mit 17 Punkten übernommen. Doch diese Einstufung hatte nur mal gerade zwei Tage Bestand. Denn durch den Samstagabendsieg Endingens in Steffisburg (25:22) haben die Aargauer die Ranglistenführung wieder an sich gerissen.

Die Ergebnisse der weiteren Wochenendspiele: Yellow Winterthur – Horgen 23:27, Möhlin – Kreuzlingen 27:31, Schaffhausen Espoirs – Chênois Genf 35:32, Baden – Birsfelden 24:19, Siggenthal – Zofingen 28:24. Das gegenwärtige Spitzenquintett präsentiert sich jetzt wie folgt: 1. Endingen (18 Punkte), 2. Altdorf (17), 3. RTV Basel (16), 4. Steffisburg (14), 5. Baden (13), alle nach 12 (von insgesamt 26) Qualifikationsrundeneinsätzen.

Freitag, 05 Dezember 2014 00:00

Grossartige Urner zähmten hartnäckige Bebbis

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf – RTV Basel 19:17

Dank einer starken kämpferischen Leistung schickten die Altdorfer die Basler geschlagen nach Hause. Vorübergehend sogar die Tabellenspitze übernehmend.

ägypt SchirisDie Feldliarena ist seit langer Zeit klare Domäne des HC KTV Altdorf. Die Nationalliga-A-Saison ausgeklammert, verloren die Urschweizer in der NLB letztmals am 10. Februar 2011(31:32 gegen Endingen) vor eigenem Publikum. Am Donnerstagabend applaudierten nun rund 450 einheimische Fans eine erneute Par-force-Leistung ihres Teams. Der durch zwei (alles in allem gut agierende) ägyptische Schiedsrichter (sie werden im Januar auch an den Weltmeisterschaften in Katar im Einsatz stehen) geleitete Spitzenfight verlief bis weit in die zweite Halbzeit hinein hoch spannend. Durch den Sieg setzten sich die Altdorfer vorübergehend gar an die Tabellenspitze, doch könnte diese Position bereits am Freitagabend, je nach Ausgang der Partie zwischen Steffisburg und Endingen, wieder zur Makulatur werden. Der gegenwärtige Tabellenstand: 1. Altdorf 12/17, 2. Endingen 11/16, 13. RTV Basel 12/16, 4. Steffisburg 11/14. Hitchcock lässt grüssen...

Kroatisches Trommelfeuer – genialer Luthiger

AufdermaurbaselEs war am Donnerstag insbesondere erstaunlich, wie locker Spielertrainer Mario Obad seine Daumenverletzung wegzustecken verstand, umsichtig Regie führte und mit sieben Toren am meisten Treffer erzielte, knapp vor Marko Koljanin (6). Auf Position drei folgte Fabian Auf der Maur (2). Hundertprozentige Chancenauswertungen liessen sich auf Altdorfer Seite Marc Fallegger, Samuel Stadelmann und Fabian Auf der Maur attestieren, vor Mario Obad (58), Marko Koljanin (54) und Ivan Fallegger (50). Wenn der HC KTV Altdorf schliesslich siegreich vom Parkett ziehen durfte, war dies insbesondere auch das Verdienst seines entfesselt agierenden Keepers Marcel Luthiger. Mal für Mal wusste er den gegnerischen Topskorern mit genialen Paraden den Giftzahn zu ziehen (55 Prozent der auf sein Tor abgefeuerten Basler Bälle gehalten).

Nach dem 0:3 hellwach

fallamarbaselrtvNur mit gedrosselten Motoren starteten die Gastgeber in den Spitzenfight. Doch nach dem 0:3 erwachten sie. Mario Obad, Marc Fallegger, Fabian Auf der Maur sowie zweimal Marko Koljanin erzielten die KTV-Treffer zum 5:5 (18. Minute). Auffällig war bereits zu dieser Zeit, wie entschlossen, effizient und erfolgreich die Abwehrspieler in beiden Lagern zur Sache gingen, was schliesslich auch die geringe Torausbeute während der 60 Minuten dokumentierte.

Nach dem 8:8 setzte Samuel Stadelmann den Ball zum 9:8 (Pausenresultat) in die Maschen der Basler. Diese waren damit durchaus gut bedient, da zwei klare Fouls gegen Fabian Auf der Maur und Thomas Mohenski aus unerfindlichen Gründen keine Zeitstrafen nach sich gezogen hatten. „So macht Handball Spass“, blickte Torhüter Marcel Luthiger nach dem Pausenpfiff auf die erste halbe Stunde zurück. „Eine derart tolle Verteidigungsleistung habe ich noch selten erlebt.“ Dies fand auch KTV-Coach Dani Lussi, der seine Truppe im Hinblick auf den zweiten Spielabschnitt ermunterte, noch mehr Druck auf die Basler „Festung“ zu entwickeln.

koljanrtvbasThomas Mohenski als Winkelried

Der HC KTV Altdorf legte nach Wiederaufnahme der Partie prompt ein „Brikett“ nach, allerdings ohne gegen die immer wieder blitzschnell vorgetragenen Attacken der Bebbis ein definitives Rezept zu finden. Immerhin drei Längen Vorsprung betrug die Reserve der Platzherren in der 52. Minute (17:14). Danach profilierte sich Thomas Mohenski in einem jedem Ringerkampf Ehre verschaffenden Bodenfight gegen zwei Basler. Er dürfte sich dabei wohl des legendären Freiheitshelden Arnold Winkelried erinnert haben, entwand das Streitobjekt den ins Techtelmechtel involvierten RTV-Akteuren mit einem genialen Schlungg und spedierte das Leder zu Spielertrainer Mario Obad. Dieser sprintete solo Richtung RTV-Tor, liess sich nicht zweimal bitten und setzte den Ball zum 18:14 in den Basler Kasten. Die Gastgeber liessen sich während der restlichen Spielzeit die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, auch wenn der Vorsprung zwischenzeitlich auf zwei Längen zusammengeschrumpft war. Nach einem durch Dani Lussi angeforderten Team-Out - 50 Sekunden vor Spielschluss - schaukelten die Platzherren den verdienten Vorsprung definitiv (und problemlos) über die restliche Zeit.

ovationbasobadIn der Retrospektive attestierte KTV-Coach Dani Lussi seinen Leuten insbesondere eine sehenswerte, ja sogar sensationelle Defensivleistung: „Keine Selbstverständlichkeit gegen einen derart hochkarätigen Widersacher. Unser Spielkonzept ging bis zuletzt auf, auch wenn weiterhin etwas zu viele Ballverluste produziert worden sind.“ Und: „Une des meilleures équipes, sur le plan individuel, de ce championnat“, zollte der Französisch sprechende Torschützen-Gesamtzweite des NLB-Skorerklassements, Marko Koljanin, den Baslern viel Anerkennung.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Sebastian Munzert (1), Christian Bär, Ivan Fallegger (1), Marc Fallegger (1), Samuel Stadelmann (1), Thomas Mohenski, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (2), Tizian Dossenbach, Mario Obad (7), Marko Koljanin (6), Marc Häusler.

 

Samstag, 29 November 2014 00:00

Bomber Koljanin schoss Aargauer ab

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Nationalliga B: STV Baden – HC KTV Altdorf 25:26

Der Kroate markierte 14 Treffer - durchschnittlich im 4,3-Minuten-Takt also. Leader Endingen strauchelte erneut: Zusammenschluss an der Spitze.

koljanyell filtered500 Zuschauer verfolgten den Samstagabend-Fight in der Badener Aue-Halle. Er gestaltete sich zu einem eigentlichen Krimi. 14-mal traf Marko Koljanin ins Volle, das letzte Mal zum siegbringenden 26:25 - 53 Sekunden vor Spielschluss. Tausendsassa Marcel Luthiger im KTV-Kasten zauberte anschliessend mit einer Traumparade, den angestrebten Ausgleich der Aargauer damit in extremis zum Wunschdenken verkommen lassend.

Basler entschieden Spitzenkampf zu ihren Gunsten

Eine weitere NLB-Begegnung führte Leader Endingen, der vorgängig bereits gegen Baden verloren hatte, mit dem direkten Verfolger RTV-Basel zusammen. Das Team vom Rheinknie gewann das Duell mit 25:24, nachdem es zur Pause noch mit 11:14 im Hintertreffen lag. Da Yellow Winterthur auswärts Tabellenschlusslicht Birsfelden mit 30:25 geschlagen und Steffisburg gegen Kreuzlingen knapp gewonnen hatte (24:23), präsentiert sich die Zwischenrangliste an der Spitze nun wie folgt: 1. Endingen 16 Punkte (+42), 2. RTV Basel 16 (+28), 3. Altdorf 15, 4. Steffisburg 14, 5. Yellow Winterthur und Baden je 11.

Nur „Teilzeitjob“ für Spielertrainer Obad

Der durch eine fatale Daumenverletzung arg handicapierte KTV-Spielertrainer Mario Obad kam verständlicherweise nur im Spielaufbau zum Einsatz. Dafür mixte nach längerer verletzungsbedingter Pause wieder Thomas Mohenski mit (der seine Sache gut machte). Im Kollektiv der Urner war Marko Koljanin für Schlagzeilen besorgt. Ungeachtet der aggressiv angelegten gegnerischen Deckung (3:3) traf er siebenmal ins Ziel, um ausserdem auch gleich viele Penaltybälle im Badener Tor zu verstecken – ein Leistungsausweis sondergleichen (73-prozentige Erfolgsquote). Gleich auf 100 Prozente kam Sebastian Munzert. Ihn vermochten die Hausherren nicht in den Griff zu bekommen (5 Schüsse, ebenso viele Treffer). Auf je 100 Prozent (1/1) kamen ausserdem Marc Fallegger (er hatte das 1:0 schon kurz nach dem Anpfiff erzielt) und Kevin Ledermann (1/1). Ivan Fallegger liess sich 60 Prozente (3/5), Fabian Auf der Maur deren 40 (2/5) notieren. Ausgezeichnet fiel schliesslich die Leistungsbilanz Torsteher Marcel Luthigers (30 Prozent) aus. - Besonderheit der Partie: Sie wurde durch zwei tunesische Schiedsrichter (gut) geleitet. Am Donnerstag werden werden im Rahmen eines Pilotprojektes gegen den RTV Basel zwei ägyptische Refs im Einsatz zu sehen sein.

Der finale Nervenkitzel

Die Partie zwischen dem STV Baden und HC KTV Altdorf verlief weitgehend ausgeglichen. Die Urner führten während des ersten Spielabschnittes dreimal mit zwei Längen Vorsprung (4:2, 5:3, 12:10), mussten die Platzherren aber immer wieder herankommen lassen (Pause: 13:13). Auch während des zweiten Abschnittes vermochte sich kein Team speziell abzusetzen.

Die letzten 8 Minuten der Begegnung hatten es dann bezüglich Hochspannung besonders in sich, nachdem Sebastian Munzert das 22:19 markiert hatte. Gut 4 Minuten vor dem Abpfiff hatte der STV Baden den Gleichstand realisiert (23:23). Marko Koljanin traf in der Folge zweimal (25:25). Zwei Zeitstrafen, knapp hintereinander gegen Altdorf/Fabian Auf der Maur sowie Baden/Thomas Stalder verhängt, verursachten in ihren Teams etwelche Beunruhigung.70 Sekunden vor Spielschluss orderte KTV-Coach Dani Lussi ein Timeout. Eine Viertelminute später (59.07) buchte Marko Koljanin das 26:25. Danach tat sich nichts mehr – zumal Marcel Luthiger mit einer Glanzabwehr (wie eingangs erwähnt) einen gegnerischen Flügellauf genial entschärfte.

„Ein nicht gestohlener Sieg – die Früchte eines engagierten, unermüdlichen Einsatzes unserer Truppe. Sie wirkte insbesondere defensiv stark und sicher. Offensiv wurde besser als acht Tage zuvor gegen Yellow Winterthur agiert. Nun möchten wir natürlich am Donnerstagabend im Spitzenspiel gegen den RTV Basel den eingeschlagenen Kurs weiterverfolgen“, erklärte der zur Recht zufriedene KTV-Coach Dani Lussi.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Joy Gisler, Sebastian Munzert (5), Ivan Fallegger (3), Marc Fallegger (1), Samuel Stadelmann, Thomas Mohenski, Kevin Ledermann (1), Fabian Auf der Maur (2), Tizian Dossenbach, Mario Obad, Marko Koljanin (14).

Sonntag, 23 November 2014 00:00

Sieg in den Schlussminuten vergeigt

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf – Yellow Winterthur 24:24

Vier Minuten vor Schluss führten die Urner mit zwei Längen Vorsprung. Doch ein Wechselfehler, sanktioniert durch eine Zeitstrafe, führten zum finalen Remis.

obadfinger filteredRund 400 Kiebitze erwiesen dem Samstagabend-Heimspiel mit ihrem Erscheinen die Reverenz. Sie hatten ihr Kommen nicht zu bereuen. Hochspannung pur prägte die Begegnung bis zuletzt. Die Platzherren hatten sich schliesslich selber an der Nase zu nehmen: Sie liessen sich nach turbulenter Schlussphase einen bereits sichergeglaubten Zähler abzwacken.

Happige Überraschungen

Die zehnte NLB-Runde hatte es überhaupt in sich: Schaffhausens Espoirs tauchten gegen Horgen (21:22), Leader Endingen verlor gegen Baden (21:25). Die weiteren Resultate: Zofingen – Möhlin 32:30, Kreuzlingen – Chênois Genf 31:31, Steffisburg – RTV Basel 27:32, Siggenthal – Birsfelden 24:21.

Im Zwischenklassement büsste Endingen (16 Punkte) seine bislang erkleckliche Reserve auf die engsten Verfolger etwas ein. Auf Platz 2 stiess der RTV Basel vor (14). Der HC KTV Altdorf liegt weiterhin auf Position 3 (13), vor Steffisburg (12), Baden (11), und Zofingen (10). Am Tabellenende dümpelt Birsfelden herum (4) und liegt klar hinter Möhlin (7).

Spielertrainer mit Daumenblessur

Zum Spiel des HC KTV Altdorf bleibt vorweg anzumerken, dass Spielertrainer Mario Obad trotz einer Daumenverletzung, die er sich acht Tage zuvor nach einer rüden gegnerischen Attacke im Spiel gegen Siggenthal zugezogen hatte, mit von der Partie war. Allerdings mit einem eingeschienten Finger, was ihn begreiflicherweise erheblich handicapierte. Topskorer Marko Koljanin sah sich während längerer Zeit mit einer unbequemen engen Manndeckung konfrontiert. Dies hinderte ihn allerdings nicht daran, hinter dem entfesselten Samuel Stadelmann (8 Treffer) als zweitbester Altdorfer Schütze in Erscheinung zu treten. Auf genau gleich viele Tore wie Stadelmann brachte es auf Seite der Winterthurer deren Schütze vom Dienst, Raphael Liniger. Der athletisch nicht besonders auffällige Gästestürmer konnte von der Altdorfer Deckung nicht wunschgemäss an die Leine gelegt werden. Er wurde seinem Ruf als Spitzenhandballer (vormaliger NLA-Akteur) in jeder koljaninmarkyell filteredBeziehung gerecht.

Aus dem Ruder gelaufenes Finale

Seitens des HC KTV Altdorf verkorksten dessen Akteure die Schlussphase. Beim Stande von 22:20 handelte sich das Team - 4 Minuten vor dem Abpfiff - im Anschluss an den eingangs erwähnten fatalen Wechselfehler eine Zeitstrafe ein. Die Yellows liessen sich nicht zweimal bitten: Gleichstand innerhalb von 60 Sekunden. 132 Sekunden vor Spielschluss markierte Ivan Fallegger das 23:22. Bruder Marc liess dem 23:23 eine knappe Minute vor dem Abpfiff das 24:23 folgen. Schlitzohr Raphael Liniger bewerkstelligte schliesslich den erneuten Ausgleich, damit den Urnern die bereits sicher geglaubte Siegesfeier vergällend. Ein letztes Timeout der KTV-Truppe verpuffte ergebnislos.

Was zuvor passierte

stadelmyelWinterthur schloss schon seinen ersten Angriff erfolgreich ab. Marko Koljanin besorgte den Gleichstand. Dem 1:3 setzten Marko Koljanin, Mario Obad sowie Fabian Auf der Maur die erstmalige Führung der Platzherren (4:3) entgegen. Zwischen der 22. (8:8) und 30. Minute schossen Samuel Stadelmann (an diesem Abend beste KTV-Erfolgsquote - 88 Prozent ausweisend), Fabian Auf der Maur, Ivan Fallegger und Marko Koljanin (Penalty, zusammenfallend mit dem Halbzeit-Sirenensignal) ihr Team mit 12:9 in Front.

Nach Wiederaufnahme der Partie ersetzte Yellow seinen Hüter durch den 2.02 Meter grossen Patrik Murbach (Zuzug von Chênois Genf). Dadurch offensichtlich verunsichert, stotterte die Angriffsmaschinerie des KTV-Kollektivs vorübergehend unverkennbar (36. Minute: 14:14). Traumparaden seitens Nicolas Stocker - er hatte zu diesem Zeitpunkt den Posten Marcel Luthigers übernommen - verliehen seinen Vorderleuten etwelchen Schub (47. Minute: 19:16). Beim Stande von 19:17 patzerte Ivan Fallegger mit einem Penalty, doch Stadelmann realisierte postwendend das 20:17. Yellow machte später erneut Terrain gut, worauf die turbulente Schlussphase folgte.

 

Kommentar, Topskorer, Perspektiven

KTV-Coach Dani Lussi zeigte sich abschliessend mit der Defensivarbeit seiner Equipe angetan. „Es wurde gute Arbeit geleistet, aber bezüglich Chancenauswertung gesündigt. Wer gleich 14 hundertprozentige Möglichkeiten auslässt, wird meistens brutal bestraft – so geschehen im Fight gegen Winterthur. Wäre mir im Vorfeld der Partie – in Anbetracht der Verletzung Mario Obads und des noch immer nicht einsatzbereiten Thomas Mohenski – ein Zähler zugestanden worden, hätte ich sofort zugestimmt. In der Retrospektive müssen wir jedoch ganz klar von einem verschenkten Punkt sprechen.“

Im NLB-Topskorerklassement führt jetzt der Genfer Steven Larsson (92 Treffer), vor Marko Koljanin und Raphael Liniger (je 75).

Am kommenden Samstag tritt der HC KTV Altdorf beim STV Baden an, der Endingen am Wochenende überraschenderweise das Nachsehen gab. Mit einem ungemütlichen Einsatz werden die Urner also wohl klar zu rechnen haben...

Ein Lichtblick: Der während längerer Zeit verletzungshalber ausgefallene Thomas Mohenski sollte gegen Baden wieder einsatzbereit sein. Er hat das Training wieder aufgenommen. ar.

 

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker, Jan Dittli; Joy Gisler, Sebastian Munzert 1), Ivan Fallegger (2), Cyril Keller, Marc Fallegger (1), Samuel Stadelmann (8), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (4), Tizian Dossenbach, Mario Obad (2), Marko Koljanin (6).

 

Montag, 17 November 2014 00:00

Koljanins fatale Fieberschübe

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Nationalliga B: Siggenthal – Altdorf 30:27

Der KTV-Trupp handelte sich gegen die Tabellenvorletzten die zweite Saisonniederlage ein. Urner deutlich schwächer als acht Tage zuvor gegen die Schaffhauser Espoirs.

munzistä filteredAusgerechnet in jener Halle, wo der HC KTV Altdorf jenen legendären Sieg gegen die Hausherren aus dem Feuer riss, der ihnen anderthalb Jahre zuvor den Aufstieg in die Nationalliga A beschert hatte, folgte am Sonntagnachmittag nun ein veritabler Tiefschlag. Die Gründe, welche dazu führten, waren gegen die starken Aargauer, die wenige Tage zuvor gegen Leader Endingen nur mit zwei Längen Unterschied verloren hatten, vielfältig. Zum einen fand die Urner Abwehr nicht zur gewohnten Leistung. Sie liess sich immer wieder verschaukeln, um schliesslich gleich zweieinhalb Dutzend Minustreffer zu kassieren. Da nützte auch eine vorübergehende Doppelmanndeckung gegen Stefan Egloff (8 Treffer) und Marius Moser (4) nur wenig. Hinzu kamen die viel zu hohe Quote begangener technischer Fehler und die damit verbundenen Ballverluste – gleich fünfzehn an der Zahl. Negativ in die Waagschale fiel schliesslich der seit Donnerstag immer wieder durch Grippe-Fieberschübe gebeutelte KTV-Topskorer Marko Koljanin. Er mixte in Siggenthal zwar mit, vermochte aber begreiflicherweise nicht das von ihm gewohnte Rendement abzuliefern.

Jetzt ein Verfolgertrio

Die weiteren sechs NLB-Wochenendpartien zeitigten folgende Ergebnisse: Birsfelden – Schaffhauser Espoirs 22:28, Zofingen – Kreuzlingen 35:28, Horgen – Möhlin 26:29, Yellow Winterthur – Endingen 26:33, Baden – RTV Basel 23:22, Chênois Genf – Steffisburg 33:36. An der Tabellenspitze hat sich Endingen nun mit 4 Zählern Vorsprung (16 Punkte) abgesetzt. Auf den Fersen folgt in der Vierzehnergruppe das Trio Altdorf, Basel und Steffisburg (je 12 Punkte), vor Baden (9), den Schaffhauser Espoirs (8, eine Partie weniger ausgetragen), Yellow Winterthur, Zofingen und Aufsteiger Kreuzlingen (ebenfalls je 8).

In Siggenthal erwiesen sich Samuel Stadelmann und Sebastian Munzert als klar effizienteste Altdorfer Stürmer – sie beeindruckten mit je hundertprozentigen Torschuss-Erfolgsquoten; Stadelmann traf sechsmal, Munzert fünfmal ins Volle. Auf hundert Prozent kam auch Marc Fallegger (1 Tor), auf 66 Prozent Ivan Fallegger sowie Fabian Auf der Maur (je 4 Treffer). Die KTV-Torsteher Nicolas Stocker und Jan Dittli liessen sich je eine 25-prozentige Abwehr-Erfolgsquote notieren. Auf der Gegenseite parierten Ex-Nationaltorwart Claudio Boccarelli 32, der vormalige KTV-Keeper Peter Szilagyi junior 30 Prozent Bälle.

In 40. Minute erste Altdorfer Führung

Zum Spiel: Gegen Siggenthal gerieten die Innerschweizer rasch ins Hintertreffen (6:8 nach 15 Minuten). Zur Pause hatten die Gastgeber die Nase mit drei Längen Vorsprung im Wind (17:14). In der Folge glückte dem KTV-Trupp in einer starken Phase der Gleichstand (19:19, 36. Minute), später gar die erstmalige Führung (21:20) durch Spielertrainer Mario Obad. Sieben Minuten vor dem letzten Sirenenton hatte Siggenthal - vor 500 Zuschauern notabene - wieder einen Vorsprung herausgewirtschaftet (25:22). Diese Reserve gaben die Platzherren nicht mehr preis. Die letzte Chance auf einen Punktegewinn verscherzten die Altdorfer in den letzten zwei Spielminuten (Überzahlspiel), doch sah sich wenig später auch Mario Obad auf das Sünderbänklein komplimentiert - an ein Aufholen in extremis war somit natürlich nicht mehr zu denken.

Coach Dani Lussi in seiner Retrospekitve: „Wir kassierten an diesem Spieltag ganz einfach zu viele so genannt einfache Tore. Die Leistung war mit jener, die wir acht Tage zuvor gegen die Schaffhauser Espoirs abgeliefert hatten, nicht vergleichbar. Nun heisst es ganz einfach, am kommenden Wochenende gegen Yellow Winterthur möglichst wieder auf den Erfolgspfad zurückzufinden. Dies kann indessen nur mit einer Topleistung, insbesondere im Abwehrsektor, aber auch durch eine deutliche Minimierung der technischen Eigenfehler, gelingen. Die Mannschaft mit Topskorer Raffael Liniger (vormals Pfadi Winterthur und Otmar St. Gallen, NLA, Bruder von Manuel Liniger: nach vier Bundesligajahren jetzt bei den Schaffhauser Kadetten, NLA) wird uns mit Bestimmtheit keine Geschenke machen.“

Altdorf spielte mit: Nicolas Stocker, Jan Dittli, Marcel Luthiger; Joy Gisler, Sebastian Munzert (5), Ivan Fallegger (4), Cyril Keller, Marc Fallegger (1), Samuel Stadelmann (6), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (4), Tizian Dossenbach, Mario Obad (3), Marko Koljanin (4).

Sonntag, 09 November 2014 00:00

Koljanin-Treffer werden zur "Dutzendware"...

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf – Kadetten Espoirs Schaffhausen 29:25

Genialer Endspurt der Urner. Marko Koljanin brillierte mit zwölf Einschüssen. Urner weiterhin an der Tabellenspitze.

fallmarcschafDie Nordschweizer sind unberechenbare Widersacher. Dies zeigte sich auch am Samstagabend vor rund 400 Zuschauern in der Feldliarena. Das durch den Schweizer U19/U21-Nationaltrainer Michael Suter betreute Kollektiv leistete der Truppe von KTV-Spielertrainer Mario Obad und Coach Dani Lussi praktisch während der vollen 60 Minuten energischen Widerstand, pirschte sich immer wieder an die Gastgeber heran und liess sich erst in den Schlussminuten definitiv auf die Verliererstrasse drängen. Die Innerschweizer lieferten eine alles in allem starke Leistung ab. Und wurde es einmal brenzlig, standen die in hellen Scharen aufmarschierten einheimischen Kiebitze wie eine Mauer hinter ihrem Team, dieses immer wieder zu speziellen Efforts aufpeitschend. Der Sieg ist für die Altdorfer diskussionslos verdient und lässt sie weiterhin von der Tabellenspitze grüssen. Endingen, das erst am Sonntagnachmittag gegen Siggenthal spielte und den Einsatz nur überraschend knapp (20:18) gewann, grüsst weiterhin als Leader, mit 14 Punkten nach acht Einsätzen, vor Altdorf und dem RTV Basel (je 12) und Steffisburg (10).

aufdermaurshIIDie weiteren Wochenendpartien: Steffisburg – Baden 31:31, Kreuzlingen – Horgen 29:29, RTV Basel – Yellow Winterthur 30:25, Möhlin – Birsfelden 30:23, Chênois Genf - Zofingen 28:39.

Ein Tor, das wohl keines war

Gesprächsstoff lieferte anlässlich der ersten Halbzeit insbesondere eine Aktion, die unmittelbar mit dem Pausensirenenton zusammenfiel. Der Ball kullerte über die Torlinie Marcel Luthigers, als das Signal bereits eingesetzt hatte, hätte also eigentlich gar nicht validiert werden dürfen. Doch die insgesamt souverän arbitrierenden Spielleiter Andreas Capoccia/Markus Neumann sahen dies anders. Sie erklärten den Treffer trotz energischer Opposition seitens der Platzherren als gültig. Der Vorsprung der Urner schmolz damit auf vier Längen (17:13) zusammen. Gleichzeitig sah sich Marko Koljanin für zwei Minuten auf das Sünderbänklein komplimentiert. Koljanin war übrigens nach dem Schlusspfiff der meistgefeierte Akteur auf der Seite der Einheimischen: Er erzielte während der Partie nicht weniger als ein volles Dutzend Tore. Zum Verlauf der ersten Halbzeit einige Details: Die Schaffhauser zogen zweimal in Front (2:3, 3:4). Doch die Platzherren glichen jeweils postwendend aus. 12:12 lautete das Skore nach 22 Minuten. Später bauten Ivan Fallegger, Marko Koljanin/2, Mario Obad und Kevin Ledermann nach eindrücklichem Pressing und wirbligen Angriffsaktionen der Gastgeber das Zwischenresultat gleich auf fünf Längen ausbauten. Danach kam es zur bereits geschilderten umstrittenen Szene.

Aufsässige Gäste

koljaninschafff filteredVerschiedenen mirakulösen Paraden Marcel Luthigers war es zu verdanken, dass die Espoirs nach dem Seitenwechsel nicht näher als auf eine Länge herankamen (19:18 nach 40 Minuten). Mehrmals Marko Koljanin sowie Marc Fallegger liessen bis kurz vor der 50. Minute das 23:20 Tatsache werden, nachdem Sebastian Munzert gleich dreimal seine Bewacher ausgetrickst hatte, allein vor dem gegnerischen Tor aufgetaucht war, das Streitobjekt aber nicht am exzellent wehrenden Schaffhauser Schlussmann vorbei brachte. Der Mist war damit also noch nicht geführt. Unter dem Zepter des quirligen Sharr Ramadani (insgesamt in dieser Partie acht Tore markierend) brachten sich die Besucher erneut ins Gespräch (25:24, fünfeinhalb Minuten Restspielzeit, 27:25 dreissig Sekunden vor dem Abpfiff). Die Gäste, welche in der Schlussphase anstelle ihres Torstehers einen zusätzlichen Feldspieler auf die Platte beordert hatten, reüssierten mit diesem Schachzug nicht. Vielmehr waren Mario Obad und Samuel Stadelmann im Verlauf der letzten 25 Sekunden noch für zwei Treffer zum finalen 29:25-Sieg ihrer Crew besorgt.

Zahlen und Meinungen

Ein Blick auf die Erfolgsliste des HC KTV Altdorf zeigte je 100-prozentige Wurferfolgsquoten für Marc Fallegger, Samuel Stadelmann und Kevin Ledermann, 75 Prozent für Marko Koljanin, je 60 Prozent für Ivan Fallegger sowie Fabian Auf der Maur. Marcel Luthiger, fast während der gesamten Spielzeit im Einsatz stehend, liess sich eine sehr gute 36-prozentige Abwehr-Erfolgsquote attestieren.

Altdorfs Rekordskorer Marko Koljanin: „Es war echt schwierig, die Schaffhauser an die Leine zu legen. Sie stellten eine über die gesamte Spielzeit kämpferisch eingeschworene Formation. Was mich auf unserer Seite beeindruckte, war der grosse Ehrgeiz, mit der alle unserer Leute zur Sache gingen und ganz einfach einen tollen Teamgeist erkennen liessen. Auf diesem Weg heisst es nun fortzufahren.“

KTV-Coach Dani Lussi: „Ich sah unsererseits ein sehr gutes Spiel, die noch immer nicht optimale Chancenauswertung ausgeklammert. Unsere Deckung hielt dem mehrheitlich grossen gegnerischen Druck engagiert und konzentriert entgegen. In einigen kritischen Phasen bewies die Mannschaft viel Moral – Kompliment.“ ar.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (2), Dave Zürcher, Christian Bär, Ivan Fallegger (3), Cyril Keller (1), Marc Fallegger (2), Samuel Stadelmann (1), Kevin Ledermann (1), Fabian Auf der Maur (3), Tizian Dossenbach, Mario Obad, Marko Koljanin (12).

 

Sonntag, 19 Oktober 2014 00:00

Finalissima mit ungleichen Spiessen

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Möhlin – Altdorf 28:28

Im Aargauer Hexenkessel sahen sich die Innerschweizer letztlich echt verschaukelt. Aber noch immer 2. Tabellenplatz - jetzt 2 Zähler hinter Endingen.

obadkreuz filteredEs ist eher müssig, sich über eine diskutable Spielleitung zu beklagen. Doch was zu sagen ist, bleibe der Vollständigkeit halber nicht unerwähnt. Was die Unparteiischen vorweg in der heissen Schlussphase nämlich pfiffen, war des Guten (lies: Schlechten) einfach zu viel. Da konnten die vom Publikum (rund 500 Personen!) aufgeheizten gegnerischen Akteure den Altdorfern gleich mehrmals mit (brandgefährlichen) Attacken Richtung Gesicht den Mumm abkaufen, ohne dass interveniert worden wäre. Ganz anders auf der gegenüberliegenden Seite. Dort wurden offenkundige Kleinigkeiten geahndet. In Zahlen: Während der 125 Schlusssekunden (Spielprotokoll!) sahen die Urner insgesamt dreimal Zeitstrafen gegen sie verhängt (Möhlin: nur eine Sanktion). Und genau in dieser heiklen Phase, beim Stande von (noch) 27:25 für den KTV, liessen die doppelt unterzähligen Gäste prompt den erwähnten Zähler liegen – es hätten aufgrund der Fakten gar gut und gerne durchaus deren zwei sein können…

Fakt ist, dass der KTV-Trupp nun im Zwischenklassement um zwei Längen hinter Leader Endingen (12) liegt und knapp vor dem punktgleichen RTV Basel (ebenfalls 10 Punkte, aber mit einer Einheit schlechterer Tordifferenz), vor der aktuellen Nummer vier: Steffisburg (9), angesiedelt ist. - Die weiteren Samstagergebnisse: Horgen – Genf 31:35, Winterthur – Baden 32:21, Siggenthal – RTV Basel 21:27, Zofingen – Steffisburg 26:26, Schaffhausen II – Endingen 26:28.

Topleistung in erster Halbzeit

Der HC KTV Altdorf - ohne die verletzten Thomas Mohenski und Marc Fallegger angetreten - startete ebenso konzentriert wie fulminant. Im Anschluss an das 4:4 und eine später folgende 2-Tore-Führung lagen die Urner nach 20 Minuten mit 11:7 in Front, führten nach 25 Minuten 14:8 und zur Pause weiterhin mit sechs Längen Differenz (16:10). Die KTV-Deckung hatte sich mehrheitlich höchst effizient gezeigt. Es gelang ihr vorweg, den brandgefährlichen Marcus Hock (an diesem Abend elf Tore insgesamt erzielend) recht gut zu kontrollieren. Der Gotthard-Express war somit gut auf Kurs, der Sieg schien zumindest bestens aufgegleist.

Doppelmanndeckung verunsicherte

Möhlin begann den zweiten Abschnitt mit einer auf Mario Obad und Marko Koljanin angelegten Doppelmanndeckung. Die Gastgeber profitierten von der dadurch angezettelten Verunsicherung der Urner. Letztere sahen ihre Reserve bis zur 40. Minute auf zwei Einheiten zusammenschrumpfen (18:16). Dem 24:20 (50. Minute) setzte Möhlin einen sehenswerten Sturmlauf entgegen, der zu guter Letzt mit dem (schmeichelhaften) Gewinn eines Zählers belohnt wurde. Die Altdorfer waren in doppelter Unterzahl trotz des 28:27 (Marko Koljanin, 53 Sekunden vor dem letzten Signalton erzielt) ganz einfach nicht in der Lage, in der für sie buchstäblich steinigen „Steinli“-Halle den Vorsprung über die Zeit zu retten. „Wir büssten unsere klare Halbzeitführung im Verlaufe der zweiten halben Stunde ein. Es gelang uns während längerer Zeit fatalerweise nur mehr schlecht als recht, das gegnerische Spielkonzept in den Griff zu bekommen. Höchst unglückliche Entscheidungen der Spielleitung spielten den Gastgebern unverkennbar in die Hand.“

Als beste Skorer in den Reihen des HC KTV Altdorf profilierten sich Sebastian Munzert, Mario Obad sowie Marko Koljanin (je 7 Treffer). Hinter Samuel Stadelmann (100-prozentige Abschluss-Erfolgsquote) wies das Toptrio eine solche zwischen 87 und 77 Prozent aus, gefolgt durch Fabian Auf der Maur (66). Torsteher Marcel Luthiger stand mit einer guten 32-prozentigen Abwehrquote zu Buche.

Altdorf spielte in Möhlin mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (7), Dave Zürcher (2), Christian Bär, Ivan Fallegger (1), Cyril Keller, Samuel Staddelmann (2), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (2), Tizian Dossenbach, Mario Obad (7), Marko Koljanin (7), Marc Häusler.

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