Spielberichte Herren 1

Spielberichte Herren 1 (139)

Freitag, 02 Dezember 2016 00:00

Entfesselter Marko Koljanin aus dem «Lazarett» zurück

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HC KTV Altdorf – STV Baden 32:25

Koljanin Baden 13x 2 filteredSpeziell das Kroatenzweigespann Marko Koljanin / Mario Obad entzauberte am Donnerstagabend die hochkotierten Tabellendritten. Altdorfer fanden damit definitiv im Mittelfeld der 14-teiligen Gruppe Unterschlupf.

Aufgrund einiger Verletzter – neu hinzu war Topskorer Nicolai Christensen gekommen (Fussblessur) – und ihrer mehrheitlich negativen Resultate aus den letzten Spielen waren die «Aktien» der Urner im Vorfeld der zwölften Runde nicht sonderlich hoch gehandelt worden. Zumal die Aargauer Gäste ihre letzten Einsätze Fallegger Ivan BADEN filteredsiegreich gestaltet hatten. Doch alles kam am Mittwochabend in der Feldliarena, vor 250 einheimischen Fans, anders. Im KTV-Trupp, in dessen Reihen waren vom eigenen Nachwuchs Lukas Diener (Jahrgang 1999), Pascal Aschwanden (1998) und David Arnold (1997) die Jüngsten, mixte erfreulicherweise Marko Koljanin, welcher zuvor infolge einer Knieverletzung während mehrerer Partien ausgefallen war, wieder in alter Frische und Spritzigkeit voll und ganz mit. Und erst noch wie: Er fetzte nicht weniger als dreizehn Bälle ins Netz der Besucher. Und da auch Spielertrainer Mario Obad sich einer ausgezeichneten Spiellaune erfreute (acht Tore), war das Kroaten-Duo in Altdorfs Reihen an der Trefferausbeute (32) mit insgesamt nicht weniger als 21 Einheiten besorgt. Kommentar: schlichtweg genial.

Abschied aus hinterem Ranglistendrittel

Der STV Baden wurde vom Anpfiff weg kompromisslos an die Leine gelegt. Er vermochte seiner Reputation dank einer starken KTV-Defensive jedenfalls nicht, wie eigentlich erwartet, gerecht zu werden. Wären da nicht einige ausgezeichnet herausmanövrierte Kreisanspiele sowie souverän verwandelte Penaltys der Widersacher gewesen, hätte die Bilanz der Innerschweizer gar noch wesentlich beeindruckender ausfallen können. Doch der Erfolg der Gastgeber war auch so hochverdient. Durch den doppelten Punktegewinn verabschiedeten sich die Urner definitiv aus dem hinteren Tabellendrittel. Sie haben nun 11 Punkte eingebunkert und sich dadurch ein recht souveränes Polster gegenüber Siggenthal und Yellow/Pfadi Winterthur (beide 8 Zähler), Birsfelden (5) sowie Chênois/Genf (3) und Schlusslicht Wädenswil (2) zugelegt. Auch wenn sie bereits eine Partie mehr als dieses Quintett bestritten haben.

Freude herrscht nach dem VOrstossen ins Ranglistenmittelfeld. filtered 2Den Ausfall des wie erwähnt zusätzlich verletzten «Toppers» Nicolai Christensen, welcher für die beiden letzten Spiele im alten Jahr zum Abseitsstehen verknurrt sein wird, vermochten die Altdorfer erstaunlich gut wegzustecken. Es waren wohl insbesondere eine Jetzt-erst-recht-Trotzstimmung sowie die vorbildliche Spieldisziplin, welche den Sieg des HC KTV Altdorf Realität werden liessen. Daran hatten die beiden Unparteiischen Urs Fässler und Patrik Meier im Rahmen ihrer «Feldli-Premiere» (als Delegierter weilte kein Geringerer als Roger Felder vom Schweizer Handballdachverband zugegen) massgeblichen Anteil. Sie erstickten sich abzeichnende «Brandherde» stets kompromisslos und verhängten gleich ein volles Dutzend Zeitstrafen (zwei Drittel davon gingen auf das Konto der Aargauer), dadurch gar nicht erst grössere Unruhe auf dem Parkett aufkommen lassend.

Fünf Akteure auf der KTV-Skorerliste

Droll Baden 3 filteredDer während einigen Wochen ausgefallene Marko Koljanin meldete sich im Lager der Gastgeber als Skorer (gegen Wädenswill war er lediglich als Penaltyvollstrecker aufgetreten) auf souveräne Art und Weise zurück. Er setzte das Leder aus dem Spiel heraus (nebst den fünf souverän verwandelten Sieben-Meter-Würfen) achtmal ins gegnerische Netz – und war gleich auch für die ersten beiden KTV-Treffer der Donnerstagabendbegegnung zuständig. Nach 8 Minuten lautete das Skore 3:3. In der Folge setzten sich die Altdorfer bereits definitiv in Front, um das Zepter während des ganzen Fights nicht mehr aus der Hand zu geben. Zwischen der 15. und 22. Minute erhöhten die Platzherren vom 7:6 auf 12:8. Der Vier-Tore-Vorsprung hatte auch zur Pause Bestand (15:11). Altdorfs Vereinspräsident Stefan Arnold wie auch Ex-Fanionteam-Topskorer Sebastian Munzert attestierten ihren Leuten in einer ersten Zwischenbilanz, sowohl in Abwehr wie Angriff sehr gut und effizient gearbeitet und nur wenige Unzulänglichkeiten begangen zu haben. Lobende Worte fanden sie speziell auch für Keeper Noah Ineichen. Nach einer Vielzahl exzellenter Parden erhielt er ebenfalls von den Zuschauerrängen aus ungeteiltes Lob gezollt.

Sensationeller «Flieger» pflanzte Tüpfelchen aufs i

Obad M Timeout 2Das positive Bild ihrer Leistung setzten die Altdorfer auch im Verlaufe der zweiten Halbzeit ohne Wenn und Aber fort. Definitiv auf Siegeskurs steuerte Ivan Fallegger den Gotthardexpress, als er mit einem sensationellen «Flieger» erfolgreich geblieben war. 11 Minuten vor Spielschluss hatten sich die Altdorfer mit 28:20 abgesetzt – Baden war nicht in der Lage, wirksam Gegensteuer zu geben. Trotzdem die Akteure der Aargauer zwischendurch mit einigen sehenswerten Aktionen zu beeindrucken verstanden, aber (vergeblich) versuchten, dem KTV-Angriff mit einem Timeout respektive einer Doppelmanndeckung eventuell noch den Giftzahn ziehen zu können.

Nebst den beiden Topskorern Koljanin und Obad trafen seitens des HC KTV Altdorf noch Ivan Fallegger (fünf-) und Marius Kasmauskas sowie Yannick Drollinger (je dreimal) ins Volle. Die besten Abschlusserfolgsquoten erzielten hinter Marko Koljanin (76 Prozent), Yannick Drollinger (75), Spielertrainer Mario Obad (72) und Ivan Fallegger (71). Torhüter Noah Ineichen hielt stolze 41 Prozent aller der auf sein Tor abgefeuerten Bälle. - Zur Erinnerung: Die nächste NLB-Partie bestreitet der HC KTV Altdorf am 10. Dezember in Birsfelden.

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marc Vollenweider, Marius Kasmauskas (3), David Arnold, Yannick Drollinger (3), Ivan Fallegger (5), Pascal Aschwanden, Lukas Diener, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur, Mario Obad (8), Marko Koljanin (13).

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Donnerstag, 24 November 2016 00:00

Negativserie gebrochen – vierten Saisonsieg eingefahren

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HC KTV Altdorf – HC Wädenswil 28:25

Fall Ivan Wäd filtered 3Der Mittwochabendfight forderte bei Fans und Aktiven Nerven. In der Schlussphase erwiesen sich die Gastgeber eine Prise abgebrühter und konsequenter.

Letzte Saison hatten die Urner den Zürchern gleich zweimal das bessere Ende zu überlassen. Diese Negativbilanz wollte der KTV-Trupp am Mittwochabend – vor rund 300 Zuschauern – unbedingt beenden. Doch die Besucher aus der Fallegger FlavioNLB-Vierzehnergruppe erwiesen sich als hartnäckige Widersacher, zumal sie auf der vorletzten Tabellenposition (mit erst 2 Punkten) alles andere als rosig dastanden. Im Vergleich zu den Gastgebern, die immerhin bereits 7 Zähler ins Trockene gebracht hatten, aber im Rahmen der letzten Spiele keine speziell überzeugenden Leistungen aufs Parkett gebracht hatten. In den Reihen der Altdorfer fehlte weiterhin der verletzte Topskorer Marko Koljanin. Dieser trat lediglich als Ausführender eines Penaltys, den der Kroate indessen in der 20. Minute versiebte, auf.

Rasche Führung der druckvoll agierenden Gäste

Mit dem ältesten Urner, dem orkanartig wehenden Föhn, im Visier - dieser hatte die anreisenden Zürcher auf dem Weg in die Urschweiz kräftig durchgerüttelt - fanden die Gäste nach dem 1:0 (Marius Kasmauskas in der Auftakt-Spielminute) recht überzeugend in die Partie, um nach 5 Minuten bereits mit 4:1 zu führen. Im Verlaufe der ersten halben Stunde geriet der KTV-Trupp bis zur 15. Minute gar mit vier Längen in Verzug. Doch in der Folge zeichnete sich eine gewisse Morgenröte in den Reihen Spielertrainer Mario Obads (an diesem Abend erfolgreichster Skorer mit zehn Treffern!) ab. Marius Kasmauskas gelang in der 25. Minute der Ausgleich (12:12), Obad wenig später das 13:12. David Arnold realisierte später das 15:14, doch der Ausgleich der Gäste kam noch vor dem Seitenwechsel zustande. Diesen traten die Urner übrigens mit einer im letzten Moment kassierten 2-Minuten-Zeitstrafe im «Tornister» an.

Über diesen Zwischenstand zeigte sich KTV-Präsident Stefan Arnold anlässlich der Halbzeit-Verschnaufpause alles andere als erbaut. Sein Kommentar: «Vier hundertprozentige Chancen liess Ineichen Ledermannunser Kollektiv unverwertet respektive hielt der stark auftrumpfende Wädenswiler Hüter brillant. In der Verteidigung wirkten wir anfänglich schwach, mit zunehmender Spieldauer indessen immerhin überzeugender. Was in unseren Reihen weitgehend fehlte, waren Flügeldurchbrüche sowie überraschende Kreisanspiele.»

Altdorf in Zugszwang gebracht

Die erste Viertelstunde des zweiten Spielabschnittes weckte bei den Fans gewisse Befürchtungen, zumal das Skore auch nach 50 Minuten immer noch 22:24 lautete. Doch Mario Obad und David Arnold waren für den Gleichstand besorgt. Ivan Fallegger läutete mit einem Doppelschlag (54. Minute) die Wende zugunsten des KTV ein. Danach nochmals blankes Entsetzen bei den einheimischen Schlachtenbummlern, als Nicolai Christensen (in Christensen Nicolai Wädenswil 3 filteredÜberzahl) beim Stande von 26:24 einen 7-Meter-Wurf vom blitzschnell reagierenden Zürcher Keeper Nummer zwei abgewehrt sah. Doch Marius Kasmauskas reparierte den Schaden, respektive erzielte das 27:24. Den aufgegleisten Sieg zementierten die Altdorfer durch einen Erfolgsknaller David Arnolds (28:24). Der letzte Treffer der Gäste hatte auf den Sieg der Urner keinen Einfluss mehr. Dieser war nicht zuletzt (auch) ein Verdienst Torsteher Noah Ineichens. Er hatte es in der heissen Schlussphase verschiedentlich verstanden, mit stupenden Paraden seine Aufwartung zu machen. Die «Schlussrakete» zündete letztlich Teamyoungster Lukas Diener. Er traf fünf Sekunden vor dem Abpfiff der generell souverän arbitrierenden Hristo Boskoski/Lukas Stalder mit einem Knaller nur den Aussenpfosten.

In den Reihen des HC KTV Altdorf erwies sich Spielertrainer Mario Obad als gewiefter Skorer. Er setzte den Ball nicht weniger als zehnmal in den gegnerischen Kasten. Der wieder genesene Rückraumspezialist Marius Kasmauskas durfte sich acht Erfolgstreffer gutschreiben Erleicht Wädenswil 3lassen, Ivan Fallegger deren vier. David Arnold verzeichnete eine geniale hundertprozentige Abschlusserfolgsquote, gefolgt durch Mario Obad (83), Ivan Fallegger und Yannick Drollinger (je 50). Im Tor beeindruckte Noah Ineichen. Er verzeichnete eine tolle 43-prozentige Abwehrerfolgsmarke.

Erfolg: «eminent wichtig»

Yannick Drollinger zum ersehnten Sieg des KTV-Kollektivs, das sein Punktetotal durch den Erfolg auf neun Einheiten anwachsen liess – Wädenswil und Genf verblieben mit je 2 Punkten am Ranglistenende: «Der doppelte Zählergewinn war für die Befindlichkeit unserer Equipe von eminenter Wichtigkeit.» Und Noah Ineichen: «Unser stetig wachsendes Selbstvertrauen trug im Verlaufe der Begegnung dazu bei, den Heimsieg zu realisieren. Dass wir gleich drei Penaltys nicht ins Ziel brachten, war wohl der phasenweise grossen Nervosität anzulasten.»

Die weiteren Mittwochabendergebnisse: Stäfa – Möhlin 30:22, Chênois Genf – Kadetten Espoirs Schaffhausen 28:31, Horgen – Solothurn 30:26, Endingen – Steffisburg 35:21. – Die Rangliste vor den Donnerstagabend-Nachtragspartien zwischen Birsfelden und Baden sowie Siggenthal und Yellow/Pfadi Winterthur: 1. Endingen (18 Punkte), 2. Stäfa (17), 3. Möhlin und Solothurn (je 14), 5. Schaffhausen (13), 6. Steffisburg (11), 7. Baden und Horgen (je 10), 9. Altdorf (9), 10. Winterthur (8), 11. Siggenthal (6), 12. Birsfelden (4), 13. Wädenswil und Genf (je 2).

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marc Vollenweider, Marius Kasmauskas (8), David Arnold (3), Yannick Drollinger (1), Ivan Fallegger (4), Pascal Aschwanden, Lukas Diener, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur, Mario Obad (10), Marko Koljanin, Nicolai Christensen (2).

 

Sonntag, 20 November 2016 00:00

Es wird langsam etwas brenzlig…

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TV Solothurn – HC KTV Altdorf 31:24

Erneute Niederlage gegen die Furore machenden Aufsteiger. Jetzt heisst es am Mittwochabend gegen Wädenswil ganz einfach: verlieren verboten.

DrollKasmauskasZum Vorherein war am Samstagabend klar, dass es gegen den TV Solothurn auswärts kein Honigschlecken absetzen würde. Zu gut waren die Gastgeber in letzter Zeit leistungsmässig drauf, zu fatal fielen die verletzungsbedingten Ausfälle im Urner Kollektiv zu Buche, als dass ein allfälliges «Wunder» hätte Tatsache werden können. Zwar spielte Marius Kasmauskas in Solothurn nach längerer Zeit wieder mit. Anderseits war auch Topskorer Marko Koljanin auf dem Parkett, trat dabei allerdings nur bei allfälligen Penaltyverdikten effektiv (und positiv) in Erscheinung, indem er sämtliche KTV-Siebenmeterchancen souverän verwertete.

Nach dem 4:4 abgedriftet

Zur Partie selber bleibt anzumerken, dass es den Innerschweizern nur in der Angangsphase gelang, den Fight ausgeglichen zu gestalten. Altdorf vermochte einen 1:3-Rückstand (5. Minute) zwar noch auszugleichen (4:4, 9. Minute), kassierte danach aber in Folge vier Minustore. Näher an die Gastgeber heranzukommen, erwies sich aus KTV-Sicht als unmöglich. Einerseits zeigten sich die athetisch starken Solothurner (zurzeit stolze Tabellenvierte mit 14 Punkten) zu keinen Kompromissen bereit, anderseits machten sich die Besucher mit zahlreichen Unzulänglichkeiten das Leben selber schwer. Zur Pause führten der TVS mit 16:11.

Kein Umschwung in der zweiten Halbzeit

Nach erfolgtem Seitenwechsel zeigte sich in keiner Phase des Spieles ein Umschwung ab. In der 40. Minute führten die Platzherren mit 21:15, um diese Reserve nicht mehr preiszugeben und die Partie schliesslich mit sieben Längen Vorsprung definitiv für sich zu entscheiden. Ihre besten Skorer hatten sie in Tom Althaus (7) und Oliver Zimmermann (5). Auf Altdorfer Seite erwiesen sich Marius Kasmauskas, Mario Obad (beide 6-) und Yannick Drollinger (5-mal) als erfolgreichste Torjäger. Altdorfs Coach Stefan Epp: «Erneut gelang es unserem Kollektiv nicht, das in ihm schlummernde Potenzial auszuschöpfen. Nun heisst es ganz einfach, am Mittwochabend leistungs- und konzentrationsmässig zuzulegen, um in der Feldliarena (ab 20 Uhr) im Rahmen der elften Meisterschaftspartie gegen den Tabellenvorletzten Wädenswil (2 Punkte) wieder zum Erfolg zurückzufinden. Es ist buchstäblich höchste Eisenbahn. Ich bin zuversichtlich, dass auch Marko Koljanin wieder voll mit von der Partie sein kann.»

Um gleich bei den Verletzten zu bleiben: Im Spiel gegen Solothurn zog sich Flavio Fallegger fatalerweise einen Fingerbruch zu – er wird für mehrere Wochen ausfallen. Elias Arnold hat sich gar in Spitalpflege zu begeben. Er muss sich einer Hüftoperation unterziehen… Gute Besserung und raschestmögliche Genesung!

Im Rahmen der Samstagspiele ergaben sich folgende Ergebnisse: Steffisburg – Stäfa 29:28, Chênois Genf – Baden 29:34, Siggenthal – Wädenswil 24:21, Möhlin – Kadetten Schaffhausen Espoirs 34:25, Yellow/Pfadi Winterthur – Birsfelden 30:29. Am Sonntagnachmittag bezwang Leader TV Endingen auswärts Horgen mit 33:24.

Das aktuelle Klassement: 1. Endingen (16 Punkte), 2. Stäfa (15), 3. Möhlin (14); 4. Solothurn (14), 5. Kadetten Schaffhausen Espoirs (11), 6. Steffisburg (11), 7. Baden (10), 8. Horgen (8), 9. Yellow/Pfadi Winterthur (8), 10. Altdorf (7), 11. Siggenthal (6), 12. Birsfelden (4), 13. Wädenswil (2), 14. Chênois Genf (2). – Winterthur und Altdorf haben bereits zehn Spiele, die übrige Konkurrenz deren neun hinter sich gebracht.

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marius Kasmauskas (6), David Arnold, Manuel Gisler, Yannick Drollinger (5), Ivan Fallegger, Flavio Fallegger, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (2), Mario Obad (6), Marko Koljanin (3), Nicolai Christensen (2).0

 

Montag, 14 November 2016 00:00

Handicapierte Urner vom Feld gefegt

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TV Endingen – HC KTV Altdorf 37:25

Chancenlos blieben die Urner am Sonntagabend beim Tabellenzweiten. Bereits die Anfangsphase lief für die Innerschweizer aus dem Ruder.

Während die Nationalmannschaftspause bei den Aargauern dazu benützt werden konnte, verschiedene angeschlagene Topspieler wieder fit zu bekommen, hatte der HC KTV Altdorf weiterhin auf seine Leistungsträger Marko Koljanin und Marius Kasmauskas zu verzichten. Zwar war das Team von Spielertrainer Mario Obad und Coach Stefan Epp mit dem festen Vorsatz angetreten, sich möglichst positiv zu verkaufen. Doch aus dem Vorhaben wurde nichts. Zum einen verzeichneten die Urner einen miserablen Start, zum zweiten stand zwischen den Pfosten der Gastgeber Geburtstagskind Dario Ferrante. Dieser lief zu einer schlechthin grandiosen Form auf, damit die Gäste immer wieder zur schieren Verzweiflung treibend. Er machte insgesamt anderthalb Dutzend Topchancen seiner Widersacher zunichte, mit einer Erfolgsabwehrquote von nicht weniger als 48 Prozent brillierend.

Zehn-Tore-Rückstand zur Pause

Die Truppe der Aargauer, in deren Reihen auch Captain Lukas Riechsteiner wieder mit von der Partie war, wartete in der Siggenthaler GoEasy-Halle (frei übersetzbar am ehesten mit «locker vom Hocker») mit einer starken Startphase auf, wobei die englische Bezeichnung für das Heimkollektiv, nicht aber für die Urner, seine Berechtigung hatte... Dem HC KTV Altdorf missriet anfänglich das Meiste – nach 10 Minuten lagen die Urschweizer bereits mit 1:7 im Hintertreffen. Das Desaster nahm in der Folge seine Fortsetzung. Der HC KTV Altdorf lag nach 20 Minuten mit 5:15, zur Pause mit 8:18 in Schieflage. Endingen setzte seinen Lauf auch nach erfolgtem Seitenwechsel fort – Altdorf vermochte der gegnerischen Dominanz (zu) wenig entgegenzusetzen. Nach 40 Minuten führte der TVE 26:14, nach der vollen Stunde mit 37:25, damit definitiv Sieg und Punkte sicherstellend.

Im Zwischenklassement weiter an Terrain verloren

Der HC KTV Altdorf kassierte mit der eingefangenen Schlappe seine dritte Niederlage in Serie (Schweizer Cup inbegriffen), um damit im NLB-Zwischenklassement auf die 9. Position abzurutschen und nach acht Spielen weiterhin nur 7 Punkte aufzuweisen.

Beste Skorer im KTV-Kollektiv waren in Endingen Nicolai Christensen (6) und Spielertrainer Mario Obad (5), Jannik Drollinger traf dreimal ins Volle. Eine je 100-prozentige Schussauswertung liessen sich Marc Vollenweider, Ivan Fallegger, Pascal Aschwanden sowie Flavio Fallegger, vor Kevin Ledermann (66), Elias Arnold und Yannick Drollinger (je 50) attestieren.

Ähnlich respektlos wie Endingen verfuhr auch NLA-Absteiger Stäfa mit Horgen (36:24), womit die beiden aus der obersten nationalen Stärkeklasse Relegierten an der Tabellenspitze bereits einen beachtlichen Vorsprung aufweisen. Die weiteren Ergebnisse des Wochenendes: Kadetten-Espoirs Schaffhausen – Steffisburg 27:29, Siggenthal – Steffisburg 22:27, STV Baden – Yellow/Pfadi Winterthur 29:19, Birsfelden – Wädenswil 25:24, Chênois Genf – Möhlin 29:37.

Favoriten haben das Sagen

Das NLB-Zwischenklassement präsentiert sich zurzeit wie folgt: 1. Stäfa (15), 2. Endingen (14), 3. Möhlin (12), 4. Solothurn (12), 5. Kadetten-Espoirs Schaffhausen (11), 6. Steffisburg (9), 7. Horgen (8), 8. Baden (8), 9. Altdorf (7), 10. Yellow/Pfadi Winterthur (6), 11. Siggenthal (4), 12. Birsfelden (4), 13, Wädenswil (2), 14. Chênois Genf (2). Altdorf und Yellow/Pfadi haben eine Partie mehr als die übrige Konkurrenz bestritten. – Am kommenden Wochenende gastieren die Urner beim Tabellenvierten, SG TV Solothurn.

Altdorf spielte mit: Jan Dittli, Noah Ineichen (24 respektive 25 Prozent Abwehrerfolgsquoten); Marc Vollenweider (2), David Arnold, Manuel Gisler, Yannick Drollinger (3), Ivan Fallegger (1), Pascal Aschwanden (1), Flavio Fallegger (2), Kevin Ledermann (2), Fabian Auf der Maur (2), Elias Arnold (1), Mario Obad (5), Nicolai Christensen (6).

 

Nationalliga B: Yellow/Pfadi Winterthur 30:28

Nur ein allereinziges Wochenendspiel stand auf dem Terminkalender der NLB-Meisterschaft. Urner verscherzten möglichen Punktegewinn und rutschten auf den 8. Platz im Zwischenklassement ab.

christensen möhlin 2 filteredDass die Aufgabe der Innerschweizer zu keinem Honigschlecken würde, lag auf der Hand. So fehlten die beiden Topspieler Marko Koljanin und Marius Kasmauskas verletzungshalber weiterhin. Ungeachtet des Handicaps lieferte der Trupp Spielertrainer Mario Obads und Coachs Stefan Epp eine recht gute Leistung ab. Schliesslich sah sich der KTV aber auf die Verliererstrasse gedrängt. Er büsste sogar den 7. Platz (mit weiterhin 7 Zählern) gegenüber dem punktegleichen TV Steffisburg ein, der eine Partie weniger bestritten hat.

Zwischenspurt nach der Pause

Der Fight begann weitgehend ausgeglichen. Keiner Mannschaft gelang es vorerst, sich abzusetzen. Nach der ersten Viertelstunde führten die Gastgeber 9:8, um nach der 20. Minute mit 13:9 in Front zu liegen. Mit einem sehenswerten Zwischenspurt arbeiteten sich die Altdorfer in der Folge an die Zürcher heran. Unmittelbar vor der Pause lautete das Skore 15:15, ehe die Altdorfer (in Überzahl agierend) noch ein Minustor in Kauf zu nehmen hatten.

Im Verlaufe der zweiten halben Stunde zauberten die Innerschweizer eine Fleissleistung aufs Parkett, um auszugleichen und gleich mit drei Längen Differenz in Front zu ziehen. Bei ausgeglichenem Spielstand hatten es schliesslich beide Formationen in der Hand, den «lucky punch» für sich zu beanspruchen.

Folgenschwere Patzer in der Schlussphase

Technische Unzulänglichkeiten der Urner spielten den Winterthurern schliesslich in die Hand. Sie profitierten insbesondere von einem fatalen Ballverlust der Gäste und brachten den Ball schliesslich definitiv zum Siegestreffer (30:28) im zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers zwischenzeitlich geräumten KTV-Tor unter.

Der HC KTV Altdorf kommt nun in den Genuss eines spielfreien Wochenendes, um dann am 13. respektive 19. November zu den schweren Auswärtsspielen in Endingen und Solothurn anzutreten.

Gegen Yellow/Pfadi Winterthur erwies sich Nicolai Christensen als bester Skorer seines Teams. Er platzierte den Ball gleich zehnmal im Kasten der Eulachstädter. Nächstbeste Schützen der Urner waren Mario Obad und Yannick Drollinger (je sieben Treffer). Elias Arnold erwies sich als effizientester Akteur seines Kollektivs. Der Dreifachskorer verzeichnete eine hundertprozentige Abschlusserfolgsquote, vor Yannick Drollinger (77), Nicolai Christensen (62) sowie Mario Obad (50 Prozent). Eine starke Leistung durfte sich Torsteher Noah Ineichen attestieren lassen. Er wartete mit einem Dutzend sehenswerten Paraden und einer insgesamt 30-prozentigen Abwehrerfolgsquote auf.

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marc Vollenweider, David Arnold, Manuel Gisler, Ivan Fallegger, Flavio Fallegger (1), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur, Elias Arnold (3), Yannick Drollinger (7), Mario Obad (7), Nicolai Christensen (10).

 

Freitag, 28 Oktober 2016 00:00

Vom gegnerischen Sturmwind verweht…

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Schweizercup Achtelfinal: HC KTV Altdorf (NLB) – HC Kriens/Luzern (NLA) 20:40

Das von Optimisten insgeheim erhoffte «Wunder in der Feldliarena» fand am Donnerstagabend nicht statt. Die verletzungshalber arg gebeutelten Urner vermochten an der gegnerischen Superfestung nicht zu rütteln.

Prominenz A KriensDass es der HC KTV Altdorf verstanden hatte, bis in die Achtelfinals des attraktiven nationalen k.o.-Wettbewerbes vorzudringen, entsprach einer höchst beachtlichen Leistung. Nun führte der Weg die beiden Innerschweizer Nummern eins respektive zwei zusammen. Die ansprechende Ausmarchung fand vor knapp 500 Kiebitzen am Donnerstagabend in der Feldliarena unter der souveränen Leitung von Hristo Boskoski und Lukas Stalder, die schon seit fünf Jahren gemeinsam arbitrieren, statt. Die Urner hatten das Handicap zu verkraften, ihre Top-Akteure Marko Koljanin und Marius Kasmauskas ein weiteres Mal nicht zu Stelle zu haben. Beide hatten sich vorgängig Verletzungen zugezogen, die es zurzeit auszukurieren galt.

Vielversprechender Auftakt des KTV

dDrollinger Krien 2Das erwähnte Handicap schlug allzu negativ zu Buche. Der KTV-Trupp vermochte den Kriensern nach vielversprechenden Auftaktminuten in keiner Art und Weise Paroli zu bieten, da er gegen die Vierten des Zwischenklassements im NLA-Championat ganz einfach zu bescheiden besetzt war. Ihren verletzten Torsteher Paul Bar (mit polnisch-deutschen Wurzeln) ersetzten die Besucher durch den reaktivierten Roman Schelbert vom KTV Muotathal. Dieser erinnerte mit einer Vielzahl exzellenter Paraden (45-prozentige Abwehr-Erfolgsquote) an seine allerbesten Zeiten. Auf der Gegenseite war auch Keeper Noah Ineichen nicht von Pappe. Mit verschiedenen Glanztaten spielte sich Altdorfs Schlussmann immer wieder in die Herzen der einheimischen Fans.

Ineichenco KriensIn der Abwehr wirkte der HC KTV Altdorf längst nicht mehr so gut organisiert wie im Rahmen der vorgängig (gewonnenen) NLB-Einsätze, als sich die Urner immer wieder auszuzeichnen verstanden. Doch bleibt anzumerken, dass die Luzerner (Trainer: Heiko Grimm) eben eine eingespielte Truppe auf dem Parkett stehen hatten, die sich zusätzlich seitens der eigens nach Altdorf «transferierten» Musikanten des HCK-Fanklubs zu Sonderleistungen aufpeitschen liess. Der Schlachtenruf «Hiä regiärt dr Üristier» verhallte jedenfalls für einmal echolos in den Ovationswellen der Krienser/Luzerner Supporter, in deren Team mit Jost Brücker (vormals: St. Otmar St. Gallen, NLA) ein Ex-Altdorfer sein stupendes Handball-Repertoire zum Besten zu geben verstand (hundertprozentige Abschluss-Erfolgsquote im Rahmen des Donnerstagabendfights).

Prominenter Ehrengast

AuderMaurJost KriensDer trotz des klaren Ergebnisses begeisternde Handballabend erhielt eine spezielle Note verpasst, da sich Olympiade-Teilnehmerin Jolanda Annen - die in Rio de Janeiro (Brasilien) unlängst auf dem 14. Platz etablierte Triathletin aus Schattdorf - in einem mit Stefan Arnold (Handballpräsident HC KTV Altdorf) während der Pause geführten Interview in die Karten schauen liess und aufschlussreiche Informationen im Hinblick auf die nächsten Olympischen Spiele (Tokio 2020) abgab.

In der Anfangsphase der Cuppartie vermochte der HC KTV Altdorf mit den Besuchern vielversprechend mitzuhalten. Fabian Auf der Maur glich das 0:1, Yannick Drollinger das 1:2, Mario Obad das 2:3 der hochkarätigen Gäste aus. Der SCK wurde seiner Favoritenrollen in der Folge immer deutlicher gerecht. Immerhin vermochten die Altdorfer nach dem 5:9 nochmals zu reagieren und mit sehenswerten Angriffen respektive Toraktionen auf 9:10 (20. Minute) zu verkürzen. Als dann der Ex-Altdorfer Jost Brücker mit dem 15. Treffer der Besucher seine Aufwartung machte, gerieten die Altdorfer weiter in Schieflage. Die Seiten wurden beim Stande von 12:19 gewechselt.

Rückstand vergrösserte sich stetig

Die zweite Halbzeit wurde mit Jan Dittli im Tor in Angriff genommen. Er wusste die clever agierenden SCK-Angreifer kaum je an erfolgreichen Abschlüssen zu hindern. David Arnold mit zwei sehenswert herausgespielten Treffern vermochte auf der Gegenseite sehenswerte Tore zu erzielen. Spielertrainer Mario Obad räumte sein Aktionsfeld in der Folge zugunsten zusätzlicher KTV-Nachwuchsakteure. Diese lösten ihre Aufgaben recht gut. Doch war unverkennbar, dass der Weg der Altdorfer Youngster nach «oben» noch ein beschwerlicher ist.

Die Partie stand im Verlauf der letzten 20 Minuten immer deutlicher im Zeichen der Gäste. Sie wirbelten die KTV-Deckung Mal für Mal gehörig schwindlig, damit erkennen lassend, dass sie im nationalen Championat nicht von ungefähr auf einer der vordersten Position (zusammen mit Wacker Thun nach zehn Einsätzen in der Qualifikationstour 14 Punkte aufweisend und die 3. respektive 4. Stelle einnehmend) anzutreffen sind.

Die Cuppartie endete schliesslich mit zwanzig Längen Differenz zugunsten des SC Kriens/Luzern, der sich damit für den Viertelfinal qualifizierte. Nicht zufrieden mit den Leistungen ihrer Truppe zeigten sich Spielertrainer Mario Obad und Coach Stefan Epp: «Wir hatten uns eigentlich mehr erhofft, aber offenbar die Erwartungen zu hoch gesteckt. Sind einmal die leidigen Verletzungen der beiden Leistungsträger Koljanin und Kasmauskas auskuriert, werden wir indessen bestimmt wieder zu neuen Ufern im Rahmen des NLB-Championats aufbrechen können.»

Erfolgreichster Skorer im KTV-Team war am Donnerstagabed Nicolai Christensen. Er traf fünfmal ins Volle, vor dem stark auftrumpfenden Nachwuchsakteur David Arnold, Spielertrainer Mario Obad sowie Yannick Drollinger. Dieses Trio liess sich je drei Tore gutschreiben. Fabian Auf der Maur verzeichnete als einziger der Gastgeber eine hundertprozentige Abschlusserfolgsquote, vor Yannick Drollinger (75 Prozent), Kevin Ledermann und Ivan Fallegger (je 50).

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marc Vollenweider, David Arnold (3), Ivan Fallegger (2), Pascal Aschwanden, Flavio Fallegger, Kevin Ledermann (2), Fabian Auf der Maur (2), Elias Arnold, Yannick Drollinger (3), Mario Obad (3), Nicolai Christensen (5).

 

Montag, 24 Oktober 2016 00:00

Fatales Verletzungspech handicapierte die Urner

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HC KTV Altdorf – Lakers Stäfa 24:27

Ausgerechnet im Hinblick auf das Spitzenspiel fehlten die verletzen «Topper» Marko Koljanin und Marius Kasmauskas. Sonst wären die Tabellenleader wohl kaum ohne Punkteverlust geblieben.

Christensen Stäf filteredDie Verletzungshexe schüttelt die KTV-Truppe zurzeit bös durch. So fällt der Torschützenbeste Marko Koljanin für einige Zeit infolge einer Knieverletzung aus. Und auch Marius Kasmauskas sieht sich zu einer Zwangspause verknurrt. Damit ist bereits gesagt, dass die Gastgeber am Samstagabend in der Feldliarena vor 350 Kiebitzen mit einem echten Handicap gegen die NLA-Absteiger antreten mussten. Gesagt sei aber auch gleichzeitig, dass sich die dadurch vermehrt zum Zuge kommenden KTV-Nachwuchsspieler ausgesprochen gut zu verkaufen verstanden. Alles in allem lieferten die Innerschweizer gegen die hochkarätigen Widersacher ein Duell auf Augenhöhe ab. Dies attestierte dem Trupp von Spielertrainer Mario Obad und Coach Stefan Epp auch der Chronist der Zürcher: «Unsere Gegner zeigten auf, weshalb sie in den beiden vorgängigen Partien Möhlin und die Kadetten Espoirs aus Schaffhausen geschlagen hatten.»

Beidseitig etwelches Abschlusspech

Die Zuschauer erhielten vom Start weg eine spannungsträchtige Partie vorgesetzt. Sehenswert herausgespielte Tore und wirblig vorgetragene Angriffe prägten den Fight. Für die erste Führung der Gastgeber waren Fabian Auf der Maur und Spielertrainer Mario Obad besorgt (1:0, 2:1). Nach dem 5:5 legten sich die Altdorfer ein kleines Polster zu (8:6), ehe in der Folge Obad Timeouteinige technische Fehler der Einheimischen den Zürcher Seebuben mehrmals in die Hände spielten und sich diese bis zum Seitenwechsel mit drei Längen abzusetzen vermochten. Ungeachtet verschiedener Topparaden des KTV-Keepers Noah Ineichen, der sich immer wieder die Ovationen der mitfiebernden einheimischen Matchbesucher zu sichern verstand. 10:13 lautete das Skore zur Pause zugunsten der Stäfner, die zu diesem Zeitpunkt 28 Abschlüsse verzeichnet hatten – Altdorf deren 17.

Topstart in zweite Halbzeit

David Arnold läutete die Aufholjagd seiner Truppe mit einem sehenswerten Durchbruch ein. Mario Obad setzte unmittelbar danach zwei seiner insgesamt sechs souverän verwerteten Penaltys ins gegnerische Netz, Nicolai Christensen steuerte einen Treffer zum 14:14 (35. Minute) bei. Nach drei Vierteln der gesamten Spielzeit hatten die Urner die Hand noch immer am Drücker (19:20), ehe dann die Stäfner mit drei Längen Vorsprung in Front zogen und diese Reserve bis zuletzt nicht mehr preisgaben, zumal sie ihre Torerfolgsquote nach der ersten Spielhälfte insgesamt von 46 auf 70 Prozent zu steigern verstanden.

Arnold David Stäfa 2In den Reihen der Zürcher profilierte sich nebst Mikkel Madsen (8 Tore) und Nicola Brunner (7) insbesondere der Neuzugang vom HC Metalac Zagreb, Valentino Valentakovic (5). Im Lager der Urner war Mario Obad bester Skorer (8), vor Nicolai Christensen, Ivan Fallegger und Yannick Drollinger (je 4). Die besten Abschlusserfolgsquoten liessen sich Ivan Fallegger sowie Yannick Drollinger (je 80 Prozent), vor Fabian Auf der Maur (60) attestieren. Torsteher Noah Ineichen, der praktisch während der ganzen Spielzeit den Kasten hütete, war die auffälligste Erscheinung aller auf dem Feld zum Einsatz gelangenden Keeper. Er wehrte 16 gegnerische Versuche erfolgreich ab – dies entsprach einer tollen 40-prozentigen Quote.

Die übrigen NLB-Resultate des Wochenendes: Steffisburg – Möhlin 23:24, Wädenswil – Baden 28:38, Siggenthal – Endingen 23:29, Horgen – Schaffhausen II 27:27, Yellow/Pfadi Winterthur – Chênois Genf 35:23, Solothurn – Birsfelden 27:23. – In der Zwischenrangliste führt Stäfa nach sieben Runden (13 Punkte), vor Endingen (12), Schaffhausen II (11), Möhlin und Solothurn (je 10). Altdorf liegt zusammen mit Steffisburg mit je 7 Punkten im Mittelfeld. Vom Tabellenende grüssen Genf, Winterthur sowie Wädenswil (je 2). – Am kommenden Wochenende hat der HC KTV Altdorf Yellow/Pfadi Winterthur aufzusuchen.

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marc Vollenweider, David Arnold (1), Ivan Fallegger (4), Pascal Aschwanden, Flavio Fallegger, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (3), Elias Arnold, Yannick Drollinger (4), Mario Obad (8), Nicolai Christensen (4).

 

Montag, 17 Oktober 2016 00:00

Leader bezwungen – aber Torjäger Koljanin verloren

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Kadetten Espoirs Schaffhausen – HC KTV Altdorf 26:27

Für den Coup der sechsten Runde waren die Urner am Wochenende in der Munotstadt besorgt. Sie brummten den Gastgebern die erste Saisonniederlage auf.

23 Koljanin MarkoDas hatte wohl kaum jemand erwartet. Nämlich dass der KTV-Trupp ausgerechnet dem Leader – und erst noch auswärts – die ersten beiden Punkte in der noch jungen Saison abzwacken würde. Doch das Team von Spielertrainer Mario Obad und Coach Stefan Epp knüpfte weitgehend an die Superleistung des voran gegangenen Wochenendes (Erfolg über Möhlin) an. Es zeigte eine beeindruckende Leistung und stand schliesslich als Sieger in einer von den Sitzen reissenden Begegnung fest. Fatalerweise wurde die Freude über den genialen Erfolg aber ernsthaft getrübt. Denn schon nach wenigen Minuten zog sich Marko Koljanin, bisher mit Abstand bester Skorer der Innerschweizer, eine Knieverletzung zu und schied aus (ihm sei gute Besserung sowie rasche Genesung gewünscht!). Diese Woche wird sich weisen, wie schwer die Blessur einzustufen ist. Ein ärztlicher Untersuch, verbunden mit einem MRI, muss zeigen, wie das Ganze einzustufen ist. Vor Ort nahm Physiotherapeut Koen Haelters eine erste «Sichtung» vor. Seiner Meinung nach dürfte der Unglücksrabe mit einer etwa dreiwöchigen Zwangspause rechnen müssen. Ein herber Schlag für die Altdorfer, die sich mit ihrem Achtungserfolg im Mittelfeld der Zwischenrangliste etabliert haben und nun 7 Punkte aufweisen.

Die weiteren Ergebnisse der Runde: Stäfa – Siggenthal 25:25, Baden – Solothurn 27:24, Möhlin – Horgen 26:25, Yellow/Pfadi Winterthur – Wädenswil 30:28, Endingen – Birsfelden 27:24, Chênois Genf – Steffisburg 21:25.

Das aktuelle NLB-Klassement: Stäfa 11 Punkte, Endingen und Schaffhausen je 10, Möhlin und Solothurn je 8. Altdorf, Solothurn und Horgen je 7, Siggenthal und Baden je 4, Birsfelden, Genf, Wädenswil und Winterthur je 2. – Voranzeige: Am Samstag, 22. Oktober, steigt in der Feldliarena (um 19 Uhr) der Spitzenfight gegen Leader (und NLA-Absteiger) Stäfa.

Emotionen und Hochspannung

Die Partie in Schaffhausen stand im Zeichen etwelcher Emotionen und Hochspannung bis zur letzten Sekunde. Die Gastgeber traten nur mit 12 (Altdorf: 14) Akteuren und zwei angeschlagenen Spitzenspielern an. Darunter Maximilian Gerbl (Fussprobleme), der schon frühzeitig eine Zwangspause einlegen musste, später aber wieder mittun konnte.

Keine der beiden Mannschaften vermochte sich vorerst vom Gegner abzusetzen. Dabei durften sich die Abwehrakteure beider Formationen ein Kränzlein winden lassen. Sie lieferten einen Topjob ab. Nichts könnte dies besser beweisen als die magere Torausbeute – zur Pause stand die Begegnung nur mal gerade 11:10 zugunsten der Urner.

Dreimal rot verhängt

Noah IneichenGar nicht kompromissbereit zeigten sich die beiden Unparteiischen Keiser/Rottmeier bezüglich Spielleitung. Sie liessen sich (richtigerweise) nicht ins Handwerk pfuschen. So sah sich in der zweiten Halbzeit der Schaffhauser Jonas Schelker (nach einer despektierlichen Handbewegung) schon in der 35. Minute in die Kabine verabschiedet (Disqualifikation mit Bericht). In der 54. Minute folgte ihm Kevin Ledermann nach einem (über)harten Einsteigen. Dritter im Bunde der «Roten» war Markovic Zoran aus der Schaffhauser Truppe (55. Minute) – beide «Sünder» mit dem Vermerk «Disqualifikation ohne Bericht». Mit der Spielleitung waren indessen etwelche Teamverantwortliche und Akteure nicht zufrieden. Der Chronist der Schaffhauser ortete in seinem Rapport «zahlreiche fragwürdige Entscheidungen, mit welchen wohl niemand in der ganzen Halle zufrieden war». Sei dem, wie man wolle: 10 Minuten vor Spielschluss zeichnete sich eine Vorentscheidung ab, als der HC KTV Altdorf mit 22:19 in Front gezogen war. Was die Gastgeber dazu veranlasste, ein Teamout anzufordern. Gut 4 Minuten vor dem letzten Sirenenton führten die Innerschweizer mit 26:23. Doch das war noch nicht alles. Denn das Obag-Kollektiv machte sich das Leben selber schwer. Sowohl Nicolai Christensen wie der KTV-Spielertrainer scheiterten mit zwei Penaltyversuchen am starken Schaffhauser Zerberus Kaj Stokholm (der insgesamt 58 Prozent (!) aller Altdorfer Torwürfe magistral zunichtemachte). Um gleich bei den Torstehern zu verweilen: Auch Altdorfs Schlussmann zeigte sich an diesem denkwürdigen Spielnachmittag von seiner Schoggiseite. Er «krallte» 17 Bälle der Gegner, damit insgesamt auf eine 40-prozentige Abwehrerfolgsquote kommend.

Matchwinner Noah Ineichen

Doch zurück zum Spielverlauf: Als die Matchuhr bei 57.11 stand, hatten die Munotstädter auf 27:26 verkürzt. Dabei sollte es bis zuletzt bleiben, zumal im allerletzten Moment Noah Ineichen eine gegnerische Topchance Patrice Bührers mit genialem Reflex entschärfte.

Mit dem Erfolg seiner Truppe war Spielertrainer Mario Obad, der übrigens den letzten Treffer seiner Formation erzielt hatte, natürlich höchst zufrieden. Er sah eine alles über alles gesehen topmotivierte Mannschaft im Einsatz, die insbesondere in der Defensive erneut einen ausgezeichneten Eindruck hinterliess. «Wesentlichen Anteil am Erfolg hatte nicht zuletzt Torhüter Noah Ineichen, doch auch unsere übrigen KTV-Akteure setzten höchst positive Akzente. Ingesamt verzeichneten wir mehrere Schüsse, die nur an der gegnerischen Torumrandung landeten», lautete die Bilanz des Teamchefs.

Als erfolgreichster KTV-Shooter zeichnete sich Yannick Drollinger (6 Treffer) aus, vor Marius Kasmauskas (5), Ivan Fallegger, Mario Obad sowie Nicolai Christensen (je 4). Bis zu seinem verletzungsbedingten Ausscheiden liess sich Marko Koljanin eine hundertprozentige Chancenauswertung attestieren. Yannick Drollinger kam auf 85, Ivan Fallegger auf 80 Prozent. Beiden Mannschaften darf im Übrigen bescheinigt werden, sich generell einen ausgesprochen fairen Fight geliefert zu haben.

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marius Kasmauskas (5), David Arnold (1), Ivan Fallegger (4), Pascal Aschwanden, Flavio Fallegger, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (2), Elias Arnold, Yannick Drollinger (6), Mario Obad (4), Marko Koljanin (1), Nicolai Christensen (4).

 

 

Sonntag, 09 Oktober 2016 00:00

Ein Geniestreich mit Ansage

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf – TV Möhlin 34:30

Topleistung der Gastgeber vor 400 Kiebitzen. Jetzt in vordere Tabellenhälfte vorgeprescht.

Aufdmaur möhlBereits in den «Katakomben» respektive der Garderobe liessen sich die Altdorfer hervorragend einstellen. Die Forderung Spielertrainer Mario Obads wurde in der Feldliarena denn auch 1:1 umgesetzt: «Wir müssen eine 400-prozentige Leistung erbringen, wollen wir die hochkotierten Gäste, deren Kader im Vergleich zur vorangegangenen Saison markant optimiert worden ist, in den Griff bekommen.» Die Forderung ihres Chefs und auch seitens Coach Stefan Epps wurden, wie sich rasch zeigen sollte, beherzigt. Den mit allen denkbaren Varianten aufwartenden Nordschweizern wurde der Wind frühzeitig aus den Segeln genommen. Was speziell beeindruckte, war die sackstarke Leistung der KTV-Deckung – ungeachtet obadepp möhlinder 30 kassierten Minustreffer – wie auch der Offensive. Letztere war es, welche trotz recht zahlreicher technischer Fehler (bei dieser Supergangart aber eigentlich kein Wunder), die einheimischen Zuschauer immer wieder von den Sitzen riss respektive zu Sonderovationen veranlasste. Alles in allem ganz einfach eine eigentliche Galavorstellung des KTV-Trupps. Die Erkenntnis: Falls auf diesem Niveau weiteragiert wird, dürften weitere «Höhenflüge» der Urner nicht ausbleiben. Die beiden gewonnenen Punkte liessen die Altdorfer jetzt in die vordere Tabellenhälfte vorstossen. Sie, deren Selbstvertrauen durch das Mittun der verletzten respektive angeschlagenen Marius Kasmauskas und Nikolai Christensen am Samstagabend unverkennbar gestärkt wurde.

Frühzeitiger Drei-Tore-Vorsprung

Die Altdorfer begannen ebenso fulminant wie hochkonzentriert. Mario Obad (zweimal), Yannick Drollinger und Fabian Auf der Maur ballerten ihre Mannschaft schon nach 7 Minuten mit 4:1 in Front. Die Widersacher, mit Trainer Zoltan Cordas auf der Bank, rieben sich verwundert die Augen ob soviel (unerwarteter) Nonchalance, mit der die Einheimischen zur Sache gingen. Und auch vor dem Liga-Topskorer Marcus Hock, der mehrheitlich (insgesamt an diesem Kasm marius wieder dabeiAbend nur mal gerade zweimal ins Volle treffend) erbrachte und damit immer wieder an die Leine gelegt werden konnte, nur wenig Respekt bewiesen. Nach knapp 20 Spielminuten hatte Möhlin seinen Rückstand auf eine Länge reduziert (9:8). Doch Marius Kasmauskas und Mario Obad stellten schon bald wieder den alten Vorsprung ihres Kollektivs her. Zur Pause führten die Platzherren mit 14:12 – der Optimismus in den Reihen der Gelb-Schwarzen war zu diesem Zeitpunkt bereits unverkennbar. Dem Motto «hiä regiärt dr Ürischtiär» sollte dem Team auch im weiteren Verlauf der Partie sozusagen als Leitplanke dienen…

Die Abgebrühtheit des Ivan Falleggers

Freude herrscht möhlEs wäre unfair, irgend einen Akteur des HC KTV Altdorf speziell hervorzustreichen. Alle 14 das Matchblatt zierenden Akteure liessen auch während der zweiten halben Stunde kaum Wünsche offen. Mit welcher Kaltschnäuzigkeit sie gegen den TVM zur Sache gingen, zeigte etwa jene Aktion auf, als Fabian Auf der Maur, auf der rechten Flügelaktion durchbrechend, das Leder durch den gegnerischen Kreis hindurch zu Ivan Fallegger auf die rechte Spielfeldseite zirkelte. Den Ball nahm Letzterer direkt ab und erzielte (an diesem denkwürdigen Abend erfolgreichster Skorer seines Kollektivs) einen speziell sehenswerten Treffer markierte. Mit schnellem Spiel beeindruckten die Gäste, die letztes Jahr in Altdorf noch gewonnen hatten, in der Folge. Dabei immer wieder versuchend, das Resultat zu ihren Gunsten zu drehen. Doch dagegen legte die KTV-Abwehr - unterstützt durch den stark aufspielenden Keeper Noah Ineichen - ihr Veto ein.

christensen möhlinAls dann nach 50 Minuten das 27:22 feststand, zweifelte in der Feldlihalle eigentlich kaum mehr ein KTV-Fan am Erfolg seiner Truppe, trotzdem Möhlin seinen Rückstand noch zweimal auf drei Längen zu reduzieren verstand (27:24, 30:27). In der Schlussphase waren es seitens der Urschweizer Ivan Fallegger, Fabian Auf der Maur (mit einem raffinierten Drehball), Yannick Drollinger sowie Marius Kasmauskas, welche nach dem 30. Treffer der Marke Nicolai Christensen in die Maschen Nicolas Bamers (Möhlin) trafen.

Hinter Ivan Fallegger (7) etablierten sich Marko Koljanin (6), Mario Obad (5), Fabian Auf der Maur, Yannick Drollinger und Nicolai Christensen (je 4) als Erfolgreichste auf der KTV-Skorerliste. Auf eine je 100-prozentige Abschlusserfolgsquote kamen Ivan Fallegger sowie Yannick Drollinger, vor Fabian Auf der Maur (80), Ivan Fallegger (77), Mario Obad (71) und Marius Kasmauskas (60). – Noah Ineichen parierte neun gegnerische Abschlussversuche.

Die weiteren Resultate des zweiten Oktoberwochenendes in der NLB: Wädenswil - Chênois/Genf 36:27, Siggenthal - Schaffhausen/Espoirs 24:32, Baden - Endingen 26:34, Horgen - Steffisburg 41:30, Birsfelden - Stäfa 19:24, Solothurn - Yellow/Pfadi Winterthur 23:17.

In der vorderen Tabellenhälfte stehen (nach je fünf Runden): 1. Schaffhausen und Stäfa (je 10 Punkte), 3. Endingen und Solothurn (je 8), 5. Horgen (7), 6. Möhlin (6), 7. Altdorf (5).

Hinweis: Die Achtelsfinal-Cuppartie zwischen dem HC KTV Altdorf und HC Kriens/Luzern (NLA) wurde neu terminiert. Sie findet definitiv am Donnerstag, 27. Oktober, 20 Uhr, in der Feldliarena Altdorf statt.

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marc Vollenweider, Marius Kasmauskas (3), David Arnold, Ivan Fallegger (7), Flavio Fallegger (1), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (4), Elias Arnold, Yannick Drollinger (4), Mario Obad (5), Marko Koljanin (6), Nicolai Christensen (4).

 

Sonntag, 02 Oktober 2016 00:00

Täli-Truppe heizte Overdogs tüchtig ein

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Schweizercup: KTV Muotathal – HC KTV Altdorf 29:32

Dreiviertel Stunden vor Spielende stand das mit Spannung erwartete Derby noch auf des Messers Schneide. Doch dann trumpften die Urner beeindruckend auf.

23 Koljanin MarkoRund 450 Kiebitze wollten sich den Thriller in der Muotathaler Halle am Samstagabend nicht entgehen lassen. Etwa ein Viertel der «Quote» war aus dem Urnerland angereist, denn der Cup-Sechzehntelfinal versprach Hochspannung pur. So kam es denn auch. Die Schwyzer drückten vom Anpfiff weg tüchtig auf die Tube. Sie forderten dem Nati-B-Vertreter das gesamte Repertoir ab.

Das erste Tor der Partie erzielte seitens der Altdorfer Nicolai Christensen, der im Verlaufe der Begegnung noch sieben weitere Male ins Volle traf. Wie erwartet ging der KTV Muotathal (1. Liga) in der Folge konzentriert und motiviert zur Sache. Die Urner führten nach den ersten 10 Minuten zwar 5:4. Doch die Gastgeber konterten eiskalt, um nach einer Viertelstunde mit 9:7 in Front zu liegen. Zweieinhalb Minuten vor der Pause führten die Platzherren gar mit drei Längen Reserve (17:14). Nicolai Christensen sowie Marc Vollenweider liessen die Urner wieder etwas durchatmen - zur Pause stand das Urschweizer Derby 17:16 zugunsten des Täli-Trupps.

Die Schwyzer liessen sich in der Garderobe offenbar zusätzlich eine Motivationsspritze verpassen. Nach 40 Minuten lagen sie gegen die Höherklassigen (NLB) mit 22:18 in Front. Dies war dann aber für die Gebeutelten offenbar doch eine Art Schuss vor den Bug. Spielertrainer Mario Obad und seine Akteure profitierten von einigen Unzulänglichkeiten der Platzherren kaltschnäuzig. Sie reduzierten den Vorsprung der Muotathaler auf eine Länge. In der 44. Minute hatte Flavio Fallegger den Gleichstand bewerkstelligt (22:22). Nach dem 25:25 lancierten Mario Obad sowie Altdorfs Topskorer Marko Koljanin (zehn Treffer) die Schlussoffensive ihres Kollektiv. Der Sturmlauf der Urner hatte denn auch Hände und Füsse – die Besucher erhöhten ihren Vorsprung auf 30:25 (54. Minute). Der Bann war damit gebrochen, die Einheimischen sahen sich mehrheitlich in der Defensive festgenagelt. Als dann Pascal Aschwanden 192 Sekunden vor dem Abpfiff auf 32:27 erhöhte, war die Sache für die Favoriten definitiv geritzt, auch wenn die Schwyzer das Ergebnis durch Patrick Föhn sowie Kevin Heinzer noch etwas zu verbessern vermochten (32:29).

Oberklassige lange Zeit geärgert

Der Kommentar der Heimteamchronistin: «Die Muotathaler ärgerten die oberklassigen Urner lange Zeit. Kampfgeist und Siegeswille waren von Anfang an spürbar, und auch die zahlreichen Fans unterstützten ihre Formation mit allen erdenklichen Mitteln. Am Ende setzte sich jedoch die Klasse der Urner durch, denn in der entscheidenden Phase trafen sie die richtigen Entscheidungen und erzielten Treffer um Treffer.» Altdorfs Spielertrainer Mario Obad: « Die erste Halbzeit verlief ganz und gar nicht nach unseren Vorstellungen. In der Deckung wirkten wir fahrig, im Angriff wurde oft unkonzentriert zur Sache gegangen. Im Rahen der Schlussviertelstunde spielten wir als Kollektiv dann echt überzeugend. Erfreulich war insbesondere der gute Einsatz unserer verschiedenen zum Zuge kommenden Nachwuchsleute, insbedonere auch Fabio Arnold und Pascal Aschwanden, die das in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigten.»

Skorer des Abends war in den Reihen des HC KTV Altdorf wieder einmal mehr Marko Koljanin. Zehnmal traf der stark auftrumpfende Kroate in den Netzhimmel der Gastgeber, achtmal war der entfesselte Nicola Christensen, sechsmal Spielertrainer Mario Obad erfolgreich. Eine hundertprozentige Abschlusserfolgsquote liessen sich die Nachwuchsakteure Marc Vollenweider, Flavio Fallegger und Pascal Aschwanden attestieren – Marko Koljanin brachte es auf stolze 90 Prozent. Torsteher Noah Ineichen parierte 30 Prozent der auf sein Tor abgefeuerten Bälle, der erst 17-jährige Fabio Arnold 13 Prozent.

Gegner wird am Dienstag ausgelost

Durch den Sieg im Täli sicherte sich der HC KTV Altdorf den Vorstoss in den Schweizercup-Achtelsfinal. Das Los wird am Dienstag entscheiden, auf wen die Urner nun treffen.

Voranzeige: In der NLB-Meisterschaft trifft der Obad-Trupp am Samstagabend, 8. Oktober in der Feldliarena vor eigenem Publikum auf den TV Möhlin. Die Nordschweizer haben sich im Vergleich zum Vorjahr merklich verstärkt und bereits sehenswerte Resultate erzielt. Im Rahmen der jüngsten Cuprunde beispielsweise liessen sie sich durch die hochkotierten Winterthurer Pfader (NLA) nur mal mit vier Längen Differenz auf Distanz halten (21:25).

Altdorf spielte gegen Muotathal mit: Noah Ineichen, Fabio Arnold; Marc Vollenweider (1), David Arnold (1), Manuel Gisler, Ivan Fallegger (2), Pascal Aschwanden (1), Flavio Fallegger (1), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur, Yannick Drollinger (2), Mario Obad (6), Marko Koljanin (10), Nicolai Christensen (8).

 

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