Spielberichte Herren 1

Spielberichte Herren 1 (141)

Donnerstag, 05 Dezember 2013 11:21

Eine penible Klatsche kassiert

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Nationalliga A: Pfadi Winterthur – HC KTV Altdorf 42:19

Urner sahen sich vom Tabellenersten bös zerzaust. Sie vermochten die Gastgeber nicht einmal zu „kitzeln“.

Mit einer derart deftigen Abfuhr des Tabellenletzten hatte wohl kaum jemand gerechnet. Nun heisst es, sich am Samstag gegen den BSV Muri Bern bestmöglich zu rehabilitieren.

11:2 nach Auftaktviertelstunde

Philipp Reuter vom HC KTV Altdorf war erfolgreichster Skorer der Mittwochabendpartie überhaupt (8 Treffer). FOTO: RUEDI AMMANN   Rund 400 Zuschauer wohnten dem Mitte-Woche-Spiel in der Winterthurer Eulachhalle bei. Sie sahen einen Fight, der eigentlich diesen Namen gar nicht verdient, vorgesetzt. Denn die Gastgeber zogen alle Register ihres Könnens – den Besuchern nur die Brosamen überlassend. Und damit beweisend, dass sie nicht von ungefähr die Ranglistenspitze zieren. Die Pfader hatten noch vor dem Einsatz davor gewarnt, die Begegnung gegen den Underdog ja nicht als „Selbstläufer“ zu bezeichnen, sondern sie voll engagiert in Angriff zu nehmen. Die Mahnung wurde gehört: Nichts von Schlendrian war bei den Platzherren zu sehen. Während der vollen Stunde lieferten sie eine Leistung ab, welche das Prädikat „vorzüglich“ neidlos verdient.

Wenig bis nichts lief anderseits im Team der Urner, das nur um Haaresbreite einen Nationalliga-Klubrekord der Eulachstädter zu vereiteln vermochte. Denn Pfadi hatte in den letzten Jahren bereits viermal Partien mit 42 erzielten Toren siegreich gestaltet. Der HC KTV Altdorf legte eine erste Halbzeit zum Vergessen aufs Parkett. Nur mal sechs innert einer halben Stunde erzielte Treffer erübrigen eigentlich spezielle Kommentare. Gegen die kompromisslos zur Sache gehenden Platzherren fandem die Urschweizer nur selten das Rezept zu reüssieren. Zwischen der 1. und 15. Minute durfte sich lediglich Philipp Reuter zweimal ein Erfolgserlebnis attestieren lassen. Auf der Gegenseite lief es den Pfadern wie am Schnürchen. Sie versetzten die oft viel zu passiv agierende gegnerische Deckung Mal für Mal, dabei immer wieder mit blitzschnell vorgetragenen Gegenstossaktionen reüssierend.

„Mussten uns vorführen lassen“

Altdorf lag bereits zur Pause mit 6:23 in absoluter Schieflage. Die Platzherren gingen auch während der zweiten Halbzeit überhaupt nicht vom Gaspedal, kombinierten immer wieder phantastisch und wirbelten die Urner Deckung oft geradezu gnadenlos durcheinander. Immerhin wusste sich die Urner Deckung mit zunehmender Spieldauer etwas besser auf die Zürcher einzustellen. Doch spezielle Lorbeeren gab es natürlich keine mehr einzuheimsen, geschweige denn dem Handballspektakel ihrer Widersacher (beste Skorer mit je 7 Einschüssen waren Oliver Scheuner sowie Marvin Lier) auch nur einigermassen Paroli bieten zu können.

Die besten Noten erteilten die Pfadi-Winterthur-Teamchefs dem Altdorfer Teamshooter Philipp Reuter, der sich acht Tore gutschreiben liess und hinter Daniel Röösli (75 Prozent) auch die zweitbeste Abschlussquote (50 Prozent), zusammen mit Marc Fallegger, für sich beanspruchen durfte. Gegenüber den Zürcher Medien brachte es Reuter auf den Punkt, als er meinte, etwas gar so Schlimmes nicht erwartet zu haben. Burkhard Keller, KTV-Coach, stellte fest, dass seine Leute alles andere als eine hundertprozentige Leistung abgeliefert hätten und sich anderseits zu früh aufgaben, anderseits aber auch bekräftigte, dass an Wochentagsspielen eben keine professionelle Vorbereitung zu erwarten sei, da praktisch alle seiner Akteure bis um 17 Uhr ihrer beruflichen Arbeit nachzugehen haben.

Von den übrigen Mittwochabendspielen bleibt zu rapportieren, dass der HC Kriens-Luzern mit Wacker Thun kurzen Prozess (28:20) machte, und anderseits der BSV Muri Bern  GC/Amicitia Zürich alt aussehen liess (35:26). Damit ist gleich auch gesagt, dass die Berner am Samstagabend für die Urner eine schwer einzunehmende Festung darstellen dürften. Dennoch wollen die Burkhard-Boys das Mittwoch-Debakel vergessen machen und die Auswärtspartie „anständig“ hinter sich bringen. Die gegenwärtigen Bilanzen der beiden Kontrahenten: Muri Bern 4., 16 Punkte/415:381, Altdorf 10., 2/359:464. - Bereits am Dienstagabend, 10. Dezember (20 Uhr, Feldli), heisst es dann erneut in die Hosen zu steigen. Zu Gast erwartet wird St. Otmar St. Gallen, das unter den Auguren als weiteres Abstiegsrundenteam gehandelt wird.

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger; Sebastian Munzert, Lukas Huwiler (2), Dave Zürcher, Lutz Wesseling (1), Ivan Fallegger, Marc Fallegger (2), Samuel Stadelmann (3), Fabian Auf der Maur, Philipp Reuter (8), Daniel Röösli (3).

 

Fünf weitere Wochenendspiele

Nebst dem Fanionteam (NLA) stehen am Samstag fünf weitere Mannschaften des HC KTV Altdorf im Einsatz.

Die 2.-Liga-Damen, welche vor wenigen Tagen das Regionalcupspiel gegen den HC Kriens klar mit 17:34 ans Bein zu streichen hatten, treten zum Punktespiel auswärts gegen Handball Emmen an. Die Luzernerinnen grüssen zurzeit vom 3. Platz (8 Spiele/11 Punkte), Altdorf von der 5. Position (7/9).

Die zweite Herrenmannschaft darf sich keinen Umfaller mehr leisten, will sie sich im Rahmen des 3.-Liga-Championats noch gewisse Aufstiegschancen ausrechnen. Sie kreuzt die Klingen als Ranglistenfünfte (8/10) ebenfalls gegen Handball Emmen (3., 8/12).

In der Meisterschaft der schweizweit besten U19-Elitejunioren kommt es in der Krienser Meiersmatthalle zum Regionalknüller zwischen der SG Pilatus (5. 6/6) und der SG Stans/Altdorf (3., 7/10). Die U17-Interjunioren der SGSA (3., 7/10) spielen in der Luzerner Maihofhalle gegen die SG Muotathal/Pilatus (5., 6/6).

Die U15-Junioren des HC KTV Altdorf (1., 7/14) schliesslich wollen versuchen, im Rahmen der Qualifikationstour den Nimbus der Ungeschlagenheit zu wahren. Sie fighten gegen die Vertretung des HC Malters (4., 7/2) auswärts.

 

 

 

 

Freitag, 29 November 2013 09:49

Erhoffte Galavorstellung fand nicht statt

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Nationalliga A: HC KTV Altdorf – Lakers Stäfa 26:34

Ivan Fallegger (5 Treffer) lieferte eine starke Leistung ab. FOTO: RUEDI AMMANN   Schlechteste bisherige Leistung der Urner in der höchsten nationalen Stärkeklasse. Rückstand auf die Tabellenvorletzten beträgt jetzt bereits 4 Punkte.

In der Feldliarena planten die Gastgeber - ohne die verletzten Thomas Mohenski und Samuel Stadelmann angetreten - am Donnerstagabend viel: Es sollte der erste Saisonsieg eingefahren werden. Das Vorhaben missriet auf der ganzen Linie. Die Platzherren fanden das Rezept gegen die effizient agierende, aggressiv angelegte Deckung der Besucher nur allzu sporadisch. Hinzu kam, dass vor den rund 500 Zuschauern die vielen technischen Fehler der Einheimischen immer wieder zu fatalen Ballverlusten führten. Folgeerscheinung: tödliche gegnerische Konterattacken. Ausserdem wurden vom KTV-Kollektiv zahlreiche hundertprozentige Chancen kläglich ausgelassen oder aber Bälle durch die starken Stäfner Keeper pariert. Auf einen Nenner gebracht: Das war bei weitem nicht der erhoffte „Altdorfer Abend“.

6:7 nach Auftaktviertelstunde

Das Skore eröffnete Lutz Wesseling vom HC KTV Altdorf schon nach 28 Sekunden. Dem 1:2 setzte Philipp Reuter den Gleichstand entgegen. Nasch dem 2:2 sah Reuter einen Penaltyball vom gegnerischen Hüter pariert – Ivan Fallegger versiebte die erste der Urner 100-Prozent-Chancen. Nach Ablauf der Startviertelstunde setzte Daniel Röösli einen Penalty um. Das daraus resultierende 6:7 liess aus der Optik der Innerschweizer eine Wende zum Guten erhoffen. Doch dagegen legte das Team Coach Burkhard Keller versuchte in diesem Teamout, seine Truppe neu zu motivieren. FOTO: RUEDI AMMANN   von Markus Jud sein Veto ein. Es gab unverkennbar Gegensteuer. Innerhalb weniger Minuten wurde der Ball mehrmals in den Maschen der Urner versenkt (7:12). Daniel Röösli, mit einem genialen Backhandschlenzer ins Volle treffend, ernete Spezialapplaus von den Rängen, doch am Vorsprung der Besucher änderte auch diese Einlage nichts. Der 5-Tore-Vorsprung der Besucher vom Zürichsee hatte nach 30 Minuten weiterhin Bestand, nachdem eine „Fliegeraktion“ der Marke Ivan Fallegger unbelohnt blieb (das Streitobjekt landete an der gegnerischen Torumrandung).

Marcel Luthiger verhinderte Schlimmeres

Der ab der 30. Minute ins Tor beorderte Marcel Luthiger – Srdjan Djordjevic verspürte eine Verletzung und liess sich ersetzen – lieferte als Einstand gleich Christoph Piske (rechts Sebastian Munzert) überschiesst die starke Stäfner Abwehr. FOTO: RUEDI AMMANNmehrere Topparaden ab, um auch einen Penalty zu parieren. Der HC KTV Altdorf setzte im Angriff seine Serie ungenügender Leistungen in der gegnerischen Platzhälfte fatalerweise fort. So wies das Skore nach zwei Dritteln der gesamten Spieldauer noch immer fünf Längen zugunsten der Stäfner auf. Sebastian Munzert verkürzte den Rückstand seiner Truppe – einem Treffer der Altdorfer versagten die sonst überzeugend arbitrierenden Brianza/Jucker die Anerkennung, trotzdem der Ball mit ganzem Umfang die Torlinie passiert hatte. Auf der Gegenseite spielten die Gäste ihre Aktionen cool herunter, dabei immer wieder sehenswerte Treffer einflechtend. Nach 47 Minuten war die Vorentscheidung gefallen (20:28). Altdorfs Bemühungen scheiterten weiterhin an der bereits geschilderten Effizienz. Der 8-Tore-Vorsprung der Zürcher hatte auch nach 60 Spielminuten Bestand.

Einige Zahlen und Fakten: Altdorf fabrizierte 46 Torwürfe. Davon wurden 26 in Tore umgemünzt (Stäfa: 48 Schüsse und 34 Treffer). Beste Skorer in den Der frühere Keeper des KTV-Fanionteams, Martin Arnold (links), und Torhüter Marcel Luthiger (starker Einsatz zum Auftakt der zweiten Halbzeit) beraten über taktische Details. FOTO: RUEDI AMMANN   Reihen des HC KTV Altdorf waren Ivan Fallegger, Daniel Röösli (darunter 4 sicher verwertete Penaltys) sowie Lutz Wesseling mit je fünf Einschüssen. Die besten Erfolgsquoten liessen sich Fabian Auf der Maur (100 Prozent), Lutz Wesseling (83), Daniel Röösli (71) und Sebastian Munzert (60) attestieren. Die durchschnittliche Erfolgsquote erreichte bei Altdorf 57, bei Stäfa jedoch 71 Prozent. Altdorfs Torsteher Srdjan Djordjevic und Marcel Luthiger parierten je sechs Bälle, die beiden Stäfner Keeper acht respektive vier. Stäfa hatte in Simon Getzmann den überragenden Topskorer (11), gefolgt von Stevan Kurbalija (7). – Bereits am Mittwochabend trafen Wacker Thun und die Kadetten Schaffhausen aufeinander; die Partie endete remis. Dadurch liegt nun Pfadi Winterthur nach Verlustpunkten an der Zwischenranglistenspitze um drei Längen besser im Rennen als das Team aus der Munotstadt. – Die nächste NLA-Partie bestreitet der HC KTV Altdorf am kommenden Mittwoch auswärts gegen den Neo-Leader Pfadi Winterthur. Eine unlösbare Aufgabe…?

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger; Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach, Ivan Fallegger (5), Lukas Huwiler (1), Kevin Ledermann, Sebastian Munzert (3), Christoph Piske (4), Philipp Reuter (2), Daniel Röösli (5), Lutz Wesseling (5), Dave Zürcher, Christian Bär.

Stimmen zum Spiel

KTV-Trainer Burkhard Keller: „Wir waren der Favoritenrolle an diesem Abend ganz einfach nicht gewachsen. Die Leistung unserer Akteure liess fatalerweise zu oft Wünsche offen – viele Spieler fanden ihr gewohntes Leistungslevel nicht.“

Stäfa-Coach Markus Jud: „Wir wussten mit dem Druck, das 4-Punkte-Spiel gewinnen zu wollen respektive zu müssen, unverkennbar besser umzugehen. Altdorf fand das Rezept nicht, der Partie mit zunehmender Spieldauer noch den Stempel aufzudrücken. Unser unübersehbarer Vorteil war, über ein meines Erachtens stärker besetztes Kader als die Gastgeber zu verfügen.“

KTV-Präsident Stefan Arnold: „Ein ernüchterndes Resultat. Auf unserer Seite zu viele technische Fehler und ungenutzt gelassene Topchancen, dann aber auch etwelches Pech in wichtigen Aktionen, führten zum klaren Verdikt. Das gegnerische Konzept vermochten wir eher selten zu durchkreuzen. Die klar schlechteste Heimvorstellung der Saison muss nun raschestmöglich weggesteckt werden, zumal sie der Moral unserer Truppe alles andere als zuträglich ist.“ ar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Montag, 25 November 2013 16:02

Fehlstart, Führung - und der Einbruch...

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Nationalliga A: GC/Amicitia Zürich – HC KTV Altdorf 35:28

Die fatale Phase (39. bis 48. Minute): kein Torerfolg der Urner. Jetzt ist die „Stunde der Wahrheit“ gegen Stäfa (Donnerstagabend, 20 Uhr, Feldli) angesagt.

Topskorer Philipp Reuter (11 Treffer) fiebert mit seiner Truppe mit. FOTO: RUEDI AMMANN   Einer der beiden bisherigen Teil-Punkteerfolge des KTV rührte aus dem Heimspiel gegen das Team aus der Limmatstadt. In Erinnerung daran wollten die Urner am Sonntagabend versuchen, im Rahmen des Retourfights ihr mageres Zählerkonto unbedingt zu äufnen. Dies umso mehr, als die Zürcher ohne ihre Aushängeschilder Iwan Ursic und Sharr Ramadani auszukommen hatten. Anderseits durften sie aber wieder auf die Dienste ihres gefürchteten Linkshänders Nemanja Malovic und natürlich ihre „Tormaschinen“ Roman Sidorovic (während des bisherigen Meisterschaftsverlaufes bereits 76-mal erfolgreich) sowie Goran Bogunovic zählen. Die beiden Letztgenannten waren es denn auch, welche dem KTV-Trupp zusammen 14 Tore in den Kasten setzten.

Auftakt ging in die Binsen

Schon nach 38 Sekunden schoss Philipp Reuter (an diesem Abend erfolgreichster Skorer auf dem Feld – mit 11 Einschüssen notabene) die Innerschweizer in Front. Ein gutes Omen eigentlich, doch die Ernüchterung liess nicht auf sich warten. Gegen die nicht sonderlich gut aussehende KTV-Deckung setzten sich die Gastgeber bis zur 9. Minute mit 6:1 ab. Erfreulicherweise zeigte das Team von Trainer/Coach Burkhard Keller anschliessend viel Charakter – liess sich insbesondere nicht ins Bockshorn jagen. Nach der Auftaktviertelstunde führte GC/Amicitia 9:6, nach 26 Minuten 15:12. Lutz Wesseling und – praktisch mit dem Pausensignal – Ivan Fallegger prägten die Schlussphase aus Altdorfer Sicht mit den Anschlusstreffern (17:16).

Es kam noch besser: Unmittelbar nach Wiederaufnahme der Begegnung erzielte Sebastian Munzert den Gleichstand – Philipp Reuter mittels Penalty die erstmalige Führung der Innerschweizer. Reuter war es, der wenig später gar das 19:17 zugunsten des HC KTV Altdorf markierte. Dem später folgenden Gleichstand setzte Munzert das 21:20 Reuter das 22:20 entgegen. Die taktischen Ideen von Burkhard Keller waren bis zu diesem Zeitpunkt voll aufgegangen - der Gotthard-Express schien mit Volldampf unterwegs. Schien…

Der Einbruch nach gegnerischem Timeout

GC/Amicitia erinnerte sich nach Wiederaufnahme der Begegnung seiner Qualitäten, dabei von einer schier unbegreiflichen Schwächephase der Urner profitierend: Letztere trafen zwischen der 39. und 48. Minute kein einziges Mal ins Volle. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Zürcher bereits mit fünf Längen (27:22 - darunter Treffer der „Bomber“-Schwergewichte Bogunovic (3) und Sidorowicz (2) - in Führung geballert. Dieses Handicap vermochten die Altdorfer nicht mehr wettzumachen. Einzig nach dem 28:25 (Reuter, 53. Minute) keimte nochmals leise Hoffnung in den Reihen der Keller-Truppe auf. Doch die Gastgeber liessen nichts mehr anbrennen. Besser noch: Sie profitierten nun von einigen Alles-oder-nichts-Aktionen ihrer Widersacher, verbunden mit Ballverlusten, um das bessere Ende der Partie schliesslich (zu) klar mit sieben Längen Vorsprung für sich zu entscheiden. Wieder einmal zeigte sich in Zürich, dass Altdorf in der Schlussphase höchst anfällig ist, Kräfte respektive Konzentration der Stammakteure einfach nicht dazu ausreichen, um für einen finalen „Coup“ zu sorgen.

 

Eine Handvoll Zahlen nach der 12. NLA-Meisterschaftshauptrunde: Bester Skorer auf KTV-Altdorf-Seite: Philipp Reuter (11 Treffer), vor Sebastian Munzert (5) und Ivan Fallegger (4). Hundertprozentige Abschlussquoten verzeichneten Dave Zürcher und Daniel Röösli, vor Ivan Fallegger (80), Philipp Reuter (78) sowie Sebastian Munzert (71).- An der Tabellenspitze hat Pfadi Winterthur nach dem eher überraschenden Direktsieg über die Kadetten Schaffhausen, mit 21 Punkten vor den Munotstädtern (19) die Führung übernommen. Die dritte Position nimmt Kriens-Luzern (16) ein.

Auch Stäfa verlor

Einziger Trost für die nach der „Achterbahnfahrt der Gefühle“ gebeutelten Urner: Auch der Tabellenvorletzte Stäfa verlor, nämlich in Kriens, allerdings nur hauchdünn (26:24 für die Luzerner). In einer weiteren Wochenendpartie blieb Otmar St. Gallen gegen Gossau auf der Strecke. Im hinteren Tabellenteil präsentiert sich die Situation zurzeit wie folgt: Gossau (10 Punkte), Otmar St. Gallen (8), Stäfa (4), Altdorf (2).

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger; Sebastian Munzert (5), Lukas Huwiler (1), Dave Zürcher (1), Lutz Wesseling (2), Ivan Fallegger (4), Marc Fallegger, Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Philipp Reuter (11), Daniel Röösli (1), Christoph Piske (3).

Vor dem grossen Donnerstagabend-Knüller

Der HC KTV Altdorf empfängt am Donnerstagabend den Tabellenvorletzten Stäfa. Die Gastgeber hoffen, mit einem Sieg über die Zürcher zu den Letzteren punktemässig aufschliessen zu können, den Fight wider die rote Laterne neu zu lancieren und sich insbesondere für die Vorrunden-Auswärtsniederlage (24:27) zu revanchieren. Die Coaches in beiden Lagern werden es nicht unterlassen, ihre Akteure speziell auf die bevor stehende Aufgabe vorzubereiten respektive taktische Vorgaben zum Tragen zu bringen. Viel hängt zweifellos von der Tagesform der Leistungsträger in beiden Formationen ab. Stäfa weist zurzeit ein Skore von 310:390, Altdorf ein solches von 314:388 aus. Ein Blick in die Liste der NLA-Topskorer zeigt, dass Altdorf wie Stäfa je zwei unter den 20 besten Kanonieren stehen haben: 5. Philipp Reuter (74 Treffer), 10. Aliaksei Usic (65), 14. Simon Getzmann (55), 19. Christoph Piske (52). ar.

 

 

 

 

 

Sonntag, 17 November 2013 22:49

Gute Leistung gegen Liga-Goliath

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Nationalliga A: HC KTV Altdorf – Kadetten Schaffhausen 24:31

Lukas Huwiler im Anflug auf das Schaffhauser Tor. FOTO: RUEDI AMMANN   Wie erwartet waren gegen den Tabellenleader keine Kastanien aus dem Feuer zu holen. Doch die Niederlage konnte in Grenzen gehalten werden.

Mit dem personell durch viele Nationalspieler gespickten x-fachen Schweizer Meister früherer Jahre weilte am Samstagabend eine Truppe der Extraklasse in der Feldliarena zu Gast. Rund 700 Zuschauer liessen es sich nicht nehmen, jene Mannschaft live am Werk zu sehen, die gegenwärtig in Helvetiens Landen das Mass aller Dinge darstellt und vom deutschen Ex-Internationalen Markus Baur trainiert wird. Die Gäste hatten einige verletzungsbedingte Ausfälle (Schelbert, Heer, Kukucka, Wmrich, Muggli) zu beklagen. Was allerdings nicht sonderlich ins Gewicht fiel, da die Munotstädter auf allen Positionen doppelt besetzt sind und so jederzeit aus dem Vollen zu schöpfen vermögen. Auf Altdorfer Seite musste insbesondere auf Thomas Mohenski (Schulterverletzung) verzichtet werden. Hinzu kam in der 40. Minute eine Knieverletzung Srdjan Djordjevics. Er zog sich eine Aussenbänderverletzung am Knie zu und wurde durch Marcel Luthiger, der ebenfalls eine gute Leistung abzurufen vermochte, ersetzt. Dem HC KTV Altdorf gelang es, gegen die hochkarätigen Schaffhauser die katastrophale Vorrundenschlappe (19:40) vergessen zu machen und mit nur sieben Längen Unterschied abzuschneiden. Jenes Team also, das nun in den nächsten Tagen im nationalen Championat gegen Co-Leader Pfadi Winterthur sowie Wacker Thun und im EHF-Cup gegen Hannover anzutreten hat und den Match in Altdorf als eine echte Hauptprobe dazu betrachtete. Eine Hauptprobe, die alles in allem überzeugend ausfiel, auch wenn der gegnerische Coach das Fazit beklagte, dass seine Topstürmer insgesamt zehn so genannt hundertprozentige Chancen versiebten respektive von den Altdorfer Hütern zunichte gemacht sahen. A propos Keeper: Die Schaffhauser hatten zwischen den Pfosten zwei exzellente Leute stehen: Jonas Maier hielt während der ersten 45 Minuten 15 Schüsse – auch Arunas Vaskevicius (6 Paraden) stand ihm nicht nach.

Schrecksekunden: Out für Torhüter Srdjan Djordjevic in der 40. Minute – Teamarzt Gianmarco Sala diagnostiziert Kniebänderverletzung. FOTO: RUEDI AMMANNReuter bester Skorer des Abends

Der Fight begann mit einem veritablen Angriffswirbel der Schaffhauser. Nach dem 0:3 trafen Christoph Piske (zweimal) und der eine Topleistung als Kreisspieler abliefernde Sebastian Munzert für die Gastgeber, die nach 9 Minuten nur mal gerade mit 3:4 leicht im Hintertreffen lagen. In der Folge legten sich die Besucher eine 6-Tore-Reserve zu (6:12, 21. Minute). Luthiger parierte danach einen generischen Penaltyball souverän, Fabian Auf der Maur, der zuvor allein vor dem gegnerischen Hüter nicht reüssiert hatte, wischte diesen Makel mit einem Supertreffer weg, Reuter, an diesem Abend bester Skorer auf dem Feld überhaupt (9 Treffer insgesamt, dabei auch als gewiefter Penaltyschütze auftretend), reduzierte unmittelbar vor der Pause den Rückstand seines Teams – einmal gar in Unterzahl) auf vier Längen (11:15).

Vor dem Anspiel zum „Superfight“ - die Captains und Spielleiter; von links: Sebastian Munzert (Altdorf), die Schiris Fabian Jergen/Matthias Zaugg, David Graubner (Schaffhausen). FOTO: RUEDI AMMANN   Die Kadetten brillierten in der Folge weiterhin, insbesondere mit stets „tödlichen“

Gegenstossaktionen. Beim Stande von 14:18 stockte den Zuschauern der Atem, als sich Torsteher Djordjevic, der nun definitiv seine Spielberechtigungslegitimation erhalten hat, eine Knieverletzung zuzog und sich auswechseln lassen musste. Teamarzt Gianmarco Sala ortete eine Aussenbandblessur, gab sich jedoch zuversichtlich, dass der KTV-Hüter mit einer entsprechenden Bandage im Verlaufe der weiteren Meisterschaft weiterhin zur Verfügung stehen kann. Während der letzten 20 Spielminuten vermochte der HC KTV Altdorf seinen Rückstand vorerst weiterhin auf 4 Tore zu beschränken, ehe die Schaffhauser diesen dann etwas zu vergrössern wussten (20:26, 50. Minute). Piske und Reuter waren es, die für ihr Team die beiden letzten Treffer markierten. Das Publikum, erneut in hellen Scharen aufmarschiert, verabschiedete die KTV-Truppe mit einem wohlverdienten Spezialapplaus, damit anerkennend, dass sie ihre Heimstärke auch gegen einen übermachtigen Widersacher unter Beweis gestellt hatte.

Trainer/Coach Burkhard Keller schwört seine Truppe ein. FOTO: RUEDI AMMANN   Fans waren mit Schiff angereist

Altdorfs Trainer/Coach Burkhard Keller zollte der Leistung seiner Truppe nach dem Abpfiff für das Gebotene Anerkennung, nicht ohne anzumerken, dass bei etwas mehr Kaltschäuzigkeit im Rahmen der herausgearbeiteten Chancen durchaus noch ein besseres Resultat hätte herausgewirtschaftet werden können.

Kadetten-Trainer Markus Baur würdigte die beachtliche, engagierte Leistung der Platzherren. Dabei gleich auch seiner Überzeugung Ausdruck verleihend, dass die Urner durchaus das Zeug dazu haben, die Zugehörigkeit zur höchsten nationalen Stärkeklasse wahren zu können.

Auch Lukas von Deschwanden von Schweizer Meister 2013 (und Cupsieger), Wacker Thun, verfolgte in der Feldli-Arena den Einsatz seines Stammvereins. Dies im Vorfeld des internationalen Championsleague-Fights vom folgenden Tag (in Bern gegen Paris St. Germain, dem Favoriten auf den Titel in der europäischen Königsklasse, ausgetragen – Niederlage der Thuner mit 28:34)  um im Hinblick darauf wohl auch zusätzliche Impulse zu tanken.

Besondere Erwähnung verdient schliesslich, dass der Fanklub der Schaffhauser, der in speziellen Monturen mit dem Schiff über den Vierländersee von Luzern nach Flüelen angereist war und seine Mannschaft phonstark und fahnenschwingend unterstützte. Leader Röbi Hunziker attestierte den Altdorfern, eine sehenswerte Leistung abgeliefert zu haben.

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger (ab 40. Minute); Christian Bär, Sebastian Munzert (5), Lukas Huwiler, Dave Zürcher, Lutz Wesseling (3), Ivan Fallegger (2), Samuel Stadelmann (1), Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach, Philipp Reuter (9), Daniel Röösli, Christoph Piske (3).

Fakten und Zahlen

Am Wochenende wurden weitere drei Partien ausgetragen: Samstag: Pfadi Winterthur – Kriens-Luzern 25:21, Bern/Muri – Stäfa 38:28, Sonntag: St. Otmar St. Gallen – GC/Amicitia Zürich 29:23.

In der Tabelle führen zurzeit die Kadetten Schaffhausen sowie Pfadi Winterthur mit je 19 Punkten. Bereits 5 Zähler zurück folgen Wacker Thun und Kriens-Luzern, mit 7 Längen Verzug Muri/Bern. In der Abstiegsregion sind klassiert: GC/Amicitia Zürich (10), Gossau (8), St. Otmar St. Gallen (8), Stäfa (4), Altdorf (2).

Am kommenden Wochenende tritt der HC KTV Altdorf in Zürich gegen GC/Amicitia an. Danach folgt am Donnerstag, 28. November (20 Uhr), das Heimspiel gegen Stäfa, bevor dann am 4. Dezember auswärts gegen Co-Leader Pfadi Winterthur die Klingen zu kreuzen sind.

 

 

 

 

 

Sonntag, 10 November 2013 18:28

An Favoritenfestung wurde vorerst kräftig gerüttelt

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Nationalliga A: HC Kriens-Luzern – HC KTV Altdorf 33:25

Starke erste Halbzeit der Urner. In der Schlussviertelstunde reichten Kraftreserven erneut nicht aus, um das insgeheim erhoffte Wunder Realität werden zu lassen.

Linkshänder Lukas Huwiler (rechts) ist wieder da – er eröffnet zusätzliche Aufstellungsalternativen; links Christian Bär. FOTO: RUEDI AMMANN   Über tausend Kiebitze – darunter einige hundert Urnerinnen und Urner – hatten das Spezialangebot genutzt, um für nur 10 Franken (Fahrt und Eintritt) in die Luzerner Maihof-Halle zu pilgern und am Samstagabend das zweite Innerschweizer Derby der Qualifikationsrunde 2013/14 hautnah mitzuerleben. Fazit: Sie erhielten eine höchst attraktive Partie vorgesetzt. Der HC KTV Altdorf tat weitgehend sein Möglichstes, um den Favoriten Paroli bieten zu können, kassierte schliesslich aber doch eine klare 33:25-Niederlage. Sie fiel übrigens genau gleich negativ aus wie anlässlich des  Mittwochabend-Cup-Fights, den die Urner gegen den Erstligisten TV Steffisburg ans Bein zu streichen gehabt hatten. Pech aus der Optik der Altdorfer war natürlich, dass sie am Samstag auf die Dienste des Topskorers Christoph Piske verzichten mussten – er hatte sich im Cupmatch gegen Steffisburg eine schmerzhafte „Tomate“ (Oberschenkelprellung) eingehandelt.

Am Wochenende spielten in der NLA ausserdem Schaffhausen gegen Otmar St. Gallen (39:32)  sowie Gossau gegen Bern/Muri (25:32). Kriens hat mit seinem Sieg einen grossen Sprung Richtung Finalrunde (sechs beste Teams nach der Qualifkationstour) getan – Altdorf liegt nach wie vor an letzter Stelle (2), hinter Stäfa (4) und St. Otmar St. Gallen (6). Am kommenden Samstag empfängt der HC KTV Altdorf die Tabellenleader Kadetten Schaffhausen (18 Uhr, Feldli).

Erste Halbzeit auf Augenhöhe mit Luzernern

Im Rahmen der Startphase vermochte sich in Luzern kein Team abzusetzen. Der HC KTV Altdorf hielt den Gastgebern in jeder Beziehung die Stange. Daniel Röösli glich die Führung der Krienser mittels eines souverän verwandelten Penaltys aus. In der 13. Minute glückte Samuel Stadelmann gar die erstmalige Führung der KTV-Truppe (8:7). Die Platzherren rissen das Zepter respektive die Führung aber nach dem 9:9 wieder an sich. Bis zur Pause lagen sie ständig mit einer bis zwei Längen voraus. Nachdem Sebastian Munzert das 15:14 realisiert hatte, erhöhten die Gastgeber auf 16:14.

Altdorf hatte seinem Gegner in den ersten Phasen der zweiten Halbzeit einen 4-Tore-Vorsprung zu konzedieren, pirschte sich aber dank beeindruckender Moral wieder vielversprechend an die Luzerner heran (20:18), dies nach Treffern von Sebastian Munzert und dem erstmals nach seinem Auslandaufenthalt wieder mitmixenden und einen ausgesprochen positiven Eindruck hinterlassenden Lukas Huwiler.

Der gekrallte Penalty

Gleich anschliessend sah Daniel Röösli einen Penaltyball durch HCK-Torsteher Roman Schelbert pariert. Zu Beginn der letzten Viertelstunde hatten sich die Platzherren erneut in eine vielversprechende Ausgangslage manövriert (23:19). In der Folge liessen Kräfte und Konzentration im KTV-Lager nach, die Niederlage liess sich nicht mehr abwenden.

Altdorfs Trainer/Coach Burkhard Keller: „Alles in allem erbrachten wir gegen die Favoriten eine ansprechende Leistung. Die Niederlage ist zu krass ausgefallen. Aber  wir liessen halt ganz einfach erneut zu viele Chancen ungenutzt. Huwilers Wiedereintritt fiel vielversprechend aus – wir verfügen jetzt wieder auf einen zusätzlichen Linkshänder, was zusätzliche Alternativen in der Aufstellung ermöglicht. Eine gute Leistung lieferte Torsteher Marcel Luthiger und in der Schlussphase auch Nicolas Stocker ab, nachdem Ersterer infolge einer Beckenprellung ausschied.“ Die Einschätzung des Krienser Homepage-Kommentators: „Altdorf musste schmerzvoll erkennen, dass die Luft in seinem Team zwar reicht, um Spiele ansprechend zu überstehen, jedoch nicht, um in der entscheidenden Schlussphase die so wichtigen Impulse nochmals auslösen zu können.“

Erfolgreichster Skorer in den Reihen des HC KTV Altdorf war der nach dem brutalen Foul in Gossau wieder weitgehend genesene Lutz Wesseling mit 6, vor Philipp Reuter sowie Daniel Röösli mit je 4 Treffern. Die besten Abschlussquoten verzeichneten Philipp Reuter und Samuel Stadelmann mit je 66, Sebastian Munzert und Lukas Huwiler mit je 60 und Ivan Fallegger mit 50 Prozent.

Nun steht (siehe oben) der Knüller gegen Tabellenleader Kadetten Schaffhausen im Blickfeld. „Unser Ziel ist es nach wie vor, den ersten NLA-Seg einzufahren, was aber gegen die äusserst stark besetzten Nordostschweizer wohl besonders schwierig sein dürfte. Wir wollen natürlich zumindest nicht mehr derart krass abfallen wie im Rahmen der Vorrunde und uns bezüglich Spielanlage und -konzept markant verbessern“ sagt Burkhard Keller, der im Übrigen zuversichtlich ist, wieder über Christoph Piske verfügen zu können.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (3), Lukas Huwiler (3), Dave Zürcher, Christian Bär, Lutz Wesseling (6), Ivan Fallegger (3), Marc Fallegger, Samuel Stadelmann (2), Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Philipp Reuter (4), Daniel Röösli (4).

 

 

 

 

 

Sonntag, 27 Oktober 2013 14:29

Keulenschlag schon nach 80 Sekunden

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Nationalliga A: Fortitudo Gossau – HC KTV Altdorf 37:28

Schock für die Urner: Topskorer Lutz Wesseling fiel schon in der Auftaktphase aus. Das Handicap vermochten die Innerschweizer verständlicherweise nicht wegzustecken.

Pechvogel (und Topskorer) Lutz Wesseling. FOTO: RUEDI AMMANNNach dem kräfteraubenden Mittwochabendfight gegen Wacker Thun hatte das Team von Coach Burkhard Keller bereits am Samstag wieder anzutreten. Die Zuversicht in den Reihen der Innerschweizer war gross, in der Ostschweiz das Punktekonto allenfalls äufnen zu können. Doch schon nach 80 Sekunden zerschlugen sich die Hoffnungen. Lutz Wesseling, der gegen Thun neun Treffer erzielt hatte und als Skorer im KTV-Trupp bereits in den vorangegangenen Partien eine Spitzenstellung eingenommen hatte, zog sich eine erhebliche Verletzung im Hüftbereich zu. Bei einem Sprungwurf wurde er von einem gegnerischen Abwehrspieler in der Luft unsanft (um nicht mehr zu sagen) angegangen und aus dem Gleichgewicht gebracht. Lutz knallte praktisch waagrecht auf das Parkett und blieb schmerzverzerrt liegen. Die Partie musste längere Zeit unterbrochen werden – für den Unglücksraben war ein Weiterspielen unmöglich geworden. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass der „Täter“ für sein unsportliches Vergehen nicht einmal eine Zeitstrafe kassierte…

Umstellungen verursachten Probleme

Es waren gleich drei Punkte, welche den HC KTV Altdorf in der Folge unverkennbar vom Kurs abkommen liessen. Zum einen der Schock ob des Fouls an Lutz Wesseling (mit den aufgezeigten Folgen), weiter die Notwendigkeit, das ganze Abwehrdispositiv auf den Kopf stellen zu müssen, und schliesslich der Umstand, dass die Gastgeber ganz einfach über eine ausgesprochen spielstarke Truppe verfügten. Angeführt durch Kapitän Gabriel Würth (achtfacher Torschütze) und sekundiert durch eine kompakt agierende 6:0-Deckung, die den Altdorfern (welche immer noch auf den verletzten Thomas Mohenski auszukommen hatten) vielfach erfolgreich dagegen hielt, war schon bald ersichtlich, dass Fortitudo kaum als Punktelieferant in Frage kam. Dies umso mehr, da auch KTV-Spielregisseur Philipp Reuter für einige Zeit verletzungshalber pausieren musste.

Zum Spielverlauf

Gossau legte ein Startfurioso aufs Parkett. Von der (begreiflichen) Verunsicherung der Gäste profitierend, führten die Ostschweizer bereits nach dreieinhalb Minuten mit 4:0, ehe Daniel Röösli für den HC KTV Altdorf den ersten Treffer unter Dach brachte. Den Rückstand vermochten die Urner nicht mehr wegzustecken. Vielmehr wuchs er bis zur 24. Minute gar auf sechs Längen (14:8) an, die auch zur Pause noch Bestand hatten (17:11).

Nach drei Vierteln der Gesamtspielzeit war weitestgehend klar, dass die Punkte in der Ostschweiz verbleiben würden, zumal in den Reihen des HC KTV Altdorf immer wieder gute bis beste Chancen verscherzt wurden. Schliesslich setzte es für die Tabellenletzten eine Niederlage mit neun Längen Differenz ab. „In Anbetracht der äusseren Umstände darf das klare Resultat nicht als Gradmesser unserer Leistungsmöglichkeiten gewertet werden. Wir haben im Rahmen der nunmehr bereits Vergangenheit bildenden Vorrunde gezeigt, dass wir längst nicht als „Kanonenfutter“ einzustufen sind, wie dies vor Meisterschaftsbeginn einige Auguren wahrhaben wollten. Es gilt jetzt, auf dem eingeschlagenen Kurs engagiert weiterzuarbeiten.“ Gossaus Teamchef Gabriel Würth: „Mit unserer furiosen Auftaktphase setzten wir die Eckwerte im Hinblick auf den weiteren Verlauf der Partie. Unser Kollektiv lieferte eine reife Leistung ab. Der 2-Punkte-Gewinn führte dazu, dass wir uns auf den siebten Platz vorzuarbeiten vermochten.“

Erfolgreichste Skorer des HC KTV Altdorf waren in Gossau: Daniel Röösli und Christoph Piske (je 7 Treffer). Prozentual die besten Erfolgsquoten verzeichneten: Samuel Stadelmann (100), Daniel Röösli (87), Sebastian Munzert (60).

Es ist bereits Halbzeit

Mit diesem Wochenende ist die NLA-Qualifikationsrunde bereits bei halber Distanz angelangt. Von den Samstagseinsätzen überraschte die Niederlage von Pfadi Winterthur gegen GC/Amicitia Zürich mit 28:31. Die weiteren Ergebnisse: Kadetten Schaffhausen – Stäfa 41:25, Bern/Muri – Kriens-Luzern 38:29, Wacker Thun – Otmar St. Gallen 33:30. – Das Klassement: 1. Schaffhausen 15 Punkte, 2. Pfadi Winterthur 15, 3. Thun 12, 4. Kriens-Luzern 8, 5. Bern/Muri 8, 6. GC/Amicitia Zürich 8, 7. Gossau 8, 8. Otmar St. Gallen 6, 9. Stäfa 4, 10. Altdorf 2.

Das bevorstehende Wochenende ist für den HC KTV Altdorf spielfrei. Der nächste Meisterschaftseinsatz (Auftakt zur Qualifikationstour-Rückrunde) erfolgt am  9. November, Anspielzeit 19 Uhr, mit dem Auswärtsspiel gegen Kriens-Luzern. Auf Einladung der VBL Luzern und des HC Kriens-Luzern wird eine Carfahrt (Abfahrt: zirka 18 Uhr – Genaueres wird auf der Homepage publiziert) organisiert.

Vorgängig zum Spiel in Kriens wird der HC KTV Altdorf in Steffisburg zum Schweizer-Cup-Achtelfinalfight gegen den Erstligisten antreten. Gefightet wird am 6. November (Anspielzeit: 19.30 Uhr).

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger; Sebastian Munzert (3), Dave Zürcher, Christian Bär, Lutz Wesseling, Ivan Fallegger (4), Marc Fallegger, Samuel Stadelmann (1), Fabian Auf der Maur (2), Tizian Dossenbach (2), Philipp Reuter (2), Daniel Röösli (7), Christoph Piske (7).

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 24 Oktober 2013 12:01

Am Ast des Schweizermeisters wurde wacker gesägt

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Nationalliga A: HC KTV Altdorf – Wacker Thun 28:31

Urner warteten während der ersten Halbzeit mit einem Feuerwerk gegen die Favoriten auf. Schliesslich musste ein in Griffnähe liegender Punktegewinn doch noch ans Bein gestrichen werden.

Aufmerksame Verfolger der attraktiven Partie: links Teamarzt Gianmarco Sala, rechts der verletzte Thomas Mohenski. FOTO: RUEDI AMMANN   Trotzdem der Aufsteiger zurzeit am Tabellenende der zehn besten nationalen Teams herumdümpelt – oder gerade deswegen? – waren am Mittwochabend 850 Zuschauer (neuer Saisonrekord) in der Feldliarena erschienen, um den Fight der Urner gegen den Schweizermeister und Cup-Sieger der letzten Saison – mit dem Ex-Altdorfer und Nationalmannschaftsneuling Lukas von Deschwanden in seinen Reihen – hautnah mitzuerleben. Sie hatten ihr Erscheinen nicht zu bereuen. Es entwickelte sich ein auf beeindruckendem Niveau stehendes Kräftemessen. Erst in der Schlussphase – 7 Minuten vor dem letzten Sirenenton stand das Zwischenresultat auf pari (25:25), 2 Minuten davor hatte es gar noch 25:24 zugunsten der Gastgeber gelautet – liessen  Kraft und Konzentration der Innerschweizer etwas nach, was die Besucher nach einem Griff in die Trickkiste (Spielsystemumstellung) rigoros zu ihren Gunsten ausnützen.

Fünf-Tore-Führung nach 15 Minuten

Altdorfs Kollektiv zeigte vor dem hochkarätigen Team der Thuner – unter dem Coaching des fast 250-fachen-Ex-Internationalen Martin Rubin – vorerst kaum  Respekt. Lutz Wesseling (zweimal) sowie Daniel Röösli schossen ihre Farben mit 3:1 in Front. Wenig später starteten die Gastgeber zu einem veritablen Schaulaufen. Nach Treffern von Christoph Piske, Ivan Fallegger (2), Daniel Röösli (2), Lutz Wesseling und Philipp Reuter führte der HC KTV Altdorf in der 15. Minute 10:5 – die sich immer wieder phonstark in Szene setzenden einheimische Fans gerieten darob (zu Recht) ins Schwärmen. Zumal Torsteher Srdjan Djordjevic noch einen Penaltyball nach genialer Parade unschädlich gemacht hatte. Eine Phase doppelter Überzahl, Christoph Piske war zu diesem Zeitpunkt gar  sanktionslos (!) rüde zur Strecke gebracht worden, nützte der KTV nach dem 13:9 ungenügend aus. Vorgängig hatten die Spielleiter gar noch ein klares gegnerisches Stürmerfoul am Kreis der Gastgeber grosszügig übersehen und einen daraus resultierenden Treffer validiert. Immerhin lautete das Skore bis zur Pause weiterhin relativ klar zugunsten der Einheimischen (15:11, 16:12, 17:14).

Erfolgreichster Skorer im KTV-Team: Lutz Wesseling (9 Treffer) – hier versucht er sich mit einem Gewaltsschuss über die Thuner Deckung hinweg. FOTO: RUEDI AMMANN   Partie lange auf Messers Schneide

Thun schraubte am Vorsprung des HC KTV Altdorf (in Überzahl, siehe Kasten), direkt nach Wiederaufnahme der Begegnung, erfolgreich herum (17:17 nach knapp drei Minuten). Nach dem später zustande gekommenen 23:22 (Samuel Stadelmann, 45. Minute) hatten es die Urner nochmals in der Hand, wieder klarer in Front zu ziehen. Doch sowohl Daniel Röösli (allein vor dem Berner Tor auftauchend) wie auch Philipp Reuter (Penalty) liessen die entsprechenden Chancen fatalerweise ungenutzt. Dem 25:23 setzten die Gäste den Gleichstand entgegen, dabei gleich mehrmals von der Schlitzohrigkeit ihres rechten Flügels, der die KTV-Abwehr immer wieder respektlos versetzte, Profit schlagend. Ivan Fallegger reüssierte schliesslich beim Stande von 26:30 innerhalb einer knappen Minute gleich zweimal, doch war der Berner Express zu diesem Zeitpunkt (anderthalb Minuten vor Spielschluss) bereits definitiv auf die Zielgerade eingebogen.

Vor dem Match: die beiden Teamchefs Reto Friedli (Thun, links) und Sebastian Munzert (Altdorf, rechts), in der Mitte der Ex-Altdorfer Lukas von Deschwanden, mit den beiden Spielleitern Marco Brianza und Beat Jucker (Zweiter von rechts). FOTO: RUEDI AMMANNFakten und Stimmen

Lutz Wesseling (Altdorf) war am Mittwochabend genau so wie Franic Borna auf der Gegenseite bester Skorer seiner Formation (je 9 Treffer), wobei der Thuner mit sechs von sieben Penaltywürfen erfolgreich blieb. Die besten Abschlussquoten durften sich bei den Gastgebern Samuel Stadelmann (100 Prozent), vor Daniel Röösli (83), Ivan Fallegger (80), Sebastian Munzert (75) und Lutz Wesseling (56) attestieren lassen.

Zwei weitere NLA-Resultate vom Mittwochabend: Kriens-Luzern – Kadetten Schaffhausen 26:26, Gossau – Pfadi Winterthur 29:36. Die Lage am NLA-Tabellenende: Bern/Muri, GC/Amicitia Zürich, Otmar St. Gallen und Gossau, alle 6 Punkte, Stäfa 4, Altdorf 2. – Der HC KTV Altdorf spielt am Samstag, 26. Oktober (17.30 Uhr), auswärts gegen Gossau; Extrafahrt für Fans (Feldli ab: 15 Uhr).

Ivan Fallegger, Realisator der beiden letzten Altdorfer Treffer. FOTO: RUEDI AMMANN   Stimmen zum Spiel: KTV-Teammanager Markus Brand: „Eine tolle kämpferische Leistung unsererseits, aber der Ausraster Piskes, direkt nach erfolgtem Pausensignal,  hätte einfach nicht passieren dürfen.“ Topskorer Lutz Wesseling: „Kleine individuelle Fehler brachen uns das Genick. Gar nicht klar kamen wir mit der gegnerischen Systemumstellung (4:2) in der Schlussphase.“ Thun-Coach Martin Rubin: „Aus unserer Optik eine Zangengeburt gegen die wie erwartet keinesfalls inferioren Urner. Wir fanden gegen die aufsässigen, gut disponierten Gastgeber (zu) lange kein valables Rezept. Aber schliesslich zählen ganz einfach die eroberten Punkte.“

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Nicolas Stocker, Sebastian Munzert (3), Dave Zürcher, Christian Bär, Lutz Wesseling (9), Ivan Fallegger (4), Marc Fallegger, Samuel Stadelmann (1), Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Philipp Reuter (4), Daniel Röösli (5), Christoph Piske (2). – Der Ex-Altdorfer in den Reihen von Wacker Thun, Lukas von Deschwanden, erzielte drei Treffer.

Der Tritt gegen die Pet-Wasserflasche

Grosses Rätselraten  auf den Publikumsrängen in der 30. Spielminute – nach dem Ertönen der Halbzeitsirene. Plötzlich erschien auf dem elektronischen Anzeigendisplay an der Hallenwand nämlich eine 2-Minuten Zeitstrafe, gegen den HC KTV Altdorf verhängt. Was wohl geschehen war? Wie sich herausstellte, hatten die Schiris Marco Brianza und Beat Jucker (im Verlaufe des ganzen Spieles gegen Altdorf 7, gegen Thun nur mal gerade 2 Sieben-Meter-Würfe verhängend und damit alles andere als Heimschiri-Tendenzen erkennen lassend…) zu diesem Zeitpunkt offenbar nichts Aussergewöhnliches festgestellt. Ganz anders der SHV-Inspizient Felix Rätz (selber vormals langjähriger international tätiger Schiedsrichter). Er hatte vom Zeitnehmertisch aus bemerkt, wie Christoph Piske nach dem (erfolglosen), direkt auszuführenden Freiwurf seitens Lutz Wesseling, nach dem Ertönen der Halbzeitsirene (!) noch reglementskonform ausgeführt, eine Pet-Wasserflasche mit kräftigem Tritt vom Parkett weggekickt hatte. „Eine unsportliche Geste, die ich auch mit der roten Karte hätte ahnden lassen können“, erklärte Rätz auf unser Nachfragen hin. Was dann aber wohl allzu dicke Post gewesen wäre… Immerhin führte das Zeitstrafenverdikt dazu, dass der KTV-Trupp den zweiten Spielabschnitt in Unterzahl in Angriff nehmen musste, in der Folge der 3-Tore-Vorsprung der Gastgeber dahinschmolz (17:17) und den Thunern unverkennbar viel Auftrieb verlieh. Einen Auftrieb, der immer deutlichere Spuren hinterliess und in der 37. Minute gar zur erstmaligen Führung der Berner Oberländer an diesem Abend führte. Fatale, arme geknutschte Pet-Wasserflasche…

 

 

 

 

 

 

 

Montag, 14 Oktober 2013 11:08

Teufelskerl Martin Galia als Spielverderber

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Nationalliga A: St. Otmar St. Gallen – HC KTV Altdorf 33:28

Urner verpassten einen Punktegewinn nach guter Leistung relativ knapp. Schon fast unheimlich wirkte, wie viele KTV-Chancen der Otmar-Hüter neutralisierte.

Stupende Erfolgsquote in St. Gallen: Daniel Röösli (5 Tore nach 6 Abschlussversuchen, was stolzen 83 Prozent gleichkam). FOTO: RUEDI AMMANNDer HC KTV Altdorf trat am späten Sonntagnachmittag in der St. Galler Kreuzbleichehalle mit dem Vorhaben an, sein Punktekonto in der obersten nationalen Stärkeklasse zu äufnen. Doch daraus wurde nichts. Zwar konnte den Ostschweizern lange Zeit Paroli geboten, ja sogar kurzfristig die Führung abgeluchst werden, doch am Ende behielten sie die Zähler auf ihrer Seite. Hauptverantwortlicher (nebst Topskorer  Björn Fröhlich: 9 Tore) war der Otmar-Schlussmann Martin Galia. Was er an gegnerischen Chancen zunichte machte, war weitgehend mirakulös. Der 1.89 Meter grosse Tscheche, erst im Frühjahr vom deutschen Bundesligisten TV Grosswallstadt zum Schweizer NLA-Team gestossene 33-jährige Profi ist für St. Otmar zweifellos ein unverkennbarer Gewinn. Sein Können stufte auch Altdorfs Trainer Burkhard Keller als „Weltklasse“ ein. Nicht ohne anzumerken, dass der HC KTV Altdorf im Rahmen seines siebten NLA-Einsatzes aus den erarbeiteten Chancen eigentlich mehr Kapital hätte schlagen müssen. Burkhard wusste der Partie aus Innerschweizer Optik aber durchaus auch viel Positives abzugewinnen: „Wir haben generell sehr gut gespielt und alles gegeben – unser Kollektiv, das ohne den verletzten Thomas Mohenski (Rückenprobleme) anzutreten hatte - verdient Anerkennung. Jetzt wollen wir selbstverständlich weiter nach vorne schauen und uns bestmöglich auf den nächsten Einsatz vom Mittwoch, 23. Oktober, gegen Schweizer Meister Wacker Thun (mit Top-Skorer und Ex-Altdorfer Lukas von Deschwanden; Anspielzeit: 20 Uhr, Feldliarena) vorbereiten.“ Die beachtliche Leistung der Urner Aufsteiger würdigte übrigens auch der Vereinschronist der St. Galler. Sein Fazit: „Die Begegnung wurde gegen die bis zuletzt aufsässigen und top motiviert wirkenden Altdorfer zum erwartet harten Kampf.“

Starke erste Halbzeit

Die ersten 6 Spielminuten sahen unerschrocken zur Sache gehende Innerschweizer am Werk. Ivan Fallegger war für das 1:0, Philipp Reuter für das 2:1, Lutz Wesseling für das 3:2 besorgt. Erst in der 8. Minute vermochten die Otmärler erstmals in Front zu ziehen. Kurz vor Ablauf der ersten Viertelstunde führten die Gastgeber 8:4. Es war beeindruckend, wie sich die Urner darob nicht aus dem Konzept werfen liessen, den Druck massiv erhöhten und sich wieder an die Gegner heranpirschten. Nach dem 10:10 gelang Christoph Piske in der 23. Minute gar wieder die Führung für seine Mannschaft (11:10). Die verbleibenden Minuten des ersten Spielabschnittes verliefen völlig ausgeglichen. Erst in der Schlusssekunde war Vredan Banic für St. Gallens hauchdünne Pausenführung (16:15) besorgt.

Vier-Tore-Vorsprung der Gastgeber als Knackpunkt

Der zweite Spielabschnitt begann ausgeglichen. Nach drei Treffern seitens Daniel Röösli, Sebastian Munzert sowie Ivan Falleggers herrschte im KTV-Angriff Flaute: Zwischen der 35. und 41. Minute vermochten die Altdorfer die gegnerische Deckung nicht mehr auszuhebeln. Anderseits erzielten die Platzherren vier Tore in Serie. Nach drei Vierteln der gesamten Spielzeit lagen sie mit 24:20 in Front. Diese Hypothek vermochte die Keller-Truppe nicht mehr auszuräumen. Immerhin durften sich die Altdorfer attestieren lassen, durch Samuel Stadelmann den letzten Treffer der Partie erzielt zu haben. In St. Gallens Kollektiv spielte übrigens auch der Ex-Altdorfer Jost Brücker mit. Er erzielte für seinen neuen Verein einen Treffer.

Bestes Rendement: Daniel Röösli

Von den 59 Abschlussversuchen führten gegen St. Otmar St. Gallen 28 zum Ziel – eine rund 48-prozentige Erfolgsquote also. Jene der Ostschweizer lag bei 59 Prozent. Effizientester KTV-Angreifer war Daniel Röösli. Von sechs abgefeuerten Bällen fanden deren fünf den Weg ins Netz (83 Prozent). Die nächstbesten Quoten liessen sich Samuel Stadelmann und Ivan Fallegger (je 66 Prozent), vor Sebastian Munzert (60) attestieren.

Äerger übrigens für Altdorfs Coach Burkhard Keller. Aus den Katakomben der Kreuzbleiche-Halle in St. Gallen verschwand kurzerhand sein Handy spurlos. Welche Umtriebe damit verbunden sind, weiss nachzuvollziehen, wem schon ein ähnliches Malheur widerfahren ist…

Am Wochenende spielten nebst Altdorf: GC/Amicitia Zürich – Kriens-Luzern 24:28, Stäfa – Gossau 21:26. – Der gegenwärtige Stand am NLA-Tabellenende: 7. Bern/Muri 6/4, 8. GC/Amicitia Zürich 7/4, 9. Stäfa 7/4, 10. Altdorf 7/2.

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (3), Lutz Wesseling (3), Dave Zürcher, Christian Bär, Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger, Samuel Stadelmann (2), Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Philipp Reuter (6), Daniel Röösli (5), Christoph Piske (7).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 06 Oktober 2013 14:22

Nach toller Aufholjagd zweiten Nati-A-Punkt eingebunkert

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NLA: HC KTV Altdorf – BSV Bern/Muri 28:28

Nach dreiviertel Stunden lagen die Urner mit sechs Längen Rückstand im Hintertreffen. Doch sie gaben nicht auf und schufen nach zehn genialen Minuten den Gleichstand.

Teammanager Markus Brand (links) und Vereinsvizepräsident/Sportchef Marco Lauener verabschiedeten Martin Betschart (Mitte). FOTO: RUEDI AMMANNErneut waren über 600 Zuschauer in die Feldliarena gepilgert, um am Samstagabend die dritte Heimpartie der Aufsteiger mitzuverfolgen. Die Berner rückten mit einer höchst illustren Spieltruppe an, in der allerdings Nationalmannschaftsmitglied Marco Kurth verletzungshalber fehlte. Aber auch die Gastgeber konnten nicht ganz vollständig zu Werke gehen.

Der Vorstand verabschiedete sich eingangs von Martin Betschart. Er war vor fünf Jahren vom KTV Muotathal zu den Altdorfern gestossen, um sich dabei sehr gut zu integrieren und insbesondere als Kreisspieler immer wieder starke Einsätze zu zeigen. Nun hat sich Betschart entschieden, neue Perspektiven zu suchen und sich beim Erstligisten Einsiedeln zu verpflichten. Vereinsvize/Sportchef Marco Lauener und sowie Manager Markus Brand – Präsident Stefan Arnold war mit Speakeraufgaben beschäftigt – würdigten das engagierte Mittun Betscharts vor dem Publikum, um ihn mit einem wohlverdienten Präsent zu verabschieden.

Zuversichtliches Trio: Teammanager Markus Brand, der neue Torsteher Srdjan Djordjevic aus Serbien, und KTV-Physiotherapeut Koen Haelters. FOTO: RUEDI AMMANNErstmals lief mit der KTV-Mannschaft als Torsteher der neu verpflichtete Serbe Srdjan Djordjevic – genannt „Zenga“ ein. Er stand während der vollen Spielzeit im Einsatz und zeigte eine starke Leistung, speziell in der entscheidenden Spielphase. Von den auf sein Gehäuse abgefeuerten 42 Bällen parierte er deren 14  - somit eine 33-prozentige Erfolgsquote ausweisend, was gegen die sackstarken Berner doch einiges aussagt. Wir verweisen auf den Kasten am Ende des Spielberichtes. Aus dem Altdorfer Lager bleibt anzumerken, dass Spielmacher Philipp Reuter in der 50. Minute vorübergehend ausfiel, weil er (ohne gegnerische Einwirkung) nach einem erfolgreichen Pealtywurf ein bereits lädiertes Fingergelenk „auskugelte“, durch Platzarzt Gianmarco Sala betreut später jedoch (mit reduzierter Kraft, aber immerhin…) wieder mittun konnte. Infolge Schulterproblemen fiel während des zweiten Spielabschnittes Thomas Mohenski aus. Seinen 22. Geburtstag feierte am Spieltag übrigens Schiri Arthur Brunner. Er leitete die Partie zusammen mit Morad Salah souverän.

11:10- Halbzeitführung für den KTV

Feuerwerk Christoph Piskes zwischen der 51. und 58. Minute: vier Tore gegen den BSV. FOTO: RUEDI AMMANNDer HC KTV Altdorf fand etwas mühevoll ins Spiel, da die gegnerische Deckung mit ihren Hünen – speziell erwähnenswert: der 2.04 Meter messende (!) Martin Prachar – und ihrem 6:0-Deckungssysstem nur sehr schwer aus den Angeln zu heben war und deshalb auch etliche risikobehaftete Urner Abschlussversuche auszuloten waren. Immerhin vermochten Daniel Röösli, Philipp Reuter, der aus dem WK zurückgekehrte Ivan Fallegger sowie Christoph Piske das 4:3 zu bewerkstelligen. Bis zur 20. Minute verpassten die wieselflinken Gäste unter dem Zepter von Uros Mitrovic (an diesem Abend bester, und zwar siebenfacher Skorer des BSV) den Innerschweizern einen Nasenstüber (9:6), ehe – nach mehreren sehenswerten Interventionen seitens Srdjan Djordjevic – Sebastian Munzert, Philipp Reuter und Thomas Mohenski für das 9:9 besorgt waren. Unmittelbar vor der Pause liessen Lutz Wesseling und Thomas Mohenski die vom toll mitgehenden Heimpublikum mächtig applaudierte 11:10-Führung der „Hausherren“ Tatsache werden.

BSV auf und davon – aber dann…

Sondereffort Daniel Rööslis: Ausgleich 25 Sekunden vor Spielschluss. FOTO: RUEDI AMMANNSchon 40 Sekunden nach Wiederaufnahme der Partie entwickelten die Berner auf die Urner Abwehr zusätzlich Druck. Nach dem 11:11 setzten sie gleich noch einen drauf: 3-Tore-Vorsprung bis zur 41. Minute. Einige Unkonzentriertheiten (Ballverluste) der Urner schienen dann die Vorentscheidung zu bedeuten. Nach Ablauf der 45. Minute führten die Gäste mit sechs Längen Vorsprung (23:17). Beeindruckend war in der Folge, dass die Innerschweizer die Flinte keineswegs ins Korn warfen. Sie lancierten eine von den Sitzen reissende Aufholjagd. Philipp Reuter (noch vor seiner erwähnten Fingerverletzung), Tizian Dossenbach, Daniel Röösli, primär aber auch der nun plötzlich gross in Erscheinung tretende Christoph Piske – vorgängig nur sporadisch zu seinem gewohnten Rendement findend – sowie Dave Zürcher waren fünf Minuten vor Spielschluss für den Gleichstand (25:25) besorgt. Hitchcock pur prägte die finale Phase der Partie: 25:26 (Penalty), 26:26 (Piske), 26:27, 27:27 (Piske), geniale Parade Djordjevic, 27:28 (trotz BSV-Unterzahl), 28:28 (Röösli, 25 Sekunden vor Spielende erzielt, nachdem der KTV seinen Torsteher, nach Order von Altdorf-Coach Burkhard Keller, cleverweise durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzt hatte). Da nützte auch ein abschliessendes Timeout der Berner nichts mehr – am Ergebnis respektive dem Urner Punktegewinn – änderte sich nichts mehr. Rauschende Ovationen seitens der begeisterten KTV-Kiebitze belohnten die Sonderleistung ihres Teams.

Kommentare und Fakten

Christoph Piskes Kommentar: „Unser Kollektiv legte ganz einfach eine tolle Moral an den Tag. Torsteher Djordjevic wartete phasenweise mit unglaublichen Interventionen auf. Jetzt hoffen wir im Hinblick auf die nächsten Einsätze natürlich noch auf ein Mehr.“ „Im Vergleich zu den  vorangegangenen Spielen ortete ich seitens unseres Kollektivs eine weitere Leistungssteigerung“, zeigte sich Trainer Burkhard Keller zufrieden, nicht ohne seiner Truppe seinerseits eine beeindruckende Moral zu attestieren.

In den Reihen des HC KTV Altdorf lieferten Tizian Dossenbach sowie Sebastian Munzert eine 100-prozentige Chancenauswertung ab, gefolgt von Daniel Röösli (83), Thomas Mohenski (67), Philipp Reuter (54) sowie Ivan Fallegger und Lutz Wesseling (je 50).

Die weiteren NLA-Resultate vom Samstag: Schaffhausen – GC/Amicitia Zürich 31:22, Kriens-Luzern – Gossau 26:23, Stäfa – Thun 23:30. Im Zwischenklassement weist am Tabellenende der HC KTV Altdorf 2 Punkte auf. Vor ihm sind Bern/Muri, GC/Amicitia Zürich, Gossau und Stäfa mit je 4 Zählern angesiedelt. Im NLA-Torschützenklassement führt weiterhin Marcel Hess (erst 5 Spiele bestritten) mit 42 Treffern, vor Philipp Reuter (Altdorf) und Benjamin Geisser (je 38).

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach (1), Ivan Fallegger (2), Thomas Mohenski (2), Sebastian Munzert (1), Christoph Piske (5), Philipp Reuter (7), Daniel Röösli (5), Samuel Stadelmann, Lutz Wesseling (4), Dave.

 

Neu ein Serbe zwischen den Pfosten

Letzte Saison und in jüngster Zeit sah sich Marcel Luthiger verschiedentlich durch Verletzungen gebeutelt. Da Sebastian Aschwanden (Kreuzbandprobleme) und Jan Dittli an der ETH in Zürich studieren und deshalb die Torhütertrainings nur bedingt besuchen können, würde die Hauptlast möglicherweise auf Nicolas Stocker liegen. Der HC KTV Altdorf sah sich deshalb zum Handeln gezwungen. Mit Srdjan Djordjevic (34), Serbe und Torhüter bei Partizan Belgrad, konnte ab sofort bis Ende Meisterschaft 2013/14 eine Lösung gefunden werden. Nach mehreren Probetrainings wurde der Übertritt im Verlaufe der letzten Woche perfekt. „Zenga“, früher in verschiedenen europäischen Spitzenklubs engagiert, lieferte bereits im Spiel gegen Bern/Muri eine beachtliche Leistung ab.

Vereinspräsident Stefan Arnold: „Uns ist es gelungen, einen Torwart mit internationaler Erfahrung zu verpflichten. Djordjevic hat zuletzt bei Maccabi Tel Aviv und Partizan Belgrad gespielt, zuvor bei Hamm in der 1. Deutschen Bundesliga und vier Jahre in Ungarn. Er wird unserem Fanionteam hoffentlich den nötigen Rückhalt geben, um das Ziel, den Ligaerhalt zu schaffen, zu erreichen. Der Serbe war vor dem Spiel gegen Bern/Muri bereits anlässlich von zwei Trainings am Werk zu sehen dabei und vermochte uns zu überzeugen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Sonntag, 29 September 2013 19:43

Dreiviertel Stunden dem Leader Paroli geboten

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 Nationalliga A: HC KTV Altdorf – Pfadi Winterthur 25:32 (15:14)

Altdorf zündete zwischen 21. und 27. Minute ein Feuerwerk. Das Zünglein an der Waage neigte sich erst in den letzten 15 Minuten zugunsten der hochkarätigen Leadertruppe.

Christoph Piske – öfters nicht zu halten. FOTO: RUEDI AMMANN570 Kiebitze waren am Sonntagabend in die Feldliarena gepilgert, um den Fight zwischen dem Tabellenführer und -letzten vor Ort zu verfolgen. Sie hatten ihr Erscheinen nicht zu bereuen. Es entwickelte sich ein toller Match, voller handballerischer Glanzlichter. Pfadi Winterthur hatte auf drei Kaderspieler zu verzichten, was aber bei dessen grossem Reservoir an Spitzenakteuren nicht gross zu Buche schlug. Beim HC KTV Altdorf fehlten primär Marcel Luthiger (Aduktorenprobleme), Lukas Huwiler (mehrwöchiger Kanadaaufenthalt), Kevin Ledermann (Muskelfaserriss) und Marc Fallegger (verletzt), der jedoch das Training wieder aufgenommen hat und am übernächsten Match wieder mittun dürfte. Das Augenmerk der Zuschauer richtete sich natürlich speziell auf den Winterthurer NLA-Torschützenleader Marcel Hess - er traf in Altdorf prompt zehnmal ins Volle traf, und im Altdorfer Lager auf Spielmacher Philipp Reuter. Letzterer kommt immer besser in Fahrt, um gegen die Pfader gleich neun sehenswerte Treffer zu markieren. Auf Seite der KTV-Truppe beeindruckte nebst anderen Nicolas Stocker im Tor, mit einem Dutzend starker Paraden, auf Seite der Zürcher Gäste Schlussmann Simon Kindle. Der 2.01 Meter grosse Keeper liess sich eine stolze 41-prozentige Quote (!) gehaltener Bälle notieren.

6:6 nach Startviertelstunde

Philipp Reuter, Topskorer mit 9 Treffern. FOTO: RUEDI AMMANNDie Gastgeber wussten das frühzeitige 4:1 zugunsten der einen Superstart aufs Parkett legenden Winterthur überraschend gut wegzustecken, nachdem Daniel Röösli den ersten Treffer der KTV-Truppe markiert hatte. Im Anschluss an das 6:6 warteten die Tabellenleader mit einer sehenswerten Triplette auf, um danach bis zur 20. Minute auf 12:7 zu erhöhen. Altdorfs verschworene Einheit war aber mit der Rolle als Kanonenfutter gar nicht einverstanden. Ganz im Gegenteil: In der Folge rollte Angriff um Angriff auf das Zürcher Bollwerk. Es sah sich gleich fünfmal en suite aus den Angeln gehoben (Sebastian Munzert sowie Philipp Reuter skorten je zweimal, Daniel Röösli traf einmal). Mächtig angefeuert durch das begeisterte Heimpublikum liessen sich die Altdorfer zu weiteren Höhenflügen animieren. Thomas Mohenski zauberte den Ball 25 Sekunden vor dem Pausensignal gar zur 15:14-Führung ins gegnerische Gehäuse, nachdem Nicolas Stocker mit einer mirakulösen Parade die Gästeführung verhindert hatte. KTV-Vereinspräsident Stefan Arnold bei Halbzeit: „Toll, was unsere Truppe mit ihrer Tempobolzerei nach dem 5-Tore-Rückstand zeigte, und Christoph Piske es für „richtig gut“ eingestuft hatte, was seinem Team bis zu diesem Zeitpunkt gelungen war. Heinz Gisler, seinerzeitiger Co-Leader der KTV-Truppe, zollte der  Moral der Platzherren seine vorbehaltlose Anerkennung.

Gar eine 3-Tore-Führung

Thomas Mohenski lässt Pfadi-Deckung alt aussehen. FOTO: RUEDI AMMANN   Die Zuschauer trauten ihren Augen kaum, als die Urner nach erfolgtem Seitenwechsel weiterhin respektlos vom Leder zogen. Reuter mit einem Hattrick sowie Lutz Wesseling hatten für ihre Mannschaft bis zur 35. Minute eine sehenswerte 3-Tore-Führung realisiert. Pechvogel war in dieser Phase Daniel Röösli (ein Lattenknaller, ferner einen übers Tor gedonnerter Penaltyball). Nachdem die Winterthurer ihre Deckung umorganisiert hatten (6:0), lief in ihren Reihen vieles praktisch „leaderkonform“. Mit genialen Ballstafetten und wirbligen Aktionen gaben sie in der letzten Viertelstunde den Ton an. Im Lager der Altdorfer fehlten zusehends Kraft, Konzentration und Durchsetzungsvermögen. Pfadi Winterthur erhöhte das Skore bis zur 56. Minute auf sechs Längen (29:23) – die Partie war damit definitiv gelaufen, auch wenn Reuter und Piske mit sehenswerten Treffern nochmals etwas Gegensteuer zu geben vermochten, die Favoriten jedoch letztlich mit sieben Toren Differenz das bessere Ende verdientermassen für sich behielten. Ungeachtet dieses Unterschieds zollte das Heimpublikum seinem Team als Lohn für dessen sehenswerte Leistung eine wohlverdiente Ovation.

Stimmen zum Spiel

Trainer/Coach Burkhard Keller: „Ich sah eine gute Vorstellung meiner Mannschaft. Sie versteckte sich nie hinter den technisch beeindruckend beschlagenen und agierenden Zürchern.“

Sebastian Munzert (zweifacher) und Philipp Reuter (neunfacher Skorer) unisono: „Wir lieferten weitgehend eine sehenswerte Leistung ab. Die Niederlage fiel aus unserer Optik wohl mit zwei bis drei Toren zu deutlich aus. Grossartig setzte sich in seinem Kollektiv NLA-Torschützenleader (bisher 58 Treffer nach fünf Einsätzen) Marcel Hess durch.“

Edi Wickli, der nationale „Frühpensionär“ (Anmerkung „Google“) und vielfache frühere Nationalspieler, zurzeit zusammen mit Trainer Adrian Brüngger an der Spitze von Pfadi Winterthur die wichtigsten Fäden ziehend: „Der HC KTV Altdorf kämpfte mit viel Herzblut, dadurch bezeugend, dass seine NLA-Promotion nicht von ungefähr gekommen ist. Als dann in unseren Reihen beim Stande von 16:19 die Alarmglocken schrillten, vermochten wir das Revirement herbeizuführen. Ich bin überzeugt, dass die Urner durchaus das Zeug dazu haben, in der obersten nationalen Liga ihr (bisher) noch bescheidenes Zählerkonto zu äufnen.“

Altdorf spielte mit: Nicolas Stocker, Sebastian Aschwanden; Fabian Auf der Maur, Christian Bär, Ivan Fallegger, Thomas Mohenski (2), Sebastian Munzert (2), Christoph Piske (4), Philipp Reuter (9), Daniel Röösli (4), Samuel Stadelmann, Lutz Wesseling (4), Dave Zürcher.

Zwischenbilanz

Nach den weiteren Wochenendfights (Bern/Muri – GC/Amicitia 27:27, Gossau – Schaffhausen 27:36, Otmar St. Gallen – Stäfa 34:25) präsentiert sich die NLA-Tabellenspitze wie folgt: 1. Pfadi Winterthur 5/10, 2. Schaffhausen 5/8, 3. Kriens 4/7. Das Tabellenende: 10. Altdorf 5/1, 9. Bern/Muri 5/3, davor liegen Wacker Thun (ein Spiel weniger ausgetragen), Stäfa, Gossau, GC/Amicitia Zürich sowie St. Otmar St. Gallen mit je 5/4 Punkten. – Der HC KTV Altdorf tritt am kommenden Samstag, 5. Oktober, erneut in der Feldliarena an, und zwar gegen Bern/Muri (18 Uhr).

 

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