Donnerstag, 17 September 2020 12:06

Offene Rechnung zum Heimauftakt

geschrieben von Spielbericht
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HC KTV Altdorf – TV Dagmersellen 19.09.20, 18:00 Altdorf Feldli

 

Der TV Dagmersellen mauserte sich in der letzten Saison zum Angstgegner. Nach zwei Siegen in der Qualifikation setzte es für den KTV in der Abstiegsrunde zwei Niederlagen ab. Nun haben die Urner eine Chance auf Revanche.

 

Die Starts in die aktuelle Spielzeit hätten aber nicht unterschiedlicher ausfallen können. Nach der Startniederlage im Kantonalderby gegen Emmen mussten sich die Wiggertaler in den Schlussminuten auch Muri geschlagen geben. Die Altdorfer hingegen konnten mit einem klaren Auswärtssieg gegen Wohlen ein erstes Ausrufezeichen setzten.

 

Im Gegensatz zum stark veränderten Kader der Urner setzen die Luzerner auf Altbewährtes. Weiterhin sorgt in dem von Martin Prachar trainiertem Team das Trio um Urs Oggier, Dominik Sommer und Kilian Tschupp für Toralarm. Auch die beiden Torsteher Niklaus Schöpfer und Eigengewächs Ramon Häller verfügen über Erfahrung in höheren Ligen. Der KTV ist also gut beraten, sich konsequent Wurfgelegenheiten zu erspielen und nicht in erstbester Gelegenheit in Richtung Tor zu ballern. In der Vorwoche bewiesen die Urner aber, dass das Angriffsspiel durch die Zugänge von Mario Obad und Kevin Ledermann mehrdimensionaler wurde. In der Offensive setzten die Gäste vermehrt auf das 7:6-Überzahlspiel und nutzten die entstandenen Räume auf der linken Angriffsseite und über den Kreisläufer. Ein Härtetest für den in Wohlen so stabile Urner Defensivverbund.

 

Es wartet also ein erster Gradmesser auf den KTV. Die Liga ist dieses Jahr noch kompetitiver und ausgeglichener als im Vorjahr, als sich die beiden Vertreter dieser Gruppe in der Finalrunde bereits am stärksten präsentierten. Auch für die sich seit dem Vorjahr stark steigernden Dagmerseller werden die zwei Startniederlagen keinen Trend für den Rest der Saison festlegen. Treten die Altdorfer so auf wie gegen Wohlen, werden die Gäste zu beissen haben, tut dies der KTV nicht, so hat der TVD bereits eindrücklich bewiesen: Im Vorbeigehen holt man gegen diesen Gegner keine Punkte!

 

Auf dem Prüfstand steht auch das von Verein und Verband ausgearbeitete Schutzkonzept. Zuschauer mit Symptomen erhalten keinen Einlass. Ebenso müssen alle Zuschauer ihre Kontaktdaten hinterlassen, dafür kann die Schweizer App „mindful“ genutzt werden. Eine Schutzmaske wird nicht vorgeschrieben, aber empfohlen. Die Spieler betreten die Halle über einen separaten Eingang und es ist den Zuschauern nicht gestattet, den Spielfeldrand im unteren Stock zu betreten. Zudem wird die Feldli-Arena bei 300 Zuschauern als ausverkauft vermeldet.

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