Spielberichte Herren 1

Spielberichte Herren 1 (131)

Montag, 14 März 2016 00:00

Keine berauschende Vorstellung – unnötige Schlappe

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HC KTV Altdorf – STV Baden 24:28

Krankheitsbedingter Ausfall von Topskorer Marko Koljanin hatte fatale Folgen. Dem umgestellten Team gelang recht wenig – über 20 Topchancen wurden zudem versiebt.

IMG 5961Die Urner hatten sich vorgenommen, die Auswärtsniederlage gegen die Gäste vergessen zu machen respektive für Revanche zu sorgen. Doch alles kam ganz anders. Vor gut 300 Zuschauern stellte sich das Team in der Feldliarena phasenweise höchst kompliziert oder zumindest ideenlos an. Mit entsprechenden Folgen: Die Aargauer nutzten die Gunst der Stunde, verpassten den Gastgebern einen eigentlichen Denkzettel und liessen die Innerschweizer in der Tabelle auf 19 Punkten sitzen. Und die bevorstehende Auswärtspartie gegen Leader Suhr/Aarau vom kommenden Sonntag lässt vermuten, dass der KTV-Trupp sein Punktekonto vor Ostern nicht wird zu äufnen vermögen. Also heisst es gegen Steffisburg, Endingen, Pilatus/Luzern, Wädenswil sowie Möhlin zumindest noch jenen Zähler einzubunkern, der die Altdorfer auch arithmetisch gesehen aus dem «Relegationsschneider» (bezogen auf die zwei letztklassierten Mannschaften, falls diese alle ihre ausstehenden Partien siegreich gestalten sollten) führt…

Nach den Wochenendpartien Kadetten-Espoirs/Schaffhausen – Endingen 33:31, Pilatus/Luzern – Steffisburg 30:26, Birsfelden – Yellow-Pfadi/Winterthur 20:25, Siggenthal – Suhr/Aarau 23:33, Wädenswil – Zofingen 34:28, Möhlin – Horgen 32:27 präsentiert sich die aktuelle NLB-Hauptrunden-Rangliste wie folgt: 1. Suhr/Aarau (38 Punkte), 2. Endingen (37), 3. Kadetten-Espoirs/Schaffhausen (29), 4. Möhlin (27), 5. Steffisburg (21), 6. Siggenthal (21), 7. Horgen (20), 8. Altdorf (19), 9. Baden (17), 10. Birsfelden (17), 11. Yellow-Pfadi/Winterthur (16), 12. Wädenswil (13), 13. Pilatus/Luzern (9), 14. Zofingen (8). – Altdorf und Steffisburg haben eine Partie weniger als die Konkurrenz bestritten.

Nach Vier-Tore-Führung leistungsmässig abgebaut

Drollinger BasdenIm Anschluss an eine Gedenkminute für das verstorbene Ehrenmitglied Osi Arnold war es sehenswerten Aktionen von Torsteher Jan Dittli zu verdanken, dass die Altdorfer nicht gross ins Hintertreffen gerieten. Marius Kasmauskas (dreimal), Spielertrainer Mario Obad (zweimal) und Tizian Dossenbach waren prompt für eine 6:2-Führung des KTV besorgt. Der Fight schien damit in die vorgesehenen Bahnen gelenkt. In der Folge profitierten die Badener indessen immer wieder von der alles andere als sattelfest wirkenden Abwehr der Platzherren, die den Besuchern Mal für Mal gute bis beste Chancen eröffnete, um erfolgreich abschliessen zu können. So kam es nicht von ungefähr, dass die Aargauer auszugleichen und gar in Führung zu ziehen vermochten (8:9, 25. Minute, 10:12 zur Pause).

Immerhin zweimal den Ausgleich geschafft

arnold david baden filteredDie Gardinenpredigt von Headcoach Dani Lussi und Spielertrainer Mario Obad, sich ihrer Qualitäten zu besinnen, vermochte die Altdorfer fatalerweise nicht sonderlich wachzurütteln. Auch nach erfolgtem Seitenwechsel überzeugten sie nur phasenweise. Immerhin gelang es, bis zur 45. Minute mit den Besuchern gleichzuziehen (18:18). Nach einer doppelten, zumindest einmal sehr fragwürdig verhängten Zeitstrafe (gegen Tizian Dossenbach und Yannick Drollinger ausgesprochen), war es für die druckvoll agierenden Gäste ein Leichtes, sich wieder Luft zu verschaffen. Gute Phasen im Altdorfer Kollektiv liessen nach dem 20:24 nochmals Hoffnung keimen. Knapp 4 Minuten vor Spielschluss hatten Ivan Fallegger (zweimal), Marius Kasmauskas und Dave Zürcher den Gleichstand bewerkstelligt (24:24). Doch die Altdorfer, weiterhin mit technischen Unzulänglichkeiten, unverwerteten Chancen und herzlich wenig Selbstvertrauen agierend, sahen im Rahmen der restlichen Spielzeit die Felle definitiv davonschwimmen. «Wer derart zahlreiche Möglichkeiten versiebt und Ballverluste produziert, kann einen Match ganz einfach nicht siegreich gestalten», resümierte der von der Leistung seiner Truppe, die insbesondere gegen Florian Legoll (9 Tore) und STV-Spielertrainer Björn Navarin (6) oft unbeholfen zur Sache ging, sichtlich enttäuschte KTV-Headcoach Dani Lussi.

Bester Skorer seines Teams war an diesem Abend Spielertrainer Mario Obad (8 Treffer), vor dem stark auftrumpfenden Marius Kasmauskas (7) und Yannick Drollinger (3), der auch die beste Chancenauswertung (75 Prozent) auswies. Jan Dittli parierte im Tor 39 Prozent der auf sein Gehäuse abgefeuerten Bälle, Nicolas Stocker 13 Prozent.

Altdorf spielte mit: Jan Dittli, Nicolas Stocker (ohne den angeschlagenen Marcel Luthiger); Marc Vollenweider, Elias Arnold, Marius Kasmauskas (7), Dave Zürcher (2), Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger, Joy Gisler, Flavio Fallegger, Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach (1), Yannick Drollinger (3), Mario Obad (8).

 

Montag, 07 März 2016 00:00

Die Hypotheken wogen zu schwer…

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Yellow/Pfadi Winterthur – HC KTV Altdorf 31:27

Nach 36 Minuten führten die Urner 19:16. Danach setzte ein Leistungseinbruch dem Höhenflug der Innerschweizer das abrupte Ende.

SürliWenn abends – wie im Hobbysport normalerweise – nach einem gestrengen beruflichen Arbeitstag, vor Inangriffnahme eines anforderungsreichen Sportprogramms und nach einer zweistündigen Autofahrt (inklusive Staus…), eine hundertprozentige Leistung erbracht werden sollte, ist dies schon eine Art Herkulesaufgabe. Diese Erkenntnis sei nicht als Entschuldigung für die keineswegs berauschende Leistung respektive zwingende Niederlage der Altdorfer am Freitagabend in der Eulachstadt, aber immerhin als einigermassen valable Begründung ins Feld geführt.

So jedenfalls geschehen im Spiel zwischen Yellow/Pfadi Winterthur und dem HC KTV Altdorf im Rahmen der jüngsten Partie der Qualifikationstour in der zweitobersten nationalen Stärkeklasse. Altdorf vermochte den starken Gastgebern weit über eine halbe Stunde lang bestens Paroli zu bieten, hatte in der Folge aber den aufgezeigten Gegebenheiten in der Tat Tribut zu zollen. Hinzu kam die Erkenntnis des Zürcher Trainers Nico Peter, dass sein Team - wie er nach dem Match vor Ort sichtlich stolz erklärte - erstmals während der Saison 2015/16 über die volle Stunde hinweg eine weitgehend hundertprozentige Leistung erbrachte und er von einer hervorragenden Leistung seines Torstehers Fabian Pellegrini (48-prozentige Abwehrerfolgsquote) profitieren durfte.

Drei-Tore-Führung aus der Hand gegeben

Der Fight in Winterthur begann für die Altdorfer vielversprechend. Die Zürcher, in der Zwischenrangliste bisher (und auch weiterhin) auf der viertletzten Position figurierend - jetzt sieben respektive sechs Zähler vor den beiden Letztplatzierten Zofingen und Pilatus/Luzern - wussten natürlich, dass sie alles auf eine Karte setzen und unbedingt zu weiteren Zählern kommen mussten, wollten sie der recht prekären Ausgangslage entrinnen. Sie erzielten das 1:0, während der KTV erst nach knapp 4 Minuten durch Marius Kasmauskas zum ersten Erfolgserlebnis fand. Yellow/Pfadi erhöhte in der Folge vom 2:1 innerhalb von nur dreieinhalb Minuten auf 5:2. Danach glichen die Innerschweizer aus. Der Gleichstand hatte bis zum Seitenwechsel Bestand (15:15).

Tournaround der Eulachstädter

Im Verlaufe der folgenden Spielphase erhöhten die nun wirblig und zielstrebig zur Sache gehenden Altdorfer auf 19:16 (36. Minute). Sie - bislang ebenbürtig, wenn nicht gar besser als die Gastgeber wirkend -, schienen damit den Weg zum Sieg definitiv eingeschlagen zu haben. Doch danach geriet der Urner Motor unübersehbar ins Stottern. In der Defensive wurde geschnitzert, im Angriff häuften sich die technischen Unzulänglichkeiten (Ballverluste). Yellow/Pfadi schaffte prompt den Tournaround, um gleichzuziehen und selber klar in Front zu gehen (26:22, 48. Minute). Von da an hatte das Team von Spielertrainer Mario Obad nicht mehr die Kraft, zuzulegen. Die Zürcher steuerten weitgehend problemlos dem Sieg entgegen. Sie verteidigten den Vorsprung bis zuletzt, zumal der KTV beispielsweise zwischen der 52. und 57. Minute überhaupt kein Rezept fand, um die gegnerische Abwehrreihe zu knacken.

«Vieles funktionierte auf unserer Seite im letzten Drittel der Partie überhaupt nicht. Davon zeugten auch die insgesamt 19 begangenen technischen Fehler. Nun heisst es einfach, im Rahmen der nächsten Partie gegen den STV Baden (am kommenden Samstagabend in der Altdorfer Feldliarena) über Disziplin und Kampf unser Potenzial zum Tragen zu bringen», erklärte Headtrainer Dani Lussi in seiner Retrospektive.

Fakten und Zahlen

Erfolgreichste Skorer in den Reihen des HC KTV Altdorf waren in Winterthur Spielertrainer Mario Obad (7 Treffer), vor Fabian Auf der Maur (6) und Ivan Fallegger. Die beste Chancenauswertung liessen sich Fabian Auf der Maur und Tizian Dossenbach (je 75 Prozent), vor Mario Obad (70) und Marko Koljanin (60) notieren. Marcel Luthiger (bis zur 42. Minute im Kasten) parierte 31 Prozent der auf sein Tor gezirkelten Bälle, Jan Dittli 25 Prozent.

Die weiteren Resultate der Wochenendrunde: Birsfelden – Möhlin 25:23, Zofingen – Pilatus/Luzern 29:24, Baden – Siggenthal 20:22, Horgen – Wädenswil 34:35, Endingen – Steffisburg 32:22, Suhr/Aarau – Kadetten-Espoirs/Schaffhausen 31:29.

Die Zwischenrangliste nach 20 der insgesamt 26 Spiele der NLB-Qualifikationsrunde (Altdorf und Steffisburg haben erst 19 Einsätze hinter sich): 1. Endingen (37 Punkte), 2. Suhr/Aarau (36), 3. Kadetten-Espoirs Schaffhausen (27), 4. Möhlin (25), 5. Steffisburg (21), 6. Siggenthal (21), 7. Horgen (20), 8. Altdorf (19), 9. Birsfelden (17), 10. Baden (15), 11. Yellow/Pfadi Winterthur (14), 12. Wädenswil (11), 13. Zofingen (8), 14. Pilatus/Luzern 7.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Marc Fallegger (1), Marius Kasmauskas (2), Dave Zürcher (1), Flavio Fallegger, Ivan Fallegger (4), Joy Gisler, Marc Vollenweider, Mario Obad (7), Fabian Auf der Maur (6), Tizian Dossenbach (3), Yannick Drollinger, Marko Koljanin (3).

Sonntag, 28 Februar 2016 00:00

Vom ältesten Urner verweht…

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HC KTV Altdorf – TV Birsfelden 27:23

Ungefährdeter Sieg gegen Tabellennachbarn. Aufsässige Gäste nutzten durchzogene Schlussviertelstunde der Gastgeber zur Resultatverbesserung.

Koljanin verletztImmer dann, wenn der älteste Urner mit über hundert Sachen durch das Reusstal düst, pflegen die Altdorfer es dem Föhnsturm gleichzutun und die Gegner vom Parkett zu fegen. Dies war auch am Samstagabend gegen Birsfelden nicht viel anders. Zumindest während der ersten dreiviertel Stunden. Danach profitierten die Nordschweizer vom Nachlassen ihrer Widersacher. Sie reduzierten einen Neun-Tore-Rückstand (47. Minute, nach Treffer von Fabian Auf der Maur) auf vier Längen. Zu mehr reichte es denn aber auch nicht. Der Sieg der Innerschweizer war ebenso verdient wie die logische Folge der weitgehend diszipliniert wirkenden und engagiert angelegten Spielanlage der Platzherren.

Im Zwischenklassement blieben die Altdorfer auf dem siebten Platz stehen. Allerdings figurieren sie eigentlich (nach Verlustpunkten) noch vor Horgen auf Rang sechs. Die weiteren Resultate der Samstagrunde: Kadetten-Espoirs/Schaffhausen – Baden 34:27, Siggenthal – Yellow/Pfadi Winterthur 26:20, Steffisburg – Suhr/Aarau 24:33, Wädenswil – Möhlin 26:28, Zofingen – Endingen 27:38, Pilatus/Luzern – Horgen 29:30.

Das aktuelle NLB-Zwischenklassement: 1. Endingen (19/35), 2. Suhr/Aarau (19/34), 3. Kadetten-Espoirs/Schaffhausen (19/27), 4. Möhlin (19/25), 5. Steffisburg (18/21), 6. Horgen (19/20), 7. Altdorf (18/19), 8. Siggenthal (19/19), 9. Birsfelden (19/15), 10. Baden (19/15), 11. Yellow/Pfadi Winterthur (19/12), 12. Wädenswil (19/9), 13. Pilatus/Luzern (19/7), 14. Zofingen (19/6).

Vier-Tore-Führung zur Pause

Beide Mannschaften waren mit der Reverenz angetreten, im Rahmen der Rückrunde erst ein Spiel (je gegen die Tabellendritten aus Schaffhausen) verloren zu haben. Sie legten denn auch vom Anpfiff weg eine hohe Kadenz vor. Altdorf kassierte den ersten Minustreffer schon nach 40 Sekunden, doch Koljanin glich aus, um anschliessend gleich einen Penalty nicht ins Ziel zu bringen. Dafür waren der Unglücksrabe in Person, ferner der gross auftrumpfende Ivan Fallegger schon bald für die Führung der Gastgeber besorgt. Keiner Formation gelang es in der Folge, sich um mehr als eine Länge abzusetzen, nachdem die Altdorfer im Bestreben, den gegnerischen dänischen Topskorer Mads Boie Thomsen an die Leine zu legen - er erzielte während der ganzen Partie lediglich zwei Treffer -, zu reüssieren vermochten. Nach dem 6:6 (17. Minute) zündeten die Platzherren den Turbo. Innerhalb von 5 Minuten erhöhten sie das Skore durch Tore von Tizian Dossenbach (zweimal), Dave Zürcher, Ivan Fallegger, Cyril Keller sowie Marc Fallegger auf 12:7. Diesem Erfolgsquintett schloss sich der quirlige Fabian Auf der Maur mit einer sehenswerten Doublette an, so dass die Seiten beim Stande von 14:10 gewechselt werden konnten.

Warnschuss vor den KTV-Bug

Auf der Maur Birsf filteredNach Wiederaufnahme der Partie verflossen nur 124 Sekunden, ehe Birsfelden die Urner Deckung gleich zweimal versetzt und auf 14:12 verkürzt hatte. Zum wiederholten Mal spielten die Baselländer in der Folge mit dem Feuer, als sie eine Zeitstrafe mit dem Ersetzen ihres Keepers durch einen zusätzlichen Feldspieler zu kompensieren versuchten, dabei jedoch nichts erreichten und auch nicht «verloren». Vielmehr war es der Gotthard-Express, der postwendend einen Zahn zulegte und die Besucher bis zur 47. Minute mit neun Toren Differenz vorentscheidend auf die Verliererstrasse drängte. Die Urner bauten in der Folge leistungsmässig unverkennbar ab, da sie sich des Erfolgs offenkundig bereits sicher wähnten. Birsfelden anderseits machte viel verlorenes Terrain wett, um sich nochmals an die Widersacher heranzupirschen. 63 Sekunden vor Spielschluss hatten die Nordschweizer auf 26:22 verkürzt. Marko Koljanin sah sich zu diesem Zeitpunkt die rote Karte Dossenb Birsfelden filtered(Restausschluss) unter die Nase gestreckt, nachdem er mit einem Gästespieler zusammengeprallt war und diesen «erlegt» hatte. Diese Szene war indessen das Ergebnis einer unglücklich verlaufenen Aktion, die keinerlei Tätlichkeit entsprach. 50 Sekunden vor Spielschluss fiel das 26:23 (Altdorf in Unterzahl). Den Schlusspunkt unter die von 300 Zuschauern besuchten, generell attraktiv verlaufenen Partie setzte Fabian Auf der Maur mit einem souverän verwandelten Penalty. Spielertrainer Mario Obad und die Coaches Dani Lussi sowie Marco Sigrist attestierten ihrem Kollektiv in der Rückblende eine generell gute Leistung. Sie gaben sich allerdings auch überzeugt, dass es am Freitagabend in Winterthur gegen Yellow/Pfadi gilt, sich keinerlei Schwächephasen zu leisten, sollen Punkte aus der Eulachstadt entführt werden.

Freude birsfBester Skorer auf Altdorfer Seite war gegen Birsfelden Fabian Auf der Maur mit sechs sehenswerten Einschüssen, vor dem Kroatenduo Marko Koljanin (5) und Mario Obad (4). Auch Ivan Fallegger brachte es auf 4 Tore, vor Tizian Dossenbach (3). Hundertprozentige Abschlussquoten liessen sich Dave Zürcher und Cyril Keller, vor Fabian Auf der Maur (85) und Tizian Dossenbach (75) attestieren. Keeper Marcel Luthiger entschärfte sieben der 21 auf sein Tor abgefeuerten Schüssen (34 Prozent).

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Marc Vollenweider, Marius Kasmauskas, Dave Zürcher (2), Ivan Fallegger (4), Cyril Keller (1), Marc Fallegger (1), Joy Gisler (1), Fabian Auf der Maur (6), Tizian Dossenbach (3), Yannick Drollinger, Mario Obad (4), Marko Koljanin (5).

 

Sonntag, 21 Februar 2016 00:00

Umstrittene Punkteteilung im Feldliarena-Hexenkessel

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 HC KTV Altdorf – HSG Siggenthal/Vom Stein Baden 23:23

Ärger bei KTV-Spielertrainer Mario Obad: «Heute hatten wir zu vierzehnt gegen sechzehn Akteure zu fighten.» Urner machten in Schlussphase Vier-Tore-Rückstand wett.

OBAG MARIO TIMEOUT filteredGar nicht zufrieden zeigten sich die Gastgeber wie auch die einheimischen Fans am Samstagabend über etliche Entscheidungen der Spielleiter Keiser/Rottmeier. Letztere benachteiligten die Gastgeber nach Auffassung der 300 zumeist einheimischen Kiebitze gleich mehrmals. Etwa auch, als Marko Koljanin in der 48. Minute einen Penalty in die Maschen der Aargauer hämmerte, die Spielleiter aber eine fehlerhafte Ausführung gesehen haben wollten: Abheben eines Fusses vom Parkett – ein Vorgehen, das beispielsweise in der deutschen Bundesliga (am TV nachvollziehbar) immer wieder sanktionslos toleriert wird. Oder aber eine Aktion Spielertrainer Mario Obads. Dieselbe werteten die Refs als «Rückgabe in den Kreis» und ahnten sie mit einem Sieben-Meter-Wurf.

Alles in allem aber hatten sich die Altdorfer betreffs Punkteverlust auch selber zu rüffeln, fanden sie doch gegen eine doppelte Manndeckung (auf die Topskorer Marko Koljanin und Spielertrainer Mario Obad angelegt) während längerer Zeit kein valables Rezept, nachdem Rückraumspieler Marius Kasmauskas frühzeitig verletzungsbedingt ausgefallen war. Er fehlte an allen Ecken und Enden. Ausserdem wirkte der KTV gegen die wieselflinken und meist ausgesprochen zielstrebig zur Sache gehenden Aargauer phasenweise etwas ideenlos. Keine Freunde schufen sich beim Publikum ausserdem die oft rüde zur Sache gehenden Siggenthaler. Diese sahen immerhin ihren Topskorer Marius Moser (9 Treffer) in der Schlussphase mit der roten Karte eingedeckt, als er in höchst unsportlicher Art und Weise einem Altdorfer Akteur den Ball aus allernächster Distanz in einem Getümmel an den Kopf geknallt hatte. Immer wieder profitierten die Besucher im Übrigen mit ihrem nervigen Zeitspiel von der Grosszügigkeit der Spielleiter. Das Publikum quittierte diese Gangart denn auch stetig mit gellenden Pfiffen.

Zur Ehrenrettung der Gastgeber bleibt anzumerken, dass sie speziell während der letzten 11 Spielminuten gross auftrumpften, viel Moral bekundeten und einen Vier-Tore-Rückstand mit ihrem tollem Engagement wettmachten: Auch ein Verdienst von Torsteher Nicolas Stocker, der an diesem Abend während der zweiten Halbzeit den KTV-Kasten hütete und eine stupende 53-prozentige Abwehr-Erfolgsquote auf das Parkett zauberte.

3:0, 12:9, 12:12…

DROLLINGER SIGG filteredDer HC KTV Altdorf hatte auf das Mittun von Dave Zürcher, Marc und Flavio Fallegger, Elias sowie David Arnold zu verzichten. Die Platzherren zogen indessen vom Anpfiff weg ein beeindruckendes Powerplayspiel respektive Pressing auf. Nach 5 Minuten hatten Mario Obad, Yannick Drollinger und Ivan Fallegger das 3:0 besorgt. Ein kleineres Schützenfest zeichnete sich ab, zumal sich die Urner fest eine Revanche für die in letzter Zeit gegen die Aargauer kassierten Niederlagen vorgenommen hatten. Nach den nun um eine Replik nicht verlegenen Siggenthaler (5:4) und einem durch Marcel Luthiger genial parierten Penalty führten die Platzherren verschiedentlich wieder mit drei Längen Vorsprung. Doch die Besucher verstanden es mit einem sehenswerten «Flieger», ferner in einer Phase numerischer Unterlegenheit (!) erneut zu den Altdorfern aufzuschliessen.

«Fighten, was das Zeug hält»

«Die Rückraumprobleme wegstecken (Ausfall des verletzt ausgeschiedenen Marius Kasmauskas) und fighten, was das Zeug hält», hatte Headcoach Dani Lussi von seinem Kollektiv in der Kabine gefordert. Doch schon bald nach Wiederaufnahme der Partie gerieten die Altdorfer ins Stolpern, auch wenn der nun im Tor agierende Nicolas Stocker immer wieder mit sehenswerten Paraden aufwartete. Nach 38 Spielminuten schrillten die Alarmglocken in den Reihen der Innerschweizer, die selbst in Überzahl phasenweise erschreckend hilflos respektive unkonzentriert wirkten, definitiv (14:18). Marko Koljanin, Yannick Drollinger und Mario Obad brachten ihr schlingerndes Schiff glücklicherweise wieder auf Kurs (17:18, 42. Minute). Fatal war dann, als Drollinger beim Stande von 17:20 gleich zweimal allein vor dem (starken) gegnerischen Hüter nicht zu reüssieren vermochte, sich Koljanin - wie eingangs erwähnt - einen umgesetzten Penaltytreffer aberkennen lassen musste und die KTV-Deckung generell arge Defizite aufscheinen liess. Glücklicherweise waren da, beim Stande von 18:22 (50. Minute) noch Obag, Stocker und Koljanin, die ihre Farben ins Spiel zurückführten. Unverständlich war, nachdem Fallegger rüde von den Beinen geholt worden war, ein ausbleibender Penaltypfiff. Obad war es in der Folge, der im Anschluss an das 21:23 mit zwei Klasseaktionen den Gleichstand bewerkstelligte. 40 Sekunden vor Spielende forderte Dani Lussi ein Timeout, nachdem sich der Siggenthaler Topskorer Marius Moser zu einer groben Unsportlichkeit hatte hinreissen lassen und sich, wie erwähnt, des Feldes verwiesen sah (rote Karte). Altdorfs finaler Sturmlauf endete darauf mit einem fatalen Fehlpass. Dieser trug Siggenthal 3 Sekunden vor Spielschluss gar noch die Möglichkeit ein, mit einem Freiwurf zum Siegtreffer zu gelangen. Doch Altdorfs Abwehr war auf der Hut. Sie machte diese Chance der Gegner souverän zunichte. Die Punkteteilung war damit Tatsache geworden.

Fakten und Zahlen

KasmauskasTizi Sigg filteredIn den Reihen des HC KTV Altdorf profilierten sich Mario Obag und Marko Koljanin erneut als Superskorer (je 8 Treffer). Ivan Fallegger traf als Nächstbester dreimal ins Volle. Joy Gisler liess sich als Einziger eine 100-prozentige Abschlussquote attestieren, vor Marko Koljanin (80), Ivan Fallegger (75), Mario Obad (72) und Yannick Drollinger (50 Prozent).

Die weiteren Ergebnisse der NLB-Wochenend-Runde: Yellow/Winterthur – Kadetten Espoirs/Schaffhausen 26:32, Baden – Steffisburg 24:25, Möhlin – Pilatus/Luzern 29:24, Birsfelden – Wädenswil 33:24, Endingen – Horgen 35:29, Suhr/Aarau – Zofingen 38:23.

Der aktuelle Tabellenstand: 1. Endingen (33 Punkte), 2. Suhr/Aarau (32), 3. Kadetten Espoirs/Schaffhausen 25, 4. Möhlin (23), 5. Steffisburg (21), 6. Horgen (18), 7. Altdorf (17), 8. Siggenthal (17), 9. Baden (15), 10. Birsfelden (15), 11. Yellow/Winterthur (12), 12. Wädenswil (9), 13. Pilatus/Luzern (7), 14. Zofingen (6).

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker, Jan Dittli; Marc Vollenweider, Marius Kasmauskas, Ivan Fallegger (3), Cyril Keller, Joy Gisler (1), Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach, Yannick Drollinger (2), Mario Obad (8), Marko Koljanin (8), Marc Häusler.

 

Sonntag, 14 Februar 2016 00:00

Der Prominenz auf den Zahn gefühlt

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Schaffhauser Espoirs – HC KTV Altdorf 32:29

Beinahe glückte den Urnern die Revanche für die happige Vorrundenniederlage (zehn Tore Differenz). Doch zuletzt fehlte ihnen etwas die Kraft, um das Vorhaben umzusetzen.

koljdrollinger filteredDie Nordostschweizer traten – mit zahlreichen ehemaligen NLA-Akteuren respektive gegenwärtigen Nachwuchs-Nationalmannschaftsspielern besetzt – als Overdogs zum Samstagabend-Kräftemessen an, auch wenn die Gastgeber auf ihrer eigenen Homepage umgekehrt die Urner als «favorisiert» eingestuft hatten. Das Team von Nachwuchs-Nationaltrainer Michael Suter zeigte sich insbesondere im Rahmen der letzten Viertelstunde auf der Höhe seiner Aufgabe, als es ihm gelang, aus den nachlassenden gegnerischen Kräften (verletzungsbedingte Ausfälle von Mario Obad und Dave Zürcher – bei den Gastgebern schied Topskorer Albin Alili im Anschluss an eine fatale Ellbogenverletzung aus) der Innerschweizer Profit zu schlagen.

Nach Siegen über Siggenthal und Birsfelden – die beiden nächsten KTV-Gegner in der Feldliarena am 20. respektive 27. Februar – sicherte sich der Trupp aus der Munotstadt damit bereits den dritten 2016er-Vollerfolg. Anderseits verpassten die Altdorfer eine Punktekontoäufnung (nach dem klaren Starterfolg im neuen Handballjahr über Zofingen).

Knappe Pausenführung der Urner

Der HC KTV Altdorf startete in die Partie fulminant. Marius Kasmauskas und Marko Koljanin besorgten die 2:0-Führung der Innerschweizer. In der 7. Minute zogen die Schaffhauser erstmals in Front. Ausgeglichen präsentierte sich das Zwischenresultat nach Ablauf der ersten Viertelstunde. 4 Minuten vor dem ersten Sirenenton führte der KTV nach höchst sehenswerten Aktionen mit 15:12, ehe die Espoirs vor dem Seitenwechsel noch auf eine Länge zu verkürzen vermochten (15:14). Mehr wäre aus Sicht der Altdorfer zu diesem Zeitpunkt durchaus möglich gewesen, wie insbesondere KTV-Headcoach Dani Lussi im Rahmen seiner Zwischenbilanz bezüglich Spielverlauf gegen das aus seiner Optik «beste NLB-Team der laufenden Saison» befand und beklagte, dass seine Truppe in der Abwehr oft eine Prise zu zögerlich zur Sache gegangen war.

Die Schaffhauser Espoirs drehten nach Wiederaufnahme der Begegnung das Ergebnis zu ihren Gunsten, um bis zur 55. Minute auf 30:25 und später 32:27 zu erhöhen. Den letzten Treffer der Partie erzielte Ivan Fallegger. Er hatte damit insgesamt viermal ins Volle getroffen, genau so oft wie Marius Kasmauskas, gegenüber den beiden alle Mitstreiter überragenden Kroaten Mario Obad und Marko Koljanin, mit je acht Treffern. In der KTV-Teambilanz liessen sich Dave Zürcher, Fabian Auf der Maur und Yannik Drollinger mit je 100-prozentiger Chancenauswertung die besten Werte attestieren, vor Ivan Fallegger (66), Marko Koljanin (61) sowie Mario Obad (57). Zu den Gastgebern bleibt anzumerken, dass sich als beste Skorer Maximilian Gerbl (9), Lucas Meister sowie Leszec Starczan (je 6), ferner Nic Tominec (5) nur schwer an die Leine zu legende Akteure erwiesen und sich ihre Torhüter mit 45-, 40- respektive 30-prozentigen Abwehrquoten (Altdorf: Dittli 25, Luthiger 24) immer wieder speziell auszeichneten.

Altdorf weiterhin Tabellensiebte

Die weiteren Ergebnisse der 17. Meisterschaftsrunde (auszutragen sind im Rahmen der Qualifikationstour 2015/16 total 26 Einsätze; Steffisburg und Altdorf haben eine Partie weniger als die Konkurrenz ausgetragen): Pilatus/Luzern - Wädenswil 31:29, Siggenthal - Birsfelden 15:21, Steffisburg – Yellow/Winterthur 22:14, Möhlin - Endingen 23:25, Zofingen - Baden 19:27, Horgen - Suhr/Aarau 36:42.

Das NLB-Zwischenklassement: 1. Endingen (31 Punkte), 2. Suhr/Aarau (30), 3. Kadetten-Espoirs (23), 4. Möhlin (21), 5. Steffisburg (19), 6. Horgen (18), 7. Altdorf (16), 8. Siggenthal (16), 9. Baden (15), 10. Birsfelden (13), 11. Yellow/Winterthur (12), 12. Wädenswil (9), 13. Pilatus/Luzern (7), 14. Zofingen (6).

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Michael Bissig, Marius Kasmauskas (4), Dave Zürcher (2), Ivan Fallegger (4), Cyril Keller, Joy Gisler, Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach, Yannick Drollinger (2), Mario Obad (8), Marko Koljanin (8), Elias Arnold.

 

Montag, 01 Februar 2016 00:00

Urner walzten Tabellenvorletzten respektlos platt

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Zofingen – HC KTV Altdorf 30:38

Urner nach Super-Auftaktfurioso frühzeitig in Front. Kroaten-Gewitter (Obad/Koljanin mit insgesamt 22 Treffern!) vermochten die Aargauer nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen.

Arnold Elias H2Am Samstagabend war es bald einmal klar: Der HC KTV Altdorf mit Spielertrainer Mario Obad und Headcoach Dani Lussi an der Spitze hatte es verstanden, die mehrwöchige Meisterschaftspause schadlos hinter sich zu lassen und ihre Truppe auf neue Taten einzuschwören, zumal nach einer längeren verletzungsbedingten Pause auch Marius Kasmauskas wieder mit von der Partie sein konnte. Auch wenn (nach eingehandelten Blessuren) Marc und Flavio Fallegger sowie ausserdem Joy Gisler (Schule) und David Arnold (Einsatz mit den U19-Interjunioren) nicht zur Verfügung standen, liessen sich die Innerschweizer von der gegnerischen Neuverpflichtung Alexander Milovanovics (der 28-jährige Flügelflitzer hat über 100 Nati-A-Spiele hinter sich und agierte zuletzt beim TV Möhlin) von den Gastgebern alles andere als beeindrucken. Die Urner ergriffen das Zepter vom Anpfiff weg, zauberten eine beeindruckende Performance auf das Parkett der Aargauer und landeten schliesslich einen souveränen Sieg. Durch den 2-Punkte Gewinn hat sich der KTV-Trupp weiter von der Problemzone abgesetzt und kann damit der nächsten Auswärtspartie in Schaffhausen gegen die Kadetten-Espoirs (in zwei Wochen, nach der Fasnachtspause) mit Zuversicht entgegensehen.

Die weiteren Spiele in der zweitobersten nationalen Stärkeklasse: Yellow Winterthur -Horgen 23:21, Kadetten-Espoirs - Birsfelden 31:26, Möhlin - Baden 29:14, Endingen - Pilatus Luzern 28:27, Steffisburg - Siggenthal 26:17, Suhr/Aarau - Wädenswil 32:30. – Die Rangliste nach 15 von 26 Runden: 1. Endingen (27 Punkte), 2. Suhr/Aarau (27), 3. Möhlin (20), 4. Kadetten-Espoirs (19), 5. Steffisburg (17), 6. Horgen (16), 7. Altdorf (16), 8. Siggenthal (16). 9. Baden (13), 10. Birsfelden (9), 11. Wädenswil (9), 12. Yellow-Winterthur (8), 13. Zofingen (6), 14. Pilatus/Luzern (5).

Wie aus einem Guss

Der HC KTV Altdorf meldete seine Intentionen schon nach gut 100 Sekunden unmissverständlich an: Mario Obad versenkte einen 7-Meter-Ball zum Führungstreffer im Zofinger Netz. Obad doppelte wenig später gleich nach, Tizian Dossenbach, der an diesem Tag besonders effizient wirkende Dave Zürcher, ferner Ivan Fallegger, ferner Fabian Auf der Maur erhöhten für ihre Truppe, nebst Topskorer Marko Koljanin, noch im Verlauf der ersten Viertelstunde auf 12:5. Der Gotthardexpress war in der Folge nicht mehr zu stoppen. Zur Pause führten die Innerschweizer bereits mit zehn Längen Vorsprung (22:12) - alles lief aus Urner Optik wie am Schnürchen.

Die Premiere des Landratskandidaten

Der HC KTV Altdorf optimierte seinen Vorsprung zu Beginn des zweiten Spielabschnittes auf 13 Längen (29:16, 40. Minute), um danach in der Konzentration etwas nachzulassen und nicht mehr «das Gelbe vom Ei» (O-Ton Spielertrainer Dani Lussi) abzuliefern. Doch wer wollte das den Altdorfern bei dieser Ausgangslage allzu sehr verargen? Zum Einsatz gelangten seitens der KTV-Truppe übrigens auch alle mitgereisten Nachwuchsspieler, darunter der seine NLB-Premiere feiernde Elias Arnold: Das Eigengewächs - und Altdorfer SVP-Landratskandidat notabene… - traf gleich zweimal ins Volle.

Der HC KTV Altdorf liess sich schliesslich einen klaren Sieg attestieren, sehr zur Genugtuung von Coach Dani Lussi, welcher sich auch über die Effizienz der beiden Kroaten Mario Obad und Marko Koljanin erbaut zeigte. «Keiner unserer Spieler fiel an diesem Spieltag ab – der Sieg hätte durchaus noch deutlicher ausfallen können wir haben indessen wohl doch etwas zu viele Minustreffer kassiert», lautete der Kommentar Lussis.

In den Reihen der Altdorfer brillierten in Zofingen, wie aufgezeigt, speziell Mario Obad und Marko Koljanin. Beide Topspieler trafen je elfmal ins Volle. Ivan Fallegger beeindruckte mit fünf, Fabian Auf der Maur mit vier und Dave Zürcher mit drei Toren. Je 100 Prozent Abschlusserfolgsquoten liessen sich Elias Arnold, Marius Kasmauskas und Dave Zürcher notieren, Marko Koljanin folgte mit 91, Mario Obad mit 78, Ivan Fallegger mit 71 Prozent.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Marc Vollenweider, Elias Arnold (2), Marius Kasmauskas (1), Dave Zürcher (3), Ivan Fallegger (5), Cyril Keller, Fabian Auf der Maur (4), Tizian Dossenbach (1), Yannick Drollinger, Mario Obad (11), Marko Koljanin (11), Marc Häusler.

 

Sonntag, 17 Januar 2016 00:00

Walliser klar dominiert

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Keller Cyril VispZwei Wochen vor Wiederaufnahme der Nationalliga-B-Qualifikationsrunde (insgesamt 26 Spiele umfassend – der HC KTV Altdorf hat noch ein Dutzend Einsätze vor sich) empfingen die Urner am Samstagabend in der Baldinihalle den KTV Visp zu einem Vorbereitungsspiel. Die Walliser sind schon seit sieben Jahren in der 1. Liga angesiedelt – zurzeit belegen sie in ihrer Gruppe einen der hinteren Tabellenplätze. Sie haben sich noch gegen die drohende Relegation zu wehren.

Der HC KTV Altdorf trat ohne die verletzten Marius Kasmauskas, Marc und Flavio Fallegger und David Arnold an. Zum Einsatz gelangten verschiedene der hoffnungsvollen vereinseigenen Nachwuchsakteure. Sie präsentierten sich in guter Form und bewiesen, dass in den vereinseigenen Reihen vielversprechendes «Holz» herangewachsen ist.

Souverän gestartet

Spielertrainer Mario Obad und Coach Dani LussiDie Altdorfer zauberten zum Auftakt der Partie einen souveränen 8:0-Vorsprung aufs Parkett, um danach eher etwas Tempo wegzunehmen. Zur Pause führten die Gastgeber mit 15:10, nachdem Yannik Drollinger den letzten Treffer seines Teams kurz vor Ablauf der ersten halben Stunde erzielt hatte.

Während des zweites Spielabschnittes übernahm den Posten zwischen den Pfosten Marcel Luthiger. Auch er wartete mit etlichen sehenswerten Paraden, wie bereits vorgängig Nicolas Stocker, auf. Den ersten Treffer des zweiten Spielabschnittes markierte Tizian Dossenbach. In der Folge trafen die Akteure des HC KTV Altdorf noch siebzehnmal in Netz der Walliser, damit unter Beweis stellend, dass sie die mehrwöchige Spielpause recht gut hinter sich gebracht haben. Altdorf entschied die Begegnung – souverän geleitet durch Philipp Tresch und Edi Zakarauskas – verdientermassen mit 33:20 zu seinen Gunsten, nachdem Marc Vollenweider den letzten Treffer nach einem sehenswerten Ballwechsel für sein Team markiert hatte.

Urner Schülerturnier am Samstag

Spielertrainer Mario Obad und Coach Dani Lussi waren mit der Leistung ihres Kollektivs mehrheitlich zufrieden, gaben sich aber überzeugt, dass es im Hinblick auf die nächste NLB-Meisterschaftspartie – am 30.Januar wird auswärts gegen den Tabellenvorletzten Zofingen angetreten – noch einige kleinere «Baustellen» auszuräumen gilt.

Am kommenden Samstag, 23. Januar, findet in der Altdorfer Feldliarena das traditionelle Urner Schülerturnier statt. Dazu haben sich erfreulicherweise zwei Dutzend Mannschaften eingeschrieben. In den verschiedenen Kategorien dürfen spannende Ausmarchungen erwartet werden.

Altdorf spielte mit: Nicolas Stocker, Marcel Luthiger; Ivan Fallegger, Marko Koljanin, Mario Obad, Michael Bissig, Marc Vollenweider, Dave Zürcher, Yannik Drollinger, Fabian Auf der Maur, Cyril Keller, Tizian Dossenbach, Marc Häusler, Joy Gisler.

 

Mittwoch, 23 Dezember 2015 00:00

Irres Handballspektakel – Sensation in absoluter Griffnähe

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Cup-Achtelfinal: HC KTV Altdorf (NLB) – St. Otmar St. Gallen (NLA) 24:25

Oberklassige sahen sich während längerer Zeit echt zerzaust. Urner führten mit sieben Toren Vorsprung (38. Minute). Wo blieb in den Schlusssekunden der Penaltypfiff?

eppbrückerstiegeÜber 400 Zuschauer aus der Ost- respektive Urschweiz nahmen am Dienstagabend den Weg in die Feldliarena unter die Füsse. Sie hatten ihr Erscheinen nicht zu bereuen. Denn ein Handballspektakel der Spitzenklasse prägte den Schweizercup-Achtelfinal über weite Phasen. Schade war natürlich, dass der in den Reihen der Altdorfer „gross“ gewordene Jost Brücker (Nationalmannschaftsmitglied und ab kommender Saison beim NLA-Klub Kriens/Luzern engagiert) in den Reihen der Gäste infolge einer Verletzung nicht aktiv mit dabei sein konnte und den Fight nur vom Spielfeldrand aus zu verfolgen vermochte. Bei den Otmärlern fehlten im Übrigen drei weitere Stammakteure, beim HC KTV Altdorf der verletzte Marius Kasmauskas.

4-Tore-Führung der Besucher

obaddanlusDie Gäste, welche vor 52 Jahren (!) bereits einmal einen Cupfight in der Urner Metropole bestritten hatten (damals auf dem Grossfeld der Schützenmatte, hinter dem Tellspielhaus), und nur mit 20:17 das bessere Ende gegen den seinerzeitigen Nobody für sich behalten hatten), starteten zum Achtelfinal in Altdorf standesgemäss. Sie führten nach 5 Minuten 3:1 und - im Anschluss an den ersten KTV-Treffer durch Fabian Auf der Maur und dem zweiten durch Ivan Fallegger - nach 10 Minuten 6:2. Die (erste) grosse Schau der Gastgeber setzte dann in der 20. Minute ein, nachdem David Arnold(10:9 und 12:9) und dazwischen Ivan Fallegger die Altdorfer erstmals an diesem denkwürdigen Abend in Front schossen und Marcel Luthiger im Tor der Platzherren mehrmals gezaubert hatte. Die Ostschweizer, mit ihren athletischen, grossgewachsenen Hünen, sahen sich immer wieder durch die sackstark auftrumpfende, ausgezeichnet organisierte einheimische Abwehr gestoppt. Der Beweis: Während der zweiten Viertelstunde trafen die hochkarätigen NLA-Schützlinge Trainer Predrag Borkovics nur mal gerade dreimal (!) ins Altdorfer Tor. Die Gastgeber hatten die Nase zur Pause mit 14:11 im Wind.

KTV-Torefestival ging munter weiter

arnolddavidotmar filteredMänniglich rieb sich in der Folge die Augen, nachdem die Einheimischen auch nach erfolgtem Seitenwechsel nichts von ihrer Spritzigkeit einbüssten und die St. Galler „Overdogs“ mächtig unter Druck setzten. Mit einer roten „Direktkarte“ sah sich in der 35. Minute, nach einem brutalen Foul und (offenbar) blank liegenden Nerven, der Serbe Igor Milovic unter die Dusche verabschiedet. In einer doppelten Überzahlphase waren Fabian Auf der Maur und Ivan Fallegger zwischenzeitlich für das vielversprechende 20:13 besorgt. Eine Sensation bahnte sich damit an. Nun war es indessen plötzlich der HC KTV Altdorf, der etwas übermotiviert wirkte, einige fatale technische Fehler beging, unnötige Ballverluste produzierte und kräfte- sowie konzentrationsmässig sichtlich abbaute. Diese Fakten nützten die Otmärler eiskalt aus, zumal in ihren Reihen Keeper Martin Galia zu einer eigentlichen Hochform auflief. Nach 47 Minuten war aus dem 7-Tore-Vorsprung der Urner ein 20:20 geworden. Nicolas Stocker, der zu diesem Zeitpunkt den Posten Marcel Luthigers übernommen und (wie sein Vorgänger) ein Penaltygeschoss magistral pariert hatte, wartete in der Folge mit sehenswerten Interventionen auf.

Penaltyverdikt blieb aus

falivaotmar filteredNach dem 22:25 liessen Marc Fallegger und Spielertrainer Mario Obad die Hoffnungen des KTV-Kollektivs nochmals keimen (24:25) und die heimischen Fans ein zweites Mal auf die Sensation hoffen. Dies umso mehr, als Topskorer Marko Koljanin nach einer weiteren Parade Stockers - er hatte einen allein auf seinen Kasten losstürmenden St. Galler alt aussehen lassen - 15 Sekunden vor Spielschluss direkt am gegnerischen Kreis rüde von den Beinen geholt worden war. Die Spielleiter Anthamatten/Wapp wollten einen auch vom Publikum mit gellenden Pfiffen geforderten Penalty einfach nicht „gesehen“ haben. Dies war umso fataler, als eine Verlängerung bereits so gut wie sicher ausgesehen hatte, zumal Koljanin gleich anschliessend einen Ball nur um Haaresbreite im Aussennetz anstatt im Tor landen sah.

Zur ausgezeichneten Vorstellung der unterklassigen Altdorfer bleibt anzumerken, dass Ivan Fallegger (bei 100-prozentiger Chancenauswertung) sechsmal, Marko Koljanin und Mario Obad insgesamt je fünfmal ins Ziel trafen. Die Abwehrquoten der KTV-Keeper Marcel Luthiger (7 Paraden, 26 Prozent) und Nicolas Stockers (4, 45 Prozent) verdienen spezielle Beachtung. Das handballbegeisterte Publikum unterliess es natürlich nicht, die gesamte KTV-Truppe für die beeindrucke Leistung gebührend mit langanhaltendem Applaus aus dem „Handballjahr“ 2015 zu verabschieden. – Die Meisterschaft findet nun erst am 30. Januar 2016 mit der Auswärtspartie in Zofingen ihre Fortsetzung.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Marc Vollenweider, Dave Zürcher, David Arnold (2), Ivan Fallegger (6), Marc Fallegger (2), Joy Gisler, Flavio Fallegger, Fabian Auf der Maur (2), Tizian Dossenbach (2), Yannick Drollinger, Mario Obad (5), Marko Koljanin (5).

 

Montag, 21 Dezember 2015 00:00

Revanche nach turbulentem Finale geglückt

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 HC KTV Altdorf - SG Horgen 27:24

Verdienter Sieg cleverer Urner. Zürcher Seebuben sorgten in der Schlussphase indessen für etwelche Hektik.

häuslerhorg filteredAm Samstagabend war der HC KTV Altdorf zur letzten Meisterschaftspartie im zu Ende gehenden Jahr, und vor der mehrwöchigen Punktewettkampfpause, in der Feldliarena vor rund 300 Zuschauern eingelaufen, um sich für die happige Vorrundenniederlage (27:36) gegen die SG Horgen zu revanchieren zu versuchen. Die Platzherren mussten dabei auf den weiterhin verletzten Marius Kasmauskas (Zerrung im Aduktorenbereich), die Zürcher (als sogenanntes Farmteam) auf drei Akteure, welche ein Aufgebot im gleichzeitig spielenden NLA-Kollektiv GC/Amicitia Zürich erhalten hatten, verzichten. Die Begegnung bot attraktiven, wettkampfbetonten Handballsport, welcher das Publikum immer wieder von den Sitzen zu reissen kasmauskasMarius Hovermochte, den festen Vorsatz der Urner, den Gästen beide Punkte zu entreissen, Realität werden liess sowie beste Propaganda im Hinblick auf den Dienstagabend-Schweizer-Cup-Achtelsfinal gegen St. Otmar St. Gallen (20.15 Uhr, Feldliarena) bot.

Altdorfer Dominanz in der ersten Halbzeit

Bereits die ersten zehn Minuten standen mehrheitlich im Zeichen der Platzherren. Sie agierten – wie schon gegen Möhlin – erneut mit einer 5:1-Abwehr. Sie bewährte sich bestens. Spielertrainer Mario Obad, Fabian Auf der Maur, Marko Koljanin (je zweimal), ferner Jannick Drollinger schossen ihre Farben bis zum Ablauf der Auftaktviertelstunde mit 7:4 in Front. Koljanin war mit einem Gewaltshammer gar dafür besorgt, dass das Tornetz durchlöchert wurde und repariert werden musste... (Dieser Treffer des KTV-Topskorers war zunächst von den Schiedsrichtern nicht validiert, sondern erst gutgeheissen worden, nachdem Horgens Trainer Alex Milosevic sich am Zeitnehmertisch gemeldet hatte und eingestand, dass der Ball völlig normal im Kasten - und nicht etwa via defektes Seitennetz dort gelandet war -  eine tolle Geste Milosevics). Fünf Minuten später lag der KTV mit 9:5 voraus, nachdem der wiederum top aufgelegte, 32-jährige Zerberus Marcel Luthiger gleich zwei Penaltybälle genial pariert hatte. Altdorf führte bis zu diesem Zeitpunkt technisch die feinere Klinge, während die SG Horgen gegen den kompakt wirkenden Altdorfer Abwehrblock netzflickerdossenbach filteredanderseits eher selten zu reüssieren vermochte. Sechs Minuten vor der Pause wechselten die Zürcher ihren Torsteher aus, während auf der Gegenseite Marcel Luthiger weitere Paraden ablieferte. Für einen „Zaubertreffer“ war unmittelbar vor dem Seitenwechsel Marc Vollenweider besorgt. Im Rückwärtsfallen spedierte er das Leder am verdutzten SGH-Hüter vorbei zur 15:9-Führung ins Netz der Besucher.

Zwei „Napoleone“ auf dem Feld

Im Verlaufe des zweiten Spielabschnittes taten sich die Zürcher speziell durch den risottoessenauf Saisonende zurücktretenden Horgener Trainer Alex Milosevic und SGH-Topskorer Philipp Alexander Seitle hervor. Ersterer lieferte einige Seitenlinienamokläufe, mit hochrotem Kopf Brülltiraden („jetzt reichts – jetzt reichts...“) in Richtung Spielleiterduo Kamber/Meili respektive Verbandsinspizient abfeuernd, ab, während sich der Zweitgenannte offenbar nicht damit abzufinden vermochte, von der Altdorfer Deckung weitgehend an die Leine gelegt zu werden, phasenweise wie ein zweiter „Napoleon“ als Feldmarschall auf dem Feld auftrat und fast im Minutentakt giftige Reklamationskommentare von sich gab. Dies alles trug nicht gerade zur Beruhigung der Lage auf dem Parkett bei. Primär wohl, weil sich die Spielleiter grosszügig vollraffhorgenzeigten und solche Unsportlichkeiten zumindest (zu) weitgehend tolerierten.

Nach einer Unterzahlphase der Altdorfer gelang es den Horgenern mit zunehmender Spieldauer, ihren Sieben-Tore-Rückstand bis zur 48. Minute auf drei Längen (22:19) zu reduzieren. Nach einem wenig später durch Coach Dani Lussi angeforderten Timeout steckten die Gastgeber eine gewisse Verunsicherung locker weg, um ihren Vorsprung durch Dave Zürcher, Mario Obad und Ivan Fallegger auf 25:20 zu schrauben. Drei Minuten vor Spielschluss führten die Altdorfer, welche zu diesem Zeitpunkt ihren hoffnungsvollen Nachwuchsspielern längere Einsatzzeiten zugestanden hatten, mit 27:22. Hätte nicht dreimal hintereinander Marc Häusler so genannt hundertprozentige Konterchancen versiebt und wäre im KTV-Kollektiv letztlich mit einer geringeren Nonchalance zur Sache gegangen worden, wäre ein Sieg der Urner klar deutlicher als schliesslich mit 27:24 ausgefallen. Doch die Gefahr, allenfalls noch einen Punkt liegen zu lassen, bestand überhaupt nie, wie auch Headcoach Dani Lussi und Torhütertrainer Marco Sigrist erkannten und ihrem Team alles in allem eine geschlossene Leistung attestierten.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger (35 Schüsse/14 Paraden/40 Prozent), Jan Dittli (4/1/25); Marc Vollenweider (1), Dave Zürcher (2), Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger, Joy Gisler (1), Flavio Fallegger, Fabian Auf der Maur (4), Tizian Dossenbach (2), Yannick Drollinger (1), Mario Obad (6), Marko Koljanin (8), Marc Häusler.

 

Einen Rang gutgemacht

Die weiteren NLB-Ergebnisse der Samstag-/Sonntagspartien: Siggenthal-Zofingen 27:23, Steffisburg - Kadetten-Espoirs Schaffhausen 22:21, Wädenswil - Baden 30:25, Yellow-Pfadi Winterthur - Möhlin 23:28, Suhr/Aarau - SG Pilatus/Luzern 37:27, Endingen - Birsfelden 36:34X.

Die NLB-Zwischenrangliste zum Jahresabschluss, nach je 14 von insgesamt 26 Spielen der Saison 2015/16 (der HC KTV Altdorf hat sich jetzt um einen Rang verbessert): 1. Endingen 25, 2. Suhr/Aarau 25, 3. Möhlin 18. 4. Kadetten-Espoirs Schaffhausen 17, 5. Steffisburg 17, 6. Horgen 16, 7. Siggenthal 16, 8. Altdorf 14, 9. Baden 13, 10. Birsfelden 9, 11. Wädenswil 9, 12. Yellow-Pfadi/Winterthur, 6. 13. Zofingen 6, 14. Pilatus/Luzern 5.

 

Sonntag, 13 Dezember 2015 00:00

Klare Favoriten vom Podest geholt

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TV Möhlin – HC KTV Altdorf 21:23

Viele Fans der Urner rieben sich nach 60 Minuten mehr oder weniger verwundert die Augen: Ihr Team holte dank stupender Abwehrleistung beide Punkte ab.

Sieg in Möhlin mit2In der nigelnagel neuen Steinli-Halle – „ein Bijou ihrer Art, auch was die Lichtverhältnisse betrifft“, wie der Urner Head-Coach Dani Lussi schwärmte – war der HC KTV Altdorf aufgrund des bisherigen Meisterschaftsverlaufes, vor über 500 Kiebitzen, als klarer Underdog gehandelt worden. Zumal die Gastgeber hinter den beiden Leaderformationen Suhr/Aarau und Endingen von der dritten Position des Zwischenklassementes grüssten und zu neuen Höhenflügen rüsteten, nachdem mit Trainer Zoltan Kordas unlängst ein weiterer Zwei-Jahres-Vertrag unterzeichnet worden war.

Verdienst des ganzen Innerschweizer Kollektivs

Wenn die Urner schliesslich den Sieg in den Gotthardkanton entführten, so war dies ein Verdienst der ganzen Equipe, vorweg aber der stupend und hochkonzentriert zur Sache gehenden Abwehr. Diese musste umfunktioniert werden, nachdem Hüne Kevin Ledermann für einige Monate über das grosse Wasser gezogen ist und dem Team dadurch bis auf Weiteres fehlt. Spielertrainer Mario Obad und Headcoach Dani Lussi ordneten ihre Deckung nun nach neuen Gesichtspunkten (5:1): Ivan Fallegger vorgestellt, dahinter eine kompakt agierende Abwehrkette. Ersterer verstand es in Möhlin hervorragend, die gegnerische Kanoniernummer eins, Marcus Hock - knapp die NLB-Nummer drei, mit durchschnittlich 7,5 Toren pro bestrittener Partie, unmittelbar vor dem Altdorfer Marco Koljanin (7,7, eine Partie weniger absolviert) etabliert - zu entzaubern respektive vom Parkett zu verbannen, wie es überspitzt zu formulieren wäre. Hock traf aus dem Spiel heraus nur einmal ins Volle, sein zweiter Erfolg kam nach einen verwerteten Penalty zustande. Der gegnerische Trainer war mit der Leistung seiner Truppe rückblickend nicht vorbehaltlos zufrieden, zumal der TVM kaum auf das erwartete Rendement zu kommen vermochte.

Luthis grossartige Penaltyabwehrparade

Dem Erfolg des HC KTV Altdorf - von Physiotherapeut Koen Haelters optimal vorbereitet - stand in der Schlussphase primär Keeper Marcel Luthiger (er gedenkt nach der Meisterschaft 2015/16 seine Handballschuhe definitiv an den berühmten Nagel hängen zu wollen) zu Gevatter, nachdem er bereits vorgängig rund ein Dutzend generische „Hundertprozentige“ neutralisiert gehabt hatte. Beim Stande von 22:21 für den KTV-Trupp parierte Luthi ein Penaltygeschoss Hocks respektlos. Und als dann Superskorer Marko Koljanin (insgesamt 8 Treffer) 104 Sekunden vor dem letzten Sirenenton den Ball zum 23. Mal im Netz der Nordschweizer versorgt hatte, war der Mist definitiv geführt, denn ein vom TVM-Trainer geordertes Timeout trug keine Früchte mehr – Altdorfs Sieg war dadurch definitiv in Stein gemeisselt. Der Erfolg der Urschweizer war umso beeindruckender, nachdem von der Standardtruppe nebst Kevin Ledermann auch noch Marius Kasmauskas (verletzt) und Joy Gisler (Prüfungen) gefehlt hatten. Sehr zur Genugtuung der Teamchefs Lussi und Obad: Sie attestierten ihrem Kollektiv, weitgehend das Optimum ihrer Möglichkeiten abgerufen zu haben.

Aus dem weiteren Spielverlauf

Den ersten Treffer der Partie erzielte für sein Team Spielertrainer Mario Obad. In der Folge schien einem Sieg Möhlins kaum etwas im Weg zu stehen. So führten die Fricktaler nach 20 Minuten mit 8:6. Doch Marko Koljanin und Marc Fallegger besorgten den Gleichstand, ehe Marc Fallegger, Marko Koljanin und Yannick Drollinger ihre Farben gleich mit drei Längen (11:8) in Front schossen. Nachdem die Seiten beim Stande von 12:9 zugunsten der Innerschweizer gewechselt worden waren, gaben die Aargauer Gegensteuer, um zweimal das Zepter an sich zu reissen (19:17, 48. Minute - 21:19, 53. Minute). Darauf war der Ofen der Gastgeber indessen vorzeitig aus: Der TVM vermochte keinen einzigen Ball in Luthigers Gehäuse mehr zu platzieren. Vielmehr war es Dave Zürcher, der die Generaloffensive seiner Mannschaft einläutete (22:21) und Marko Koljanin den 23. Treffer markierte. Die höchsten Erfolgsquoten in den Reihen der Altdorfer wiesen in der Manöverbilanz Yannick Drollinger (100 Prozent) und Marc Fallegger (80) auf. Hinter Marko Koljanin (8) erwiesen sich die Gebrüder Marc und Ivan Fallegger, ferner Mario Obad (je viermal) als KTV-Stürmer mit den besten Torriechern.

Die weiteren Resultate der letzten NLB-Vorrundeneinsätze (13 Spiele): Baden - Pilatus/Luzern 25:20, Zofingen - Kadetten-Espoirs/Schaffhausen 18:34, Horgen - Siggenthal 35:30, Steffisburg - Birsfelden 27:27, Wädenswil - Yellow-Pfadi/Winterthur 24:26, Suhr/Aarau - Endingen 29:28.

Das NLB-Klassement nach der Vorrunde: 1. Suhr/Aarau (23 Punkte), 2. Endingen (21), 3 Kadetten-Espoirs/Schaffhausen (17), 4. Horgen (16), 5. Möhlin (16), 6. Steffisburg (15), 7. Siggenthal (14), 8. Baden (13), 9. Altdorf (12), 10. Birsfelden (9), 11. Wädenswil (7), 12. Yellow-Pfadi/Winterthur (6), 13. Zofingen (6), 14. Pilatus/Luzern (5).

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Marc Vollenweider, Michael Bissig, Dave Zürcher (1), Ivan Fallegger (4), Cyril Keller, Marc Fallegger (4), Flavio Fallegger, Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Yannick Drollinger (2), Mario Obad (4), Marko Koljanin (8).

 

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