Montag, 28 Januar 2019 12:15

Kein Start nach Mass

geschrieben von Spielbericht
Artikel bewerten
(3 Stimmen)

Lakers Stäfa – HC KTV Altdorf 35:25 (18:14), 26.01.19, Stäfa Frohberg


Der Rückrundenauftakt gegen die Lakers Stäfa war für den KTV Altdorf die erwartet schwere Partie. Der Tabellenzweite dominierte das Spiel über die komplette Spielzeit und liess beim 35:25 keine Fragen offen.

 

Nach sechs Wochen Pause überraschten die Urner mit einem neuen Deckungssystem. Anstelle der bewährten 6:0- Abwehr verteidigte man mit dem vorgezogenen Abwehrspieler Ivan Fallegger deutlich offensiver. Somit sollte der Spielfluss des Heimteams vom Zürichseeufer eingeschränkt werden. Unbeeindruckt davon legten die Lakers in den ersten sieben Minuten mit 4:1 vor. Doch dank einem starken Marius Kasmauskas, der in der Startviertelstunde gleich vier Mal einnetzte, blieben die Urner in Schlagdistanz. Jan Dittli im Tor entschärfte nach seiner Einwechslung gleich einige Abschlüsse und die Urner schafften den Anschluss zum 10:9 nach einem Drittel der Spielzeit. Doch das Heimteam reagierte stark und liess einen 5:0-Lauf folgen. Der Pausenstand von 18:14 entsprach dem Gezeigten.

 

Nach dem Seitenwechsel waren es dann wieder die Seebuben, welche dem Spiel den Stempel aufdrückten. Als Kreisläufer Christian Vernier in der 44. Minute den Abschluss zum 27:17 versenkte, war das Spiel entschieden. Vor allem mit dem hohen Spieltempo waren die Urner häufig überfordert. Abstimmungsprobleme führten dazu, dass sich gegnerische Angriffsspieler von der Deckung lösen konnten und frei zum Abschluss kamen. Für die Altdorfer ging es nun noch darum, sich gegen eine noch höhere Niederlage zu wehren und sich so gut wie möglich an das Spieltempo zu gewöhnen. Denn in den nächsten Spielen warten wiederum Mannschaften aus der vorderen Tabellenhälfte. Normalerweise folgt bei solch klaren Verhältnissen eine laue Schlussphase.

 

Doch es wurde nochmals hektisch. Nach fünfzig Minuten flog Routinier Marius Kasmauskas wegen eines Schlages gegen den Bauch von Olafsson mit der blauen Karte vom Platz. Die blaue Karte wird nach der roten Karte nachgereicht und bedeutet, dass sich der Verband die Aktion nochmals ansehen wird und die Disziplinarkommission über eine Sperre entscheidet. Eine möglicherweise folgenschwere Konsequenz für den personell im Rückraum eh schon schmal aufgestellten Altdorfer Kader. Immerhin soll Edvinas Vorobjovas, er fehlte gegen Stäfa noch, kurz vor dem Comeback nach einer Knieoperation sein. Dieser wurde jedoch vom fünffachen Torschützen David Arnold gut vertreten. Weitere fünf Minuten später flog dann auch noch der acht Mal erfolgreiche Amer Zildzic nach ungestümen Abwehrverhalten mit glatt rot vom Platz. Er hingegen hat keine Sperre zu befürchten. Trotz all der Strafen schafften es die Urner, den Rückstand bei zehn Toren Differenz in einem noch vertretbaren Rahmen zu halten. Auch wenn die Kanterniederlage verhindert wurde, an Punkte war an diesem Abend nicht zu denken. Zu stark und souverän zeigte sich das Heimteam und überzeugte als starkes Kollektiv, welches mit schnellem und attraktiven Handball zu gefallen wusste.

 

Die SG Wädenswil Horgen und der TV Steffisburg setzten sich dank Heimsiegen nun klar vom Tabellenende ab. Am Mittwoch kommt es zum Kellerduell zwischen den beiden direkt vor Altdorf platzierten Mannschaften Winterthur und Biel. Da auch in diesem Spiel zwei Punkte verteilt werden, ist die Lage für den KTV nun definitiv ungemütlich. Am Samstag folgt mit dem Heimspiel gegen Schaffhausen die nächste Gelegenheit auf Punkte.

 

Für Altdorf spielten: Christian Amrein/Jan Dittli, Flavio Fallegger, Marius Kasmauskas (7), David Arnold (5), Manuel Gisler, Daniel Baumann, Ivan Fallegger, Pascal Aschwanden (1), Fabian auf der Maur, Florian Henrich, Tomas Adamcik (2), Amer Zildzic (8), Marc Häusler (2)

Gelesen 459 mal Letzte Änderung am Montag, 28 Januar 2019 12:17