Spielberichte Herren 1

Spielberichte Herren 1 (131)

Sonntag, 22 September 2013 22:53

Ein folgenschweres Versehen

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Nationalliga A: Stäfa – HC KTV Altdorf

Ein Platzverweis, gegen KTV-Spielmacher Philipp Reuter verhängt, entschied Partie nach 44 Minuten zugunsten der Zürcher. Urner Fans verstanden die Welt nicht mehr…

Christoph Piske: am Wochenende fünffacher Torschütze. FOTO: RUEDI AMMANN      Der Auswärtsfight gegen Stäfa begann ähnlich, wie acht Tage zuvor die Partie gegen GC/Amicitia Zürich in der Feldliarena: aus Urner Sicht mit einem verhaltenen Start. Missratene Abschlussversuche und einige technische Unzulänglichkeiten liessen 400 Sekunden nach erfolgtem Anpfiff ein 5:1 zugunsten der Zürcher Tatsache werden. Für die Innerschweizer hatte bis zu diesem Zeitpunkt lediglich Lutz Wesseling ins gegnerische Tor getroffen. Nach Ablauf der Startviertelstunde lautete das Skore 8:3. Es folgte seitens des HC KTV Altdorf eine höchst sehenswerte Aufholjagd. Stäfas Deckung wurde Mal für Mal respektlos demontiert respektive ausgehebelt. Nach 27 Minuten war es den Innerschweizern, die spielerisch insgesamt eine weitere Entwicklung nach vorne erkennen liessen, gar gelungen, den Gleichstand zu bewerkstelligen (13:13). 16 Sekunden vor dem Pausensignal hatten sie erstmals in diesem Fight durch Ivan Fallegger die Führung an sich gerissen (15:14), ehe dem gegnerischen Topskorer Filip Ivano Maros unmittelbar danach der Ausgleich glückte. Im Anschluss an den Seitenwechsel gelang es den Urnern, mehrmals mit zwei Toren Differenz in Front zu ziehen. Es folgte das Urteil eines der Unparteiischen, das viel zu reden gab – und, wie sich weisen sollte, den Grundstein zum (punktemässig gesehenen) Misserfolg der Altdorfer legte.

Welt „nicht mehr verstanden“

Nach dem 22:20, erzielt durch Philipp Reuter, vier Fehlwürfen und dem späteren 22:21, war da die „Minute/Sekunde 44.20“. Reuter und ein Stäfner Akteur, von der Seite her sprintend gegen den Ersteren den Körperkontakt suchend, lieferten sich ein alltäglich anmutendes 08.15-Mini-Scharmützel (wenn überhaupt), wie die Konsultation der Videoaufnahmen lupenklar beweist (!) – meilenweit von einem groben Foul entfernt. Einer der beiden Unparteiischen wollte dabei, aus unerfindlichen Gründen, ein grobes Missverhalten gesehen haben, pfiff – und streckte zum allgemeinen Erstaunen (auch etlicher Zürcher Schlachtenbummler, wie sich im anschliessenden Gespräch ergab) Reuter die rote Karte (Platzverweis) unter die Nase. Gellende Pfiffe aus dem Lager der rund drei Dutzend Urner Matchbesucher quittierten den Entscheid – einer ihrer Protagonisten „verstand gar die Welt nicht mehr“, wie er erzürnt erklärte. Das Verdikt des massgebenden Schiris – auch KTV-Coach Burkhard Keller bezeichnete den Entscheid aus seiner Optik als „völlig fehl am Platz“. Die Leistung beider Spielleiter, an diesem Nachmittag phasenweise überhaupt nicht als „ligakonform“ einstufbar – sollte weitreichende Folgen haben: Altdorfs Kollektiv, auf dem Weg zum ersten Auswärtssieg notabene – wirkte im Anschluss an diesen k.o.-Schlagg begreiflicherweise verunsichert. Es dauerte volle 7 Minuten, ehe Daniel Röösli (nach dem 24:22 zugunsten Stäfas) für seine Farben in der 52. Spielminute erstmals wieder ins Volle traf. Stäfa nutzte die Gunst der Stunde, um seinen Vorsprung zu zementieren. Der HC KTV Altdorf zeigte in der Schlussphase trotz allem Ungemach viel Charakter: Daniel Röösli verkürzte nochmals auf eine Länge, doch eine gegen Tizian Dossenbach ausgesprochene Zeitstrafe kam den Platzherren entgegen: Sie setzten sich schliesslich mit 27:24 definitiv durch. Der Vollständigkeit sei noch erwähnt, das ein Foul des ballführenden Ivan Fallegger (grobes Hineinstossen in den Kreis) zuvor seitens der Schiedsrichter ungeahndet geblieben war (Videodokumentation!)…

Altdorfs Coach Burkard Keller haderte abschliessend über das wohl matchentscheidende Schiedsrichterverdikt (wie erwähnt rote Karte und Platzverweis gegen KTV-Spielmacher Philipp Reuter in der 45. Minute). Er bezeichnete die Niederlage als ausgesprochen bitter, zumal seine Truppe alles über alles gesehen eigentlich klar besser wirkte - und generell eine ausgesprochen sehenswerte Leistung ablieferte.

Altdorferischerseits erzielten Lutz Wesseling (6), Christoph Piske (5), Daniel Röösli und Philipp Reuter (je 4) am meisten Treffer. Eine hundertprozentige Chancenauswertung liess sich Sebastian Munzert, vor Daniel Röösli (80 Prozent)  attestieren.

Die weiteren Spiele des Wochenendes: Gossau – GC/Amicitia Zürich 31:35, Pfadi Winterthur – Bern/Muri 31:25, Kriens – St. Otmar St. Gallen 31:25. – Die Tabellenspitze: Es führen Pfadi Winterthur und Kriens (je 4/7). Das Tabellenende: Bern/Muri sowie Otmar St. Gallen (je 4/2), Altdorf (4/1). – Am kommenden Samstag, 28. September, empfängt der HC KTV Altdorf in der Feldliarena (18 Uhr) Tabellenleader Pfadi Winterthur.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker, Sebastian Aschwanden; Sebastian Munzert (2), Daniel Röösli (4), Dave Zürcher, Lutz Wesseling (6), Samuel Stadelmann, Ivan Fallegger (3), Lukas Huwiler, Thomas Mohenski, Tizian Dossenbach, Philipp Reuter (4), Christoph Piske (5).

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 15 September 2013 11:19

Zürcher Overdogs die Hölle heiss gemacht

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Nationalliga A: HC KTV Altdorf – GC/Amicitia Zürich 28:28

Daniel Röösli (2 Treffer) düpiert Zürcher Torsteher; im Hintergrund (Nr. 8) Lutz Wesseling, der sieben Tore markierte. FOTO: RUEDI AMMANN   Urner holten verdientermassen den ersten Punkt NLA-Punkt ab. Mehr wäre möglich gewesen – drei Penaltychancen wurden versiebt.

Die Voraussetzungen im Hinblick auf den dritten Einsatz waren klar: Kaum jemand wettete zugunsten einer Gastgeberchance. Denn die Crew aus der Limmatstadt hatte im Hinblick auf das neue Championat personell mächtig aufgerüstet. Davon legt  allein schon das Teambudget (820 000 Franken!) beredtes Zeugnis ab. Zu guter Letzt hatte sich die Formation des vormaligen Schweizer Nationalcoaches Arno Ehret gar noch die Dienste des kroatischen Hünen (und Nationalspielers) Goran Bogunovic (von Gestalt 1,98 m gross und 106 kg auf die Waage bringend) gesichert. GC/Amicitia hatte seine letzte Partie gegen St. Otmar St. Gallen drei Tage zuvor allerdings mit einem winzigen Tor Unterschied verloren, wobei der Ex-Altdorfer Jost Brücker mit sieben Treffern massgeblich am Erfolg der Ostschweizer beteiligt gewesen war.

Blitzstart der Favoriten

500 Kiebitze, mehrheitlich Fans der einheimischen Aufsteigertruppe, hatten sich am Samstagabend in der Feldli-Arena eingefunden, um ihr Team phonstark anzufeuern. Die Zürcher zauberten gleich einen Bilderbuchstart aufs Parkett. Nach weniger als 5 Minuten lagen sie gegen die vorerst etwas deroutiert respektiv noch nicht richtig wach wirkende KTV-Deckung 4:1 voraus – Philipp Reuter hatte bis zu diesem Zeitpunkt den ersten Treffer der Platzherren markiert. Nach der Auftaktviertelstunde lagen die Platzherren gar mit vier Längen zurück (8:12), trotzdem sie im Angriff immer wieder mit sehenswertem Tempospiel und wirbligen Kombinationen aufwarteten. Zwischen der 20. und 24. Minute rieben sich die Zuschauer recht eigentlich die Augen, da der KTV mit einem genialen Zwischenspurt der besonderen Art aufwartete. Ivan Fallegger, Lutz Wesseling, Philipp Reuter und Christoph Piske punkteten die gegnerischen Abwehrhünen Mal für Mal aus – Tizian Dossenbach schoss seine Farben gar erstmals in dieser Partie in Front (15:14). Eine Zeitstrafe, gegen Samuel Stadelmann verhängt, überstanden die Einheimischen, primär dank einer Topparade von Marcel Luthiger, schadlos. Dem später folgenden Gleichstand setzten Christoph Piske und Samuel Stadelmann - Letzterer mit einem eigentlichen Lucky Punch vom linken Flügel und schier unmöglich scheinendem Winkel aus erzielt – zwei weitere Bälle ins gegnerische Netz. Die 17:16-Halbzeitführung der Urner war damit Tatsache geworden, zumal Marcel Luthiger mit einem weiteren Geniestreich seine Aufwartung zu machen verstand.

Samuel Stadelmann lässt Gästeabwehr in die Röhre gucken. FOTO: RUEDI AMMANNDrei-Tore-Vorsprung nach 37 Minuten

Der HC KTV Altdorf nahm den zweiten Spielabschnitt höchst vielversprechend in Angriff. Nachdem Ivan Fallegger allein vor dem gegnerischen Torsteher scheiterte und Philipp Reuter eine Penaltychance unverwertet gelassen hatte, skorten innerhalb weniger Minuten Philipp Reuter, Lutz Wesseling, Christoph Piske und Daniel Röösli: 21:18 für die Platzherren. Einen weiteren Röösli-Treffer aberkannten die Spielleiter. Eine Viertelstunde vor Spielschluss hatten die Zürcher nicht nur den Gleichstand, sondern auch wieder die Führung realisiert (23:22). 5 Minuten später lautete das Skore 26:26, im Anschluss an einen weiteren Sieben-Meter-Misserfolg Reuters gar 27:26 für GC/Amicitia. Nach 56 Spielminuten wartete Wesseling mit einem sehenswerten Doppelschlag auf (28:27) – der Absturz der Zürcher Favoriten zeichnete sich am Horizont ab. Arno Ehret orderte zu diesem Zeitpunkt ein letztes Timeout. Unmittelbar danach hatte Sebastian Munzert den „Vor-Matchball“ in der Hand. Doch auch er brachte einen Sieben-Meter-Wurf nicht ins Ziel. Ein umstrittener Penaltyentscheid zugunsten der Gäste führte 88 Sekunden vor Spielschluss zum 28:28. Daran änderte sich schliesslich nichts mehr, da der Torsteher der Besucher, Aurel Bringolf, einem Boliden der Marke Lutz Wesseling den Zahn zu ziehen verstand.

Fazit: Dank sehenswerter Leistung der Urner höchst verdienter und erster NLA-Punktegewinn - sehr zur Genugtuung von KTV-Spielertrainer Burkhard Keller, der seiner Truppe einen Topeinsatz attestierte. „Wir haben nicht nur 1 Punkt erobert, sondern von den Gegnern für unsere Leistung auch viel Respekt gezollt erhalten“, freute sich Sebastian Munzert. Und Daniel Röösli: „Wir wussten uns sehr gut zu verkaufen, haben anderseits aber doch immer noch zu viele Einzelfehler verzeichnet. Sie verhinderten es, einen Vollerfolg zu landen.“ „Der gewonnene Punkt war hoch verdient“ bilanzierte schliesslich auch Lutz Wesseling, der an diesem denkwürdigen Abend erfolgreichster Skorer (7), vor Spielmacher Philipp Reuter (6) und Christoph Piske (5) war. Hundertprozentige Wurf-Erfolgsquoten liessen sich seitens der Gastgeber Samuel Stadelmann und Tizian Dossenbach notieren, auf je 66 Prozent brachten es Sebastian Munzert, Ivan Fallegger und Daniel Röösli.

Es geht Schlag auf Schlag

Der BSV Muri/Bern sah sich am Samstag gegen Wacker Thun auf die Verliererstrasse gedrängt (21:25), nachdem am Vorabend Kriens gegen Stäfa das bessere Ende klar für sich behalten hatte (33:25). Die nächsten Spiele werden am Mittwoch (Pfadi Winterthur gegen die Schaffhauser Kadetten) und Donnerstag (St. Otmar St. Gallen gegen Fortitudo Gossau) angepfiffen. Am kommenden Samstag figurieren sechs Spiele auf dem NLA-Terminkalender – Altdorf tritt auswärts gegen Stäfa an.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (2), Lukas Huwiler, David Zürcher, Lutz Wesseling (7), Ivan Fallegger (4), Samuel Stadelmann (1), Thomas Mohenski, Tizian Dossenbach (1), Philipp Reuter (6), Daniel Röösli (2), Christoph Piske (5). – Spielleiter: Brunner/Salah. – Beste Skorer bei GC/Amicitia: Roman Sidorovic (6), Iwan Ursic und Goran Bogunovic (je 5).

 

 

Sonntag, 08 September 2013 21:50

Überraschende Ergebnisse prägten Runde zwei

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Nationalliga A: Kadetten Schaffhausen – HC KTV Altdorf 40:19

Mit fünf Treffern in Schaffhausen bester Altdorfer Skorer: Philipp Reuter (FOTO: RUEDI AMMANN)Urner sahen sich gegen SM-Titel-Kronfavoriten kalt geduscht. Die Innerschweizer bissen sich an gegnerischer Deckung die Zähne aus – in der Abwehr wurde zu zahm agiert.

Der samstägliche Widersacher aus Schaffhausen landete den zweiten Saisonsieg. Nach seinem mageren Auftakterfolg in St. Gallen (ein Tor Unterschied) putzten die Gastgeber (vor 340 Kiebitzen; Schiris: Boskoski/Stalder) die Aufsteiger aus dem Urnerland respektlos vom Parkett. Die Kadetten führen die Tabelle vorübergehend allein mit dem Zählermaximum an, nachdem es überraschenderweise Aussenseiter Fortitudo Gossau gelang, dem amtierenden Meister Wacker Thun einen Nasenstüber zu verpassen (31:27), Stäfa gegen Bern/Muri siegreich blieb (27:25) und Kriens/Luzern gegen Pfadi Winterthur remisierte (31:31).

Frühzeitige Führung der Widersacher

Schon nach sechs Minuten führte Schaffhausen mit 5:1 – den ersten KTV-Treffer erzielte Christoph Piske nach dem 4:0. Dem 5:2 durch Lutz Wesseling setzten die Platzherren sechs Treffer in Serie entgegen. Altdorf kam nicht auf Touren, patzerte bezüglich Chancenauswertung und kassierte demzufolge tödliche Gegenstosstore. Generell darf angemerkt werden, dass Schaffhausen wohl zu Recht als Kronfavorit der neuen NLA-Meisterschaft gehandelt wird. Altdorf vermochte in keiner Phase der Partie auch nur annähernd auf Touren zu kommen, nicht zuletzt auch deswegen, da im gegnerischen Tor ein grandios disponierter Torsteher, der erst 19-jährige Jonas Maier, agierte. Er vertrat bis zur 46. Minute Stammzerberus Arunas Vaskevicius und lieferte nicht weniger als 19 (!) geniale Paraden ab. Die Partie war bereits zur Pause klar entschieden. Die Kadetten hatten das Skore bis zu diesem Zeitpunkt auf 21:8 geschraubt, kein Ruhmesblatt – weder für den KTV-Angriff noch die Abwehr. Die zweite Spielhälfte stand erneut ganz im Zeichen der Gastgeber. Sie setzten ihren Sturmlauf fort, um den Altdorfern noch 19 weitere Bälle in den Kasten zu donnern. Trainer Burkhard Keller, welcher vermehrt auch dem klubeigenen Nachwuchs Spielchancen zugestanden hatte, zum Fight: „Wenn man  kein Glück hat, kommt meistens noch Pech hinzu. Die Partie hat gezeigt, was für uns in der Nationalliga A möglich ist. Die Schaffhauser: ein Topteam, auf sämtlichen Positionen doppelt stark besetzt, liess auch bei Auswechslungen keinen Qualitätsabfall erkennen, spielte während 60 Minuten auf durchgehend hohem Niveau. Auf unserer Seite fehlten verletzungshalber Christian Bär und Samuel Stadelmann – und dadurch zwei Abwehralternativen. Nun müssen wir uns weiterhin im Abwehrbereich optimieren und die Chancenauswertung verbessern.“ Übrigens zeigte sich Schaffhausens Trainer Markus Baur von der Leistung seines Team ausgesprochen angetan. Er zeigte sich zufrieden, dass seine Truppe sowohl Leistung wie Kadenz bis zum Schluss durchzog, was bisher nicht immer der Fall gewesen war.

GC/Amicitia Zürich zu Gast

Runde drei führt den HC KTV Altdorf am Samstag, 14. September (Anspielzeit: 18 Uhr), in der Feldli-Arena mit GC/Amicitia Zürich zusammen. „Für uns gilt es, mit der gleichen Konzentration und Einstellung, wie gegen Kriens-Luzern, zu agieren. Die Formation aus der Limmatstadt verfügt über eine offensiv eingestellte Truppe, mit ausgesprochen schnellen Aussenspielern, mit Routinier Ivan Ursic am Kreis und einem sehr agilen Rechts-Mitte-Akteur: Roman Sidorowics. Die Begegnung verspricht zu einem heissen Lauf zu werden. Trainer der Gäste ist kein Geringerer als der Ex-Nationalcoach von Deutschland und der Schweiz, Arno Ehret.“ GC/Amicitia verlor den Meisterschaftsauftaktmatch in Thun übrigens 22:29 – den zweiten Fight bestreitet die Mannschaft am Donnerstag gegen St. Otmar St. Gallen in der Zürcher Saalsporthalle.

Altdorf spielte mit: Sebastian Aschwanden, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (4), Lukas Huwiler (1), Martin Betschart, Dave Zürcher (1), Lutz Wesseling (4), Ivan Fallegger, Thomas Mohenski (1), Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Philipp Reuter (5), Daniel Röösli (1), Christoph Piske (2).

 

 

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Donnerstag, 05 September 2013 00:15

Guter Nati-A-Einstand - fehlender Luckypunch

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Christoph Piske (9 Tore) beim einmaligen „Flammeneinlaufen“. FOTO: RUEDI AMMANN   Guter Nati-A-Einstand – fehlender Luckypunch

NLA: HC KTV Altdorf – HC Kriens-Luzern 29:33

Ausgeglichene erste Halbzeit gegen den klaren Favoriten. Ballverluste im zweiten Abschnitt läuteten Urner Niederlage ein.

Eine tolle Stimmung herrschte am Mittwochabend in der Feldli-Arena. Unter den 920 Kiebitzen war auch etwelche Prominenz auszumachen. So weilten etwa Regierungsrat Beat Arnold (früher selber Fanionteam-Spieler), Ex-Spielertrainer Daniel Brack (eigens aus Deutschland angereist) und die Gründungszeit-Trainerlegende Dolfi Kempf (aus dem Wallis nach Altdorf gekommen) zugegen. Sie sahen primär eine gute Leistung der Altdorfer, trafen eine grossartige Ambiance in der Halle an und attestierten den Platzherren, ihr Bestes gegeben zu haben, um gleichzeitig den Kriensern viel Anerkennung und Cleverness zu zollen. Die Luzerner verdienten den Sieg dank ihrer Schlitzohrigkeit und Zielstrebigkeit durchaus. Auf Seite der Gastgeber wurde der Luckypunch vermisst – primär zu  Beginn der zweiten Halbzeit, als eine Führung der KTV-Truppe von mehreren Toren durchaus möglich gewesen wäre.

Abklatschen mit dem neuen Spielmacher Philipp Reuter. FOTO: RUEDI AMMANNErste Treffer markierten die Altdorfer

Die Platzherren, unter einem ganz speziellen Lichterspiel auf dem Parkett erschienen und mächtigen Applaus gezollt erhaltend, erwiesen den hochkotierten Gästen gleich nach Anpfiff der Begegnung wenig Respekt. Im Anschluss an eine Zeitstrafe, gegen den HCK schon nach 33 Sekunden verhängt, donnerte Spielmacher Philipp Reuter, der nach seiner Zerrung erstmals voll mitmixen konnte und – wie sich bald weisen sollte - dem Angriff viel zusätzlichen Schwung verlieh, den fälligen Penalty zum 1:0 in die gegnerischen Maschen. Ivan Fallegger erhöhte in der 5. Minute auf 2:0. Bis zu diesem Zeitpunkt erwies sich die KTV-Abwehr als veritables Bollwerk, das vom HCK vorerst nicht geknackt werden konnte. Dem 2:1 setzte Christoph Piske das 3:1 entgegen. In der Folge fanden die wirbligen Gäste besser ins Spiel, glichen aus, vermochten aber dank der aufopfernd agierenden KTV-Deckung vorerst nicht, wie geplant, die Führung frühzeitig an sich zu reissen. Erst in der 22. Minute zogen die Besucher erstmals in Front (13:12), nach einem durch Philipp Reuter versiebten Penalty gar mit 14:12. Wenig goutiert wurde vom aufmerksamen Publikum ein rüdes Krienser Foul an Lutz Wesseling, das aber trotz der „hellroten Färbung“ von den Spielleitern nicht einmal mit einem Sieben-Meter geahndet wurde. Für eine sensationelle Aktion war kurz vor der Pause Sebastian Munzert besorgt. Er angelte sich mit einem Sprung in den gegnerischen Kreis das Leder, um es unter tosendem Applaus im HCK-Kasten zu versenken. Acht Sekunden vor der Pausensirene sorgte Christoph Piske für das 16:15, doch eine gegnerische Aktion just in der letzten Sekunde (war die Zeit schon abgelaufen?) führte zum Gleichstand. Ex Spielertrainer Daniel Bracks Kommentar: „Die Leistung der Altdorfer war im Angriff höchst beeindruckend. Schade, dass in der Deckung öfters etwas zu zögerlich zu Sache gegangen wurde. Der KTV Altdorf hätte zur Pause gut und gerne mit zwei bis drei Längen Vorsprung führen können.“

Captains mit Schiris; von links: Christan Bär (KTV), Jucker/Brianza und Daniel Fellmann (HCK). FOTO: RUEDI AMMANNDie fatalen Ballverluste

Der HC KTV Altdorf hielt sich auch während der dritten Viertelstunde der Partie sehr gut im Spiel (21:21, nachdem ein Zwei-Tore-Rückstand durch geniale Aktionen von Ivan Fallegger egalisiert worden war. Danach produzierten die Platzherren gleich vier unnötige Ballverluste. Die pfeilschnellen Krienser Spezialisten reagierten mit Gegenstossaktionen, die ihnen den ersten klaren Vorsprung des Spielabends bescherten. Das Kollektiv von Trainer Burkhard Keller, der noch ein letztes Timeout angefordert hatte, vermochte den angerichteten Schaden nicht mehr zu korrigieren (24:28 in der 54. Minute) – die Vier-Tore-Rücklage hatte auch nach 60 Minuten noch Bestand. Vorgängig hatte sich Christoph Piske mit zwei Alles-oder-nichts-Aktionen noch den speziellen Respekt der Gegner gesichert.

Stimmen zum ersten NLA-Einsatz des HC KTV Altdorf

Sebastian Munzert (7 Tore) im Anflug. FOTO: RUEDI AMMANN   KTV-Trainer Burkhard Keller: „Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich durchaus zufrieden. Sie gab kurzerhand alles. Wenn jemand vor dem Innerschweizer Derby gesagt hätte, dass Kriens nur mit vier Toren Unterschied das bessere Ende für sich buchen würde, hätte ich diese Option wohl unterschrieben. Gegen ein derart stark besetztes Team nur relativ knapp den Kürzeren zu ziehen, ist generell ganz einfach beachtlich.“

HCK-Trainer Heiko Grimm: „Es kam zum Meisterschaftsauftakt wie erwartet zu einem umstrittenen Fight. Die Altdorfer versteckten sich nie und verschafften sich immer wieder Respekt. Sie nahmen den Aufstiegsschwung ganz einfach mit. Ich bin überzeugt, dass der HC KTV Altdorf durchaus den einen oder anderen NLA-Punkt ins Trockene zu bringen versteht.“

Regierungsrat Beat Arnold: „Eine durchaus sehenswerte Vorstellung der Gastgeber. Den Unterschied machten die Qualitäten der beiden Deckungsblöcke aus. Die entsprechende Wertung ging klar an die Luzerner.“

KTV-Kapitän Christian Bär: „Einige Aktionen schlossen wir zu schnell ab. Hauptsächlich in der zweiten Halbzeit. Die daraus resultierenden Ballverluste kosteten und schliesslich Kopf und Kragen.“

Lutz Wesseling, sonst Topskorer: „Wir spielten mit den erklärten Favoriten durchaus auf Augenhöhe, kämpften gut und mit viel Herzblut. Mit meiner Leistung war ich persönlich an diesem Spielabend nicht zufrieden.“

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker (beide mit phasenweise überzeugenden Aktionen); Sebastian Munzert (7), Lukas Huwiler, Dave Zürcher, Christian Bär, Lutz Wesseling, Ivan Fallegger (4), Samuel Stadelmann, Thomas Mohenski, Tizian Dossenbach, Philipp Reuter (7), Daniel Röösli (2), Christoph Piske (9). – Beste Skorer des HC Kriens-Luzern: Luca Spengler (7), Thomas Hofstetter (6). - Schiedsrichter: Brianza/Jucker.

 

Fachsimpeln am Spielfeldrand: Ex-Spielertrainer Daniel Brack und Marc Fallegger. FOTO: RUEDI AMMANN Trainer Burkhard Keller ermuntert seine Akteure. FOTO: RUEDI AMMANN Ivan Fallegger: Sehenswerter Doppelschlag im letzten Drittel der Partie. FOTO: RUEDI AMMANN Paukergruppe sorgte zum NLA-Auftakt für phonstarken Support. FOTO: RUEDI AMMANN

 

 

 

 

 

Donnerstag, 06 Juni 2013 10:30

Nur noch klitzekleiner Schritt in die Nati A

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf – HS Biel 41:30

 

Berner Seeländer in der zweiten Halbzeit respektlos zerzaust. Jetzt fehlt nur noch das Sahnehäubchen auf die NLA-Torte…

 

 

Die Captains (rechts Christian Bär) mit den überzeugenden Schiris Andreoli/Leu. Foto: Ruedi AmmannJust eine halbe Stunde lang vermochten die noch tief im Abstiegssumpf steckenden Berner Seeländer den Innerschweizern am Sonntagabend – vor propenvollen Zuschauerrängen in der aus allen Nähten platzenden Feldliarena (750 Kiebitze: Saisonrekord) - das Wasser zu reichen. Als dann die Bieler versuchten, die Altdorfer mit einer extrem aggressiv angelegten Verteidigungsstrategie zu kitzeln respektive in Verlegenheit zu manövrieren, war es auch schon um sie geschehen. Sie liefen ins eigene Messer und hatten die Partie schliesslich ganz klar aus der Hand zu geben. Die Urner Fans liessen sich natürlich (auch) nicht lumpen: Mit Sympathiekundgebungen der besonderen Art feuerten sie ihre Lieblinge zu einem echten Sturmlauf an, die Halle zu einem eigentlichen Tollhaus werden lassend.

 

Vereinspräsident Stefan Arnold (links) verabschiedete das Erfolgstrio Daniel Brack, Predrag Ceko und Jost Brücker. Foto: Ruedi AmmannEine Runde vor Abschluss der Qualifikationsrunde grüsst der HC KTV Altdorf weiterhin als Leader (43 Punkte, +133), vor Suhr/Aarau 41, +123) und ist dem Direktaufstieg somit näher denn je. Am Ende der Tabelle befinden sich noch fünf Mannschaften in akuter Relegationsgefahr: Amicitia/Grasshoppers Zürich und Stans (je 17 Punkte), Solothurn/Grauholz (je 16), Horgen 15.

 

Ein Erfolgstrio verabschiedet

 

Thomas Mohenski erzielte gegen Biel drei wichtige Treffer. Foto: Ruedi AmmannBevor die beiden souverän agierenden Unparteiischen Reto Andreoli/Raymond Leu, die schon während rund zehn Saisons gemeinsam arbitrieren, den Ball frei gaben, war es Vereinspräsident Stefan Arnold vorbehalten, drei bewährte Teamstützen zu verabschieden: Jost Brücker (Studium in St. Gallen und Übertritt zu St. Otmar, NLA), Spielertrainer Daniel Brack (studienhalber Rückkehr nach Deutschland) sowie Coach Predrag Ceko (Demission). Allesamt hatten massgeblich zum höchst positiven Verlauf der Meisterschaft 2012/13 beigetragen und durften sich mit einem wohlverdienten Präsent letztmals vom Heimpublikum feiern lassen.

 

Die erste Spielhälfte gegen Biel verlief weitgehend ausgeglichen. Christoph Piske, Jost Brücker und Thomas Mohenski schossen ihre Truppe schon in den ersten Martin Betschart setzt sich respektlos durch. Foto: Ruedi AmmannMinuten in Front (3:2), ehe Daniel Brack als souveräner Penaltyexekutor seine besonderen Qualitäten dreimal hintereinander unterstrich. Die Gastgeber vermochten sich in der Folge nie um mehr als zwei Längen von ihren aufsässigen, quirligen Widersachern zu distanzieren. Nach der 20. Spielminute liess sich Marcel Luthiger im KTV-Tor durch Nicolas Stocker ersetzen. Dieser sicherte sich mit etlichen mirakulösen Topparaden immer wieder den Sonderapplaus der einheimischen Matchbesucher. Dem HS Biel gelang es, in der 22. Minute den Gleichstand (13:13) zu bewerkstelligen. Thomas Mohenski, Jost Brücker sowie Tizian Dossenbach waren schliesslich für die 16:15-Pausenführung des HC KTV Altdorf besorgt. Der künftige Trainer/Coach der Urner, Burkhard Keller: „Ich sah bis zu diesem Zeitpunkt grosse Angespanntheit in beiden Lagern und dennoch mehrheitlich sehenswerte Leistungen. Auf unserer Seite bilanzierte Physiotherapeut und Buchführer Koen Haelters je fünf Fehlschüsse, technische Unzulänglichkeiten, erfolgreiche Gegenstösse und Torhüterparaden“.

 

 Ivan Fallegger – einmal mehr ein Erfolgsgarant (fünf Treffer). Foto: Ruedi AmmannBeeindruckender Altdorfer Sturmlauf

 

Nach einer gelungenen Präsentation der Baarer SVKT-Damenschaugruppe trat der HC KTV Altdorf zur zweiten halben Stunde in Unterzahl (Zeitstrafe, gegen Tizian Dossenbach verhängt) an. Doch Sebastian Munzert konterte mit einer beeindruckenden Doublette zugunsten seiner Farben. Im Anschluss an das 19:19 leitete Lukas Huwiler mit zwei Aktionen der Sonderklasse die Wende zugunsten der Platzherren ein, zumal sich diese durch die nun immer aggressiver angelegte gegnerische Doppel-Manndeckung nicht beeindrucken liessen. Bis zur 45. Minute donnerten ferner Munzert (viermal) und Huwiler (zweimal) den Ball zum 27:19 Ovation von den dicht besetzten Zuschauerrängen. Foto: Ruedi Ammannins gegnerische Netz – Biel wurde in dieser Phase dank überzeugender KTV-Abwehrarbeit kein einziges Torerlebnis gegönnt und richtiggehend überrollt. Die Vorentscheidung war damit gefallen. Altdorf erhöhte seinen Vorsprung bis zur 53. Minute auf stolze 13 Längen, damit auch etwas für eine möglichst positive Tordifferenz (gegenüber Suhr/Aarau) bewerkstelligend. Die Berner vermochten auch bis zum Schluss der Begegnung nicht mehr an der Altdorfer Festung zu rütteln. Zweimal Ivan Fallegger (einmal mit genialem „Kunstschuss“), Daniel Brack sowie Tizian Dossenbach beschlossen den Urner Torreigen, ehe die Feldliarena punkt 20.45 Uhr aus allen Nähten platzte und die Fans ihre Mannschaft mit einer wohlverdienten Grossovation überschütteten.

 

Spielertrainer Daniel Brack zollte seiner Truppe in der Kabine vorbehaltlose Anerkennung, gab indessen zu bedenken, dass 2 Punkte Vorsprung und eine um 10 Thomas Baumann (rechts) und Michael Zwyssig beim Zubereiten des „Nati-A-Risottoschmauses“. Foto: Ruedi AmmannEinheiten bessere Tordifferenz gegen Suhr/Aarau noch kein definitiver Garant für den Direktaufstieg in die Nationalliga A bilden. Das Credo Bracks: „Wir wollen jetzt am kommenden Samstag auswärts gegen Siggenthal/Vom Stein alles auf die Karte Sieg und Topleistung setzen. Ich hoffe natürlich auch auf eine grosse Fangemeinde, welche die Gelegenheit, uns mit einem Spezialcar zu begleiten, kaum auslassen wird.“

 

Für die Statistiker bleibt anzumerken, dass in den Reihen des HC KTV Altdorf Martin Betschart sowie Sebastian Munzert je eine hundertprozentige Chancenauswertung, vor Ivan Fallegger (83), Daniel Brack (82) und Jost Brücker (80) verzeichneten. Torsteher Marcel Luthiger liess sich 27 Prozent, Nicolas Stocker gar 42 Prozent erfolgreicher Paraden attestieren. Bei den Gegnern konnte insbesondere Nationalspieler Tom Hofstetter (nächste Saison beim Vier Grazien liessen das Risottoessen nach dem letzten Saisonheimspiel besonders gut schmecken. Foto: Ruedi AmmannNLA-Verien HC Kriens) der Zahn gezogen werden (nur 3 Treffer), hingegen traf Niklas Etter vom HSB gleich elfmal ins Volle.

 

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, (Nicolas Stocker ab 20. Minute); Christian Bär, Martin Betschart (2), Daniel Brack (9), Jost Brücker (4), Tizian Dossenbach (2), Ivan Fallegger (5), Lukas Huwiler (7), Kevin Ledermann, Thomas Mohenski (3), Sebastian Munzert (6), Christoph Piske (3), Dave Zürcher.

Ziehung der Spielfeldsponsorenpreise durch Andrea Clapasson und Stefan Arnold sowie ein jugendliches Trio; die Gewinner: Vreni Gisler, Altdorf; Iwan Deplazes, Schattdorf, Werner von Deschwanden, Altdorf; Michael Mohenski, Stans, Monika Niederberger, Ennetbürgen. Foto: Ruedi Ammann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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