Donnerstag, 31 Oktober 2019 12:09

Im Derby unter Zugzwang

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HC KTV Altdorf - KTV Muotathal 2.11.19, 18:00 Altdorf Feldli

Die Hälfte der Qualifikation haben die Urner bereits hinter sich. Zum Rückrundenstart kommt es erneut zum Derby gegen den KTV Muotathal.

Mit dem zweiten Rang befindet sich der KTV Altdorf momentan auf einem der beiden Finalrundenplätze. Nur einen Punkt beträgt der Vorsprung auf das drittplatzierte Handball Emmen. Ebenso klein ist der Rückstand auf den Leader aus Olten. Auf den ersten Blick sind die Urner auf Kurs. Der Blick auf die Tordifferenz lässt jedoch erahnen, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Lediglich ein Plus von neun Toren kann der KTV bei fünf Siegen, einer Niederlage und einem Remis ausweisen. Weit weg von der vor der Saison erhofften Dominanz. Mit den Zittersiegen in Emmen und Kriens wurden aber immerhin wichtige Punkte eingefahren. Der Umbruch 2.0 war vielleicht doch grösser als angenommen. In der letzten Saison wurde wieder vermehrt auf die Urner Eigengewächse gesetzt. Spieler wie Manuel Gisler, David Arnold, Marc Häusler oder Flavio Fallegger wurden aufgebaut und übernehmen diese Saison mehr Verantwortung. Fortgeführt wurde der Umbruch in dieser Spielzeit mit Spielertrainer Mario Jelinic, der neue Chef auf und neben dem Platz. Zusammen mit dem ebenfalls neuverpflichteten Benjamin Vizi ist er für die einfachen Tore aus dem Rückraum verantwortlich. Nach vielversprechendem Saisonstart verliess dann auch noch der gesetzte Linkshänder Aleksandar Stojanovic den KTV nach nur drei Spielen in Richtung Heimat. Auch die Rolle des emotionalen Leaders konnte nach dem Abgang von Amer Zildzic noch kein Spieler einnehmen.

Mehr Zeit für diesen Umbruch bleibt aber nicht mehr. In den nächsten sieben Spielen muss sich der KTV steigern. Bereits am Samstag lauern die Muotathaler, die mit einem Sieg den Anschluss an das Spitzentrio herstellen können. Denn die Gefahr, das Saisonziel Wiederaufstieg bereits im Dezember zu begraben, ist vorhanden. Doch wenn es der KTV schafft, die Leistung in Kriens als Warnschuss zu interpretieren, ist sicherlich genügend Qualität vorhanden, um den notwendigen Schritt nach vorne zu machen.

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