Spielberichte Herren 1

Spielberichte Herren 1 (157)

Montag, 29 April 2019 12:04

Erneute klare Niederlage

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HC KTV Altdorf – SG Yellow / Pfadi Espoirs 20:29 (11:12), 27.4.19, Feldli Altdorf

 

Auch im letzten Heimspiel konnte sich der KTV nicht von der besten Seite präsentieren. Gegen die ebenfalls im Tabellenkeller klassierte Mannschaft aus Winterthur resultiert eine klare 20:29 Niederlage.

 

Wie üblich wurden vor dem letzten Heimspiel der Saison diejenigen Spieler verabschiedet, die den Club verlassen werden. Captain Ivan Fallegger wird seine Karriere per Ende Saison beenden. Der 39-jährige Marius Kasmauskas wird die Hallenschuhe ebenfalls an den Nagel hängen. Er konnte sich im letzten Heimspiel nicht auf dem Platz präsentieren, wohlmöglich wird er jedoch in Biel ein letztes Mal im Kader stehen. Auch der zweite Litauer wird den KTV verlassen. Wohin es Edvinas Vorobjovas in Zukunft zieht, ist noch offen. Ebenfalls wird das Trainerduo Sebastian Munzert und Marc Fallegger auf die neue Saison hin ersetzt. Sie alle erhielten ein kleines Präsent von Stefan Arnold überreicht.

 

Doch der gewünschte versöhnliche Abschied aus der Nationalliga B hat sich der KTV verwehrt. In den ersten zehn Spielminuten waren die Gäste aus Winterthur klar spielbestimmend. Mit bis zu vier Toren lag der KTV zwischenzeitlich hinten, liess dann aber in der Folge eine klare Leistungssteigerung erkennen. Kurz vor der Pause konnten die Altdorfer durch Amer Zildzic wieder ausgleichen. Er war erneut der stärkste Spieler in Diensten der gelb-schwarzen und erzielte sieben Tore. Seine Zukunft im Verein ist jedoch weiterhin offen. Unterstützung im Scoring bekam Zildzic einzig noch von Florian Henrich, der fünfmal erfolgreich einnetzte. Kein anderer Urner Spieler erzielte mehr als zwei Tore in der Partie. Der Pausenstand von 10:11 liess für die zweite Halbzeit jedoch noch alles offen und ist nach dem schlechten Start für die Urner als Erfolg zu betrachten. 

 

In der zweiten Halbzeit kam dann die nächste chronische Altdorfer Schwäche zum Tragen. Siebzehn technische Fehler summierten sich im Verlauf des Spiels. Trotzdem konnte der KTV das Spiel bis zur 45. Minute (18:19) offen gestalten. Doch ein erneuter Einbruch liess die Winterthurer davonziehen. Diesmal konnten die Urner nicht mehr dagegenhalten. Tor für Tor zogen die Gäste weg und die nächste Kanterniederlage für die Urner zeichnete sich ab. In den letzten Minuten konnte der KTV den Rückstand wieder in den einstelligen Bereich bringen, die 20:29 Niederlage ist aber immer noch deutlich genug. 

 

Das Spiel passt zur total verkorksten Saison der Urner. Dass Qualität vorhanden ist, wurde wieder einmal bewiesen, als sich der KTV über lange Zeit gegen die drohende Niederlage stemmte. Doch über die gesamte Spieldauer gesehen war der KTV nicht konkurrenzfähig. Der versöhnliche Abschied aus der NLB wurde vor dem Heimpublikum verpasst. Zusammen mit Handball Emmen werden gleich zwei der drei Innerschweizer Vereine den Gang in die erste Liga antreten müssen.

 

Am Samstag steht das letzte Spiel der Saison in Biel an. Die Urner werden die Statistenrolle innehaben, während der HS Biel vor Heimpublikum den Ligaerhalt feiern kann. Das zwischenzeitliche Ziel, in der Finalissima in Biel noch um den Ligaerhalt zu spielen, wurde klar verpasst. Doch das vorläufig letzte NLB-Spiel des HC KTV Altdorf sollte nochmals genossen werden.

 

Für Altdorf spielten: Jan Dittli/Fabio Arnold; David Arnold (2), Manuel Gisler (1), Ivan Fallegger (1), Daniel Baumann, Pascal Aschwanden (1), Marc Häusler (1), Flavio Fallegger, Fabian auf der Maur, Florian Henrich (5), Tomas Adamcik (1), Amer Zildzic (7), Edvinas Vorobjovas (2)

Montag, 15 April 2019 12:32

Der KTV Altdorf steigt ab

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Handball Emmen - HC KTV Altdorf 39:33 (20:17), 13.4.19, Emmen Rossmoos

 

Einen schwachen Abend erwischten die Urner im Kellerduell gegen Handball Emmen. Die 33:39 Niederlage besiegelt den Abstieg in die erste Liga.

 

Eine spezielle Situation war bereits vor dem Spiel zu erleben. Die beiden Mannschaften trafen rund 90 Minuten vor Spielbeginn im Emmer Rossmoos ein. Der Blick dabei stets aufs Smartphone gerichtet. Denn der HS Biel führte überraschend gegen den BSV Stans, was den Abstieg für beide Mannschaften bedeutet hätte. Deshalb fieberten beide Teams gemeinsam mit und freuten sich, dass die dritte Innerschweizer Mannschaft mit einem Remis dann doch noch Schützenhilfe leistete. Somit war klar, dass der Sieger eine Restchance auf den Ligaerhalt hat und dass die beiden Konkurrenten bei einem Unentschieden den gemeinsamen Weg in die 1. Liga begehen.

 

Zu Beginn war die volle litauische Power auf Seiten der Urner aktiv. Die beiden wiedergenesenen Rückraumspieler Marius Kasmauskas und Edvinas Vorobjovas sorgten mit fünf Toren für einen guten Start. Die Emmer lagen nach drei technischen Fehlern ebenso viele Tore hinten. Was danach folgte, war ein Kampf mit offenen Visieren. Die Verteidigungsarbeit war auf beiden Seiten inexistent und die Tore fielen nicht selten im 30-Sekunden-Takt. Nach der Startviertelstunde war das Spielgeschehen wieder ausgeglichen, denn die Urner zogen mit der Anzahl Fehler gleich. Auch im Rest des ersten Umgangs war munteres Tore schiessen angesagt. 20:17 lautete der Pausenstand. Zur Erinnerung: Das Hinspiel in Altdorf war eine wahrliche Abwehrschlacht. Mit einem Schlussresultat von 20:18 behielt der KTV die Punkte im Feldli. Im Rampenlicht standen die beiden Torhüter, die sich mit Paraden für die Arbeit der Vorderleute bedankten.

 

Ganz anders an diesem Abend. Die Keeper waren keinen Faktor in diesem Spiel. Einerseits fehlte sicherlich die Unterstützung der beiden Abwehrreihen, doch die sogenannten Big Saves, also parierte freie Abschlusse, fehlten ebenfalls komplett. Das Resultat: Fünf Paraden auf Seiten der Emmer, elf für Altdorf mit beidseitig miserablen Quoten. Klar, dass in diesem Spiel die Schützen für die Musik sorgten. Neben den beiden Litauern scorte für den KTV auch Amer Zildzic stark. Seine neun Tore verblassten jedoch im Schatten des Emmer Topscorers Mark Schelbert. Mit vierzehn Treffern aus ebenso vielen Versuchen erntete er zuerst Bewunderung, verspielte diese dann durch eine verhöhnende Tanzeinlage nach seinem letzten Siebenmeter dann aber ebenso erfolgreich wieder. Doch mit diesem Tor in der 47. Minute zog Emmen erstmals wieder auf drei Tore weg, nachdem die Altdorfer zwischenzeitlich ausgleichen konnten. In der Folge streuten die Altdorfer immer wieder Fehler ein, was eine Aufholjagt verunmöglichte. Das Schlussresultat von 39:33 besiegelte dann den definitiven Abstieg des KTV Altdorf aus der zweithöchsten Spielklasse. 

 

Es folgt nun ein spielfreies Osterwochenende, bevor der KTV am 27.4. das vorläufig letzte NLB-Heimspiel im Feldli austrägt. Zum Saisonabschluss steht eine Woche später noch das Auswärtsspiel in Biel an. Die angestrebte Finalissima ist gestorben, doch die Altdorfer wollen sich sicherlich noch versöhnlich aus der Liga verabschieden.

 

Für Altdorf spielten: Jan Dittli/Christian Amrein; Marius Kasmauskas (6), David Arnold (1), Manuel Gisler, Ivan Fallegger (1), Pascal Aschwanden (3), Marc Häusler (1), Fabian auf der Maur (1), Florian Henrich (1), Tomas Adamcik (3), Amer Zildzic (9), Edvinas Vorobjovas (7), Sebastian Munzert

SG Wädenswil/Horgen - HC KTV Altdorf 28:23 (13:11), 3.4.19, Horgen Waldegg

 

Die Auswärtsniederlage gegen Wädenswil Horgen könnte in der Endabrechnung die eine zu viel gewesen sein. Doch aufgrund der Niederlagen der Konkurrenten aus Winterthur und Biel bleibt eine kleine Hoffnung auf den Ligaerhalt.

 

Nach 47 Minuten sah die gelb-schwarze Welt noch blendend aus. Amer Zildzic brachte den KTV mit dem 22:19 erstmals mit drei Toren in Führung. Seit dem Pausenpfiff waren es die Urner, die zielstrebiger agierten und die Hypothek aus der Startphase wettmachen konnten. Denn in der Startphase war es ganz klar das Heimteam, welches das Spielgeschehen diktierte. Einmal mehr vermochten die Altdorfer gegen einen schnellen Gegner nicht dagegenzuhalten. Immer wieder war es Simon Gantner, der nach dem Ballgewinn oder über das schnelle Mittelanspiel für Druck sorgte. Die noch nicht organisierte Deckung des KTV hielt mit vereinten Kräften dagegen, verlor dann meistens den einen Spieler aus den Augen, der schlussendlich alleine vor dem Tor einnetzen konnte. Bereits nach drei Minuten und dem 4:1 für das Heimteam war den Urnern klar, dass die Zürcher trotz des gesicherten Ligaerhalts nicht gewillt sind, die Punkte kampflos zu überlassen. Der KTV trat dann in der Folge auch stärker auf und konnte das Spielgeschehen ausgeglichen gestalten. Der Rückstand pendelte sich bei rund zwei Toren ein und der Pausenstand von 13:11 entsprach dem Spiel. 

 

Wie bereits erwähnt gehörte die zweite Halbzeit zu Beginn klar den Urnern. Nun war sichtbar, welche Mannschaft mit dem Messer am Hals um dem Ligaerhalt kämpft. Das Heimteam hat das Tempo aus dem Spiel genommen und produzierte einige technische Fehler. Konsequent wurde dies bestraft. Erneut war es hauptsächlich Amer Zildzic, der mit seinen neun Treffern für die Urner Tore sorgte. Doch nach seinem 22:19 und dem folgenden Timeout der SG kam es zu einem Bruch im Spiel des KTV. Neu verteidigte Wädenswil/Horgen mit einem vorgezogenen Abwehrspieler. Dies schien dann für den KTV unüberwindbar. Die Statistik des Untergangs: 13 Spielminuten, 6 technische Fehler, 4 Fehlwürfe, ein Tor, neun Gegentore, null Punkte. Und wieder einmal verliessen die Urner den Platz mit gesenktem Haupt. In der Schlussphase machte sich die schmale Bank der Urner bemerkbar. Die beiden Litauer Edvinas Vorobjovas und Marius Kasmauskas fehlten verletzt und hätten sicherlich für neuen Schwung sorgen können. Doch an diesem Abend fand der KTV kein funktionierendes Mittel mehr und die klare 28:23 Niederlage die folgende Konsequenz. 

 

Die Tabellensituation ist nun sehr bedrohlich. In den letzten drei Spielen, es sind also noch sechs Punkte zu vergeben, beträgt der Rückstand auf Biel fünf Punkte und auf Winterthur vier. Die Winterthurer verfügen jedoch über die klar bessere Tordifferenz und der KTV muss somit ebenfalls fünf Punkte gutmachen. Gegen beide spielt der KTV noch das Direktduell. Die Bieler haben noch Stans und Wädenswil/Horgen im Restprogramm, Winterthur trifft ebenfalls noch auf Wädenswil/Horgen und Emmen. Die Emmer weisen gleich viele Punkte auf wie der KTV und haben somit auch noch Chancen auf den Ligaerhalt. Im Direktduell vom nächsten Samstag verabschiedet sich der Verlierer jedoch aus dem Rennen. Und fahren die Bieler und Winterthurer jeweils einen Sieg ein, ist der Abstieg besiegelt. 

 

Für Altdorf spielten: Jan Dittli/Christian Amrein; David Arnold (2), Manuel Gisler, Daniel Baumann, Ivan Fallegger (2), Pascal Aschwanden, Marc Häusler, Fabian auf der Maur (4), Florian Henrich (2), Tomas Adamcik (1), Amer Zildzic (9), Sebastian Munzert (3)

Montag, 01 April 2019 10:23

Das Abstiegsgespenst bäumt sich auf

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Spielbericht HC KTV Altdorf – BSV Stans 18:32 (10:13), 30.3.19, Feldli Altdorf

 

Der KTV verliert das Derby gegen den BSV Stans nach einem Leistungseinbruch in der zweiten Halbzeit klar und deutlich. Durch den Sieg Birsfeldens steht der KTV nun mit dem Rücken zur Wand. Vier Punkte müssen in den verbleibenden vier Spielen gutgemacht werden.

 

Wer in diesem Derby ein Feuerwerk erwartet hatte, wurde bereits in der Startphase enttäuscht. Die am Tabellenende steckenden Urner starteten äusserst behäbig und liessen den nötigen Kampf vermissen. Die Leistung der Stanser erinnerte auch eher an die Vorwoche, als sie sich lange Zeit gegen Wädenswil/Horgen abmühen mussten. Trotzdem konnten sich die Nidwaldner Gäste absetzen, da sich der KTV im Angriff schwertat und zu selten gute Torchancen herausspielen konnte. Bis zur 23. Minute wuchs der Vorsprung bereits auf fünf Tore an, bevor Amer Zildzic mit drei Toren in Serie den Anschluss wiederherstellen konnte (26./9:11). Zwischen der fünften und der 35, Minute war er sowieso der einzige Torschütze im Spiel des KTV. Ob es dies bereits einmal gab, darf bezweifelt werden. Er netzte dann auch in letzter Sekunde mittels Siebenmeter zum Pausenstand von 10:13 ein und hielt den KTV am Leben. 

 

Nach der Pause verlief das Spiel ausgeglichen. Der eingewechselte Torhüter Amrein konnte die Defensive unterstützten, durch Gegenstösse nach Ballverlusten liessen die Urner aber immer wieder einfache Tore zu und Stans setzte sich kontinuierlich ab. In der 45. Minute nahm das Altdorfer Trainerduo die Auszeit und stellte nochmals um. Erfolglos, wie sich in den folgenden Minuten herausstellt. Vom 14:21 zogen die Stanser auf 14:27 weg und führten den KTV teilweise regelrecht vor. Doch es war nicht mal unbedingt Stans, die auf Teufel komm raus losgestürmt wären, eher nutzten sie konsequent die gegebenen Chancen eines zerfallenden Altdorfer Kollektivs. Vor allem der Stanser Rückraumschütze Roger Scherer mass mit seinen Würfen das Altdorfer Tor ganz genau aus und wurde mit acht Toren zur prägenden Figur des Spiels. Auf Seiten des KTV konnte sich einzig Marc Häusler in Szene setzen, der zum wiederholten Male seine Chancen in den letzten Spielminuten nutzte. Die klare 18:32 Niederlage entspricht auch in dieser Höhe dem Gezeigten und lässt den KTV immer weiter sinken im Sumpf des Abstiegkampfes. 

 

Bereits am Mittwoch geht es weiter

 

Durch den zeitgleichen Sieg von Biel beträgt die Differenz zu einem Nichtabstiegsplatz bereits vier Punkte, die in den letzten vier Spielen gutgemacht werden müssen. Verlieren verboten gilt nun definitiv für die Urner. Die eigenen Spiele gewinnen, und hoffen, dass sich die Altdorfer auf Schützenhilfe verlassen können. Bereits im Auswärtsspiel am Mittwochabend gilt es für die Altdorfer wieder ernst. Im Heimspiel hatte der KTV den kommenden Gegner aus Wädenswil/Horgen im Griff und kam zu einem ungefährdeten Heimsieg. Mit dem Rücken zur Wand fällt wohlmöglich auch ein wenig Druck ab, da in dieser angespannten Situation der Ligaerhalt doch in weite Ferne gerückt ist. Hoffentlich kann der KTV so befreit auftreten und den Sieg einfahren, damit die abschliessenden Direktduelle gegen die Abstiegskonkurrenz noch die grosse Wende bringen können. Um eine klare Leistungssteigerung kommen die Altdorfer aber nicht. Doch wie heisst es so schön, getroffene Hunde bellen!

 

Für Altdorf spielten: Jan Dittli/Christian Amrein; David Arnold, Manuel Gisler, Ivan Fallegger (1), Pascal Aschwanden (1), Marc Häusler (2), Fabian auf der Maur (1), Florian Henrich (2), Tomas Adamcik, Amer Zildzic (8/3), Edvinas Vorobjovas (2), Sebastian Munzert (1)

 

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Montag, 25 März 2019 12:40

Erneuter Punktgewinn für den KTV

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HC KTV Altdorf – TV Steffisburg 30:30 (15:18), 23.3.19, Feldli Altdorf

 

Florian Henrich sorgt mit seinem verwandelten Siebenmeter nach Spielschluss für den verdienten Punktgewinn. Wie schon letzte Woche hätte das Spiel auf beide Seiten kippen können und das Remis sichert beiden Mannschaften den verdienten Punkt. 

 

In dieser äusserst wichtigen Partie musste das Trainerduo um Sebastian Munzert und Marc Fallegger gleich auf zwei Kräfte im Rückraum verzichten. David Arnold fehlt weiterhin aufgrund eines leichten Schleudertraumas, Marius Kasmauskas wurde von Problemen an der Achillessehne ausser Gefecht gesetzt. So musste das Urner Angriffsspiel mit nur drei Rückraumspielern auskommen. Doch nicht die Offensive war das Problem des KTV. Vor allem in der ersten Halbzeit fand die Defensive kein Mittel gegen die mit viel Dynamik vorgetragenen Angriffsauslösungen der Gäste aus Steffisburg. Gleich 18 Gegentreffer hagelte es deshalb bis zur Pause ins Urner Gehäuse. Nach ausgeglichenem Start geriet der KTV immer mehr ins Hintertreffen. Zwei Minuten vor dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste auf 18:13, doch zum Glück konnten die Altdorfer vor der Pause noch mit zwei Toren reagieren. Der 15:18 Rückstand liess die Situation für den zweiten Umgang um einiges besser aussehen. 

 

Diesen Schwung konnte der KTV auch gleich mitnehmen. Als Goali Jan Dittli nach vierzig Spielminuten drei Paraden in Serie zeigte, kippte das Spiel erstmals seit der Startphase wieder auf Seiten des KTV. Doch Steffisburg reagierte mit drei Treffern in Serie und verpasste es durch zwei technische Fehler, für eine Vorentscheidung zu sorgen. Dies nutze dann wiederum der KTV aus und der starke Edvinas Vorobjovas glich in der 54. Minute erneut aus, bevor zwei weitere Treffer von Pascal Aschwanden und dem souveränen Siebenmeterschützen Florian Henrich für die scheinbare Vorentscheidung sorgten (57./29:27). Was folgte war die erste umstrittene Entschidung der Schiedsrichter in der Schlussphase. Ivan Fallegger stellte gegen den Steffisburger Flügel Gabriel Felder den Körper rein, um ihm nur einen kleinen Abschlusswinkel zuzulassen. Normalerweise stellt sich dabei die Frage, ob der Defensivspieler noch in Bewegung war (Foul und somit Siebenmeter) oder ob er bereits stand (Offensivfoul und Ballbesitz Altdorf). Die Referees entschieden auf Siebenmeter und Zeitstrafe. Der Berner Oberländer konnten somit für zwei Minuten in Überzahl agieren und nutzten dies Gnadenlos aus. Drei Tore in Serie später führten die Gäste mit 30:29. Altdorf spielte mit dem letzten Angriff noch um einen Punkt. Edvinas Vorobjovas wurde in Abschlussposition gebracht. Obwohl sein Wurf den Weg nicht ins Tor fand, jubelten die Urner. Die Schiedsrichter entschieden auf Siebenmeter und Zeitstrafe gegen Cedric Manse. Dieses Urteil konnte wohl als Kompensationspfiff für die vorherige Aktion gewertet werden. Florian Henrich behielt die Nerven sorgte mit seinem persönlich zehnten Treffer zum Ausgleich. 

 

Da Emmen und Winterhur im Abstiegskampf wichtige Auswärtssiege gegen stärker eingestufte Gegner erringen konnten, verliert der KTV gegen die beiden Direktkonkurrenten einen Punkt. Die neu gejagte Mannschaft ist nun Biel, welche drei Punkte vor den Urnern liegt. Winterthur hat bereits vier Punkte Vorsprung auf das Schlusslichtduo aus der Innerschweiz. Das Derby gegen Stans vom kommenden Samstag wird also weiter angeheizt.

 

Für Altdorf spielten: Jan Dittli/Christian Amrein; Manuel Gisler, Daniel Baumann, Ivan Fallegger (2), Pascal Aschwanden (2), Marc Häusler, Flavio Fallegger, Fabian auf der Maur (1), Florian Henrich (10/5), Tomas Adamcik (1), Amer Zildzic (5), Edvinas Vorobjovas (8), Sebastian Munzert (1)

Montag, 25 März 2019 12:37

Bitterer Abend trotz Punktgewinn

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HC KTV Altdorf – TV Birsfelden 30:30 (15:16), 16.3.19, Feldli Altdorf


Der KTV Altdorf kassiert nach der Schlusssirene durch einen direkt verwandelten Freiwurf den ganz bitteren Ausgleichstreffer. Trotzdem macht man in Kampf um den Abstieg einen Punkt gegen die direkten Konkurrenten gut.

 

Überraschen wollte der KTV Altdorfer die Gegner aus Birsfelden gleich zu Beginn. Das taktische Mittel des siebten Feldspielers, bei dem der Torhüter jeweils im Angriffsspiel durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzt wird, wurde vom ersten Angriff an genutzt. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei welchem der KTV durch Tore von Fabian Auf der Maur und Florian Henrich jeweils vorlegen konnte. Doch auch die Birsfeldener punkteten eifrig. Vor allem Rechtsaussen Irfan Butt nutzte den ihm gegebenen Freiraum und er erzielte in der Startviertelstunde vier Tore, wobei er seine Farben mit dem Dritten erstmals in Front brachte. Zwei Altdorfer Zeitstrafen innert kürzester Zeit brachten den Gästen weiter Aufwind und nach knapp einem Drittel der Spielzeit ist die Führung der Basler auf vier Tore (8:12) angewachsen. Die Altdorfer Bank reagierte und brachte Defensivspezialist Manuel Gisler ins Spiel. Dieser brachte die nötige Aggressivität in den Abwehrverbund und verteidigte beeindruckend stark. Drei Treffer in Serie von Marius Kasmauskas brachten den KTV noch vor der Pause wieder voll ins Spiel und mit 15:16 wurde die erste Halbzeit beendet. 

 

Die Startphase in den zweiten Umgang gehörte dann den Urnern. Innert vier Minuten verwandelten die Urner den Rückstand in eine Zwei-Tore-Führung. Doch in der Folge konnte sich der KTV nicht weiter absetzten und die Gäste glichen bis zur 45. Minute wieder aus. Erst riss der KTV die Führung nochmals an sich, dann wendeten die Birfeldener die Partie und lagen mit einem Treffer vorne, bevor der KTV Sekunden vor dem Ende durch Marius Kasmauskas’ siebten Treffer erneut in Führung ging. Doch dieser verursachte nochmals einen Freiwurf, der nach Ablauf der Spielzeit direkt ausgeführt werden musste. Kreisläufer Björn Buob fand den Weg an der fünf Mann starken Mauer sowie an Torhüter Amrein vorbei. Ein äusserst bitteres Ende für die Urner. 

 

Das 30:30 Remis bringt den Altdorfern einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Doch der Verlust des Zweiten war so schmerzhaft wie unnötig. Über das gesamte Spiel gesehen ist das Unentschieden sicherlich ein faires Resultat, da beide Mannschaften den Sieg in dieser ausgeglichenen Partie nicht ins Trockenen bringen konnten. Zu gerne hätte man jedoch vor den zahlreich erschienenen Zuschauern den Vollerfolg gefeiert. Die Aktion «Gelbe Wand», bei welcher in gelb gekleidete Zuschauer freien Eintritt erhielten, fand Anklang und darf wohl als Erfolg gewertet werden.

 

Immerhin liefen die restlichen Spiele der zwanzigsten NLB-Runde für den KTV. Die direkten Konkurrenten aus Emmen, Winterthur und Biel haben ihre Spiele verloren und somit machen die Urner einen Punkt gut. Der Rückstand auf den Nichtabstiegsrang beträgt nun noch drei Punkte. Somit ist in den letzten sechs Spieltagen noch alles offen und für Spannung ist garantiert. Bereits am Samstag steht das nächste Heimspiel gegen den TV Steffisburg an.

 

 

Für Altdorf spielten: Jan Dittli/Christian Amrein; Marius Kasmauskas (7), Manuel Gisler, Ivan Fallegger (1), Pascal Aschwanden, Marc Häusler, Flavio Fallegger, Fabian auf der Maur (5), Florian Henrich (7/3), Tomas Adamcik, Amer Zildzic (3), Edvinas Vorobjovas (5), Sebastian Munzert (2)

Montag, 04 März 2019 08:43

Deutliche Niederlage gegen den TV Endingen

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Spielbericht TV Endingen - HC KTV Altdorf 36:22 (17:12), 2.3.19, GoEasy Siggenthal

 

Das Spiel gegen den Ligadominator TV Endingen war die erwartet klare Angelegenheit. Bereits in der ersten Halbzeit war ein Klassenunterschied sichtbar. Als die Endinger dann im zweiten Umgang noch die Defensivarbeit intensivierten waren es deren zwei. Doch ab jetzt muss der KTV im Abstiegskampf liefern. 

 

Mit dem Resultat von 36:22 für den Tabellenführer ist bereits viel über das Spiel ausgesagt. Vor allem die Altdorfer Defensive erwischte einen rabenschwarzen Abend. Über die gesamten 60 Minuten war man den Endinger Angriffsbemühungen wehrlos entgegengestanden. Mit welcher Konsequenz die Aargauer Angriff für Angriff hundertprozentige Torchancen herausspielten, verdient Anerkennung. Allgemein verlief das Spiel so, wie es der TVE zuliess. In der ersten Halbzeit fand auch die Abwehrreihe der Gegner nicht zur erwarteten Stabilität und die zwölf erzielten Tore hielten den KTV in Schlagdistanz. Eine Machtdemonstration folgte in der zweiten Halbzeit, als innert 18 Minuten der Spielstand von 17:12 auf 27:13 anwuchs. Gegen Ende des Spiels konnten sich die beiden Kreisläufer Häusler und Munzert mit je drei Toren noch in Szene setzten, am Spielgeschehen änderte sich jedoch nichts mehr. Klare Verhältnisse in der Tabelle, klare Verhältnisse auf dem Platz, und so resultierte dann diese klare Niederlage, die in Kauf genommen werden musste. 

 

Abstiegskampf: so sieht es aus

 

Der KTV hat noch sieben Spiele zu bestreiten. Nebst dem Derby gegen Stans stehen den Altdorfern die sechs letzten Mannschaften in der Tabelle gegenüber. Die beiden Innerschweizer Schlusslichter aus Emmen und Altdorf erspielten sich bisher acht Punkte. Um sich von den beiden Abstiegsplätzen zu entfernen, muss eine Mannschaft aus dem Trio Winterthur (12 Punkte), Biel (13) oder Steffisburg (15) überholt werden. Die beiden nächsten Gegner des KTV aus Birsfelden und Steffisburg haben sich mit ihren Heimsiegen wohl vorentscheidend vom Tabellenende abgesetzt und haben bereits 17 Punkte erspielt. 

 

Der Spielplan ist so angelegt, dass es in den letzten Spielen tendenziell immer zu Angelegenheiten zwischen Tabellennachbarn kommt. Da also alle Abstiegskandidaten in Direktduellen aufeinandertreffen, werden wohl alle Mannschaften ihr Punktestand noch in die Höhe treiben. Dies heisst für die Altdorfer jedoch auch, dass in den letzten Spielen noch intensiv gepunktet werden muss. Fünf bis sechs Siege sind für den Verbleib in der zweithöchsten Spielklasse wohl mindestens notwendig. Verliert man hingegen ein Spiel gegen einen Gegner im Abstiegskampf, kann dies bereits den Abstieg bedeuten. Der Druck im Heizkessel des KTV steigt also unaufhaltsam. Es bleibt zu hoffen, dass damit die noch etwas stotternde Altdorfer Dampflokomotive in Fahrt kommt, bevor das ganze Gefährt in die Luft fliegt. 

 

 

Für Altdorf spielten: Christian Amrein/Jan Dittli; David Arnold (1), Manuel Gisler (1), Pascal Aschwanden (1), Ivan Fallegger, Marc Häusler (3), Flavio Fallegger, Fabian auf der Maur (1), Florian Henrich (5/1), Tomas Adamcik, Amer Zildzic (6), Sebastian Munzert (3)

Donnerstag, 21 Februar 2019 10:44

Von Baden überrannt

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STV Baden - HC KTV Altdorf 30:20 (16:11), 20.2.19, Baden Aue

 


Der KTV verliert klar und deutlich gegen ein stark aufspielendes Team aus Baden. Das hohe Spieltempo überforderte die Altdorfer immer wieder aufs Neue. Gegen Ende der Partie liefen die Badener einen Gegenstoss nach dem andern, was sich schlussendlich im Resultat niederschlug. 

 

Zum Start in die Partie konnten sich die beiden Torhüter mit je zwei Paraden in Szene setzten. Altdorf fand dann vor allem offensiv ins Spiel und konnte jeweils mit einem Tor vorlegen. Doch defensiv kamen die Badener immer wieder zu einfachen Abschlüssen. Pascal Bühler, der wohl explosivste Rückraumspieler der Liga, erarbeitete sich durch seine schnellen Seitwärtsbewegungen immer wieder vorzügliche Abschlusspositionen. Im gesamten Spiel bekamen ihn die Urner nicht unter Kontrolle und er avancierte mit sieben Toren zum Toptorschützen. Unterstützung bekam er von Neuzugang Jonathan Knecht, der beim Debut zu gefallen wusste. Der wurfgewaltige Spieler im rechten Rückraum könnte sich als das fehlende Puzzleteil im Badener Spiel entpuppen. Auf Seiten der Altdorfer hielt das Trio um Auf der Maur, Zildzic und Henrich dagegen, welches zehn der elf Tore in der ersten Halbzeit erzielte. Eine etwas unnötige Zeitstrafe nach zwanzig Minuten gegen Pascal Aschwanden nutzte Städtli Baden als Starthilfe und vergrösserte den Vorsprung von einem auf fünf Tore bis zum Seitenwechsel. Der Pausenrückstand von 16:11 war dahingehend gerechtfertigt, dass die Defensive der Altdorfer nie wirklich zur nötigen Stabilität fand. 

 

Auch in der zweiten Halbzeit vermochte der KTV über weite Strecken dagegenzuhalten. Der Rückstand pendelte sich bei fünf bis sechs Toren ein. Da die Urner für den Torerfolg jeweils viel härter arbeiten mussten, schien das Spiel einseitiger, als es tatsächlich war. Doch in der Schlussviertelstunde zerfiel das Spiel der Urner komplett. Badener Gegenstösse über die rechte Seite waren die Folge von technischen Fehlern und Abschlüssen nach festgefahrenen Angriffsaktionen. Zuerst vermochte Torhüter Amrein noch mit einer Doppelparade dagegenzuhalten, doch kurz darauf war dann auch der letzte Widerstand des KTV gebrochen. Der STV Baden bestrafte die Urner Nachlässigkeiten konsequent und zog bis zum Ende der Partie auf 30:20 weg. 

 

Baden hat früh verstanden, dass der KTV mit dem schnellen Umschaltspiel grosse Mühe bekundet. Auch durch ihren breiten Kader konnte der STV das Spieltempo über 60 Minuten hochhalten. Auf Seiten des KTV fehlte Marius Kasmauskas das letzte Mal gesperrt. Seine fehlende Unterstützung machte sich an diesem Abend bemerkbar. War das gesamte Offensivspiel doch klar auf den Schultern des oben erwähnten Trios verteilt. Schlussendlich wäre es möglich gewesen, gegen einen wirklich starken STV Baden mit fünf Toren zu verlieren, um sich die Bestätigung zu holen, dass man auf dem richtigen Weg ist. Durch den Verlauf der letzten Minuten bleibt dann aber doch nur Frust und Enttäuschung. 

 

Für Altdorf spielten: Christian Amrein/Fabio Arnold; David Arnold (1), Manuel Gisler, Daniel Baumann, Pascal Aschwanden, Ivan Fallegger, Marc Häusler, Fabian auf der Maur (5), Florian Henrich (4), Tomas Adamcik, Amer Zildzic (7), Edvinas Vorobjovas (1), Sebastian Munzert (2)

Montag, 18 Februar 2019 12:09

Der KTV lebt noch

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Mit einer starken Mannschaftsleistung sichert sich der KTV die ersten Punkte des Jahres. Der 30:22 Sieg gegen den TV Möhlin war bitter nötig, denn wiederum punkteten die direkten Konkurrenten im Kampf um den rettenden zwölften Platz.

 

Die Unsicherheit nach den letzten Spielen war den Urnern anzumerken. Die Defensive wirkte nicht gefestigt und auch offensiv tat sich der KTV zunächst schwer. Der Tabellendritte aus Möhlin wusste dies auszunutzen und legte in den ersten fünf Minuten mit zwei Toren vor. Darauf folgte eine hektische Phase, in welcher beide Teams äusserst leichtsinnig mit dem Spielgerät umgingen. Der KTV konnte sich etwas früher wieder fangen und konnte ausgleichen. Eine deutliche Leistungssteigerung der Altdorfer Defensive brachte den Möhliner Angriffsfluss ins Stocken und es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Beide Mannschaften brockten sich sieben Zeitstrafen ein. Altdorf nutze diese Überzahlsituationen immer wieder gut aus und spielte dabei die Aussenspieler frei. Fabian auf der Maur nutze eine solche Situation in der 17. Minute zur erstmaligen Führung. In der Folge schafften es die Altdorfer immer wieder, durch ein schnelles Umschaltspiel zu einfachen Toren zu gelangen. Drei Minuten vor der Pause liess man jedoch die Chance auf eine Vier-Tore-Führung aus und kassierte im Gegenzug zwei einfache Tore. Somit schaffte der Gast noch vor dem Seitenwechsel den Anschluss. 

 

Da Amer Zildzic kurz vor der Pause eine Zeitstrafe kassierte, starteten die Urner in doppelter Unterzahl in den zweiten Umgang. Doch im ersten Angriff setzte sich Ivan Fallegger am Flügel durch holte neben dem Tor auch eine Zeitstrafe heraus. Was folgte war eine äusserst starke Phase des Heimteams. Vom 12:11 zur Pause zog der KTV innerhalb von neun Minuten auf 19:13 weg. Zu harmlos war der Angriff Möhlins ohne ihren Topscorer Patrik Vizes. Offensiv konnten die Altdorfer endlich mal alle Positionen voll ins Spiel integrieren. Die sonst kaum mit Torchancen bedienten Flügel netzten gleich zehn Mal ein. Auch Kreisläufer Adamcik traf fünffach und die Rückraumachse um Zildzic, Henrich und Vorobjovas steuerte wie gewohnt ihre Treffer bei. Doch Möhlin gab noch nicht auf. Die Gebrüder Wirthlin erzielten drei Tore und beim Stand von 20:16 und Ballbesitz für die Gäste schien sich das Spiel nochmals zu öffnen. Doch es folgte die zweite ganz starke Phase der Urner. Sieben Minuten und sechs Tore in Serie später konnte der KTV nun eine zweistellige Führung ausweisen. Torhüter Amrein hielt in diesen Minuten den Kasten dicht, er parierte schlussendlich 56% der gegnerischen Würfe. Viel lief danach nicht mehr. Zu erwähnen ist noch, dass der TV Möhlin in den Schlussminuten den Rückstand etwas verringern konnte. Für den KTV zu verkraften, konnte man endlich die ersten Punkte des Jahres auf dem Konto gutschreiben.

 

Die Ernüchterung kam dann erst nach dem Schlusspfiff, als die Resultate der anderen Spiele bekannt wurden. Die auf den rettenden Plätzen 11 und 12 klassierten Mannschaften aus Biel und Winterthur gewannen ebenfalls. Der Rückstand beträgt weiterhin fünf bzw. vier Punkte. Doch dies Leistung stimmt zuversichtlich für die anstehenden Aufgaben. Tritt der KTV Altdorf weiter so auf, ist der Ligaerhalt realistisch. Der erste Schritt dazu wurde nun gemacht.

 

Für Altdorf spielten: Fabio Arnold, Christian Amrein; Manuel Gisler, Daniel Baumann, Pascal Aschwanden, Ivan Fallegger (3), Marc Häusler, Flavio Fallegger, Fabian auf der Maur (6), Florian Henrich (5), Tomas Adamcik (5), Amer Zildzic (6), Edvinas Vorobjovas (4), Sebastian Munzert

Montag, 04 Februar 2019 12:00

Der KTV rutscht weiter ab

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HC KTV Altdorf – SG GS/Kadetten Espoirs 26:27 (12:15), 02.02.19, Feldli Altdorf

 

Gleich zweimal startete der KTV Altdorf schlecht in die Halbzeit. Somit liefen die Urner gegen die SG GS/Kadetten Espoirs aus Schaffhausen konstant einem Rückstand hinterher. Trotz aller Bemühungen reichte es nicht mehr zum Ausgleich in der Schlussphase und der KTV verliert unglücklich mit 26:27.

 

Wie erwartet trafen die Gäste nicht vollzählig im Altdorfer Feldli ein. Neben den Verletzten verzichteten die Espoirs auf ihren rechten Flügel Levin Wanner, der auch im NLA-Kader zum Zuge kommt. Für die Altdorfer dies, was man sich erhofft hatte: Eine Mannschaft, die zwar durch die Leistung in der Vorrunde verdient vorne in der Tabelle steht, durch die Mutationen im Kader jedoch ganz klar in Reichweite der Urner liegt. 

 

Der Start in die Partie verschlief der KTV jedoch. Eine Abwehr, die nicht zur notwendigen Stabilität fand, gepaart mit technischen Fehlern im Angriffsspiel, resultierte nach einem Viertel der Spielzeit in einem 3:7 Rückstand. Auf Seiten des Heimteams vermochte in der Startphase vor allem Edvinas Vorobjovas dagegenzuhalten. Eingesetzt auf dem rechten Flügel erzielte er bei seinem Comeback gleich anfangs drei Tore. Ebenfalls Wirkung zeigte die Einwechslung des Defensivspezialisten Manuel Gisler. Er Überzeugte mit der notwendigen Härte in der Abwehr und konnte das Spiel der Schaffhauser mehrmals unterbrechen. Er war es auch, der den KTV mit dem Anschlusstreffer in der 22. Minute wieder voll ins Spiel brachte. Doch gleich im Gegenzug erhöhten die Gäste durch Teubert wieder auf zwei Tore. Fünfzehn Sekunden vor dem Pausensignal nahm Trainer Munzert sein zweites Timeout. Der angesagte Spielzug funktionierte wie geplant, doch ein ungenauer Pass verhinderte den Erfolg. Somit wurde beim Stand von 12:15 die Seiten getauscht. 

 

Und auch in die zweite Halbzeit starteten die Urner nicht wunschgemäss. Bis zur vierzigsten Minute sah man sich einem Fünf-Tore-Rückstand konfrontiert. Das Trio aus den beiden Rückraumspielern Teubert und Bührer sowie Kreisläufer Schopper bekam die Urner Defensive nicht unter Kontrolle. 22 der schlussendlich 29 Gegentore gingen auf ihr Konto.  Die Einwechslung von Pascal Aschwanden brach frischen Wind ins Altdorfer Angriffsspiel und die beiden siebenfachen Torschützen Kasmauskas und Zildzic hielten den KTV am Leben.  Fünf Minuten vor Schluss kämpften sich die Urner wiederum an ein Tor heran, die Defensive hielt und die Gäste kassierten eine Zeitstrafe. Doch mit einem Fehlwurf, einem Pass in die Hände des Gegners sowie einem Offensivfoul blieben die letzten drei Altdorfer Angriffsaktionen erfolglos. Eine weitere Niederlage besiegelt. 

 

Da das Spiel im Namen der «Week oft the Referee», einer Aktion für mehr Respekt gegenüber den Schiedsrichtern, stattfand, geht ein besonderes Lob ans Duo Hitz/Lämmler. Die beiden hatten das Spiel über die gesamte Spielzeit unter Kontrolle. Und der KTV kann sich sicherlich nicht beklagen, dass die 50/50 Situationen in der entscheidenden Phase gegen das Heimteam ausgelegt wurden. 

 

Was bleibt ist eine weitere schmerzhafte Niederlage und der Erhalt der roten Laterne. Der Rückstand auf den rettenden Platz beträgt jedoch weiterhin zwei Punkte. Dieses Spiel gilt es nun vor allem mental zu verarbeiten. Ein Punktgewinn wäre auch für das angeschlagene Gemüt der Mannschaft ein Aufsteller gewesen. Die einzige Lösung: Weiterkämpfen und die Chance vom kommenden Samstag nutzen.

 

Für Altdorf spielten: Christian Amrein/Jan Dittli, Marius Kasmauskas (7), David Arnold (5), Manuel Gisler (1), Daniel Baumann, Ivan Fallegger, Pascal Aschwanden (3), Marc Häusler, Fabian auf der Maur, Florian Henrich (3), Tomas Adamcik, Amer Zildzic (7), Edvinas Vorobjovas (3)

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