Montag, 26 Oktober 2020 12:42

Erster Rückschlag im Derby

geschrieben von Spielbericht
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HC KTV Altdorf – KTV Muotathal 25:28 (13:15), 24.10.20 Altdorf Feldli

 

Mit einem Sieg im Derby wollte der KTV die Ambitionen auf einen Finalrundenplatz unterstreichen. Doch die Schwyzer waren bissiger, weniger fehleranfällig und verdienten sich den Auswärtssieg.

 

Die letzten drei Spiele mussten die Altdorfer verschieben. Nach abgesessener Quarantäne folgte am Samstag die Rückkehr auf den Platz. Von dieser Wettkampfpause war in den Startminuten aber gar nichts zu erkennen. Die Hausherren setzten mit einem 4:1 Start ein erstes Ausrufezeichen. Torhüter Marcel Luthiger fand gut in die Partie, einzig Kevin Heinzer bekamen die Urner zu Beginn nicht in den Griff. Mit vier Toren in den ersten zwölf Minuten schoss er seine Farben zurück ins Spiel. Es entwickelte sich das erwartet umkämpfte Derby mit leichten Vorteilen für die Urner. Doch als die Urner das Mittel des siebten Feldspieler nutzten, war die lange Spiel- und Trainingspause erkennbar. Der schnelle Wechsel, der den Torhüter zurück ins Spiel bringen sollte, funktionierte gelinde ausgedrückt eher suboptimal. So stand gleich einigen Abschlüssen kein Altdorfer Keeper im Weg. Diese einfachen Tore führten zur Wende und die Gäste legten bis zum Seitenwechsel zwei Zähler vor.

 

Obwohl die Thaler gleich nach Wiederanpfiff auf drei Tore erhöhten, liessen die Altdorfer nicht locker. Nach 42 Minuten konnte Mario Jelinic, mit sieben Toren der erfolgreichste Werfer der Partie, den Anschluss wieder herstellen (18:19). Schmerzlich vermissten die Altdorfer im Angriffsspiel Kreisläufer Tomas Adamcik, der beruflich verhindert war. Das Heimteam mühte sich in der Offensive regelrecht ab, Thal-Trainer Marius Kasmauskas delegierte eine sehr agile Defensive, die den eh schon verunsicherten Angriff weiter unter Druck setzte. Eine Masse an Fehlern leider die logische Konsequenz. Muotathals Torhüter Florian Öchslin war dann noch das letzte Puzzleteil, das das Altdorfer Anrennen stoppte. Mit bis zu vier Toren zogen die Schwyzer in den Schlussminuten weg und liessen keine Fragen mehr offen.

 

57% zu 56% Wurfquote, 35% zu 38% Abwehrquote der Torhüter, 16 zu 9 Turnover; das oben beschriebene in drei Statistiken zusammengefasst. Wie schon in den letzten Partien erzielte der KTV nicht über 25 Tore. Eine alte Weisheit besagt, dass derjenige, der mehr Tore schiesst gewinnt. In den letzten Partien reüssierte der KTV aber eher da er weniger Tore als der Gegner erhielt. Die Abschlüsse ins leere Tor sowie die schnellen Kontertore nach Fehlern liessen dieses Erfolgsrezept aber scheitern. Damit kommt es zum grossen Zusammenschluss in der Tabelle. Olten, Altdorf, Muotathal, Muri und Emmen, rangiert nach Verlustpunkten, kämpfen alle noch um einen der beiden Finalrundenplätze.

 

Für den KTV spielten:

Marcel Luthiger/Christian Amrein/Jan Dittli; Luca Aschwanden (2), Manuel Gisler, David Arnold, Ivan Fallegger (4), Daniel Baumann (1), Marco Inderbitzin, Kevin Ledermann (3), Fabian auf der Maur (4), Matteo Kovacevic, Mario Obad (4), Mario Jelinic (7/3)

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