Spielberichte Herren 1

Spielberichte Herren 1 (139)

Sonntag, 23 Februar 2014 17:06

War das der vorzeitige Keulenschlag?

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Nationalliga A: HC KTV Altdorf – Stäfa 27:28

Ein erster NLA-Sieg für die Urner lag in Griffnähe. Doch die erneute Schlappe liess den Rückstand auf den Tabellenvorletzten auf zehn Längen anwachsen.

Mit Zuversicht ins schwere Spiel. FOTO: RUEDI AMMANNWie träf doch der Kommentator der Lakers aus Stäfa den Fight vom Samstagabend auf der Homepage der Zürichseebuben umreisst. Er spricht davon, dass sein Team in Altdorf „mit einem blauen Auge davongekommen“ sei. In der Tat verscherzten es die Gastgeber, das „angerichtete Mahl“ vorzeitig definitiv auf die eigene Tischseite zu ziehen (O-Ton Philipp Reuter, des bis Saisonende verletzungsbedingt ausfallenden KTV-Topshooters, welcher den Match vor Ort mit Interesse und eingegipstem rechtem Vorderarm verfolgte), nach dem Abpfiff der (vorentscheidenden?) Partie in der NLA-Abstiegsrunde.

Sebastian Munzerts letztes Anschlusstor (27:28) – 9 Sekunden vor Spielschluss erzielt – kam zu spät. FOTO: RUEDI AMMANN   Im Anschluss an den doppelten Punkteverlust ist der Rückstand der Altdorfer (allenfalls gleichbedeutend mit dem Direktabstieg), nach dem ersten Viertel der Relegationstour auf zehn und mehr Längen angewachsen, zumal sich Gossau und GC/Amicitia Zürich die Punkte „brüderlich…“ teilten (27:27): 1. GC/Amicitia 20, 2. Gossau 17, 3. Stäfa 12, 4. Altdorf 2 Punkte.

Drei Hundertprozenter

Der jüngsten Statistik ist zu entnehmen, dass seitens des HC KTV Altdorf gleich drei Akteure eine hundertprozentige Schusserfolgsquote verzeichneten: Ivan Fallegger, Marc Fallegger sowie Samuel Stadelmann. Daniel Röösli kam auf 72, Sebastian Munzert auf 62, Dave Zürcher, Lutz Wesseling (sein Einsatz war bis unmittelbar vor Spielbeginn verletzungshalber ungewiss, während Kevin Ledermann zum Vornherein passen musste) sowie Christoph Piske folgten mit 50 Prozent. Srdjan Djordjevic überliess seinen Torsteherposten in der 20. Minute Marcel Luthiger. Ersterer verzeichnete eine Abwehrerfolgsquote von 22, Luthiger eine solche von 30 Prozent. – Zum weiteren Verlauf der Abstiegsrunde bleibt anzumerken, dass der HC KTV Altdorf bereits am Mittwochabend wieder im Einsatz steht, und zwar in Gossau.

4-Tore- und Halbzeit-Führung der Urner

Christoph Piske markiert einen seiner insgesamt vier Treffer. FOTO: RUEDI AMMANNDie hochkarätig besetzten Gäste zogen vorerst in Front, mussten sich aber bis zur 9. Minute den Gleichstand gefallen lassen (5:5, nach Toren von Sebastian Munzert/2, Christoph Piske, Daniel Röösli und Samuel Stadelmann). Nachdem Dave Zürcher seine Truppe (in Unterzahl) erstmals in Führung geschossen hatte, zauberten Lutz Wesseling, Dave Zürcher sowie Sebastian Munzert das 9:5 zugunsten der Platzherren aus dem Hut. Der gegnerische Coach verpasste seinen Schützlingen in der Folge eine Gangartänderung, vom 3:2:1-System auf 6:0 umstellend. Prompt schlossen die Zürcher auf, dabei von einem seitens der Spielleiter den Innerschweizern unterschlagenen glasklaren Foul profitierend (9:8). Dem 10:10 (22. Minute) setzten die Altdorfer nach starken Abwehraktionen seitens Marcel Luthiger wieder dreimal eine 2-Tore-Führung entgegen (Sebastian Munzert, Lutz Wesseling, Marc Fallegger, Christoph Piske). Einigen Gesprächsstoff lieferte dann ein Treffer Ivan Falleggers, der just mit dem Pausensirenenton zusammentraf, ab. Spielleiter sowie HSV-Delegierter („ein Grenzfall“, wie dieser auf Nachfrage erklärte) entschieden indessen auf Aberkennung. So wurden die Seiten beim Stande von 14:13 gewechselt.

Fatale Zeitstrafe in der Schlussphase

Die erste Viertelstunde des zweiten Spielabschnittes entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Keiner Mannschaft gelang es, sich vorentscheidende Reserven zuzulegen. Nach 45 Minuten donnerte Lutz Wesseling den Ball in Überzahl, zur letztmaligen Führung der Altdorfer, wie sich weisen sollte, ins Stäfner Netz (22:21). Dem 22:25 setzte der mit viel Herzblut fightende HC KTV Altdorf nochmals den Gleichstand (25:25: Samuel Stadelmann, Daniel Röösli, Christoph Piske) entgegen. Nach dem 26:26 (57. Minute) kassierten die Altdorfer, die vorgängig einige Bälle veralbert hatten, ein hartes Zeitstrafenverdikt (gegen Marc Fallegger verhängt). Prompt war sie Ausgangspunkt für die abschliessende Niederlage der Urner, nachdem die beiden erfolgreichsten Skorer der Gäste (Pascal Vernier und Simon Getzmann) je gegen die dezimierte KTV-Abwehr zu reüssieren vermochten. Sebastian Munzerts sehenswertes 27:28 fiel erst 9 Sekunden vor Spielschluss – zu spät, als dass das Skore allenfalls noch ausgeglichen hätte gestaltet werden können.

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger; Sebastian Munzert (5), Lukas Huwiler, Dave Zürcher (2), Christian Bär, Lutz Wesseling (5), Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger (1), Samuel Stadelmann (3); Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Daniel Röösli (5), Christoph Piske (4).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Montag, 17 Februar 2014 14:11

Genialer Zwischenspurt reichte nicht zum Höhenflug

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Nationalliga A, Abstiegsrunde: Fortitudo Gossau – HC KTV Altdorf 32:24

Fünf-Tore-Rückstand (3:8) in 28. Minute aufgeholt (11:11). Schliesslich aber doch Niederlage und weiterhin warten auf ersten Saisonsieg.

Nebst Ivan Fallegger (Bild) trafen auch Dave Zürcher und Sebastian Munzert viermal ins Volle. FOTO: RUEDI AMMANN   Die Vorzeichen im Hinblick auf einen Sieg im zweiten Relegationsrundenspiel standen für die Urner schlecht. Denn der Grippevirus bescherte den Urnern weitere Probleme. So fiel Kevin Ledermann im sonst schon reduzierten Kader gänzlich aus, während Lutz Wesseling teilweise doch noch einigermassen fit getrimmt werden konnte (Ausfall in den vorangegangen Trainings) und wenigstens im Angriff zum Zuge kam. Der Sieg der stark besetzten Ostschweizer – unter dem Zepter von Aliaksei Usik und Remo Monn, die zusammen 18-mal ins Schwarze trafen – liess die beiden Punkte in der Ostschweiz bleiben. Weil anderseits Stäfa gegen den Leader in der Vierer-Relegationsgruppe, GC/Amicitia Zürich, den Kürzeren zog (23:28), änderte sich im Zwischenklassement bezüglich Konstellation zwischen Direktabsteiger und Barrageteilnehmer nichts: GC/Amicitia weist nun 19, Gossau 16 Punkte auf. Es folgen Stäfa (10) und Altdorf (2). Am kommenden Samstag wird nun in der Feldliarena der zweite Fight der laufenden Meisterschaftsphase zwischen den Urnern und dem Team vom Zürichsee angepfiffen. Mit einem Sieg könnten die Altdorfer den Rückstand auf Stäfa verkleinern (Anspielzeit: 18 Uhr).

Zum Spielverlauf

Bereits nach knapp 4 Minuten lagen die Altdorfer in Gossau mit 3 Längen zurück (0:3). Dave Zürcher glückte der erste Treffer für seine Farben. Die Innerschweizer fanden sich insbesondere gegen das entfesselte Gossauer Torschützenzweigespann Usik/Monn nur sporadisch zurecht. Nach dem ersten Drittel der Gesamtspielzeit hatten die Ostschweizer die Nase klar im Wind (8:3). Ihre beste Phase verzeichneten die Altdorfer, im Anschluss an ein durch Burkhard Keller angefordertes Teamout, zwischen der 20. und 28. Minute. Samuel Stadelmann (2), Ivan Fallegger (2), Christoph Piske (2) und schliesslich Lutz Wesseling (2), unterstützt durch den stark auftrumpfenden Torsteher Srdjan Djordjevic, zauberten den Gleichstand aus dem Hut (11:11). In Unterzahl (Zeitstrafe gegen Stadelmann) sahen sich die Urner dann bis zur Pause wieder etwas distanziert (11:13). Gossau vermochte sich nach Wiederaufnahme der Partie schon bald vorentscheidend abzusetzen (18:13, 38. Minute), dabei auch von verscherzten Topchancen und technischen Fehlern der Gäste profitierend. 10 Minuten vor Spielschluss hatten die Ostschweizer ihren Vorsprung weiter ausgebaut (27:20) – die Partie war dadurch gelaufen, auch wenn der KTV-Altdorf alles versuchte, die drohende Niederlage noch abzuwenden, indessen gegen die clever zur Sache gehenden Favoriten nicht zu reüssieren vermochten. Trainer/Coach Burkhard Keller: „Im Hinblick auf die zweite Spielhälfte hatten wir uns viel vorgenommen, verscherzten aber zu viele Möglichkeiten. Einmal mit mehreren Längen ins Hintertreffen geraten, ist es natürlich immer schwer, wieder zurückzufinden. Kämpferisch hat unsere Truppe alles gegeben, doch das reichte ein weiteres Mal erneut nicht. Jetzt geht es weiter. Wir wollen alles probieren, um nun im bevorstehenden Fight gegen Stäfa vor eigenem Publikum den ersten Saisonvollerfolg an Land ziehen zu können. Die Moral unserer Truppe ist ungebrochen.“

Zwei „Hundertprozenter“

Aus dem Altdorfer Kollektiv stachen zwei Akteure hervor, die mit einer hundertprozentigen Chancenauswertung beeindruckten: Sebastian Munzert liess sich vier Versuche und ebenso viele Erfolge attestieren - Lukas Huwilers Bilanz war ebenso makellos (1/1). Dave Zürcher (4/6) und Daniel Röösli (2/3) kamen auf je 66 Prozent. Srdjan Djordjevic bestritt den Grossteil der Partie. Von 38 gegnerischen Bällen, die auf sein Tor kamen, entschärfte er deren 11 (29 Prozent).

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger; Sebastian Munzert (4), Lukas Huwiler (1), Dave Zürcher (4), Christian Bär, Lutz Wesseling (3), Ivan Fallegger (4), Marc Fallegger (1), Samuel Stadelmann (2), Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Daniel Röösli (2), Christoph Piske (3).

 

 

 

 

 

 

 

Freitag, 14 Februar 2014 14:20

Zwei fatale Ausfälle

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Nationalliga A

Im Hinblick auf den Nationalliga-A-Abstiegsrundenfight vom Samstag gegen Fortitudo Gossau (auswärts) wird der HC KTV Altdorf auf zwei weitere Akteure zu verzichten haben. Wie Trainer/Coach Burkhard Keller am Freitagnachmittag mitteilte, werden ihm infolge einer akuten Magen-Darm-Grippe-Erkrankung weder Lutz Wesseling noch Kevin Ledermann zur Verfügung stehen.

Sonntag, 09 Februar 2014 11:38

Die Kluft wird immer grösser

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Nationalliga-A-Abstiegsrunde: HC KTV Altdorf – GC/Amicitia 23:32

Verletzungsbedingt arg gebeutelte Urner waren gegen stark auftrumpfende Zürcher chancenlos. Christoph Piske traf neunmal ins Schwarze.

Marc Fallegger hebelt die gegnerische Deckung respektlos aus. FOTO: RUEDI AMMANNWas von den 550 zumeist einheimischen Zuschauern am Samstagabend in der Feldliarena erahnt worden war, nämlich ein Erfolg der Gäste - unter dem Zepter von Ex-Nationaltrainer Arno Ehret angereist -, mutierte nach der Pause bald zur Gewissheit. Die athletisch mehrheitlich überlegenen und spielerisch eine starke Leistung abliefernden Ersten des Abstiegsrundenquartetts (mitgenommene 15 Punkte aus der Hauptrunde) waren nahezu mit komplettem Kader eingelaufen. Die Akteure des grössten Handballvereins der Schweiz, mit Nationalteamgoalie Aurel Bringolf und Ex-Nationalspieler Iwan Ursic (190 Länderspiele, 660 Treffer) in seinen Reihen, stellten das gewiefter zur Sache gehende Kollektiv. Die Gastgeber stemmten sich gegen die Niederlage bestmöglich, vermochten aber die triste Ausgangslage vor den verbleibenden elf Klassenerhaltseinsätzen nicht zu stabilisieren: Nachdem in einer weiteren Partie Stäfa gegen Gossau knapp das bessere Ende für sich behalten hatte (25:24 – der Anschlusstreffer der St. Galler fiel erst in der letzten Spielsekunde mittels Penalty), ist die Rückstandskluft der Altdorfer auf die drei Mitstreitenden bezüglich Direktrelegation/Barrage angewachsen: 1. GC/Amicitia Zürich 17 Punkte, 2. Gossau 14, 3. Stäfa 10, 4. Altdorf 2.

Viermalige Führung der Altdorfer

Wieder erfolgreich mit dabei – Sebastian Munzert; rechts (Nr. 11) GC/Ami-Rowdy Nemanja Malovic (Nr. 11), der Lutz Wesseling eine klaffende Gesichtswunde verpasste. FOTO: RUEDI AMMANN   Die Partie wurde seitens der Urner mit Volldampf in Angriff genommen. Sie bekundeten vor der mit mehreren „Hünen“ besetzten gegnerischen Abwehr wenig Respekt. Viermal zogen sie gar in Führung: erstmals nach 95 Sekunden durch Samuel Stadelmann, zweimal durch Dave Zürcher (2:1, 3:2) sowie Daniel Röösli (4:3). GC/Amicitia glich immer wieder postwendend aus. Nach dem 7:11 und einem den Urnern vom Ref-Zweigespann Meier/Hennig nicht zugestandenen Penalty (klares Foulspiel der Zürcher am Kreis) zeigte Christoph Piske Flagge: Nach einer gegen Sebastian Munzert verhängten Zeitstrafe hämmerte er in Unterzahl gleich zwei Bälle ins Netz der Widersacher. Im Verlaufe der Partie war Piske noch sieben weitere Male erfolgreich und damit deutlich erfolgreichster Skorer des KTV-Trupps. Dieser zeigte nach einem 5-Tore-Rückstand, motiviert durch verschiedene Topparaden seitens Marcel Luthiger, welcher den Torhüterposten von Srdjan Djordjevic übernommen hatte, viel Moral. Dem 11:16 setzten Christoph Piske, die Gebrüder Ivan und Marc Fallegger drei genial herausgespielte Treffer entgegen. Mehr wäre sogar durchaus möglich gewesen: Ein Bolide der Marke Samuel Stadelmann prallte von der Latte des Zürcher Tors ins Spielfeld zurück. Im Gegenzug, 10 Sekunden vor dem Pausenpfiff, Ernüchterung für die Gastgeber: GC/Amicitia erhöhte wieder auf drei Längen (17:14).

Rüdes Foul an Lutz Wesseling

Christoph Piske, genialer neunfacher Torschütze gegen die Zürcher. FOTO: RUEDI AMMANN   Die zweite Halbzeit hatte der HC KTV Altdorf in Unterzahl in Angriff zu nehmen. GC/Amicitia nützte die daraus resultierenden Vorteile schnörkellos, um den Vorsprung wieder zu erhöhen. Für helle Aufregung war nach zwei Dritteln der gesamten Spielzeit Gästespieler Nemanja Malovic (montenegrinischer U21-Nationalspieler und neunfacher Torschütze des Abends) besorgt. Er streckte mit ausgefahrenem Ellbogen (Aktion gegen das Gesicht seines Gegenspielers Lutz Wesseling gerichtet) den Letztgenannten förmlich nieder. Wesseling musste sich in der Folge vom Feld begleiten lassen – KTV-Teamarzt Gianmarco Sala hatte die klaffende Gesichtswunde des Altdorfers zu nähen. Der Unglücksrabe stand seiner Formation für den Rest der Partie natürlich nicht mehr zur Verfügung. Die verwerfliche Aktion des Montenegriners Rowdys hätte wenigstens entsprechend geahndet werden müssen – „Rot“ wäre nach Ansicht vieler Matchbesucher das angebrachte Verdikt gewesen. Doch diese Sanktion seitens der Spielleiter blieb aus. Die Platzherren, durch das Vorkommnis verständlicherweise echt geschockt, gerieten immer klarer ins Hintertreffen. Sie verloren die Partie schliesslich mit neun Längen Differenz.

Ex-Nationaltrainer Arno Ehret zum Erfolg seiner Truppe: „Es war absehbar, dass der HC KTV Altdorf den Ausfall Spielmacher Philipp Reuters nicht einfach wegstecken konnte. Umso beachtlicher war der Kampfgeist der Urner.“ Altdorfs Trainer/Coach Burkhard Keller (er wird erfreulicherweise auch während der nächsten Saison in Altdorf an der Arbeit zu sehen sein) befand: „Während der ersten Halbzeit vermochten wir gut mitzuhalten. Danach schlichen sich in unseren Reihen dann zu viele Fehler ein. Unser neues Abwehrsystem liess gute Ansätze erkennen, doch braucht es ganz einfach Zeit, um die erhoffte Jugendliche KTV-Supporter unterstützten „ihr“ Team phonstark. FOTO: RUEDI AMMANN   Konstanz zum Tragen zu bringen. Wir wollen uns in der Defensive schrittweise verbessern. Meiner Truppe, in der auch die so genannt „zweite Garnitur“ eine gute Performance ablieferte, gebührt insbesondere für den gezeigten unbändigen Einsatz Anerkennung.“

Eine Prise Statistik und nächste Einsätze

Auf das Tor der Altdorfer wurden 49, auf jenes der Zürcher 43 Bälle abgefeuert. Bester Skorer im KTV-Kollektiv war Christoph Piske (9 Treffer). Bei GC/Amicitia traf Nemanja Malovic ebenso oft ins Volle. KTV-Torhüter Marcel Luthiger verzeichnete eine 37-prozentige Abwehr-Erfolgsbilanz. Diese war sogar besser als jene von Nationalteamtorwart Aurel Bringolf auf der Gegenseite (32 Prozent). Seitens der Altdorfer Feldspieler liessen sich Sebastian Munzert, Ivan Fallegger sowie Kevin Ledermann eine hundertprozentige Wurf-Erfolgsquote attestieren, vor Marc Fallegger (75 Prozent), Christoph Piske (64), Samuel Stadelmann und Dave Zürcher (je 60).

Pechvogel Lutz Wesseling im „Anflug“. FOTO: RUEDI AMMANN   Die nächsten Einsätze des HC KTV Altdorf im Rahmen der NLA-Abstiegsrunde: 15. Februar auswärts gegen Gossau, 22. Februar zu Hause gegen Stäfa.

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger; Sebastian Munzert (2), Lukas Huwiler, Dave Zürcher (3), Lutz Wesseling, Ivan Fallegger (1), Marc Fallegger (3), Samuel Stadelmann (3), Kevin Ledermann (1), Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Daniel Röösli (1), Christoph Piske (9).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samstag, 01 Februar 2014 20:42

Luzerner "Lamborghini" erlitt keinen veritablen Kratzer

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Nationalliga A, Vorbereitungsspiel: HC KTV Altdorf – HC Kriens 23:36

Eine Viertelstunde lang vermochten die Urner Paroli zu bieten. Danach setzten sich die klaren Favoriten immer deutlicher ab.

Mit Händen und Füssen versucht die Krienser Deckung einen Durchbruch Lutz Wesselings (6 Treffer) zu verhindern. FOTO: RUEDI AMMANNEine Woche vor Wiederaufnahme des Meisterschaftsbetriebes traten der HC KTV Altdorf sowie der HC Kriens in der Baldinihalle am Freitagabend zu einem weiteren (und letzten) Vorbereitungsspiel an. Beide Mannschaften verfügten nicht über das komplette Kader. Beim HC KTV Altdorf musste Sebastian Munzert infolge Rückenproblemen ein weiteres Mal passen. Hingegen gehört die Oberschenkelverletzung Lutz Wesselings glücklicherweise der Vergangenheit an. Im Lager der Gäste, die alles in allem einen ungefährdeten Sieg erzielten, sorgte offenkundig insbesondere die jüngste Vermeldung von Vertragsverlängerungen der Leistungsträger Daniel Fellmann (30), Boris Stankovic (34) und Fabio Baviera (22), je bis 2016, für zusätzliche Impulse. Linkshänder Stankovic zählt seit Jahren zu den besten NLA-Goalgettern, der beinahe 100-fache Internationale Fellmann spielt seit 2011 bei den Luzernern, Kreisläufer Baviera gehört dem erweiterten Kader des Nationalteams an.

Dreimalige Führung der Altdorfer

Am Rande des Spielfeldes therapiert Kora Munzert-Piepgras (auch Spielerin des 2.-Liga-Damenteams) ihren von argen Rückenproblemen gebeutelten Mann Sebastian. FOTO: RUEDI AMMANN   Gegen die renommierte Truppe des HC Kriens, der die NLA-Finalrunde (sechs beste Teams) am kommenden Samstag in der Gümliger Sporthalle gegen den BSV Muri-Bern in Angriff nimmt – als weiteres Handball-Highlight in der Region figuriert gleichentags das Championsleague-Spiel zwischen Wacker Thun und Barcelona (Berner Wankdorfhalle, 16.30 Uhr) auf dem Terminkalender – wartete der HC KTV Altdorf mit einer recht eindrücklichen Auftaktviertelstunde auf. Samuel Stadelmann erzielte das 1:0 und 3:2, Daniel Röösli das 5:4. In der Folge gestaltete sich das Spiel, durch Stefan Arnold und Philipp Tresch aufmerksam geleitet, ziemlich ausgeglichen. Nach dem 9:9 setzte sich dann die Abgebrühtheit der Gäste definitiv durch. Bis zur Pause erhöhten sie das Skore auf 18:12, öfters von gegnerischen Fehlzuspielen sowie technischen Fehlern der Platzherren eiskalt Nutzen ziehend. Aus dem Verlauf der zweiten Halbzeit bleibt insbesondere ein Treffer des HCK-Torstehers Roman Schelbert hervorzustreichen. Ihm gelang das Kabinettstücklein, den zu weit vorne platzierten Luthiger mit einem Von-Tor-zu-Tor-Präzisionswurf in die Röhre gucken zu lassen.

Nicht vorbehaltlos zufriedene Trainer

Während der zweiten Halbzeit gab der HC Kriens das Zepter kaum mehr aus der Hand. Die Luzerner erhöhten ihren Vorsprung kontinuierlich, auch wenn der den zweiten Spielabschnitt bestreitende (bislang während längerer Zeit verletzte) Marcel Luthiger immer wieder mit starken Paraden seine Aufwartung machte. Der HC KTV Altdorf verlor die Partie schliesslich mit 23:36 klar. HCK-Trainer Heiko Grimm zeigte sich von der Leistung seiner Schützlinge nicht vorbehaltlos angetan: „Gegen den BSV Muri-Bern müssen wir am Samstag schnörkelloser und effizienter zur Sache gehen, wollen wir die Punkte in den eigenen Reihen behalten.“ Sein Gegenüber Burkhard Keller, der Kriens seinerzeit ins Oberhaus geführt hatte, zur Vorstellung der Urner Gastgeber: „Wir versuchten während der zweiten Halbzeit, so ganz nach dem Motto „Teufel komm raus“, ziemlich alles, um Terrain gut zu machen. Zu viele technische Eigenfehler verunmöglichten ein besseres Resultat.“ Zufriedenstellende Noten erteilte Burkhard dem Gesamteindruck, den seine Truppe hinterliess. Er bezeichnete es im Hinblick auf die Abstiegsrunde speziell wichtig, als Team möglichst positive Akzente zu setzen und so achtbare Resultate anstreben zu können.

Noch zwölf Einsätze bis zum Saisonende

Der HC KTV Altdorf empfängt zum Auftakt der Abstiegsrunde am Samstagabend, 8. Februar, 18 Uhr, in der Feldliarena die Zürcher Truppe Grasshoppers/Amicitia. Die Gäste aus der Limmatstadt blicken den zwölf Spielen berechtigterweise mit etwelcher Zuversicht entgegen, spielt ihnen die Ranglistenkonstellation (mitgenommene Punkte aus der NLA-Qualifikationsrunde) doch in die Hand: GC/Ami 15 Punkte (Tordifferenz -34), Fortitudo Gossau 14 (-58), Lakers Stäfa 8 (-88), HC KTV Altdorf 2 (-133). Am Ende der Durchgänge steigt der Letzte direkt in die Nationalliga B ab, während der Zweitletzte gegen das zweitbeste NLB-Team zu einer Barrage antritt.

Im von der Verletzungshexe arg gebeutelten Team des HC KTV Altdorf ist sich das ganze Kader der schwierigen Mission „Abstiegsrunde NLA“ bewusst. Erfreulicherweise ist im Kollektiv keinerlei Weltuntergangsstimmung, sondern vielmehr eine Jetzt-erst-recht-Einstellung auszuloten. Dies dürfte bestimmt auch das Publikum zu honorieren wissen, welches seiner Mannschaft auch in der höchst prekären Situation seine Unterstützung kaum versagen wird.

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger; Christoph Piske (3), Lutz Wesseling (6), Kevin Ledermann, Marc Fallegger (1), Ivan Fallegger, Daniel Röösli (5), Fabian Auf der Maur (1), Lukas Huwiler, Tizian Dossenbach, Samuel Stadelmann (6), Dave Zürcher (1).

 

 

 

 

 

 

 

Dienstag, 21 Januar 2014 02:51

Erfreulich gute Testleistung des NLA-Teams

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Bei bester Schusslaune zeigte sich in Olten Daniel Röösli (6 Treffer). FOTO: RUEDI AMMANNNach dem klar verlorenen Auswärts-Trainingsspiel gegen den HC Kriens trat die erste Mannschaft am Samstag zu einem weiteren NLA-Abstiegrunden-Vorbereitungsfight in Olten an. Die Klingen wurden gegen den Aufstiegsaspiranten der HSG Suhr/Aarau gekreuzt. Die Begegnung endete mit einem hauchdünnen 31:30-Erfolg der Aargauer, nachdem die Innerschweizer zur Pause die Nase noch im Wind gehabt hatten (15:13). In der Folge glich Suhr/Aarau aus, um später mit zwei Längen in Führung zu ziehen (25:23, 28:26). Dank einer sehenswerten Trotzreaktion glichen die Urner aus (30:30), um danach unglücklicherweise den matchentscheidenden Minustreffer zu kassieren.

Trainer/Coach Burkhard Keller: „Insgesamt aus unserer Optik ein guter Test. Alle Spieler wurden auf verschiedenen Positionen eingesetzt – es kamen diverse Abwehrformationen zum Zuge. Nach dem Ausfall Philipp Reuters (Fingeroperation), gilt es jetzt ganz einfach, für ihn Alternativen in Abwehr und Angriff zu finden. Deshalb sind die Ergebnisse erst einmal zweitrangig.“ Alles in allem ortete Keller während der ersten Halbzeit eine überzeugende Leistung seines Kollektivs, um dann das Rendement seiner Truppe während des zweiten Spielabschnittes, aufgrund der vielen Wechsel, als „nicht mehr so gefestigt“ einzustufen und über wertvolle Erkenntnisse im Hinblick auf die nächsten Vorbereitungsspiele zu rapportieren.

Am Samstag, 25. Januar, steht ein weiterer Trainingsgalopp in der Baldinihalle an. Um 16.30 Uhr wird die Partie gegen den Nati-B-Spitzenklub Yellow Winterthur angepfiffen.

Für Altdorf spielten in Olten: Srdjan Djordjevic, Nicolas Stocker; Christoph Piske (4), Daniel Röösli (6), Christian Bär, Samuel Stadelmann (4), Lutz Wesseling (4), Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger (4), Lukas Huwiler (1), Dave Zürcher (2), Fabian Auf der Maur (2), Tizian Dossenbach (1), Kevin Ledermann.

 

 

 

 

 

Donnerstag, 16 Januar 2014 17:01

Klare Niederlage in Kriens

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Nationalliga A

Der HC KTV Altdorf trat am Mittwochabend, 15. Januar, in Kriens - im Hinblick auf die bevor stehende Abstiegsrunde (Start am 8. Februar) - zu einem ersten Testspiel an, nachdem einige seiner Akteure (Philipp Reuter, Ivan Fallegger, Nicolas Stocker, Christoph Piske, Dave Zürcher), zusammen mit Ergänzungen aus Deutschland, in einem ad hoc zusammengewürfelten Team in Neuyork während der Festtagspause zu einem internationalen Turnier angetreten und nunmehr wieder in die „Heimat“ zurückgekehrt waren. In den USA trumpfte die Truppe aus dem „alten Kontinent“ durchaus sehenswert auf. Ein Spiel konnte siegreich gestaltet werden, zwei Einsätze gingen knapp verloren. Es schaute schliesslich der 6. Turnierplatz heraus.

Begrenzter Aussagewert

Zum Mittwochabend-Trainingsspiel zwischen Luzernern und Urnern wird auf der Homepage des HC Kriens festgehalten: „Solche Einsätze haben bekanntlich nur begrenzten Aussagewert, weil es eine Momentaufnahme ist. Trotzdem blicken die Verantwortlichen unseres NLA-Teams mit Genugtuung auf das zweite Testspiel der laufenden Vorbereitungsphase zurück. Gegen den KTV Altdorf gewann der HCK mit 48:27. Dabei probierten die Gastgeber sowohl offensiv wie defensiv das eine oder andere neue Element aus, um es in der Finalrunde dann anzuwenden. Zwar gelang noch nicht alles wunschgemäss. Immerhin aber spielte der HCK während der gesamten Spieldauer mit hohem Tempo und viel Druck. Dies trotz der aktuellen hohen Trainingsbelastung. Viel wird man sich beim HCK aber auf diesen klaren Sieg nicht einbilden. Denn Gegner Altdorf - aktuelles Tabellenschlusslicht der NLA - leistete deutlich weniger Widerstand als noch im Rahmen der NLA-Qualifikationsrunde. Immerhin haben die Urner personelle (verletzungsbedingte) Ausfälle zu beklagen, die ihnen auch nicht unbedingt jene Sicherheit vermitteln, welche es jetzt im Rahmen der schweren „Mission Ligaerhalt“ bräuchte.“

Nachwuchs mit neuen Zielen

Während des bevorstehenden Wochenendes wird in den Reihen des HC KTV Altdorf auf Sparflamme gekocht. Im Einsatz stehen lediglich die U15-Junioren. Nachdem sie im Rahmen der Qualifikationsrunde 2013 eine tolle Performance abgeliefert hatten (8 Spiele, 16 Punkte, Torverhältnis 238:131), nimmt der hoffnungsvolle Urner Nachwuchs jetzt an den Ausmarchungen in der neuen Stärkeklasse 1 teil. Die erste Partie wird am Samstag, 18. Januar, in und gegen Horw bestritten. In der Sechsergruppe mixen ausserdem Borba Luzern, Stans, Kriens sowie die Mythen-Shooters mit.

 

Mittwoch, 01 Januar 2014 16:07

Abstiegsrundentermine stehen fest

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Nationalliga A

Die Nummer 3 der NLA-Topskorer nach der Qualifikationsrunde 2013: Philipp Reuter vom HC KTV Altdorf. FOTO: RUEDI AMMANNDie Qualifikationsrunde in der obersten nationalen Stärkeklasse gehört der Vergangenheit an. Sechs Mannschaften bestreiten die Final-, vier die Abstiegstour. Der HC KTV Altdorf (Aufsteiger der letzten Saison) vermochte bislang keine Stricke zu zerreissen. Er gehört dem Quartett der „roten Zone“ an. Die Abstiegsrunde umfasst zwölf Spiele – jeder involvierte Verein tritt je viermal gegen die Widersacher an. Die im Rahmen des Qualifikationsdurchgangs eroberten Punkte werden mitgenommen. Mit von der Partie sind nebst dem HC KTV Altdorf (2 Punkte, 466:599) Stäfa (8, 468:556), Gossau (14, 488:546) sowie GC/Amicitia Zürich (15, 493:527).

Für den HC KTV Altdorf beginnt die Abstiegsrunde am 8. Februar mit dem Heimspiel gegen GC/Amicitia Zürich (18 Uhr, Feldli). Die weiteren Spieldaten: 15. Februar gegen Gossau (A/auswärts), 22. Februar gegen Stäfa (H/Heimspiel), 26. Februar gegen Gossau (A), 9. März gegen GC/Amicitia (A), 15. März gegen Stäfa (A), 22. März gegen GC/Amicitia (H), 29. März gegen Gossau (H), 12. April gegen Gossau (H), 17. April gegen Stäfa (H), 28. April gegen GC/Amicitia (A), 30. April gegen Stäfa (A).

Die besten Torschützen nach der NLA-Qualifikationsrunde: 1. Julian Krieg (121, Durchschnitt 6,7 Treffer), 2. Benjamin Geisser, Gossau (117, 6,5), 3. Philipp Reuter, Altdorf (110, 6,1). Bester Skorer von GC/Amicitia Zürich: 5. Roman Sidorovic (99, 5,5), von Stäfa: 17. Pascal Vernier (82, 4,6). - Vom HC KTV Altdorf sind unter den erfolgreichsten 100 Skorern (hinter Reuter) anzutreffen: 23. Daniel Röösli (64, 3,6), 29. Christoph Piske (59, 3,7), 38. Ivan Fallegger (54, 3,0), 41. Lutz Wesseling (43, 3,4), 49. Sebastian Munzert (48, 2,7), 76. Samuel Stadelmann (25, 1,7), 79. Lukas Huwiler (24, 1,8).

 

 

 

Donnerstag, 19 Dezember 2013 11:05

Tolle Kampfmoral gezeigt - Viel Pech bekundet

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Nationalliga A: HC KTV Altdorf – Fortitudo Gossau 30:31

Altdorfer beeindruckten mit nie erlahmendem Einsatz. Schlechter Lohn für letzte Vorstellung im alten Jahr.

Die Würfel sind gefallen

Ivan Fallegger erbrachte gegen Gossau eine starke Leistung. FOTO: RUEDI AMMANNIn der obersten nationalen Stärkeklasse sind am Mittwochabend die letzten Entscheidungen bezüglich Final- respektive Abstiegsrundenteilnahme gefallen. Durch den klaren Heimsieg von St. Otmar gegen Wacker Thun (38:27) und die Auswärtsschlappe von GC/Amicitia Zürich gegen Pfadi Winterthur (24:34) sicherten sich die St. Galler den definitiven Sprung über den Strich. Weitgehend sekundär waren die Resultate zwei weiterer Spiele: Kriens/Luzern – BSV Muri/Bern (27:27) sowie Stäfa – Kadetten/Schaffhausen (23:29).

Die NLA-Finalrunde bestreiten nun Winterthur (31 Punkte), Schaffhausen (30), Kriens/Luzern (24), Muri/Bern (21), Thun (19) und St. Gallen (16). Zum Abstiegsstechen treten an: GC/Amicitia (15), Gossau (14), Stäfa (8) und Altdorf (2). Die Spiele werden anfangs Februar in Angriff genommen. Im Abstiegssektor steigt der Letzte direkt ab, der Vorletzte bestreitet eine Barrage gegen einen NLB-Klub. Gespielt werden insgesamt 12 Partien – die durch das Schlussquartett erzielten Punkte aus der Qualifikationstour werden mitgenommen. – Der HC KTV Altdorf pausiert nun bis zum 10. Januar, um danach das Intensivtraining wieder aufzunehmen, Zuversicht zu tanken und Blessuren einiger Akteure (soweit möglich) auszukurieren.


Getragen durch rund 500 einheimische Fans, welche ihre Truppe mit etwelchen Zwischenovationen eindeckten und nach dem Schlusspfiff mit verdientem Applaus in die Festtagspause verabschiedeten, warteten die Urner gegen Gossau mit einer höchst beeindruckenden kämpferischen Leistung auf. Sie erlahmte auch anlässlich eines grösseren Rückstandes nicht (15:20, 35. Minute). Wenn schliesslich eine hauchdünne Niederlage Tatsache wurde, hatte dieses Fazit verschiedene Gründe.

Die Negativpunkte

Sebastian Munzert erzielte den Altdorfer Führungstreffer schon nach einer halben Minute. FOTO: RUEDI AMMANN   Altdorf begann mit einer ausgesprochen schwachen Defensivleistung – die Gästestürmer führten phasenweise ein eigentliches Herrenleben, schmuggelten sich immer wieder durch die löchrige Abwehr der Platzherren und zogen daraus weidlich Profit. In die (Negativ-) Waagschale fielen in den Reihen des HC KTV Altdorf natürlich auch die verletzungsbedingten Ausfälle von Thomas Mohenski (Schulteroperation), Christoph Piske (Fussverletzung) sowie Lutz Wesseling (Schenkelblessur). Neu hinzukommen wird ein sich aufdrängender chirurgischer Eingriff, dem sich Teamshooter und Topskorer Philipp Reuter zu unterziehen hat. Letzterer plackt sich schon seit längerer Zeit mit einer leidigen Fingerverletzung herum. Ein weiterer Negativpunkt der Altdorfer war am Mittwochabend die schlechte Schussauswertung. Verschiedenste Schüsse verfehlten ihr Ziel allerdings nur knapp, öfters stand einem Erfolg die gegnerische Torumrandung im Weg. Allein Daniel Röösli traf gleich dreimal nur Aluminium. Schliesslich war da auch noch die Spielleitung, die in einer entscheidenden Phase der zweiten Halbzeit mit der Vorteilregel auf Kriegsfuss stand: Gleich zwei Treffer der Marke Dave Zürcher fanden keine Anerkennung, weil seine Efforts nicht laufen gelassen wurden und er zurückgepfiffen wurde. Auch anderweitige diskutable Entscheide der Unparteiischen (zugunsten der Gossauer „mit Nati-A-Bisherigen-Bonus“ gefällt, wie Matchbeobachter auf der Tribüne festgestellt haben wollten), ferner zwei „unterschlagene“ Penaltys wurden vom Publikum mit gellenden Pfiffen quittiert. Schliesslich sei uns eine letzte Feststellung erlaubt: Die Torhüterleistungen im Team des HC KTV Altdorf fielen mehrheitlich ausgesprochen diskret aus – einiges hätte besser gemacht werden können, ja müssen…

Die Leistung der Ostschweizer sei durch diese Anmerkungen nicht herabgemindert. Sie zeigten sehenswerten Handballsport und verfügten in Daniel Stahl über einen Akteur der Sonderklasse (neun Treffer).

3-Tore-Rückstand zur Pause

Samuel Stadelmann war am Mittwochabend gegen Gossau gleich viermal erfolgreich. FOTO: RUEDI AMMANN   Sebastian Munzert war schon nach einer halben Minute für den mächtig applaudierten Führungstreffer der Altdorfer besorgt. Er sowie der eine starke Leistung zeigende Lukas Huwiler waren anschliessend erfolgreich (3:3). Später waren es die erwähnten Torrahmenschüsse der Gastgeber, welche eine Führung des KTV verhinderten. Nach 24 Minuten räumte der entnervte Srdjan Djordjevic seinen Posten zugunsten Marcel Luthigers. Dieser zeichnete sich gleich mit einer Sonderparade aus. Djordjevic mixte später wieder mit. Einen 4-Tore-Rückstand beantworteten später Lukas Huwiler sowie Philipp Reuter (an diesem Abend erneut erfolgreichster Akteur auf dem Feld, mit zehn Treffern), ferner Samuel Stadelmann. Ein unglücklicher Minustreffer liess schliesslich den 3-Tore-Halbzeit-Rückstand der Altdorfer Tatsache werden. Anteil an der Führung der Ostschweizer hatte zu diesem Zeitpunkt unverkennbar deren wesentlich aggressiver zur Sache gehende Abwehr.

Altdorfs Aufholjagd beeindruckte

Nach Wiederaufnahme der Partie profilierten sich Ivan Fallegger, Lukas Huwiler, Philipp Reuter sowie Daniel Röösli mit sehenswerten Treffern. Doch da auf der Gegenseite erneut gepatzert wurde, sahen sich die Gossauer plötzlich mit fünf Längen im Vorteil (16:21, 37. Minute). Eine ausgezeichnete Phase zauberten die Gastgeber in der Folge auf das Parkett der Feldliarena: Reuter, Zürcher sowie Fallegger verkürzten nach genialen Einsätzen. Sie liessen im KTV-Lager neue Hoffnung keimen. 3 Minuten vor Spielschluss waren die Urner weiterhin dran, nachdem Reuter den Ball zum 27:28 im gegnerischen Tor untergebracht hatte. Ein Penalty, den die Gossauer – wie drei vorangegangene Sieben-Meter-Bälle – schnörkellos verwerteten, führte zum 27:29. Coach Burkhard Keller entschied sich darauf, seinen Schlussmann durch einen zusätzlichen Feldspieler zu ersetzen. Das (hohe) Risiko zahlte sich nicht aus (28:31). Reuter verkürzte in der Folge mittels Penalty. Doch die verbleibende Zeit reichte den Altdorfern natürlich nicht mehr dazu aus, Entscheidendes zu bewegen, auch wenn Röösli zusammen mit dem Sirenenton noch das 30:31 markierte.

KTV-Teammanager Markus Brand zollte seiner Truppe für den gezeigten Einsatz abschliessend wohlverdiente Anerkennung. „Nun wird es für uns natürlich extrem schwierig, den Direktabstiegsplatz noch zu umschiffen, aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.“ Auch der verletzte Thomas Mohenski attestierte dem HC KTV Altdorf eine kämpferische Topverfassung, nicht ohne auch der Leistung der gegnerischen Topschützen Anerkennung zu zollen.

Abschliessend eine Prise Statistik: Gegen Gossau wurden 5, gegen Altdorf 2 Zeitstrafen verhängt. Auf beiden Seiten wurden je vier Penaltys diktiert. Eine hundertprozentige Schussauswertung verzeichnete Sebastian Munzert. Auf 80 Prozent brachte es Samuel Stadelmann, auf 76 Philipp Reuter, auf 66 Lukas Huwiler. Nach Abschluss der Qualifikationstour (18 Spiele) hatte der HC KTV Altdorf 466-mal ins Schwarze getroffen (tiefste Quote aller NLA-Teams), hinter Stäfa (468), und 599 Tore kassiert (am meisten aller Teams), vor Stäfa (556).

Altdorfs Aufstellung: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger; Sebastian Munzert (2), Lukas Huwiler (6), Dave Zürcher (2), Christian Bär, Ivan Fallegger (4), Marc Fallegger, Samuel Stadelmann (4), Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Philipp Reuter (10), Daniel Röösli (2), Christoph Piske (verletzungshalber nicht eingesetzt). -

 

 

Samstag, 14 Dezember 2013 21:35

Der doppelte Kinnhaken

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 Nationalliga A: Wacker Thun – HC KTV Altdorf 36:24

Urner kassierten nicht nur eine weitere Niederlage: Durch den Sieg Stäfas gegen GC/Amicitia Zürich (25:23) macht ihr Rückstand auf den Tabellenvorletzten nun bereits satte sechs Längen aus.

Die Dienste des „Glücksschweinchens“ sind im Hinblick auf den super wichtigen NLA-Heimmatch vom Mittwochabend gegen Fortitudo Gossau bereits gepachtet… FOTO: RUEDI AMMANN   Aus dem Vorhaben, anlässlich der vorletzten Qualifikationsrundenpartie am Samstagabend auswärts gegen Wacker Thun (in dessen Reihen der Ex-Altdorfer Lukas von Deschwanden erneut erfolgreich mitmixte) etwas Zählbares herauswirtschaften, wurde nichts. Die Urner vermochten nur mal gerade während der ersten 12 Minuten mitzuhalten (8:7 für die Berner Oberländer). Danach sahen sie sich von den Platzherren mehrheitlich dominiert respektive vermochten keine speziellen Akzente zu setzen. Zu allem Ungemach kam, dass das gleichzeitig engagierte Stäfa gegen GC/Amicitia Zürich siegreich blieb und seine Punktequote auf 8 Einheiten erhöhte (der HC KTV Altdorf steht mit 2 Zählern und 436:568 Toren zu Buche).

Noch einer fehlt…

Im Hinblick auf die Relegationstour-Teilnahme (12 Spiele – Beginn anfangs Februar) stehen nun bereits Altdorf, Stäfa und Gossau fest. Der Vierte im Bunde wird sich aus St. Otmar St. Gallen (14 Punkte) und GC/Amicitia Zürich (15) rekrutieren. Die letzte Runde wird diesbezüglich entscheiden. Die St. Galler empfangen Thun, GC/Amicitia wird den Spitzenklub Pfadi Winterthur aufzusuchen haben.

Stäfa begrüsst anlässlich der letzten NLA-Qualifikationsrunde am Mittwochabend, 18. Dezember, übrigens den Tabellenzweiten Kadetten Schaffhausen. Der HC KTV Altdorf möchte natürlich gleichentags nur allzu gerne den letzten Quali-Einsatz vor eigenem Publikum gegen Gossau (12 Punkte, 457:516), ab 20 Uhr in der Feldliarena, siegreich gestalten, um allenfalls den Rückstand auf Stäfa zu reduzieren, da im Hinblick auf die Abstiegstour die vorgängig totalisierten Punkte mitgenommen werden. Sollte dies nicht gelingen, sieht die NLA-Zukunft (lies: Direktabstieg) für die Urner zappenduster aus…

Vielversprechender Auftakt im Berner Oberland

Die Gastgeber sollten in Thun möglichst aus ihrer Reserve gelockt werden, zumal sie die Finalrundenqualifikation noch nicht hundertprozentig auf sicher hatten. Die knappe Heimniederlage der Innerschweizer (28:31) liess diesbezüglich leise hoffen, dass mit einer Sonderleistung eventuell etwas zu bewegen wäre. Doch das Urner Hoffnungsflämmchen brannte nicht lange, begann nach der 12. Spielminute (8:7 für die Thuner) zu flackern, um dann spätestens nach der 22. Minute (14:8) zusehends an Vitalität einzubüssen. Ob da im Hinterkopf des einen oder andern KTV-Akteurs bereits die Konzentration im Hinblick auf die ungleich wichtigere Begegnung gegen Gossau aufschien respektive Platz griff, ist im Nachhinein schwerlich auszuloten. Fest jedoch stand bald einmal, dass der Match - im Fernsehen übrigens direkt nachzuverfolgen - immer deutlicher auf die Seite der Gastgeber kippte. Zur Pause lautete das Skore - vor rund 800 Schlachtenbummlern - bereits 18:11 zugunsten der Berner.

Starke Paraden Marcel Luthigers

Den zweiten Spielabschnitt nahm der HC KTV Altdorf mit Marcel Luthiger im Tor - er ersetzte Srdjan Djordjevic - in Angriff. „Luthi“ wartete verschiedentlich mit beeindruckenden Paraden auf. Es gelang ihm beispielsweise, einen durch Lukas von Deschwanden (Letzterer war bei den Thunern an diesem Spielabend mit 10 Treffern vielgefeierter Topskorer) abgefeuerten Penaltyball an den Pfosten zu lenken und etliche gegnerische 100-Prozent-Chancen zunichte zu machen.

Ab der 50. Minute schien die Luft bei den Innerschweizern – wie diese Saison schon so oft – definitiv draussen zu sein. Technische Fehler häuften sich, etliche Schüsse aufs Thuner Tor blieben unverwertet. „Der KTV-Angriff wirkte oftmals unbeholfen und ideenlos. Es wurde zu oft versucht, mit verfrühten Abschlussversuchen respektive mit der Brechstange zum Erfolg zu kommen, nachdem die Thuner Deckung sich als höchst kompakt erwies“, erkannte der (neutrale) TV-Kommentator zu Recht. Das letzte Erfolgserlebnis für den HC KTV Altdorf durfte sich Samuel Stadelmann gutschreiben lassen. Zwar traf auch Lukas Huwiler nochmals ins Volle, doch war die Matchzeit Sekundenbruchteile offenbar zuvor - so befanden jedenfalls die generell gut arbitrierenden Schiris Jergen/Zaugg - abgelaufen.

Die Erkenntnis aus der Samstagabendpartie: Der HC KTV Altdorf wird sich am kommenden Mittwochabend nur mit einer „Komplettleistung“ gegen Gossau Erfolgschancen ausrechnen dürfen. Genauer: Vieles muss besser als gegen Wacker Thun - und zwar über die vollen 60 Spielminuten hinweg - gemacht werden. Auf die Mithilfe des treuen Stammpublikums wird natürlich erneut gehofft…

Eine Prise Zahlen zum Abschluss: Beste KTV-Skorer waren in Thun Daniel Röösli und Philipp Reuter (je 5 Treffer), vor Lukas Huwiler und Ivan Fallegger (je 4). Eine hundertprozentige Abschlussquote liess sich Samuel Stadelmann notieren, vor Daniel Röösli (71), Lukas Huwiler, Dave Zürcher und Ivan Fallegger (je 66). – Philipp Reuter vom HC KTV Altdorf wird in der NLA-Topskorerliste sein zurzeit dritter Platz nicht mehr weggeschnappt werden können: Er erzielte in der laufenden Saison gegen Thun bereits sein 100: Tor, im Durchschnitt pro absolvierte Partie 5,9 Treffer. Reuter liess sich durch die Gastgeber in den Reihen seines Teams übrigens als „Player des Abends“ auszeichnen.

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger; Sebastian Munzert (1), Lukas Huwiler (4), Dave Zürcher (2), Christian Bär, Ivan Fallegger (4), Marc Fallegger, Samuel Stadelmann (2), Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Philipp Reuter (5), Daniel Röösli (5), Christoph Piske (1).

 

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