Montag, 08 April 2019 12:12

Nach schwacher Schlussphase braucht der KTV Schützenhilfe

geschrieben von Spielbericht
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SG Wädenswil/Horgen - HC KTV Altdorf 28:23 (13:11), 3.4.19, Horgen Waldegg

 

Die Auswärtsniederlage gegen Wädenswil Horgen könnte in der Endabrechnung die eine zu viel gewesen sein. Doch aufgrund der Niederlagen der Konkurrenten aus Winterthur und Biel bleibt eine kleine Hoffnung auf den Ligaerhalt.

 

Nach 47 Minuten sah die gelb-schwarze Welt noch blendend aus. Amer Zildzic brachte den KTV mit dem 22:19 erstmals mit drei Toren in Führung. Seit dem Pausenpfiff waren es die Urner, die zielstrebiger agierten und die Hypothek aus der Startphase wettmachen konnten. Denn in der Startphase war es ganz klar das Heimteam, welches das Spielgeschehen diktierte. Einmal mehr vermochten die Altdorfer gegen einen schnellen Gegner nicht dagegenzuhalten. Immer wieder war es Simon Gantner, der nach dem Ballgewinn oder über das schnelle Mittelanspiel für Druck sorgte. Die noch nicht organisierte Deckung des KTV hielt mit vereinten Kräften dagegen, verlor dann meistens den einen Spieler aus den Augen, der schlussendlich alleine vor dem Tor einnetzen konnte. Bereits nach drei Minuten und dem 4:1 für das Heimteam war den Urnern klar, dass die Zürcher trotz des gesicherten Ligaerhalts nicht gewillt sind, die Punkte kampflos zu überlassen. Der KTV trat dann in der Folge auch stärker auf und konnte das Spielgeschehen ausgeglichen gestalten. Der Rückstand pendelte sich bei rund zwei Toren ein und der Pausenstand von 13:11 entsprach dem Spiel. 

 

Wie bereits erwähnt gehörte die zweite Halbzeit zu Beginn klar den Urnern. Nun war sichtbar, welche Mannschaft mit dem Messer am Hals um dem Ligaerhalt kämpft. Das Heimteam hat das Tempo aus dem Spiel genommen und produzierte einige technische Fehler. Konsequent wurde dies bestraft. Erneut war es hauptsächlich Amer Zildzic, der mit seinen neun Treffern für die Urner Tore sorgte. Doch nach seinem 22:19 und dem folgenden Timeout der SG kam es zu einem Bruch im Spiel des KTV. Neu verteidigte Wädenswil/Horgen mit einem vorgezogenen Abwehrspieler. Dies schien dann für den KTV unüberwindbar. Die Statistik des Untergangs: 13 Spielminuten, 6 technische Fehler, 4 Fehlwürfe, ein Tor, neun Gegentore, null Punkte. Und wieder einmal verliessen die Urner den Platz mit gesenktem Haupt. In der Schlussphase machte sich die schmale Bank der Urner bemerkbar. Die beiden Litauer Edvinas Vorobjovas und Marius Kasmauskas fehlten verletzt und hätten sicherlich für neuen Schwung sorgen können. Doch an diesem Abend fand der KTV kein funktionierendes Mittel mehr und die klare 28:23 Niederlage die folgende Konsequenz. 

 

Die Tabellensituation ist nun sehr bedrohlich. In den letzten drei Spielen, es sind also noch sechs Punkte zu vergeben, beträgt der Rückstand auf Biel fünf Punkte und auf Winterthur vier. Die Winterthurer verfügen jedoch über die klar bessere Tordifferenz und der KTV muss somit ebenfalls fünf Punkte gutmachen. Gegen beide spielt der KTV noch das Direktduell. Die Bieler haben noch Stans und Wädenswil/Horgen im Restprogramm, Winterthur trifft ebenfalls noch auf Wädenswil/Horgen und Emmen. Die Emmer weisen gleich viele Punkte auf wie der KTV und haben somit auch noch Chancen auf den Ligaerhalt. Im Direktduell vom nächsten Samstag verabschiedet sich der Verlierer jedoch aus dem Rennen. Und fahren die Bieler und Winterthurer jeweils einen Sieg ein, ist der Abstieg besiegelt. 

 

Für Altdorf spielten: Jan Dittli/Christian Amrein; David Arnold (2), Manuel Gisler, Daniel Baumann, Ivan Fallegger (2), Pascal Aschwanden, Marc Häusler, Fabian auf der Maur (4), Florian Henrich (2), Tomas Adamcik (1), Amer Zildzic (9), Sebastian Munzert (3)

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